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So bekommen Sie jetzt Windows 11


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 01.10.2021

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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 11/2021

Am 5. Oktober gibt Microsoft die neue Windows-Version 11 frei. Zuerst bekommen sie nur neue Rechner. Im Anschluss daran soll Windows 11 Microsoft zufolge schrittweise auch als Upgrade für Nutzer von Windows 10 verfügbar sein – falls der Rechner die Voraussetzungen für das neue System erfüllt. Das Ende von Windows 10 ist damit abzusehen. Microsoft hat allerdings den Support-Zeitraum für die Home- und Pro- Editionen bis zum 14. Oktober 2025 verlängert. Bis dahin wird das System mit Sicherheits-Updates versorgt.

„Sie können Windows 11 auch dann installieren, wenn Ihr PC die Voraussetzungen nicht erfüllt.“

Wer möchte, kann auf Windows 11 aktualisieren, sobald das System verfügbar ist. Das Upgrade wird auf dem üblichen Weg über das Windows-Update angeboten und muss manuell angestoßen werden. Es ist kostenlos für alle Benutzer, deren Windows 10 Home oder Pro aktiviert ist. Eine Neuinstallation könnte ...

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... weiterhin auch mit einem Produktschlüssel von Windows 7 oder 8/8.1 möglich sein. Verlässliche Details dazu gibt es aber noch nicht. Wenn auf dem Rechner Windows 10 bereits installiert und aktiviert war, ist kein Produktschlüssel erforderlich. Die Aktivierung erfolgt automatisch über die bei Microsoft gespeicherte digitale Lizenz des installierten Betriebssystems.

Doch Windows 11 lässt sich schon jetzt auf jedem Rechner installieren und ausprobieren. Hierfür gibt es mehrere Wege, die wir Ihnen vorstellen. Die Anleitungen sollten auch für die finale Version gelten – eventuell mit kleineren Abweichungen. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen, damit Sie sich im neuen System besser zurechtfinden.

Hinweis: Die Grundlage für diesen Artikel ist die Vorabversion 22000.176, die weitestgehend der endgültigen Ausgabe entspricht. Bis zur offiziellen Verfügbarkeit und auch danach können sich Funktionen und Systemvoraussetzungen aber noch ändern.

1 Die wichtigsten Änderungen in Windows 11

Zurzeit betreffen die Neuerungen – neben den Änderungen bei den Hardwareanforderungen (–› Punkt 2) – vor allem das Aussehen und die Bedienung des neuen Betriebssystems. Hier eine Auswahl:

Taskleiste: Was sofort ins Auge fällt, ist die neu gestaltete Taskleiste in der Mitte am unteren Bildschirmrand, inklusive der Schaltfläche für das Startmenü. Das Startmenü zeigt angepinnte Apps und einige Empfehlungen – die bisherigen Live-Kacheln fehlen. Über das Suchfeld oder per Klick auf „Alle Apps“ findet man Programme, die sich nach einem rechten Mausklick und „An ‚Start‘ anheften“ in die Liste der angepinnten Apps übernehmen lassen.

Windows-Explorer: Auch beim Dateimanager hat Microsoft aufgeräumt. Statt Registerkarten und Menüband gibt es jetzt nur noch einige wenige Icons in der Symbolleiste, beispielsweise für Kopieren, Einfügen und Umbenennen. Der rechte Mausklick auf ein Element zeigt ein reduziertes und optisch mit runden Ecken neu gestaltetes Kontextmenü mit den wichtigsten Einträgen. Ein Klick auf „Weitere Optionen anzeigen“ führt zum ausführlichen Kontextmenü, wie es bei Windows 10 erscheint.

Einstellungen: Die „Einstellungen“ hat Microsoft gründlich umgebaut. Alle Hauptkategorien wie „System“ und „Windows Update“ sind jetzt in der Navigation am linken Rand zu finden, die Unterpunkte erscheinen jeweils im rechten Teil des Fensters. Insgesamt wirkt das Ganze übersichtlicher als bei Windows 10.

Widgets: Dem Umbau der Taskleiste ist auch die Anzeige des in Windows 10 gerade neu eingeführten Wetterberichts zum Opfer gefallen. Die zugehörige App „News und Wetter“ ist jedoch vorhanden und lässt sich über das Icon „Widgets“ in der Taskleiste oder über die Tastenkombination Win-W aufrufen. Neben dem Wetter zeigt die App Schlagzeilen an, was sich über das Menü „...“ rechts oben und die Auswahl von „Interessen verwalten“ beeinflussen lässt.

2 Das sind die Hardwarevoraussetzungen für Windows 11

Ein Windows-11-PC muss mit mindestens 4 GB RAM und einem Prozessor ab 1 GHz ausgestattet sein. Die Speicherkapazität der Festplatte oder SSD sollte minimal bei 64 GB liegen. Alle Geräte müssen TPM 2.0 (Trusted Platform Module) sowie Uefi-Firmware und Secure Boot unterstützen. Die Installation muss auf einer GPT-Partition im Uefi-Modus erfolgen.

Gegenüber Windows 10 sind die Unterschiede bei den Minimalanforderungen gering.

Windows 10 konnte man bislang aber auch auf PCs und Notebooks installieren, die die Voraussetzungen nicht erfüllen. Windows 11 macht damit Schluss. Das Setup-Programm prüft die Hardware und verweigert die Installation oder das Upgrade auf Windows 11, wenn die Vorgaben nicht erfüllt werden. Das lässt sich mit Tricks zurzeit aber noch umgehen (–› Punkt 3 und Punkt 10).

Wenn Microsoft nicht kurzfristig etwas ändert, lässt sich Windows 11 auf den meisten Geräten nicht einsetzen, die vor 2014 oder 2015 gebaut wurden. Insbesondere TPM 2.0 ist nämlich dort wahrscheinlich nicht vorhanden. Das Trusted Platform Module stellt die Systemintegrität sicher und dient zur Erstellung sicherer, hardwarebasierender Kryptografieschlüssel. TPM verwendet Windows beispielsweise, um Manipulationen der Firmware zu erkennen, und für die Verschlüsselung der Laufwerke.

Eine andere Hürde könnte ein zu alter Prozessor sein. Windows 11 erfordert Intel- CPUs ab Core-i-8000 (8. Generation) oder AMD-Ryzen-CPUs ab der 2000er-Reihe. Einige Core-CPUs aus der 7. Generation werden ebenfalls unterstützt. Die CPUs stecken frühestens in Geräten mit einem Baujahr ab 2017 oder 2018. Doch selbst das kann sich kurzfristig ändern – durch ein Update auch nach dem offiziellen Start von Windows 11. Ob ein Computer tauglich für Windows 11 ist, haben einige Hersteller dokumentiert, und Microsoft stellt Listen mit unterstützten CPUs bereit. Eine Tabelle dazu finden Sie auf Seite 18.

Achtung: Windows 11 wird es nur noch in einer 64-Bit-Version geben. Das Upgrade einer 32-Bit-Version ist daher nicht möglich.

3 Hardware für Windows 11 mit Bordmitteln und Tools testen

Ob ein Rechner sich für Windows 11 eignet, lässt sich mit einem Hardwarecheck herausfinden. Welcher Prozessor in Ihrem PC steckt, kann einfach ermittelt werden. Öffnen Sie unter Windows 10 die „Einstellungen“, klicken Sie danach auf „System“ und gehen Sie auf „Info“. Schneller geht es mit der Tastenkombination Win-Pause.

Ob TPM 2.0 verfügbar ist, erfahren Sie im Gerätemanager, den Sie über Win-R und devmgmt.msc öffnen. Unter „Sicherheitsgeräte“ finden Sie den Eintrag „Trusted Platform Module 2.0“. Wenn nicht, lässt sich TPM vielleicht im Firmware-Setup aktivieren (–› Punkt 4).

Einen schnellen und ausführlichen Hardwarecheck bieten die Tools Ready Sun Valley und Why Not Win 11 (beide auf Heft-DVD). Die zwei Tools leisten in etwa das Gleiche, liefern allerdings abhängig vom jeweiligen Entwicklungsstand unter Umständen unterschiedliche Ergebnisse.

Entpacken Sie Ready Sun Valley, klicken Sie die Exe-Datei mit der rechten Maustaste an und gehen Sie auf „Als Administrator ausführen“. Nach einer kurzen Prüfung zeigt das Tool das Ergebnis an. Bei Redaktionsschluss hatte sich Microsoft noch nicht endgültig auf die minimale CPU-Voraussetzung festgelegt. Daher erscheint bei etwas älteren Prozessoren kein „OK“. Wird beispielsweise keine Unterstützung für TPM 2.0 oder Secure Boot angezeigt oder im PC stecken weniger als 4 GB RAM, dann bietet das Tool eine Lösung über „Klicke hier, um einige dieser fehlgeschlagenen Ergebnisse mit einem Registry-Hack zu beheben“. Es ist jedoch nicht garantiert, dass das dauerhaft funktioniert. Bevor Sie zu dieser Maßnahme greifen, prüfen Sie, ob sich TPM 2.0 in der Firmware aktivieren lässt (–› Punkt 4). Why Not Win 11 starten Sie ebenfalls über den Kontextmenüpunkt „Als Administrator ausführen“. Sie können damit die Ergebnisse von Ready Sun Valley prüfen. Einen Registry-Hack bietet das Tool bisher nicht an.

4 Firmware-Einstellungen für Windows 11 anpassen

TPM 2.0 ist zumeist auf Hauptplatinen mit Intel-Chipsätzen ab Serie 100 sowie Intel X299 zu finden, bei AMD ab Serie 300 sowie AMD X399 und TRX40. Sie aktivieren es in den Uefi-Einstellungen, falls eine Option dafür vorhanden ist. Klicken Sie hierzu im Windows-Anmeldebildschirm rechts unten die „Ein/Aus“-Schaltfläche an. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt und klicken Sie im Menü der Schaltfläche auf „Neu starten“. Das Gleiche funktioniert nach der Anmeldung auch über die Schaltfläche „Ein/Aus“ im Startmenü. Gehen Sie auf „Problembehandlung –› Erweiterte Optionen –› UEFI- Firmwareeinstellungen“ und klicken Sie im Anschluss daran auf „Neu starten“.

Die Einstellungen für TPM finden Sie in der Regel in einem Menü wie „Security“ oder „Advanced“. Aktivieren Sie Optionen wie „Security Device Support“ oder ähnlich und außerdem „PTT“ oder „fTPM“. Die Optionen „dTPM“ oder „Discrete TPM“ aktivieren Sie, wenn das Mainboard mit einem TPM-Chip ausgestattet ist, der in einem dafür vorgesehenen Sockel auf der Platine steckt. Standardmäßig ist er nicht vorhanden, er lässt sich aber bei einigen Geräten nachrüsten. Dies ist nicht erforderlich, wenn die Firmware bereits TPM-Unterstützung bietet.

Kontrollieren Sie außerdem die Einstellungen für Secure Boot, die Sie meistens unter einem Menü wie „Bios Features“ oder „Security“ finden. Für die Installation von Windows 11 muss Secure Boot aktiviert sein.

5 Windows 11 bei Microsoft jetzt schon herunterladen

Bevor die endgültige Version von Windows 11 erscheint und einige Zeit gereift ist, sollte man Vorabversionen nicht auf einem produktiv genutzten Rechner installieren. Verwenden Sie für Tests ein Zweit-Windows oder einen Testrechner.

Teilnahme am Insider-Programm: Der offizielle Weg zu einer Windows-Vorabversion führt über das Windows-Insider-Programm. Der PC muss für ein Upgrade auf Windows 11 geeignet sein.

Gehen Sie unter Windows 10 in den „Einstellungen“ auf „Update und Sicherheit“ und daraufhin auf „Windows-Insider-Programm“. Klicken Sie auf „Los geht‘s“. Danach klicken Sie auf „Konto verknüpfen“ und melden sich mit einem Microsoft-Konto an. Nun können Sie zwischen mehreren Update-Kanälen wählen.

Wer Windows 11 lieber neu installieren will, der lädt über https://www.microsoft.com/ en-us/software-download/windowsinsiderpre viewiso eine ISO-Datei herunter (USB-Stick –› Punkt 7). Für den Download ist die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto erforderlich, das mit dem Windows-Insider-Programm verknüpft ist.

6 Alternative Download-Quelle für Windows 11

Wer kein Microsoft-Konto verwenden will, der geht auf https://uupdump.net. Sie haben die Wahl zwischen „Latest Release Pre-view build“, „Latest Beta Channel build“ und „Latest Dev Channel build“. Klicken Sie bei dem gewünschten Entwicklungsstand auf die Schaltfläche „x64“ und im Folgenden auf den Link mit der Versionsnummer. Wählen Sie die Sprache und welche Editionen enthalten sein sollen. Zuletzt klicken Sie auf „Create download package“. Damit laden Sie ein Zip-Archiv herunter, das Sie entpacken. Aus dem Inhalt des Ordners starten Sie „uup_download_windows.cmd“. Das Script lädt die Dateien vom Microsoft- Update-Server herunter, integriert Updates und erstellt eine ISO-Datei für die Installation. Das ISO eignet sich für die Installation in Virtualbox oder für ein Upgrade.

7 USB-Stick für die Windows-Installation erstellen

Einen USB-Stick für die Neuinstallation erstellen Sie mit Rufus (auf Heft-DVD). Dabei kann sich jedoch ein Problem ergeben. Durch die Integration der Updates überschreitet die Datei „sources/install.wim“ im ISO die Maximalgröße von 4 GB für eine FAT32-Partition. Das gilt zurzeit für den Insider-Download von Microsoft und auch für die in –› Punkt 6 selbst erstellte ISO-Datei. Die endgültige Ausgabe der ISO-Datei wird das Limit wohl nicht überschreiten. Rufus erstellt bei übergroßen ISOs automatisch eine NTFS-Partition sowie zusätzlich eine Uefi-Partition mit FAT32, von der sich der Stick booten lässt. Der Uefi-Bootloader ist allerdings nicht digital signiert, weshalb man für die Installation Secure Boot abschalten muss. Bei Windows 10 ist das möglich, Windows 11 verweigert dann aber die Installation. Sie müssen die Datei „Install.wim“ im ISO deshalb aufteilen, damit Rufus FAT32 verwenden kann.

Schritt 1: Extrahieren Sie den Inhalt der ISO-Datei mit 7-Zip (auf Heft-DVD). Benen-nen Sie den erzeugten Ordner in „isofolder“ um und verschieben Sie ihn in den Ordner „C:\ISO“. Auch wenn die Datei von Microsoft stammt, folgen Sie der Anleitung unter –› Punkt 6. Sie benötigen das Tool Cdimage. exe aus dem Download, das nicht frei verfügbar ist. Kopieren Sie das Tool aus dem Ordner „bin“ nach „C:\ISO“.

Schritt 2: Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten und wechseln Sie in das Arbeitsverzeichnis cd C:\ISO\isofolder\sources Führen Sie folgende Befehlszeile aus:

Dism /Split-Image /

ImageFile:install.wim /

SWMFile:install.swm /

FileSize:4000

Löschen Sie als Nächstes die Datei „C:\ISO\ isofolder\sources\install.wim“.

Schritt 3: Wechseln Sie nachfolgend in den Ordner „C:\ISO“:

cd C:\ISO

Erstellen Sie die ISO-Datei mit (eine Zeile)

cdimage.exe

-bootdata:2#p0,e,b“isofolder\

boot\etfsboot.

com“#pEF,e,b“isofolder\efi\

Microsoft\boot\efisys.bin“ -o -m

-u2 -udfver102 -l“Win11“ isofolder

Win11.ISO

Schritt 4: Starten Sie Rufus (auf Heft-DVD). Nach einem Klick auf die Schaltfläche „Auswahl“ geben Sie die neu erstellte ISO-Datei „Win11.iso“ an. Die passenden Einstellungen ermittelt das Tool automatisch. Unter „Dateisystem“ steht „FAT32 (Standard)“, wenn keine Datei im ISO größer als 4 GB ist. Vom USB-Stick lässt sich die Windows-Installation dann auch bei aktiviertem Secure Boot starten.

8 Windows 10 auf Windows 11 aktualisieren

Der Ablauf unterscheidet sich nicht von den Vorgängerversionen. Binden Sie die ISO- Datei des Windows-11-Installationsmediums im Windows-Explorer über den Kontextmenüpunkt „Bereitstellen“ in das Dateisystem ein. Starten Sie „Setup.exe“ vom virtuellen CD/DVD-Laufwerk und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Die persönlichen Daten und installierten Programme bleiben beim Upgrade erhalten, wenn Sie nichts anderes wählen.

9 Windows 11 auf dem Rechner neu installieren

Die Neuinstallation kann auf einer leeren Festplatte erfolgen oder parallel zu Windows 10 auf einer freien Partition oder auf einer zweiten Festplatte. Hierzu booten Sie den PC vom USB-Stick (–› Punkt 7).

Im Installationssystem klicken Sie auf „Weiter“ und auf „Jetzt installieren“. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.

Wenn Sie nach dem Produktschlüssel gefragt werden, klicken Sie bitte auf „Ich habe keinen Product Key“. Im Fenster „Wählen Sie die Installationsart aus“ klicken Sie auf „Benutzerdefiniert: nur Windows installieren (für fortgeschrittene Benutzer)“. In der Folge wählen Sie die Partition für die Installation aus und klicken auf die Schaltfläche „Weiter“.

Die zweite Phase der Installation hat Microsoft neu gestaltet. Die Dialoge sehen aufgeräumter aus und die Sprachunterstützung durch Cortana fehlt. Dafür ermöglicht der Assistent es jetzt aber, den Namen des Rechners festzulegen. Bisher wurde dieser automatisch per Zufall vergeben.

Eine Einschränkung ergibt sich für Benutzer der Home-Edition. In Windows 10 Home war es möglich, die Netzwerkverbindung zu unterbrechen und dann ein lokales Konto einzurichten. Bei Windows 11 funktioniert das nicht mehr. Ohne Netzwerkverbindung lässt sich die Installation nicht fortsetzen. Bei der Pro-Edition können Sie – wie bis - her – auch ein Offline-Konto angeben.

WINDOWS 11 IN VIRTUALBOX INSTALLIEREN UND AUSPROBIEREN

Eine virtuelle Maschine in Virtualbox (auf Heft-DVD) eignet sich hervorragend für Tests neuer Betriebssysteme. Dieser Weg steht auch Benutzern offen, deren PC die Hardwareanforderungen von Windows 11 nicht erfüllt. Diese gelten nämlich nicht für virtuelle PCs (siehe „Windows 11 Minimum Hardware Requirements“, Abschnitt 5, https://m6u.de/WELFHW).

Einen ausführlichen Artikel der Installation von Virtualbox mit Windows 11 finden Sie unter www.pcwelt.de/2600073. Abweichend von der Beschreibung empfehlen wir Ihnen, für die virtuelle Festplatte das VHD-Format zu wählen. Sie können Windows 11 aus der VHD-Datei ebenfalls ohne Virtualbox direkt booten (–› Punkt 10).

Windows muss auch in virtuellen PCs mit einem Produktschlüssel aktiviert werden. Für Tests oder die kurzzeitige Nutzung von Software lässt sich Windows offiziell 30 Tage lang ohne Aktivierung einsetzen. Tatsächlich funktioniert es aber bisher ohne größere Einschränkungen auch deutlich länger.

10 Windows 11 aus einer VHD-Datei starten

Der Windows-Start von einer virtuellen Festplatte („VHD native boot“) bietet einen Vorteil: Eine eigene Partition für Windows ist nicht erforderlich und Sie müssen daher nichts an der Aufteilung der Festplatte ändern, um ein zweites Betriebssystem zu installieren. Ihnen steht – anders als in Virtualbox (siehe Kasten auf Seite 20) – die volle Leistung der Hardware zur Verfügung, beispielsweise für Spiele. Da bisher lediglich das Setup-Programm die Hardwarevoraussetzungen überprüft, lässt sich Windows 11 (bislang) auf diesem Weg auch auf Geräten einrichten, die über keine geeignete Hardware verfügen.

Das System in der VHD-Datei erhält sämtliche reguläre Updates, allerdings keine gro ßen Funktions-Updates. Wenn eins verfügbar ist, starten Sie das System wieder in Virtualbox. Hier ist ein Upgrade auf die nächste Windows-Version möglich.

VHD-Datei in das Bootmenü einbinden: Installieren Sie Windows 11 in Virtualbox (siehe Kasten auf Seite 20). Starten Sie das Tool Bootice (auf Heft-DVD). Gehen Sie auf die Registerkarte „BCD“ und klicken Sie auf „Easy mode“. Klicken Sie nun auf „Add –› New VHD boot entry“. Hinter „Disk:“ stellen Sie die Festplatte und hinter „Partition“ die Partition ein, auf der die VHD-Datei liegt, die Sie mit Virtualbox erstellt haben. Hinter „File:“ tippen Sie den Pfad ohne Laufwerksbuchstaben ein, wie beispielsweise \VHD\ Win11.vhd. Hinter „OS title:“ geben Sie dem Eintrag eine aussagekräftige Bezeichnung, hinter „Boot file:“ muss „\Windows\sys tem32\winload.efi“ stehen und bei „Language:“ wählen Sie „de-DE“. Entfernen Sie die Markierung vor „Metro Boot Manager (Win8)“ und klicken Sie auf „Save current System“. Bei dem Eintrag für Windows 10 entfernen Sie diese Markierung ebenfalls und klicken im Anschluss daran auf „Save current System“.

Unter „Global setting“ geben Sie einen für Sie passenden Wert hinter „Timeout:“ ein, setzen dann ein Häkchen vor „Display boot menu“ und klicken auf „Save Globals“.

Wenn Sie Windows beziehungsweise den Rechner jetzt neu starten, erscheint ein Bootmenü, in dem Sie zwischen Windows 10 und Windows 11 wählen können.