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So bezahlt die Kasse Ihre Haushaltshilfe


Super TV - epaper ⋅ Ausgabe 10/2020 vom 27.02.2020

+++ Bei schwerer Krankheit +++ +++ Schwangerschaft und Geburt +++ +++ Krankenhaus, Reha, Kur +++


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DAS BISSCHEN HAUSHALT …
… macht sich eben nicht von allein. Gut, wenn man im Fall der Fälle eine Unterstützung hat


Fotos: AdobeStock (2), iStock, Hersteller (4)

Ein gebrochenes Bein, eine schwere Grippe oder ein ungeplanter Krankenhausaufenthalt – und schon ist man aufgeschmissen. Wer kauft ein, wer putzt, kocht, bügelt jetzt? Gut, dass die gesetzlichen Krankenkassen einspringen. Wer hat Anspruch, was ist zu tun? Und lässt sich dabei sogar etwas sparen?

Gute Fee auf Rezept

Aufgaben. Grundsätzlich gilt: Kann ein gesetzlich Versicherter sich oder andere Menschen in seinem Haushalt nicht mehr versorgen, hat er Anspruch auf Hilfe. In welchem Umfang, das ist ganz unterschiedlich und hängt davon ab, wie viel man noch alleine schafft. Brauchen Sie eine gute Fee für den kom- pletten Haushalt? Oder geht es nur ums Einkaufen, weil man vielleicht gerade ein eingegipstes Bein hat? Möglicherweise legt Sie auch nur eine Grippe lahm und Sie benötigen jemanden, der die Kinder versorgt? Voraussetzung für eine Antragsbewilligung ist aber immer, dass Sie bisher die „haushaltsführende“ Person waren und sich allein um alles gekümmert haben. Niemand sonst, der eventuell in derselben Wohnung lebt, darf in der Lage sein, diese Aufgaben zu übernehmen.
Bewilligung. Eine Kraft zur Unterstützung im Haushalt können Sie bei der Krankenkasse schriftlich beantragen. Wichtig dabei: Die gute Fee gibt’s nur „auf Rezept“. Der behandelnde Arzt muss die Haushaltshilfe also verschreiben und angeben, für welchen Zeitraum und für wie viele Stunden täglich sie benötigt wird. Eine passende Kraft können Sie dann bei einem Wohlfahrtsverband, Pflegedienst oder örtlichen Dienstleistern frei wählen. Sinnvoll ist, die Krankenkasse nach passenden Anbietern zu fragen. Außerdem stellt die Kasse auf Bitte auch einen Erstkontakt her und erkundigt sich für Sie nach freien Kapazitäten.

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VERORDNUNG Ein Arzt legt fest, wie lange und in welchem Umfang Sie Hilfe bekommen


Vergleichen lohnt

Dauer. Muss man ins Krankenhaus oder zur Reha, übernimmt die Krankenkasse dann die Kosten während des Aufenthalts. Wird man danach nach Hause entlassen, ist aber immer noch nicht zu 100 Prozent wieder fit, kann man sich weiter unterstützen lassen. Auch dafür braucht man wieder ein ärztliches Rezept. Und: Die Dauer ist auf vier Wochen am Stück begrenzt, kann aber im Fall einer Wieder-Erkrankung neu beantragt werden.
Ersparnis. Möchten Sie keine fremden Menschen in Ihrem Haus haben, sondern lieber Hilfe von lieben Freunden oder vertrauten Nachbarn in Anspruch nehmen? Fünf bis 9,50 Euro schießt die Kasse in solchen Fällen pro Stunde zu. Professionelle Dienstleister sind da natürlich deutlich teurer. Diese Verträge schließen die Fachkräfte direkt mit der Krankenkasse ab. Sie als Patient übernehmen aber einen Anteil der Kosten: Zehn Prozent müssen Sie aus eigener Tasche zahlen. Umgerechnet sind das mindestens fünf und höchstens zehn Euro pro Tag. Das bedeutet aber auch: Die Krankenkasse übernimmt für einen Monat die Kosten von bis zu 2.800 Euro. Minus Selbstbeteiligung ergibt sich so ein Spareffekt von bis zu 2.520 Euro.
Falls kleinere Kinder im Haushalt zu versorgen sind, wird die Hilfe sogar für bis zu 26 Wochen von der Krankenkasse übernommen. Da kommen bis zu 16.380 Euro zusammen, die Sie nicht selbst aufbringen müssen. Manche Kassen zahlen auch, wenn ein Kind älter ist als zwölf Jahre. Nachfrage und Vergleich lohnen sich also in jedem Fall! Spareffekt: bis zu 16.380 Euro

Hier gibt es sogar mehr, als gesetzlich vorge schrieben ist

Versicherten ohne Kinder zahlen folgende Kassen zwei Wochen länger als die gesetzlich vorgeschriebenen vier Wochen eine Haushaltshilfe: TK, AOK Plus und HEK. Im begründeten Ausnahmefall übernehmen auch AOK Bayern, AOK Baden-Württemberg, AOK Niedersachsen und IKK Südwest die Kosten länger als gesetzlich festgelegt.
► Bei weniger schweren Leiden wie Migräne, Grippe oder Magen- Darm-Beschwerden gewähren z. B. die Barmer oder Bahn BKK eine Haushaltshilfe, wenn ein Kind im Haushalt lebt. Immer vorausgesetzt, der Arzt verordnet sie.
Tipp: Stiftung Warentest zeigt, wann Krankenkassen eine Haushaltshilfe zahlen (kostenpflichtig): https://tinyurl.com/wvr7bv3

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