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So bleibt Babys Bauch gesund


Baby & Co. - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 16.09.2021

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Wie klappt’s mit dem Stuhlgang? Nie ist das Interesse der Eltern an der Verdauung ihres Kindes größer als im ersten Lebensjahr. Kein Wunder, schließlich gilt eine gut funktionierende Verdauung als ein Zeichen dafür, dass sich der Säugling wohlfühlt und gesund entwickelt.

Anfängliche Probleme sind normal: Nachdem er lange über die Nabelschnur versorgt wurde, muss sich der junge Organismus erst auf die neue Nahrung einspielen. „Ein Neugeborenes ist in der Lage, Muttermilch oder altersgerechte Milchnahrung zu verdauen. Sein Magen- Darm-Trakt ist aber noch nicht ausgereift und reagiert empfindlich auf Störungen“, sagt Edith Gätjen, Expertin für Säuglingsund Kinderernährung. In den ersten Monaten sind Beschwerden wie Blähungen oder Verstopfung bei Babys daher nicht ungewöhnlich. Sie treten nicht bei allen auf – und mit der richtigen Ernährung lässt sich ihnen vorbeugen.

VERDAUUNG IST ARBEIT

Im Prinzip ...

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... funktioniert die Verdauung der Babys schon wie die eines Erwachsenen. Je nachdem, welche Nahrung es zu sich nimmt, zerlegen bereits im Mund Speichelenzyme die ersten Nährstoffe. Die Nahrung wird geschluckt und landet im Magen, wo sie von der Magensäure vorgespalten wird.

Im Dünndarm findet anschließend der größte Teil der Verdauung statt: Brauchbare Nährstoffe werden mithilfe von Enzymen weiter zerlegt und ins Blut abgegeben. Der Rest wird zu Kot verarbeitet und vorübergehend im Dickdarm gelagert, bis das Baby ihn schließlich herausdrückt.

LANGSAME UMSTELLUNG

Dieser Vorgang kann Tage dauern und ist für den kleinen Körper harte Arbeit. „Neugeborene bilden noch nicht alle Enzyme. Dadurch können sie in den ersten vier Monaten keine Stärke verdauen. Auch größere Eiweißmengen bereiten ihnen Schwierigkeiten, da ihre Magensäure noch nicht so sauer ist“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Gätjen.

Muttermilch ist optimal auf die Besonderheiten dieses unreifen Verdauungssystems abgestimmt, auch die industrielle Pre-Nahrung berücksichtigt sie in ihrer Zusammensetzung. Vorprogrammiert sind Probleme bei Flaschenbabys aber, wenn sie zu früh eine 1er-Nahrung erhalten. „Diese Folgenahrung enthält Stärke, weshalb die Kleinen darauf häufig mit Verstopfung oder Blähungen reagieren. Wenn überhaupt, sollte ein Wechsel zu 1er-Nahrung frühestens ab dem fünften Monat erfolgen“, betont Edith Gätjen. Auch wenn die Milchnahrung zu dick angerührt ist, kann dies bei Flaschenkindern zu Verstopfung führen. Deshalb:

WENN BABYS SPUCKEN

Ob Still- oder Flaschenbaby: Nach dem Trinken kommt Säuglingen oft etwas Milch hoch. In der Regel kein Grund zur Sorge

Die Mehrheit der Säuglinge speit in den ersten Monaten nach den Trinkmahlzeiten etwas unverdaute Milch aus – ein ganz normales Phänomen. Schuld ist der Magenverschluss, der bei Babys noch nicht so eng gestellt ist. Dadurch kann – etwa beim Aufstoßen – ein kleiner Teil der Nahrung rückwärts wieder herauslaufen. Einige Kinder spucken mehr, andere weniger.

Solange Babys gut zunehmen und keine Beschwerden haben, ist alles okay. Mit Einführung der Beikost ist es mit dem Aufstoßen ohnehin vorbei. Bis dahin helfen Spucktücher, regelmäßige Bäuerchen während der Mahlzeiten (vor allem zu Beginn) und, nach ärztlicher Absprache, eine Spezialnahrung für „Speikinder“.

Zubereitungshinweise auf der Packung einhalten! Bleibt das große Geschäft mal aus, ist es hart oder quält sich der Säugling beim Pressen, helfen stärker verdünnte Milchrationen, den Stuhl wieder aufzulockern. Bei hartnäckiger Verstopfung ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam.

BLÄHUNGEN VERMEIDEN

Verdauungsprobleme können auch entstehen, wenn Babys ihre Milch zu hastig trinken und dabei viel Luft schlucken. Bei wenigen Wochen alten Säuglingen führt dies oft zu Blähungen und Bauchkrämpfen, auch Dreimonatskoliken genannt. Sie betreffen Still- wie Flaschenbabys gleichermaßen. Tipp der Expertin: „Das Kind anfangs nicht lange trinken lassen, sondern es nach einer Minute zu einem Bäuerchen hochnehmen. Dann drückt noch nicht so viel Milch auf die geschluckte Luft und sie kann nach oben abgehen.“ Wichtig bei Flaschenkindern: Das Saugerloch darf nicht zu groß sein – dadurch schlucken die Kleinen vermehrt Luft. Zudem sollte Baby-Kleidung dem Bäuchlein genügend Freiheit lassen. „Am besten sind Strampler. Hosen mit Gummizügen drücken auf den Bauch und Blähungen können sich festsetzen“, sagt Edith Gätjen. Linderung verschafft dann eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn.

Ab dem fünften Monat ist Babys Verdauungssystem bereit für Beikost – eine große Umstellung. Jetzt muss es lernen, festere Nahrung und neue Nährstoffe zu verwerten. „Dieser Übergang sollte löffelweise erfolgen, selbst wenn das Kind schon Spaß am Essen hat. Erhält es schon nach drei Tagen die volle Portion Möhrenmus, kann sich der Darm nicht ausreichend an die feste Nahrung gewöhnen und reagiert träge“, warnt Gäthjen. Um Verstopfung zu vermeiden, rät sie, Möhren bissfest zu garen und die Breie mit Öl und Wasser zuzubereiten.

WICHTIG: FLÜSSIGKEIT

Ist der Stuhl bei der Umstellung mal fester, können Sie die Breie mit Wasser verflüssigen und stopfende Lebensmittel (Äpfel, Bananen oder Karotten) durch Birnen, Kürbis, Fenchel oder Pastinaken ersetzen. Achtung: Sobald Beikost gefüttert wird, müssen Kinder ausreichend trinken!

Wenn die Kleinen ab dem achten Monat kauen lernen, dürfen die Mahlzeiten fester werden. Jedes Baby hat dabei sein eigenes Tempo. Machen Sie den Windel- Check: Finden sich Nahrungsstücke eins zu eins wieder, waren sie zu fest – das Kind hat sie unzerkaut verdaut. „Vor allem bissfest gegartes Gemüse bereitet den Kleinen anfangs Schwierigkeiten. Dann heißt es, intelligent zu kombinieren, zum Beispiel Nudeln mit einer pürierten Gemüsesoße“, rät Edith Gätjen. Mit einem Jahr dürfen die Kinder fast alles essen – und am Familientisch herzhaft zulangen.

WAS DIE WINDEL ERZÄHLT

So verschieden wie die Nahrung der Babys, so unterschiedlich ist ihr Stuhlgang. Was wann als normal gilt

1. STILLBABYS

Voll gestillte Säuglinge haben oft eine lebhafte Verdauung. Gerade in den ersten Wochen kann ihre Windel mehrmals täglich voll sein. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, wenn das große Geschäft tagelang auf sich warten lässt. Faustregel: Bis zu sieben Mal am Tag oder nur alle paar Tage – all das ist normal, solange sich der Winzling wohlfühlt und nicht mit Drücken quält. Üblich bei Stillbabys ist ein breiförmiger bis flüssiger und gelblicher Stuhl, der auch schon mal grünlich ausfallen kann.

2. FLASCHENBABYS

Erhält ein Säugling Pre-Nahrung, entleert er in der Regel einmal täglich seinen Darm. Mindestens sollte dies aber alle drei Tage geschehen. Der Windelinhalt ist dabei fester als bei gestillten Säuglingen. Farblich geht er eher ins bräunliche.

3. BEIKOSTALTER

Wird Babys Ernährung auf Brei umgestellt, wird der Stuhl fester, dunkler und vom Geruch her intensiver. Je nach Nahrung kann er farblich auch variieren – von hellorange bei Karotten bis hin zu bläulich bei Heidelbeeren. Einmal täglich sollte das Baby seinen Darm jetzt entleeren.

4. VERSTOPFUNG

Erfolgt der Stuhlgang seltener als in Punkt 3 beschrieben, ist er verhärtet oder hat das Baby Probleme mit der Darmentleerung, liegt eine Verstopfung vor. Dann ist vor allem bei jungen Säuglingen eine ärztliche Unter suchung angebracht, um organische Ursachen auszuschließen.

5. DURCHFALL

Kommt der Stuhl plötzlich häufiger als gewohnt, ist er wässrig und übelriechend, hat das Baby Durchfall und ist krank. Dann gehört es in die Obhut eines Kinderarztes. Denn Säuglinge verlieren bei Durchfall sehr schnell viel Flüssigkeit und wichtige Elektrolyte (Mineralstoffe). Diesen Verlust gilt es auszugleichen.