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So bleibt ihr cool


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HausbauHelden - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 06.08.2022

KÜHLUNG

→ Lüftung

→ Raumklimagerät

→ Wärmepumpe

wenn uns Hitzewellen über längere Phasen fest im Griff haben, heizen sich zwangsläufig irgendwann auch unsere Wohnräume auf – trotz einer hochgedämmten Gebäudehülle und trotz mit Rollläden oder Jalousien verschatteter Fenstern. Innentemperaturen von über Grad können zu schlechtem Schlaf und zu verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei den Bewohnern führen.

Mit Frischluft kühlen

Um den Heizenergieverbrauch von Neubauten zu verringern, schreibt der Gesetzgeber vor, dass Außenwände, Dach und Fenster immer dichter konstruiert sein müssen. Damit der unter gesundheitlichen und bauphysikalischen Aspekten notwendige Luftaustausch sowohl energiesparend als auch komfortabel durchgeführt wird, empfiehlt sich der Einbau einer kontrollierten Wohnungslüftung. Diese kann während der kalten Jahreszeit den Großteil der wertvollen Raumwärme mittels integriertem ...

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... Wärmetauscher nutzen, statt sie einfach ins Freie zu blasen wie bei offenen Fenstern.

An heißen Sommertagen bieten Lüftungsanlagen die Möglichkeit, die Raumtemperaturen etwas abzusenken. Sie sorgen genau dann mit voller Kraft für einen erfrischenden Luftaustausch, wenn die Sensoren und Fühler registrieren, dass die Temperatur draußen niedriger ist als in den Innenräumen. Dies geschieht dann automatisch und bei geschlossenen Fenstern, egal zu welcher Tageszeit – ohne dass die Bewohner aktiv werden müssen und ohne dass Außenlärm oder Insekten in die Räume gelangen. Allerdings ist technologisch bedingt nur eine Abkühlung um ein paar Grad möglich.

Räume gezielt klimatisieren

Kühles Lüftchen

Zentrale Be- und Entlüftungssysteme mit intelligenter, sensorgesteuerter Regeltechnik bieten die besten Möglichkeiten, um die Wohn- und Schlafräume des Hauses spürbar abzukühlen. Denn sie sorgen für den erfrischenden Luftaustausch automatisch dann, wenn die Außentemperaturen vergleichsweise niedriger sind – egal ob spätabends oder frühmorgens.

Kühlen der Zuluft mittels Erdwärmeübertrager: Bei einem zentralen Lüftungssystem lässt sich ein zusätzlicher Wärmetauscher einbauen, welcher die Kühle des Erdreichs nutzt und dadurch für etwas mehr Abkühlung sorgt. Das kann entweder ein langes, im Erdreich verlegtes Rohr sein, durch das die frische Außenluft direkt strömt, bevor sie zum Lüftungsgerät gelangt.

Platzsparender und hygienischer, aber auch teurer, sind Erdreich-Sole-Wärmetauscher in Verbindung mit einer kleinen Wärmepumpe. Übrigens: Während der Heizperiode ist das Erdreich wärmer als die Außenluft.

Dann lässt sich die Zuluft mittels Erdwärmeübertrager regenerativ vorwärmen.

Was ihr wissen wollt: „Ist eine Klimatisierung mit Lüftungsanlagen möglich?“

Das ist im Eigenheimbereich wirtschaftlich nicht sinnvoll. Denn dazu müssten wesentlich größere Luftmengen, als bei einem zentralen Wohnungslüftungsystem erforderlich, in die Räume eingeleitet werden. Dazu wären größere Luftleitungen vor allem eine aktive Kühleinheit erforderlich. Dies würde die Anlagen nicht nur wesentlich verteuern, sondern auch die Energiekosten deutlich erhöhen.

Mehrere Räume klimatisieren

Im Gegensatz zu den mobilen Monoblock-Geräten können Split-Klimageräte sowohl einen einzelnen Raum (Single-Split) als auch mehrere Räume (Multi-Split) kühlen. Je nach erforderlicher Kühlleistung lassen sich im Eigenheimbereich an ein Außengerät häufig drei bis vier Innengeräte anschließen.

Die passende Kühlleistung für einen Raum lässt sich zum einen überschlägig ermitteln; Faustformel: Pro Kubikmeter Rauminhalt sind in einem gut gedämmten Gebäude etwa 30 Watt Kühlleistung erforderlich (Beispiel: Raum mit 28 m² Fläche und 2,5 m Höhe = ca. 2,1 kW erforderliche Kühlleistung).

Besser ist es jedoch, eine Kühllastberechnung durchzuführen.

Denn diese liefert, abhängig von den konkreten Raumbedingungen, genauere Ergebnisse. Die Berechnung kann nicht nur ein Fachmann machen. Es gibt auch online gute Berechnungstools, z. B. unter www.stiebel-eltron.de/ toolbox/kuehllast

1 – Photovoltaikanlage 2 Klima-Außengerät: gibt Wärme ins Freie ab 3/4 Multi-Split-Klimasystem mit zwei Innengeräten: geben kühle Luft in den Raum ab 5 Energiemanager: verteilt den Solarstrom 6 Batteriespeicher für Solarstrom

Was ihr wissen wollt: „Wann wird welcher Klima-Innengerätetyp eingebaut?“

Im Eigenheimbereich werden vor allem Wandgeräte zur Raumklimatisierung eingebaut. Sie sind in vielen Ausstattungsvarianten, Designs und Preisklassen erhältlich. Zudem fügen sie sich relativ unauffällig in die Umgebung ein, da sie im oberen Drittel der Wand sitzen. Hat der zu kühlende Raum keine freie Wand, zu viele Schrägen oder eine zu niedrige Höhe, empfiehlt sich der Einsatz eines Truhengeräts. Dieses ähnelt einem Heizkörper und wird in Bodennähe an der Wand befestigt oder aufgestellt oder halbverdeckt in die Wand eingelassen.

HausbauHelden, die die Hitze aus den Wohnräumen nachhaltig verbannen und eine bestimmte Wunschtemperatur einstellen möchten, benötigen dazu ein Raumklimagerät. Vorteilhafter Zusatzeffekt: Bei schwül-heißen Verhältnissen wird die Raumluft nicht nur abgekühlt, sondern auch etwas entfeuchtet. Für den Dauergebrauch empfehlenswert sind sogenannte Split-Raumklimageräte. Diese bieten wesentlich mehr Bedienkomfort, arbeiten leiser und besitzen eine höhere und besser anpassbare Kühlleistung als die preisgünstigeren, mobilen Monoblockgeräte mit Luftschlauch.

Split-Klimageräte bestehen prinzipiell aus einem Außen- und Innengerät, die fest im Freien bzw. im Innenraum montiert und mit zwei gedämmten Spezialrohren verbunden werden, in denen das zum Wärmeabtransport notwendige Kältemittel zirkuliert. Des Weiteren sind noch Elektro- und Kondensatleitungen sowie eine Wand- oder Dach-Durchführung von drinnen nach draußen erforderlich. Weil eine unsachgemäße Handhabung – gerade mit den Kältemitteln – zu Verletzungen und Umweltschäden führen kann, darf nur ein Kälteklima-Fachmann diese Geräte installieren.

Das passende Klimagerät finden

Möchtest du nicht nur ein Schlafzimmer, sondern zusätzlich einen Home-Office-Raum und einen großen Wohn-/Essbereich klimatisieren? Dann bietet sich die Installation der sogenannten Multi-Split-Variante an. Im Gegensatz zur Single-Split-Klimaanlage versorgt hierbei ein Außengerät mehrere Innengeräte. Bei Bedarf, zum Beispiel aus Platz- oder Designgründen, lässt sich in jedem Raum ein anderes Innengeräte-Modell des Herstellers montieren. Achtung: Bei hohen Kühlleistungen wird eventuell der Einsatz eines zweiten Außengeräts erforderlich.

Hochwertige Innengeräte arbeiten quasi zugfrei, leise und engergieeffizent. Und sie bieten, je nach Ausstattungsumfang, weitere Features wie Inverter-Technologie zur Leistungsanpassung, Filtersysteme, die Staub, Pollen, Bakterien, Gerüche etc. aus der Raumluft entfernen sowie intelligente Sensor- und Steuerungstechnik, die per (Infrarot)-Fernbedienung und App bedienbar ist.

Die Startpreise von Single-Splitgeräten liegen im Bereich von etwa 1 000 bis 2 000 Euro – abhängig von Marke, Ausstattung und Lieferant; hinzu kommen noch die Montagekosten. Wichtige Auswahlkriterien neben dem Preis sind: Kühlleistung, Energieeffizienzklasse (A+++ bis D), realer Stromverbrauch, Lautstärke, Kühl- und Bedienkomfort-Features und Design.

Kühles Erdreich nutzen

Erdreichwärmepumpen können im Sommer die Räume über die Fußbodenheizkreise sowohl „aktiv“ als auch „passiv“ kühlen. Bei der „passiven Betriebsweise“ bleibt der Wärmepumpenverdichter ausgeschaltet. Lediglich die Sole- und Heizungspumpen sind aktiv. Deshalb wird weniger Strom benötigt. Allerdings sinkt auch die Kühlleistung.

1 – Anschlussschacht für Sonde(n)

2 Erdwärmesonde(n)

3 Sole-Wasser-Wärmepumpe

4 Fußbodenheizung/-kühlung

Im Winter warm, im Sommer kühl Wird die Betriebsweise bestimmter Split-Klimageräte umgekehrt, können sie den Raum auch relativ energieeffizient beheizen; denn technologisch betrachtet ist das Klimagerät eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Deshalb eignet sich auch eine Heizwärmepumpe prinzipiell dafür, im Hochsommer für einige Grad Abkühlung zu sorgen. In diesem Fall strömt kühles Wasser durch das Rohrsystem der Flächenheizung in den Wohnräumen und nimmt dabei einen Teil der überschüssigen Raumwärme auf. Voraussetzung dafür ist eine Wärmepumpe mit reversibler Betriebsweise, bei der sich der Kältekreislauf von „Heizen“ auf „Kühlen“ umschalten lässt. Die Kühlleistung ist jedoch begrenzt, weil sich die Wassertemperatur nicht beliebig absenken lässt. Sonst könnte die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit im Boden kondensieren und dadurch Feuchteschäden verursachen. Empfehlenswert ist der Einsatz spezieller Regelgeräte und Fühler zur Taupunkttemperatur-Überwachung. Egal ob Lüftungsanlage, Klimagerät oder Wärmepumpe: Die eigene Photovoltaikanlage kann an sonnigen, heißen Tagen den Stromverbrauch drastisch reduzieren oder sogar neutralisieren. JW