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So bleibt unser Hobby bezahlbar


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aquaristik - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 05.10.2022
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Bildquelle: aquaristik, Ausgabe 6/2022

Bei diesem Deltaaquarium kann die Isolierung durch die innen angebrachte rückwand sehr gut verdeckt werden.

In der heutigen Zeit gerät die Frage der Energiekosten immer mehr in den Vordergrund. Dadurch fragen sich auch viele Aquarianer, wie sie Geld sparen können, ohne das Hobby gleich an den Nagel hängen zu müssen. Im Folgenden geben wir Euch dazu einige hilfreiche Tipps.

Ein zugiger Standort ist für ein Aquarium nicht der richtige Fleck, wenn man Geld sparen will. Durch den ständigen Luftstrom meist kühlerer Luft muss die Heizung stärker arbeiten als nötig. Auch wenn man normalerweise keinen allzu sonnigen Standort aussuchen sollte, kann es sich in Zeiten hoher Strompreise rentieren, die Sonne mindestens drei Stunden ins Aquarium scheinen zu lassen – davon gleich noch mehr.

Isolierung und offene aquarien

Grundsätzlich wird empfohlen, ein Aquarium auf eine Unterlage zu stellen, die kleine Unebenheiten ausgleicht. Oft werden dazu spezielle Filz- oder Kunststoffunterlagen benutzt, die 2-4 mm dick sind. Legt ...

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... man unter diese Unterlage oder an ihrer Stelle eine Styroporplatte (für Aquarien bis etwa 250 l) oder eine Styrodurplatte (für Aquarien beliebiger Größe) in 10-20 mm Dicke, ist schon einmal nach unten für eine Isolierung gesorgt. Je nach Aquarientyp gibt es zwei oder drei Seitenwände. Um diese zu isolieren, reicht eine 20 mm dicke Styroporplatte, weil hier kein Druck aufgebaut wird.

Nun sehen diese Isolierungen nicht sonderlich attraktiv aus. Die Styrodurplatte unter dem Aquarium kann man mit einer Leiste verkleiden. Auf die Oberfläche der Styroporplatten kann man eine Rückwandfolie aufkleben, das sieht schon einmal besser aus. Um diese Folie und dann die Platten ans Aquarium zu kleben, empfehle ich ein transparentes, 1 mm dickes doppeltes Klebeband in Nanotechnologie (das sehr gut klebt, aber wieder ablösbar ist).

Die sichtbaren Außenseiten und Kanten der Platten kann man mit einer Dekofolie bekleben und damit ebenfalls für einen besseren optischen Eindruck sorgen. Natürlich kann man auch von innen eine vorgefertigte Rückwand davorsetzen, so sieht man die Isolierung auch nicht.

Aquarien ohne Deckscheiben – sogenannte offene Aquarien – kommen wegen der guten Beleuchtbarkeit mit LED immer mehr in Mode. Hier sollte man im Winter aber passende Glasscheiben auflegen (3 mm reichen). Glas ist ein guter Isolator, die Beleuchtungsstärke, die im Aquarium ankommt, wird dadurch auch nur wenig verringert.

Technik: Beleuchtung

Wer heute noch Leuchtstoffröhren oder gar HQI-Lampen benutzt, verschenkt Geld. Gute LED-Beleuchtungen sind so preiswert geworden, dass ein Austausch immer lohnt. Auch als direkten Ersatz für Leuchtstoffröhren gibt es ein großes und auch preiswertes Angebot. Dabei ist die Wattzahl oft die Hälfte derjenigen der alten Röhren. Dazu kommt, dass viele Vorschaltgeräte auch viel Strom verbrauchen, die Ersparnis also höher als die nominale ist.

Ein Rechenbeispiel: Leuchtstoffröhre 36 W, 8 h/Tag, mit Vorschaltgerät (mit elektronischem VG etwas weniger): ca. 160 kWh/Jahr, bei 0,50 €/kWh 80 € – LED-Röhre gleiche Größe (20 W): ca. 75 kWh/ Jahr, bei 0,50 €/kWh 37,50 €.

Da die LED-Röhren oft weniger als 10 € kosten und die Farbe (4000 oder 6500 K) einfach gewählt werden kann, außerdem die Haltbarkeit viel höher als bei Leuchtstoffröhren ist, liegt der Vorteil auf der Hand. Anleitungen zum Einbau in bestehende Fassungen gibt es zahlreich von den Herstellern und im Internet.

Einen einfachen Ersatz für HQI-Leuchtmittel gibt es nicht, da ist eine neue Lampe fällig. Aber auch hier dürfte sich die Anschaffung schon nach relativ kurzer Zeit amortisieren.

Wichtig ist auch die Beleuchtungsdauer. Acht Stunden reichen meist aus. Es schadet weder den Fischen noch den meisten Pflanzen, wenn eine Mittagspause von vielleicht drei Stunden eingelegt wird. Scheint dann sogar die Sonne ins Aquarium, dürfen es auch zwei Stunden weniger sein – aber das ist im Winter ja nicht immer der Fall.

TecHnik: Heizung

In einem gut isolierten Aquarium sinken die Heizkosten sowieso. Aber es macht Sinn, die Heizleistung etwas höher zu wählen als mindestens nötig. Die Heizungen springen deutlich seltener an und haben einen stärkeren Heizeffekt. Allerdings ist die Ersparnis hier nicht allzu groß. Mehr Ersparnis kann man beim Einsatz einer Bodenheizung erzielen, vor allem bei guter Isolierung unter dem Aquarium.

Sinnvoller ist es, die Temperatur herunterzuregeln. Es müssen nicht immer 26-28 °C sein. Die meisten Aquarienfische kommen mit 22-24 °C aus, etliche Arten sogar mit noch weniger. Denn auch in der Natur ist es in Regenzeiten deutlich kühler als in Trockenzeiten. Hier ist es einfach sinnvoll, die Fische zu beobachten. Ist das Verhalten (Fressen, Schwimmen) normal, reicht die Temperatur aus.

Ist das Zimmer, in dem das Aquarium steht, tagsüber mindestens 22 Foto: Oliver Mengedoht °C warm, kann man die Heizung per Zeitschaltuhr nur nachts einschalten, wenn eine Nachtabsenkung der Zentralheizung etwa auf 16 °C vorgesehen ist.

Foto: Oliver Mengedoht

Experten-

TIPP

Wichtig:

Keinesfalls darf man den Filter stundenweise abschalten. Die Filterbakterien würden das nicht überleben, das kann bis zum Totalschaden (alle Fische tot) im Aquarium führen.

Technik: Filter

Eine wirkliche Einsparung kann sich beim Filter ergeben. Moderne Filter haben einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch als

Es gibt – eigentlich für Heizungsrohre – Rohrisolierungen aus PE, die maßgenau zugeschnitten werden können und sehr leicht anzubringen sind. Zusätzlich kann man den Filter auch noch mit einigen Lagen Luftpolsterfolie einwickeln, um auch ihn besser zu isolieren.

Fischbesatz richtig planen

Bei Pflanzen gibt es eine durchaus große Auswahl an Arten und Sorten, die mit Temperaturen ab 18 °C gut auskommen. Das gilt aber auch für Fische. Praktisch alle Fische, die aus den Subtropen kommen, sind jahreszeitlich kühle Temperaturen gewöhnt.

Der beliebte Guppy verhält sich in der Regel bei 18 °C noch normal, der Marmorierte Panzerwels muss in der Natur ebenso wie das Kardinälchen Tage vertragen, an denen morgens sogar Eis auf der Wasseroberfläche ist, Zebrabärblingen reichen 16 °C, Prachtbarben sogar deutlich weniger (ab 10 °C).

Wenig bekannt ist auch, dass selbst Borellis Zwergbuntbarsch sich bei Temperaturen ab 18 °C noch wohlfühlt, ebenso wie manche Erdfresserarten. So kann man schon bei der Fisch- und Pflanzenauswahl dafür sorgen, weniger Energie zu benötigen und trotzdem Aquaristik zu betreiben.

Fazit

Es gibt eigentlich keinen Grund, wegen steigender Energiepreise auf die Aquaristik zu verzichten. Mit einigen Maßnahmen kann man so viel Energie sparen, dass die Kosten auch bei höheren Energiepreisen nicht zu hoch werden.

ältere, sowohl Innen- als auch Außenfilter. Ein Rechenbeispiel: Filter alt, 15 W/h, Jahreskosten bei 0,50 €/kWh: 65,70 € – Filter neu, 7 W/h, Jahreskosten bei 0,50 €/kWh: 30,66 €! So kann sich die Neuanschaffung schon nach zwei bis drei Jahren amortisieren.

Außenfilter sind über Schläuche mit dem Aquarium verbunden. Hier ergeben sich ebenfalls große Einsparmöglichkeiten.

Text & Fotos: Harro Hieronimus

Harro Hieronimus ist seit über 40 Jahren mit Leib und Seele Aquarianer, was er auch in vielen Büchern und Artikeln zum Ausdruck gebracht hat ■