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So geht @chtsamkeit


kinder! - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 26.08.2021

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Bildquelle: kinder!, Ausgabe 10/2021

Das Recht am eigenen Bild ist den meisten von uns ziemlich wichtig. Jede Privatperson darf selbst entscheiden, ob eine Aufnahme von ihr veröffentlicht wird. „Dieses Recht besitzen Kinder im Grunde ganz genauso“, erklärt Sophie Pohle vom Deutschen Kinderhilfswerk. „Bei Minderjährigen aber nehmen Eltern das Recht stellvertretend wahr, deshalb dürfen sie laut Gesetz Aufnahmen von ihrem Nachwuchs ins Netz stellen.“ Seien fremde Kinder zu sehen, müssten deren Eltern ihr Einverständnis geben. „Ist das Paar geschieden, entscheidet der Elternteil mit dem Sorgerecht. Ist das ...

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... Sorgerecht geteilt, müssen beide zustimmen“, erklärt die Medienexpertin.

Die Initiative „Schau hin!“

… hat eine Entscheidungshilfe zum Posten von Kinderbildern entwickelt. Ihr findet sie unter leben-und-erziehen.de/go/ fotoguide

Laut UN-Kinderrechts- konvention haben auch die Kleinen ein Anrecht auf Privatsphäre und Mitb estimmung . „Höchstpersön-liche Momente gehören nicht ins Netz“, stellt Sophie Pohle klar. „Was Eltern niedlich finden, ist für Kinder manchmal peinlich oder fühlt sich ungut an. Bilder von nicht voll bekleideten Kindern oder sehr emotionale Momente sollten deshalb nicht veröffentlicht werden.“ Spätestens ab dem Vorschulalter könnten Kinder schon gut einschätzen, wie sie sich zeigen möchten. „Ich empfehle, den Kindern die Bilder zu zeigen und mit ihnen darüber zu sprechen – und zwar vor der Veröffentlichung.“ Dann sei es wichtig, ihre Meinung auch zu respektieren.

Netzwerke nicht verteufeln – lieber die Sichtbarkeit begrenzen

Mit den richtigen Umgangsformen sind soziale Netzwerke in der heutigen Zeit wichtig und wertvoll. „In einer unsicheren Welt schafft Social Media ein starkes Band. Das ist positiv und stärkt die Bindung ins private Beziehungsnetz“, erläuterte Mediencoach Dr. Iren Schulz von der Bundes- Initiative „Schau hin!“.

Die Kommunikationswissenschaftlerin plädiert beim Posten dafür, die Sichtbarkeit der Aufnahmen einzugrenzen: „Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, Momente zu teilen. Damit Eltern aber die Kontrolle darüber haben, wer ihre Kinder sieht, sollte das Social-Media-Profil privat eingestellt sein. Wo das nicht geht, etwa bei Profilbildern in Chat-Apps, ist es sicherer, die Kinder nur unkenntlich, zum Beispiel von hinten, zu zeigen.“ Das gelte im Übrigen für alle Familienmitglieder, auch Geschwister und Großeltern.

Auch in Hinblick auf Cyberkriminalität ist es ratsam, Aufnahmen nicht aller Welt zur Verfügung zu stellen. „Es gibt Menschen und Server, die das Netz systematisch nach Kinderfotos abgrasen, um diese für ihre Zwecke zu benutzen. Dessen sollte man sich bewusst sein“, so Dr. Iren Schulz. „Und niemand weiß, was etwa in 20 Jahren mit unseren Daten aus dem Internet passiert“, ergänzt Sophie Pohle. Keiner kann wollen, dass sein Kind später Opfer von Cybermobbing in der Schule wird – z. B. wegen der alten Klo- und Töpfchen-Fotos aus der Kindheit.

Unsere Expertinnen

Sophie Pohle … ist Referentin für Medienbildung bei der Koordinationsstelle Kinderrechte am Deutschen Kinderhilfswerk e. V.

Dr. Iren Schulz … ist Kommunikationswissenschaftlerin, Medienpädagogin und Dozentin an der Universität Erfurt.

Selbstreflexion: Warum poste ich?

Social Media ist schnell, unser Leben im Netz groß. Deshalb ist das entzückende Mini-Me-Foto manchmal unüberlegt schnell gepostet. Dabei sollten wir uns vorher unbedingt kurz Zeit zum Nachdenken nehmen. „Eltern sind stolz auf ihren Nachwuchs, wollen positives Feedback – das ist völlig normal und auch schön. Aber die Kindheit ist eine schützenswerte und sensible Phase und das Internet in seiner Komplexität nicht immer der richtige Kanal. Ebenso wie bei vertraulichen Gesprächen ist der direkte Kontakt, die persönliche Nachricht hier oft angemessener“, so Dr. Iren Schulz.

Merle von Kuczkowski