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So geht sicherer Freigang


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Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 15.03.2022

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Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 4/2022

Neben der Fütterung wird wohl kaum ein Thema so kontrovers diskutiert wie der freie Auslauf für Katzen. Die Möglichkeit zum Freilauf ist natürlich ein echter Faktor für Lebensqualität – aber ist es wirklich der einzige und vor allem zwingend notwendig?

Nicht alle Wohnbedingungen bieten gefahrlosen Zugang ins Freie und das hieße im Umkehrschluss, dass ein Katzenleben in der Stadt schon alleine durch diesen Mangel unglücklich wäre. Dem ist aber ganz und gar nicht so, denn das Thema Freilauf hat noch viele Grautöne neben dem entweder nur in der Wohnung oder mit freiem Zugang zur Natur.

Freigang oder nicht? Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“

Die erste und wichtigste Variable ist natürlich die Katze! In der Tat gibt es Katzen, die ein Leben in der Enge einer Wohnung nicht ertragen und leiden, wenn sie nicht hinausdürfen. Oft ist es die Jagdleidenschaft, die ein Wohnungsleben sowohl für diese – ...

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... etwas ursprünglicheren – Katzen wie auch für die überforderten Katzeneltern unerträglich macht. Es ist also sehr sinnvoll, schon bei der Auswahl einer Katze zu bedenken, ob sie nur in der Wohnung sein wird oder hinaus darf. Obwohl es nicht immer gelingt, sind die Voraussetzungen besser, wenn eine Katze die große Freiheit noch nie kennengelernt hat.

Neben dem Charakter der Katze spielen aber auch die Wohnraumgestaltung sowie aktive Beschäftigung eine große Rolle. Die Katze tauscht ja das Abenteuer draußen gegen das Abenteuer Mensch. Dieser Tausch – Freiheit gegen innige Beziehung – kann nur funktionieren, wenn die Katze gut sozialisiert ist und ihr Mensch auch die Verantwortung für die Action in der Wohnung übernimmt.

Eim Kommen und Gehen rund um die Uhr?

Doch auch beim Freilauf gibt es Variationen. Die zeitlich und räumlich unbegrenzte Freiheit bedeutet, dass die Katze zum Beispiel über eine Katzenklappe kommen und gehen kann, wie es ihr gefällt. Viele dieser Katzen verselbstständigen sich in einer gewissen Weise und leben eher neben dem Menschen als mit ihm. Je nach Landschaftsstruktur und Katzendichte kann diese Form der Katzenhaltung einen hohen Jagddruck für die Tierwelt bedeuten.

Eine chipkontrollierte Katzenklappe ist eine sehr sinnvolle Investition, weil sie verhindert, dass fremde Katzen, die das Prinzip Katzenklappe auch kennen, ins Haus einbrechen. Mit vielfältigen Programmierungen kann dieser unbegrenzte Freilauf zeitlich limitiert werden, sodass die Katze nachts auf jeden Fall drinnen bleiben muss.

Verkehrsunfälle gehören zu den häufigsten Todesursachen bei Katzen und davor sind sie leider auch in verkehrsberuhigten Zonen nicht wirklich sicher. Draußen lauern aber noch unzählige andere Gefahren wie Jagd, Swimmingpools, andere Katzen oder Vergiftungen.

Daher ist der katzensicher eingezäunte Freilauf – vor allem in dicht besiedelten Wohngegenden – eine zeitgemäße Form der Katzenhaltung. So werden nicht nur die weniger katzenfreundlichen Nachbarn entlastet, sondern vor allem das Risiko für die eigene Katze deutlich reduziert.

In einem wilden Garten kann die Katze was erleben

Wie für die Wohnung gilt auch hier: Auf die Gestaltung kommt es an. Bei einem fein säuberlich gemähten Garten und den typischen Ziersträuchern spielt es keine Rolle, wie groß er ist. Ein winziger Reihenhausgarten kann viel mehr Erlebnisraum bieten, wenn er als Gegenentwurf zum gepflegten Rasen mit naturnahen Bereichen und katzenfreundlich gestaltet ist.

Am besten ist es, wenn eine Katze die große weite Welt jenseits des Zauns noch nicht kennengelernt hat. Es gilt also schon bei der Jungkatze zu entscheiden, ob sie unkontrolliert ins Freie darf oder einen katzensicheren Garten bekommt. Katzen sind extrem gewiefte Ausbruchskünstler und der Drang, die Lücke im Katzen-Alcatraz zu finden, ist umso größer, wenn sie die Welt draußen schon kennt.

Sicherheit ist wichtiger als eine perfekte Optik

Einen Garten katzensicher einzuzäunen kann zur richtigen Herausforderung werden. Es gibt zahlreiche technische Lösungen, die im Allgemeinen umso teurer sind, je höher der ästhetische Anspruch ist. Allerdings kann selbst eine noch so zusammengebastelte Lösung nicht schlimmer sein, als seine Katze zu verlieren – Sicherheit geht immer vor Schönheit! Jeder Garten ist anders und manche sind schon mit einem einfachen Elektrozaun, andere nur mit aufwendigen Zaunlösungen mit glatter Oberfläche, Überhang oder Rollen an der Oberkante abzusichern. Auch mit Gittervolieren oder Katzennetzen können Freilaufbereiche sicher begrenzt werden. Entscheidend ist, die wichtigsten Auswege zu kennen: unten durch, drüberklettern oder Sprünge von erhöhten Punkten. Die gute Nachricht ist, dass Katzen nicht wie Pferde frei über einen Zaun springen. Sie legen lieber einen Zwischenstopp ein – einmal an die Oberkante und von da auf der anderen Seite hinunter. Außerdem verraten sich Katzen schnell, wenn sie einen Weg gefunden haben, weil sie beim Hinausgehen sofort diesen Punkt anvisieren, auch wenn sie dann warten, bis sie sich unbeobachtet fühlen.

Wie wird ein Gar ten für Katzen attraktiv?

• Wasser – schon mit einem kleinen Wasserbecken gewinnt ein Garten an Attraktivität, nicht nur für Katzen, sondern auch für kleines Getier, das Katzen interessant finden

• Liegeplätze im Schatten und in der Sonne

• Steine oder Steinhaufen, die Wärme speichern und kleine Verstecke für Tiere bieten

• Duftpflanzen – von Katzenminze über Katzengamander bis Baldrian und viele Gewürzpflanzen

• Blühpflanzen, die Schmetterlinge anziehen

• Grasbüschel zum Fressen und Spielen

• Outdoorklo – vor allem im kleinen Garten kann es wichtig sein, der Katze eine überdachte Outdoor-Toilette anzubieten, die entsprechend gereinigt werden kann

Gemeinsame Ausflüge sind auch eine gute Lösung

Neben dem sicheren Rundum-sorglos-Garten gibt es natürlich auch die Möglichkeit, gemeinsame Ausflüge mit der Katze zu unternehmen. Vor allem Kitten, Senioren, ängstliche und Handicap-Katzen freuen sich, wenn sie bei ihren kurzen Ausflügen einen menschlichen Bodyguard im Garten dabeihaben.

Bei ungesichertem Freigang sollten Jungkatzen übrigens erst nach der Kastration alleine hinaus ins Freie.

Zum einen geht es natürlich darum, Nachwuchs zu verhindern, aber auch um eine gute Bindung an die Familie, damit sich die Jungkatze nicht zu sehr verselbstständigt, sondern immer wieder gerne nach Hause kommt.