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So geht’s ganz ohne Chemie: Kopfweh? Weg! 12 verblüffende SOS-Tricks


Bild der Frau - Schlank und fit - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 27.07.2018

Gestresst, übermüdet, wetterempfindlich – es gibt viele Gründe, warum uns manchmal der Kopf dröhnt. Am besten ist es dann, möglichst schnell die Schmerzen zu bekämpfen – mit sanfter Hilfe


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Bildquelle: Bild der Frau - Schlank und fit, Ausgabe 4/2018

[1] Heilerde-Bad

10 EL Heilerde (Reformhaus) ins einlaufende, 38 Grad warme Badewasser geben. 7 Tropfen Lavendelöl mit 20 ml Sahne verrühren, dazugeben. Alles gut vermischen. 20 Minuten hineinlegen. Entspannt, leitet Schmerzstoffe aus dem Körper.

[2] Pause nach der 20-20-Regel

Nach 20 Minuten PC-Arbeit 20 Sekunden in die Ferne schauen. So oft, bis die Kopfschmerzen nachlassen. Die Entlastungsübung für die Augen gönnt auch ...

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... den schmerzverarbeitenden Systemen des Körpers eine Verschnaufpause.

[3] Augenbrauen-Massage

Den Sonnenpunkt – eine kleine Vertiefung im Schläfenbereich, am Ende der Augenbrauen – mit den Mittelfingerkuppen in kleinen Kreisen und mit mittelstarkem Druck 3 Minuten massieren. 3-mal täglich. Die Akupressur löst Blockaden in der Muskulatur, entspannt sie und das vegetative Nervensystem.

[4] Zungen-Stretching

Den Mund schließen, mit der Zunge langsam von links nach rechts über die Vorderseite der unteren Zahnreihe gleiten, immer am Zahnfleischrand entlang. Dann zurück. Nun mit der Zunge von links nach rechts über die Vorderseite der oberer Zahnreihe fahren. Dann Zunge ebenso über die untere Innenseite, schließlich die obere Innenseite bewegen. Insgesamt 2 Minuten. Dabei den Kopf leicht kreisen lassen. Die An-und Entspannung der Zungenmuskulatur relaxt Kiefer- und Nackenmuskeln und dämpft Kopfweh.

[5] Quarkauflage

Eiskalten Quark fingerdick auf ein Geschirrhandtuch streichen. Tuch einschlagen, Quarkauflage im Liegen auf die Stirn legen. Einwirken lassen, bis der Quark nicht mehr kühlt. Bis zu 4-mal am Tag wiederholen. Der nachhaltige Kältereiz blockiert die Schmerzleitung zum Gehirn.

[6] Mungobohnen-Sprossen

Dreimal täglich eine kleine Handvoll Sprossen essen (insgesamt 30 g/Tag). Ihr Magnesium reduziert die elektrische Erregbarkeit des Nervensystems, begünstigt eine Entspannung. Studien zeigen: Bei 50 Prozent der Kopfschmerz-Patienten sind die Magnesiumspeicher leer. Weitere gute Quellen: Quinoa, Cashewnüsse, Kürbiskerne, Bitterschokolade, Haferflocken.

[7] Sesam-Nasentropfen

4 bis 5 Tropfen Sesamöl (Apotheke) langsam in die Nase träufeln, 20-mal tief einatmen. Das Öl wirkt entspannend auf das vegetative Nervensystem, so der indische Ayurveda-Mediziner Dr. Akhilesh Sharma.

[8] Buddha-Atmung

Langsam bis 10 zählen. Dabei so tief in den Bauch atmen, dass er sich maximal nach außen wölbt. Atem anhalten, dabei wieder bis 10 zählen, ausatmen. 15 Wiederholungen. Der Sauerstoff-Gehalt im Blut steigt, sodass sich das Gehirn beruhigt.

[9] An den Haaren ziehen

Mit beiden Händen so viele Haare wie möglich greifen und einige Male leicht an ihnen ziehen. Stück für Stück den gesamten Kopf „bearbeiten“. Der Zug regt auf der Kopfhaut die Durchblutung an, beruhigt die Enden von Schmerznerven.

[10] Ingwer-Paste

Aus 1 TL Ingwerpulver (Apotheke), 2 Tropfen Wasser und 1 Tropfen Mandelöl eine Paste herstellen. Im Nacken verreiben. 10 bis 15 Minuten wirken lassen. Laut Studie der iranischen Universität Zanjan reduziert Ingwer die Schmerzen bei mehr als 64 Prozent der Betroffenen um über 90 Prozent. Verantwortlich dafür sind die Wirkstoffe Gluthation und Ingwaron, die ähnlich schmerzstillend sind wie der Aspirin-Stoff Acetylsalicylsäure.

[11] Lächel-Gym

Übung 1: Zeigefinger an die Mundwinkel legen, etwas Druck ausüben und ein breites Cheese-Grinsen machen. 5 Sekunden halten, 3 Sekunden entspannen. 15-mal.
Übung 2: Daumen an die Mund-, Zeigefinger an die äußeren Augenwinkel legen. Mundwinkel ca. 6 Sekunden nach oben ziehen, 10 Sekunden entspannen. 10- mal. Bewusstes An-und Entspannen der Gesichtsmuskeln fördert die Produktion von Wohlfühl-Botenstoffen im Gehirn, baut Stresshormone ab.

Fotos: Getty Images, istockphoto (3)

[12] Rosmarin -Tee

1 TL zerkleinerte Rosmarinblätter (Apotheke) mit 150 ml Wasser überbrühen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 1 bis 2 Tassen am Tag. An stressigen Tagen eine Thermoskanne über den Tag verteilt trinken. Gerb-, Bitterstoffe und Flavonoide im ätherischen Öl fördern die Durchblutung, versorgen die Zellen – auch in Muskeln und Gehirn – mit mehr Sauerstoff.

EXPERTEN-INTERVIEW: „Werden Sie zum Faulpelz und tun Sie mal gar nichts“

Prof. Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik Kiel

Welche der 367 Kopfschmerz-Arten nervt uns am häufigsten?
Mit Abstand der Spannungskopfschmerz. Über 54 % der Deutschen leiden immer mal wieder daran. Auslöser können z. B. Stress, Verspannungen in Schulter und Nacken, Schlafstörungen, einseitige Sitz-, Fehlhaltungen am Computer sein. Woran erkenne ich ihn? Der Schmerz ist dumpf und drückend, fühlt sich an wie ein Stahlband um den Kopf, verstärkt sich aber nicht bei körperlicher Anstrengung.
Kann ich zur Tablette greifen, wenn der Schmerz zu heftig ist?
Ja, denn Spannungskopfschmerzen sprechen häufig gut auf Schmerzmittel, z. B. die Klassiker Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol, an. Es sollte aber auf eine ausreichende Dosierung geachtet werden. Bei ASS rate ich zu 1 g, bei Ibuprofen zu 400 bis 600 mg, bei Paracetamol zu 1000 mg am Tag. Grundsätzlich sollen diese Akutmedikamente an weniger als 10 Tagen im Monat eingesetzt werden, die restlichen 20 Tage sollten schmerzmittelfrei sein.
Diese 10-20-Regel ist eine der wichtigsten in der Kopfschmerz-Behandlung. Was empfehlen Sie noch?
Im Akutfall hat sich auch eine 10-prozentige Pfefferminz-Lösung aus der Apotheke bewährt. Sie wird auf die schmerzenden Stellen des Kopfes aufgetragen. Ihr kühlender Effekt wirkt laut Studien ähnlich schmerzlindernd wie Schmerzmittel. Zusätzlich empfehle ich – auch zur Vorbeugung von Spannungskopfschmerzen – z. B. Wärmeanwendungen, Sport, Spaziergänge, Achtsamkeits-Meditation, progressive Muskelentspannung. Und es hilft, Überanstrengung und alles zu Schnelle zu vermeiden – einfach mal nichts zu tun.