Lesezeit ca. 9 Min.
arrow_back

So genießen wir den Advent!


Logo von Frau im Leben
Frau im Leben - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 03.11.2021

Artikelbild für den Artikel "So genießen wir den Advent!" aus der Ausgabe 12/2021 von Frau im Leben. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Leben, Ausgabe 12/2021

Einfach mal dem Flackern der Kerzen zuschauen: Das entspannt

Ein Lichtlein brennt

Kerzen verbreiten eine wunderbare Adventsstimmung. Ihr Leuchten und ihr Flackern verschönern nicht nur unser Zuhause - sondern berühren auch die Seele

Wundern Sie sich auch manch- mal, was eine ein- zelne Kerze so bewirken kann? Abends beim Essen zaubert sie gleich eine behagliche Atmosphäre. Wenn die Kerze flackert und das elektrische Licht an der Decke ausgeknipst ist, dann erfüllt ein sanftes Glühen den Raum und auch die kleinen All- tagsprobleme sind längst nicht mehr so blendend hell wie vor- her. Das Ambiente – und auch uns selbst – taucht die Kerze in ein schmeichelhaftes Licht. Und man mag bei ihrem sanf- ten orangeroten Leuchten eigentlich nur noch liebe Sachen sagen, aber keine anstrengen- den Diskussionen mehr führen.

Licht ist das Leben

Sich unterhalten, einander die Hände halten, im Kreis der Familie das Zusammensein genießen – dafür bietet der Ker- zenschein, der auf ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,49€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Frau im Leben. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 12/2021 von IM DEZEMBER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
IM DEZEMBER
Titelbild der Ausgabe 12/2021 von im Dezember. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
im Dezember
Titelbild der Ausgabe 12/2021 von Ein Herz für andere. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein Herz für andere
Titelbild der Ausgabe 12/2021 von „Den Eseln soll es gut gehen!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„Den Eseln soll es gut gehen!
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
„Den Eseln soll es gut gehen!
Vorheriger Artikel
„Den Eseln soll es gut gehen!
„Mein Leben macht mich dankbar"
Nächster Artikel
„Mein Leben macht mich dankbar"
Mehr Lesetipps

... die eigenen vier Wände fällt, das perfekte Bühnenbild. Wenn die Tage kürzer werden und die Tempe- raturen draußen sinken, wenn sich das Jahr noch einmal von seiner festlichen Seite zeigt, also mit Goldglitzer und Kling- glöckchen, dann gehören Ker- zen einfach dazu. Ihrem Flackern können wir auch einfach nur schweigend zuschauen. Wir erinnern uns dann vielleicht an Kindertage, an die erste große Liebe und genießen es, über die Frage nachzudenken, woher wir kommen und warum wir hier sind.

Endlich angekommen

Und wenn beim Flackern der Flammen manchmal ein Hauch Melancholie aufsteigt? Wie ein dünner Nebel, der abends über den feuchten Wiesen schwebt? Das ist ganz und gar nicht schlimm, weil ja auch dieses Nachdenken von unserer Lebendigkeit zeugt, vom Menschsein, von unserer Gabe, jenseits allen Fortschritts und aller Künstlichkeit in uns zu schauen und zu reflektieren.

Eine einfache Kerze, nicht teurer als ein oder zwei Euro, kann dabei sehr wertvoll sein. Oder natürlich ein schöner Adventskranz mit roten Schleifen, Nüssen und Zimtstangen, weil er uns hilft, das lateinische Wort „Advent“, das „Ankunft“ bedeutet, wörtlich zu nehmen. Denn spätestens, wenn endlich alle vier Lichtlein brennen, sind wir angekommen – am besten im Kreis unserer Lieben, und dann ist nichts und niemand mehr wichtiger.

Diesseits der Stille

Eine Auszeit im Advent in einer offenen Kirche Es gibt viele gute Gründe, eine Kirche auch jenseits der Sonntagsmesse zu besuchen — erst recht im Advent: um die Stille zu genießen, die Gedanken schweifen zu lassen oder ein Gebet zu sprechen. Viele Kirchen haben außerhalb der Gottesdienste geöffnet, zum Beispiel City-Kirchen oder Gotteshäuser mit dem Logo „offene Kirche“. Ein besonders schöner Ort, um die Ruhe im Advent zu genießen: die Antoniterkirche in der Kölner Innenstadt, wo der Schwebende Engel des Künstlers Ernst Barlach hängt. Auch an Flughäfen und Autobahnen öffnen oft Kapellen oder „Räume der Stille“ ihre Türen.

Engelbesuch

Öffne die Tür Halte dich offen für den Zwischen-Raum in dem alles geschieht Jedes nächtliche Wunder Jeder Flügelschlag Glück Jede Ahnung Engelbesuch

Catrina E. Schneider, www.catrina-schneider.com

Vergängliche Pracht

Eine Eislaterne schmückt Balkon, Garten oder Terrasse

Sie ist nicht für die Ewigkeit gemacht, aber sie zaubert eine stimmungsvolle Atmosphäre: eine Laterne oder ein Windlicht aus Eis. Die gefrorene Deko lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Dafür stellen Sie zwei frostfeste Gefäße in unterschiedlicher Größe ineinander, zum Beispiel einen Joghurtbecher mit der Öffnung nach unten in einen Eimer. Das innere Gefäß beschweren Sie mit Steinen. Dadurch entsteht ein Hohlraum, den Sie mit Wasser und verschiedenen Dekorations-Materialien auffüllen können (Blüten, Blätter, Mistel- oder kleine Tannenzweige). Bei Frost können Sie die Gefäße über Nacht nach draußen stellen, alternativ im Tiefkühlschrank platzieren. Wenn das Eis gefroren ist, entfernen Sie die Gefäße vorsichtig und stellen ein Teelicht in die Mitte der Laterne.

Rund 30 Mio. Tannenbäume werden in Deutschland pro Jahr verkauft

Quelle: Statista

Einfach mal abschalten

... und die ganze Technik links liegen lassen!

Die Zahl ist schier unglaublich: Fast 25 Jahre unserer Lebenszeit verbringen wir im Internet, wie eine Umfrage des Software-Anbieters NordVPN zeigt. Gerade das Smartphone ist bei vielen Menschen ein ständiger Begleiter, denn soziale Medien, Meldungen und Nachrichten von Freunden verlangen dauernd unsere Aufmerksamkeit. Höchste Zeit also, mal wieder abzuschalten! „Digital Detox“ (digitale Entgiftung) heißt der Trend, der zur Gegenbewegung geworden ist. Der Advent kann ein guter Auftakt dafür sein, digitale Medien öfter mal in den Ruhemodus zu schicken. Wie wäre es mit handyfreien Adventssonntagen oder dem Abschalten des Smartphones ab 19 Uhr? Alternativ können bestimmte Orte dem echten Leben vorbehalten sein, zum Beispiel der Esstisch oder das Schlafzimmer.

Bitte mitsingen!

Singen gehört einfach zum Advent, genauso wie Vanillekipferl und Tannenduft, entweder allein oder – noch besser – in der Gruppe. Viele Gemeinden, Städte und Vereine laden (sofern Corona es zulässt) zum gemeinsamen Singen ein. Sogar in Stadien treffen sich Menschen, um gemeinsam Weihnachtslieder zu schmettern. Aus gutem Grund: Singen ist Balsam für Körper und Seele, wie Studien (zum Beispiel der Universität Göteborg) bewiesen haben. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, macht das Immunsystem fit und hebt die Stimmung.

Das sind die TOP 10 der Weihnachtszeit

1 Stille Nacht, heilige Nacht

2 Last Christmas

3 Leise rieselt der Schnee

4 White Christmas

5 Driving Home for Christmas

6 Süßer die Glocken nie klingen

7 O Tannenbaum

8 All I Want for Christmas

9 We Wish You a Merry Christmas

10 Kling, Glöckchen, klingelingeling

Beliebteste Weihnachtslieder laut Umfrage von YouGov/Statista 2019

BUCH-TIPPS 3 Klassiker für den Advent

1 „Das Geschenk der Weisen“ von O. Henry: Romantische Kurzgeschichte um ein New Yorker Liebespaar, das wenig Geld hat, aber viel Herz. Macht Lust aufs gegenseitige Beschenken.

2 „Der Weihnachtsabend“ von Charles Dickens: Die Geschichte vom geizigen Geldverleiher Scrooge, der nach nächtlichen Begegnungen mit Geistern ein ganz anderer Mensch wird.

3 „Der kleine Lord“ von Frances Hodgson Burnett: Die Romanvorlage zum Filmklassi-ker erzählt vom Jungen Cedric, der das Leben seines ebenso reichen wie hartherzigen Opas ordentlich aufmischt.

Bratäpfel mit Marzipan

Der süße Weihnachts-Klassiker: sehr beliebt, weil sehr lecker

FÜR 4 PERSONEN

SIE BRAUCHEN

50 g gehackte Mandeln

100 g Marzipan

50 g Rosinen

1 Prise Zimt

2 EL Honig

4 große Äpfel (beispielsweise Boskop)

30 g Butter (und noch etwas zum Einfetten der Form)

150 ml Apfelsaft

1 EL Zitronensaft

nach Belieben Vanilleeis oder -sauce zum Servieren

UND SO GEHT’S

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen. Das Marzipan zerkleinern, mit Mandeln, Rosinen, Zimt und Honig verkneten. Die Masse in vier Stücke teilen und jeweils zu einer Rolle formen. Die Äpfel waschen, Deckel abschneiden und das Kerngehäuse ausstechen. Äpfel mit der Marzipanmasse füllen und in eine gefettete Auflaufform stellen. Die Butter in Flöckchen darüberstreuen und mit Apfel- sowie Zitronensaft übergießen. Im vorgeheizten Backofen ungefähr 30 bis 40 Minuten lang bei 200 Grad backen. Im Anschluss die Äpfel auf Teller verteilen, mit dem Sud beträufeln und mit Vanilleeis oder -sauce servieren.

Guten Appet it!

Gibt es das Christkind?

Das wollte Virginia O’Hanlon aus New York wissen. Dem Mädchen waren Zweifel gekommen, denn Freunde hatten ihm erklärt, dass es das Christkind gar nicht gibt. Um das herauszufinden, schrieb die Achtjährige 1897 an die „New York Sun“. Einige Tage später erschien der Antwortbrief auf der Titelseite. Er wurde so beliebt, dass die Zeitung ihn Jahr für Jahr weiter druckte. Hier ein Auszug daraus: „Ja, Virginia, es gibt das Christkind*. Es existiert so sicher wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Hingabe. Und Du weißt ja, dass sie unserem Leben erst die Schönheit und Freude geben. Wie trostlos wäre unsere Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Sie wäre so trostlos, als gäbe es keine Virginia. Es gäbe keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik – gar nichts, was das Leben erst erträglich macht. (…) Keiner sieht das Christkind, aber das ist kein Beweis dafür, dass es das Christkind nicht gibt. Die wesentlichen Dinge der Welt bleiben unsichtbar. Hast du schon Feen gesehen, die auf Wiesen tanzen? Natürlich nicht, aber es gibt sie. Niemand kann sich all die Wunder unserer Welt vorstellen, die sichtbar und unsichtbar sind. (…) ,Ist das denn auch wahr?‘, magst Du fragen. Virginia, nichts auf der Welt ist wahrer. Das Christkind lebt, und wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich mit Freude zu erfüllen.“

* Im Original heißt es „Santa Claus“

Knapp 150 Mio. Weihnachts männer aus Schokolade produziert die Deutsche Süßwarenindustrie jedes Jahr

Quelle: Bun desverband der Deutschen Süßwarenindustrie

O Tannenbaum

Profi-Tipps zum Schmücken des Baums Der Schweizer Johann Wanner hat schon Prinzessin Diana mit Baumschmuck beliefert und die Tanne auf dem Petersplatz in Rom geschmückt. Sein Tipp aus dem Buch „Johann Wanners wunderbare Weihnachtswelt“ (Herder): Mit einer Schnur ein Dreieck auf den Boden legen, etwa so groß wie der Baum. Den Schmuck ins Dreieck legen und mal drei rechnen. Die Spitze zuerst schmücken, dann von innen nach außen arbeiten. Kleinere Kugeln finden ihren Platz weiter oben, größere unten. Die Hauptsache ist aber: „Zelebrieren Sie das Schmücken!“

12 Ideen für mehr Zeit

1 Eine persönliche Ruhe-Insel in der Wohnung schaffen. Zum Beispiel einen gemütlichen Sessel oder ein dickes Kissen und einen kleinen Tisch bereitstellen, den Sie nach Ihren Vorlieben dekorieren. Und sich jeden Abend im Advent für eine kleine Auszeit dorthin zurückziehen — ganz ohne Handy, Fernseher oder Radio.

2 Einen Weihnachtsbrief an eine liebe Freundin schreiben.

3 Einen Feuerkorb nach draußen stellen, kuschelige Decken bereitlegen und mit Glühwein oder alkoholfreiem Punsch auf dem Balkon oder der Terrasse ein adventliches Fest mit Freunden feiern.

4 Die eigene Wohnung bis zur Grenze des Kitsches dekorieren – und es herrlich finden!

5 Bei einem Spaziergang im Wald wieder neue Kraft tanken. Dabei alle Sinne auf Empfang stellen — den feuchtwürzigen Waldgeruch schnuppern, auf die Geräusche der winterlichen Natur lauschen und den weichen Waldboden unter den Füßen spüren.

6 Einige Minuten aus dem Fenster schauen, dem Hinwegziehen der Wolken zusehen und träumen.

7 Einfach mal abtauchen! Einen entspannenden Badezusatz können Sie auch selbst herstellen: eine Tasse Sahne mit einem Esslöffel Mandelöl und einigen Tropfen ätherischem Öl (zum Beispiel Bergamotte) verrühren. Die fertige Mischung ins Wasser geben und für ungefähr 20 Minuten schönste Badewannen-Wonnen genießen.

8 Trauen Sie sich aufs Eis? In vielen Städten gibt es jetzt Eisflächen, auf denen Sie Ihre Runden drehen können. Lieber kein Sport? Dann mit Freunden auf den Weihnachtsmarkt gehen.

9 Advents-Aromen genießen und sich auf der Zunge zergehen lassen — zum Beispiel mit einem heißen Kakao mit Zimt-Sahne. Und dazu ein paar gebrannte Mandeln.

10 Den Liebsten oder die Liebste ganz traditionell unter dem Mistelzweig küssen. Das lässt auf viel Glück und Liebe hoffen!

11 Immer der Nase nach: Gute Düfte entspannen und schaffen eine vorweihnachtliche Atmosphäre. Dafür eine Orange oder Mandarine mit Nelken spicken. Wenn der Duft noch intensiver werden soll, auf die Heizung legen.

12 Das beste Rezept für eine kleine Auszeit im vorweihnachtlichen Endspurt: sich auf den Boden legen und nach und nach alle Muskeln durchlockern. Alternativ im Liegen bewusst dem Atem nachspüren oder sich einen Lieblingsort in allen Einzelheiten vorstellen.

Von wegen weiße Weihnachten! Die Wahrscheinlichkeit für Schnee liegt im Flachland nur bei 10 %

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Liebe lange Weile

Warten hat einen schlechten Ruf - wer wartet schon gern? Anton A. Bucher, Professor für Religionspädagogik an der Universität Salzburg, erklärt den Sinn des Innehaltens im Advent

Haben wir die Kunst des Wartens verlernt?

PROF. BUCHER Ich glaube, schon. Früher fiel den Menschen das Warten viel leichter. In unserer heutigen Zeit empfinden wir das Warten als unproduktiv, fühlen uns ohnmächtig und ausgebremst. Dabei kommt es letztlich darauf an, worauf wir warten, denn es kann auch mit Vorfreude im Sinne einer Erwartung verbunden sein, so wie im Advent. Für mich ist es eine Stärke, Geduld zu haben. Das belegt auch die Forschung, etwa der bekannte Marshmallow-Test: Kinder, die auf eine Süßigkeit warten konnten, waren später erfolgreicher im Leben.

Oft zücken wir das Smartphone, wenn wir warten müssen. Warum ist es sinnvoll, mal nichts zu tun?

PROF. BUCHER Weil wir dann die Möglichkeit haben, nachzudenken und innerlich ruhig zu werden. Wir sind vielfach so auf Aktivität getrimmt, dass wir das Warten wie einen Kontrollverlust erleben. Die Pause eröffnet uns aber die Möglichkeit, zu uns selbst zu kommen und über wichtige Fragen des Lebens nachzudenken.

Im Advent warten wir auf das Fest von Christi Geburt. Wie lässt sich diese Zeit intensiv erleben?

PROF. BUCHER Für viele Menschen ist die Vorweihnachtszeit wohl die umtriebigste Zeit des Jahres. In früheren Jahrhunderten hingegenn war der Advent eine Fastenzeit, in der man sich auf Weihnachten vorbereitete. Ich halte es für sinnvoll, diesen Gedanken aufzugreifen, zum Beispiel, indem wir uns bewusst Ruhe gönnen. Das können Zeiten sein, in denen wir nichts tun, Musik hören oder bestimmte Rituale pflegen, wie zum Beispiel jeden Abend die Kerzen des Adventskranzes anzuzünden. Für mich als Theologen steckt dahinter auch eine grundlegende Dankbarkeit: darüber, dass Licht in die Finsternis kommt.

Der Wunschzettel für Erwachsene

Wissen Sie, was eine Bucket List (eine „Löffel-Liste“) bedeutet? Das ist eine Liste mit all den Dingen, die man noch erleben möchte, bevor man – nun ja! – den Löffel abgibt. Schreiben Sie doch eine für den Dezember, z. B. Adventskonzert besuchen, Plätzchen backen …

Und was sind Ihre Ideen?

Autorin Jutta Oster ist nach drei Büchern über den Advent wohl Vorweihnachts-Profi — und liebt die Zeit noch genauso wie als Kind. Ihr aktuelles Buch: „Die 24-Tage-Anti-Stress-Challenge im Advent“, Kaufmann, 9,95 Euro