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So „grün“ gärtnern wir heute!


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Lea - epaper ⋅ Ausgabe 27/2022 vom 29.06.2022

Topthema

Aus Liebe zur Natur

Artikelbild für den Artikel "So „grün“ gärtnern wir heute!" aus der Ausgabe 27/2022 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 27/2022

Gartenbesitzer*innen sind im Schnitt rund fünf Stunden pro Woche in ihrer Oase

Die Vögel zwitschern, und die Bienen summen, während um uns herum alles herrlich grünt und blüht. Was gibt es Entspannenderes, als den Sommer im eigenen Garten mit all seiner Pracht zu genießen? Doch nicht nur wir freuen uns über eine grüne Oase, auch heimische Pflanzen und Tierarten fühlen sich darin wohl. Voraussetzung allerdings: Balkon oder Garten sind umweltfreundlich gestaltet. Denn vor Gewächsen aus tropischen Ländern, synthetischem Dünger oder Plastiktöpfen nehmen Bienen, Schmetterlinge & Co. meist Reißaus. Doch wie verwandle ich mein Outdoor-Glück in ein Pflanzenund Tier-Paradies? Die Antwort: Es ist ganz einfach. Oft ist nicht einmal zusätzlicher Aufwand nötig – und schont sogar den Geldbeutel.

Nicht versiegeln

Der Boden unter uns lebt – zumindest so lange, bis er asphaltiert oder zugepflastert wird. Deswegen idealerweise auf große betonierte Flächen verzichten ...

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... und Wege beispielsweise mit einzelnen Trittsteinen (z. B. alten Ziegeln) oder mit Schotter bedecken.

Unterschlupf schaffen

Sich selbst überlassene Stapel aus Totholz sind ideale Rückzugsorte für Igel, Vögel, Schmetterlinge oder Bienen. Alternativ kann man für die Tierchen auch ein Insektenhotel oder Nistkästen aufhängen. Das wird gerne angenommen.

Kompost anlegen

Wer Platz hat, sollte einen Kompost oder eine Kompostkiste einrichten. Damit sorgt man nicht nur für die Reduzierung des Grünabfalls, sondern stellt ganz nebenbei auch noch gehaltvolle Erde und Dünger her. Weiterer Vorteil: Ein Komposthaufen ist ein wertvolles Biotop für Kleinstlebewesen, aber auch für größere Tiere wie etwa Igel.

Regenwasser nutzen

Die Rechnung ist simpel: Wer Regenwasser sammelt, der braucht keines aus der Leitung zu verwenden – und spart Geld. Tipp: Den Wasserbedarf zusätzlich senken kann man mit dem richtigen Timing. Fürs Gießen eignen sich die frühen Morgenstunden besonders gut. Mittags hingegen verdunstet ein Großteil des Wassers, ohne die Pflanzen überhaupt zu erreichen.

Tränken aufstellen

Auch Vögel und Insekten freuen sich an heißen Tagen über eine kleine Abkühlung. Eine flache, breite Schale fungiert etwa als Planschbecken für Piepmätze, für Insekten reicht eine kleine Untertasse mit Kieseln als Landefläche.

Mehrjähriges säen

Wie bei allen Dingen gilt auch bei Blumen: Ein Neukauf ist schlecht für den Klimawandel und das Portemonnaie. Daher besser zu mehrjährigen Pflanzen greifen. Das können Rosen sein, aber auch Wildblumen. Die säen sich selbst für das nächste Jahr aus – sofern sie von Insekten besucht wurden.

Heimisches pflanzen

Schafgarbe oder Wiesensalbei etwa haben sich unserem Wetter und den Schädlingen angepasst – und sind deshalb pflegeleichter als Exoten. Zudem locken sie Insekten an.

An die Tiere denken

Damit Insekten Balkon und Garten ansteuern, sollten die Blüten nicht gefüllt sein. Gut eignen sich Scheibenblumen, wie Mohn, oder Trichterblumen, z. B. Flieder. Tipp: fertige Saatpakete kaufen.

Natürlicher Schutz

Äste und Zweige kann man prima als Sichtschutz verwenden: einfach die Gehölzschnittabfälle locker übereinander häufen und mit Pfosten stabilisieren. Der Holz-Wall gibt auch kleinen Tieren Deckung.

Altes ver werten

Ob ausrangierte Gummistiefel, Gläser, Kannen oder Kochtöpfe: Oftmals kann man Ungenutztes aus dem Keller in florale Hingucker verwandeln. Davor sollte man die Behälter allerdings mit kompostierbarer Folie auskleiden.

Mit Händen arbeiten

Beim Schneiden des Kirschlorbeers oder des Buchsbaums einfach häufiger mal zum Handgerät greifen – das spart Strom. Und: auf Kunststoffgeräte mit kurzer Lebenszeit verzichten. Ideal ist es, wenn man teure, größere Gerätschaften wie Gartenhäcksler, die nicht regelmäßig zum Einsatz kommen, gemeinsam mit den Nachbarn anschafft.

Plastik ersetzen

Es müssen nicht immer neue Plastik-Übertöpfe sein. Wesentlich nachhaltiger sind Gefäße aus Terrakotta. Setzlinge lassen sich außerdem hervorragend in leeren Eierkartons heranziehen.

Bio-Ware kaufen

Viele zum Kauf angebotene Pflanzen sind schon einige Monate alt und meist mit Chemikalien behandelt worden. Ganz im Gegensatz zu Bio-Ware – die oft kaum bis gar nicht teurer ist.

Behälter säubern

Töpfe benutzen wir mehrmals, das ist klar. Vor einer Neubepflanzung sollten diese aber mit Natron oder Essig von Grünspan und Pilzsporen befreit werden, damit die Blütenpracht auch gut gedeihen kann.

Auf Vlies verzichten

Frühe Aussaaten müssen häufig vor Kälteeinbrüchen und Schädlingen geschützt werden. Dazu nutzen die meisten Gärtner Netze und Vliese. Die Folienmaterialien kann man allerdings auch durch Alternativen ersetzen. Hierzu eignen sich Gaze-Netze aus Bio-Baumwolle. Diese können mehrmals verwendet oder im Kompost entsorgt werden.

Auf chemischen Pflanzenschutz verzichten

Chemie hat auf Balkon und Garten nichts zu suchen. Bei Schädlingsbefall helfen auch Kartoffelwasser, Kaffeesatz oder abgestandener Tee

Gemüse züchten

Erdbeeren, Kartoffeln, Gurken oder Himbeeren aus dem eigenen Garten sind unglaublich lecker – und nachhaltig. Denn Selbstversorgung hilft dabei, Plastikmüll zu vermeiden und spart jede Menge Geld und unnötige Transportwege. Einfach eine kleine Ecke im Garten fürs Lieblingsgemüse reservieren.

Nicht sofort jäten

Weg mit dem Unkraut? Nicht unbedingt! Unter den Wildpflanzen befinden sich viele, ohne die etwa Bienen nicht überleben können. Wenn sie im Gemüsebeet allerdings die Nährstoffe wegnehmen, ist Jäten angesagt. Tipp: nicht blühende Beikräuter als Mulchschicht auf dem Beet liegen lassen.

Torffreie Erde nutzen

Um Torf zu gewinnen, werden wertvolle Hochmoore zerstört, und ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen schwindet. Viel besser: mit Humus, Kokos- oder Holzfasern angereicherte Erde nehmen, etwa von Compo (ca. 6 Euro).

Natürlicher Zaun

Igel sind gern gesehene Gäste im Garten. Der Grund: Schnecken und Mäuse stehen auf ihrem Speiseplan. Um den stacheligen Nützlingen den Zutritt zum Garten zu erleichtern, sollte man auf gemauerte Zäune verzichten. Durch Sträucher und Hecken gelangen sie dagegen ungehindert hindurch.

Energie sparen bei Beleuchtung

Um eine stimmungsvolle Atmosphäre im Garten zu schaffen, braucht es keinen Strom – mittlerweile gibt es Solarleuchten in allen Farben und Formen, die durch die Kraft der Sonne erstrahlen.

Schlaue Apps für den Garten

Smarte Gratis-Helfer für die grüne Oase

Pflanzendoktor Gut zum Erkennen und Behandeln von Pflanzenleiden.

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