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So halten Sie Ihr HERZ JUNG


Reader´s Digest Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 30.08.2021

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Bildquelle: Reader´s Digest Deutschland, Ausgabe 9/2021

Angesichts der Pandemie vergisst man leicht, dass Covid-19 in Europa nicht die Haupttodesursache darstellt. Jedes Jahr sterben rund vier Millionen Menschen an Herz- Kreislauf-Erkrankungen – dazu zählen Herzinfarkt und Schlaganfall. Herzleiden sind in Europa für 29 Prozent aller Todesfälle bei den unter 65-Jährigen verantwortlich. Unterstützen Sie Ihr Herz darin, dass es noch lange seinen Dienst tut – mit den folgenden Ratschlägen von Experten.

1 Regelmäßige Herzuntersuchungen

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) empfiehlt: Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren, vor allem ab dem 40. Lebensjahr. In den meisten europäischen Ländern leidet mehr als ein Viertel aller Erwachsenen an zu hohem Blutdruck (Hypertonie). Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist der Blutdruck bei weniger als einem Fünftel aller Betroffenen richtig eingestellt.

„Hypertonie gilt als ‚stiller ...

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... Killer‘ und macht anfangs kaum oder nur leichte Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder morgendliche Abgeschlagenheit. Aus diesem Grund bleibt sie häufig unbemerkt und kann über Jahrzehnte hinweg großen Schaden anrichten“, erklärt Prof. Dr. Martin Halle, Präsident der Europä ischen Vereinigung für Präventive Kardiologie und Ärztlicher Leiter der Präventiven Sportmedizin und Sportkardiologie an der Technischen Universität München (TUM).

Wenn Sie die genannten Symptome bei sich bemerken, sollten Sie umgehend einen Kardiologen aufsuchen, damit dieser gegebenenfalls zeitnah mit der Behandlung beginnen kann. Lassen Sie auch Ihre Blutfettwerte regelmäßig überprüfen, insbesondere das LDL- und HDL- sowie das Gesamtcholesterin. Gerade hohe LDL-Werte steigern in Verbindung mit Bluthochdruck das Risiko für Herzkrankheiten, Aneurysmen sowie Schlaganfälle.

2 Stressbewältigung

77 Prozent aller gesundheitlichen Beschwerden sind zum Teil stressbedingt wie Verdauungsstörungen, Übergewicht und Herzerkrankungen, so Nikki Martinez, Psychotherapeutin an der University of Southern New Hampshire, USA. „Je älter wir werden, desto länger dauert es, bis sich unser Körper erholt. Sorgen und Stress können dann zu einem echten Problem werden“, erklärt sie. Deshalb sei es wichtig, Strategien zur Stressbewältigung und Entspannungstechniken anwenden zu können. „Die Fähigkeit, abzuschalten, ist wichtig für Regeneration, Gesundheit und Wohlbefinden.“

Es gibt viele Methoden, Stress abzubauen: Atemübungen oder mit dem Daumen der einen den Ballen der anderen Hand massieren. Lavendel-, Pfefferminz- und Rosenduft wirken ebenfalls beruhigend. Oder Sie machen einen Spaziergang.

3 Wenn der Schuh drückt

Bei Herzinsuffizienz pumpt das Herz nicht mehr richtig. Dies führt zu Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen) im Gewebe. Das Blut staut sich dabei vor allem in Beinen und Füßen – dann fangen die Schuhe an zu drücken. „Die Patienten klagen über zu eng gewordene Schuhe oder Abdrücke von Strümpfen an de Waden“, sagt Dr. Gregg Fonarow, Leiter der Kardiologie an der University of California, USA.

aus: THEHEALTHY.COM

4 Kunststoffbehälter meiden

Bisphenol A (BPA) oder Phthalate (Weichmacher) in wiederverwendbaren Plastikflaschen, Lebensmittelbehältern und -verpackungen können in Speisen und Getränke übergehen. Medizinische Berichte belegen einen Zusammenhang zwischen Phthalat und kardiovaskulären Erkrankungen. Bestimmt Weichmacher sind in der EU untersagt oder in der Verwendung eingeschränkt. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie statt Plastik lieber Behälter aus Glas, Keramik oder Edelstahl verwenden und auf Frischhaltefolie verzichten. Der Recyclingcode an der Behälterunterseite gibt Aufschluss über die Zusatzstoffe: 07 bedeutet zum Beispiel, dass BPA oder Phthalate enthalten sind.

5 Neue Geräte …

Etwa 15 Millionen Europäer leiden an einer lebensbedrohlichen Herzinsuffizienz, schätzt die ESC. Für diese Patienten gibt es Hoffnung: eine neue Technologie namens Barostim-Neo-System. Das seit 2014 in Europa zugelassene Gerät kann Beschwerden und Lebensqualität von Patienten mit therapieresistenter Herzschwäche verbessern. Dabei wird ein elektrischer Impulsgenerator unter dem Schlüsselbein operativ eingesetzt. Dieser stimuliert die Baro rezeptoren (Blutdrucksensoren) in der Halsschlagader, die wiederum die Herzfunktion steuern.

6... und vielseitige Medikamente

Erwachsene mit Diabetes Typ 2 erleiden doppelt so häufig einen Herzinfarkt oder sterben an einer Herzerkrankung wie solche ohne Diabetes, so die ESC. Wurde bei Ihnen Typ- 2-Diabetes diagnostiziert, bitten Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen ein Medikament verschreibt, das neben der Behandlung von Diabetes auch Ihr Herz schützen kann.

Hierzu gehören die Wirkstoffe Dulaglutid (Handelsname Trulicity), Semaglutid (Ozempic und Rybelsus) sowie Liraglutid (Victoza). „Diese Arzneimittel senken das Risiko für Herz infarkt, Schlaganfall und andere tödlich verlaufende Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, erläutert Dr. Marc Ferrini, Kardiologe am Saint-Joseph-Saint-Luc- Krankenhaus im französischen Lyon. Ebenfalls eine hohe Schutzwirkung hat Empagliflozin (Jardiance) aus einer anderen Medikamentengruppe. „Es senkt signifikant die Wahrscheinlichkeit einer Herzinsuffizienz und bei einigen Patienten auch das Risiko, daran zu sterben.“

7 Weniger Salz konsumieren

Ein geringerer Salzkonsum trägt dazu bei, den Blutdruck in höherem Alter stabil zu halten, erklärt Dr. Nieca Goldberg, Herzspezialistin und ärztliche Leiterin des Joan H. Tisch Center for Womens’s Health an der New York University, USA. „Weniger Salz zu konsumieren hat einen weiteren positiven Nebeneffekt: Es schützt die Nieren und verhindert andere Erkrankungen.“

8 Vegetarier sind nicht immun gegen Herzleiden

„Immer mehr Menschen begeistern sich für eine pflanzliche Ernährung. Sie verzichten auf Eiweiß und Nahrungsmittel, die tierischen Ursprungs sind, zugunsten einer obstund gemüsereichen Kost. So senken sie das Risiko von Herz- und Gefäßkrankheiten“, sagt Dr. Erin D. Michos, stellvertretende Direktorin der Abteilung Präventive Kardiologie an der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, USA.

„Eine fleischlose Ernährung ist allerdings nicht zwangsläufig gesund. Wer sich überwiegend von raffinierten Kohlenhydraten, Weißmehl, zuckerhaltigen Getränken und Milchprodukten ernährt, erhöht sein Risiko für Herzerkrankungen“, erklärt Dr. Michos.

9 Risiko nach Frühgeburt

Frauen, die ihr Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche entbunden haben, könnten ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen haben. Zu diesem Ergebnis kam eine an der Universitätsklinik Utrecht, Niederlande, durchgeführte Studie aus dem Jahr 2015. Die Frühchen-Mütter hatten ein um 38 Prozent höheres Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße, ihr Schlaganfallrisiko war um 71 Prozent größer und die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf- Erkrankung war doppelt so hoch.

Als Grund vermuten die Forscher erhöhte Entzündungsparameter. Es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen diesen und einer höheren Frühgeburtswahrscheinlichkeit. Auch bei Herzkranken sind die Entzündungswerte erhöht.

10 Einflussfaktor Wechseljahre

Östrogen ist bei Frauen wichtig für das Funktionieren vieler körpereigener Systeme, einschließlich Fortpflanzung, Knochenentwicklung, Stimmungsregulierung und Herzgesundheit. Zu Beginn der Wechseljahre – meist um das 51. Lebensjahr – fällt der Östrogenspiegel stark ab. „Das hat Einfluss auf Faktoren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes“, erklärt Dr. Kavitha Chinnaiyan. Sie leitet die Forschungsabteilung für kardiologische Bildgebung und ist außerordentliche Professorin an der Medizinischen Fakultät der Oakland University Beaumont School of Medicine, USA.

Forscher der University of Alabama, USA, haben herausgefunden, dass das Risiko der Frauen mit vorzeitiger Menopause (vor dem 46. Lebensjahr) für einen Herzinfarkt- und Schlaganfall teilweise doppelt so hoch ist. „Frauen, die frühzeitig in die Wechseljahre kommen, sollten ihren Cholesterinspiegel und Blutdruck deshalb regelmäßig überprüfen lassen“, rät Dr. Eva Swahn vom Universitätskrankenhaus Linköping in Schweden.

„Auch Rauchen kann ein frühes Einsetzen der Wechseljahre begünstigen.“ Eine 2006 von Wissenschaftlern der Universität Utrecht durchgeführte Studie deutet darauf hin, dass Risikofaktoren wie hohe Cholesterinwerte und Bluthochdruck der Grund für das vorzeitige Ausbleiben der Regelblutung sind und nicht umgekehrt.

11 Verkannte Symptome bei Frauen

Herzinfarktsymptome bei Frauen sind oft weniger eindeutig als bei Männern. Dr. C. Noel Bairey Merz, Direktorin der Frauenherzzentrums am Cedars Sinai, USA, erklärt: „Bei der Entstehung von Gefäßablagerungen gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Während sich Plaques bei Männern meist in den großen Arterien bilden, die das Herz umgeben, sind bei Frauen eher die kleineren Herzkranzgefäße betroffen. Das Herz wird nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt.“ Trotz Röntgen und Belastungs-EKG bleiben Herzerkrankungen von Frauen oft unentdeckt.

Anzeichen eines Herzinfarkts wie Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit werden von Ärzten nicht ernst genommen. Schwindel, Benommenheit, Ohnmachtsanfälle, ein Druckgefühl im oberen Rücken und starke Müdigkeit sind Symptome, die leicht mit anderen Ursachen in Verbindung gebracht werden.

12 Gute Nacht!

Eine erholsame Nachtruhe ist wichtig für die Herzgesundheit. Forscher der US-amerikanischen National Sleep Foundation (Stiftung zur Erforschung des Schlafs) haben herausgefunden, dass im Alter die Schlafqualität abnimmt, da sich Gehirn und Neuronen verändern. Man wacht häufiger auf und die Tiefschlafphasen werden kürzer. Letztere braucht das Herz aber, um sich zu regenerieren. Hormonelle Schwankungen rauben Frauen in den Wechseljahren zusätzlich Schlaf.

„Es scheint einen Zusammenhang zu geben zwischen kürzerer Schlafdauer und -qualität sowie steiferen Blutgefäßen und Ablagerungen von Cholesterin, vor allem in den Halsschlagadern“, erklärt Dr. Christine Jellis, Leiterin der Abteilung Kardiovaskuläre Medizin an der Cleveland Clinic, USA. Ihr Tipp: Kein Schläfchen am Nachmittag und bis zu sechs Stunden vor dem Schlafengehen keinen Kaffee mehr trinken.

13 Den Toilettengang nicht hinausschieben

Wissenschaftler der National Taiwan University haben herausgefunden, dass das Herz bei einer vollen Blase schneller schlägt. Dadurch wächst der Druck auf die Herzkranzarterien, was wiederum das Infarktrisiko bei bestimmten Patienten erhöht.

14 Am Wochenende nicht mehr essen als sonst

Nicht nur was, sondern auch wann wir essen, könnte Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Normalerweise nehmen wir unter der Woche die Mahlzeiten etwa zur gleichen Zeit ein. Ausschlafen am Wochenende oder der ausgedehnte Sonntagsbrunch unterbrechen diesen Essensrhythmus.

Bei Frauen kann bereits eine Abweichung von 10 Prozent zu einem höheren Blutdruck und zu einer Zunahme des Taillenumfangs sowie des Body-Mass-Index (BMI) führen. Das zeigte eine aktuelle Untersuchung der Columbia University, USA, an der 116 Frauen zwischen 20 und 64 Jahren teilnahmen. Grund könnte eine Störung des zirkadianen Rhythmus sein, also der inneren Uhr, die das Herz und die übrigen Organe beeinflusst.

15 Genügend Mineralstoffe

Kalium und Magnesium zählen zu den wichtigsten Mineralstoffen. Kalium wird für das Zellwachstum und die Reizweiterleitung in Muskel- und Nervenzellen benötigt. Mag nesium schützt vor Herzinfarkten, indem es Muskeln sowie Gewebe stärkt und den Blutdruck senkt.

Bei Herzrhythmusstörungen bestimmt der Arzt manchmal den Mineralstoffgehalt des Bluts. Da das Risiko für Herzerkrankungen und andere Leiden ab 40 Jahren sowohl bei Frauen als bei Männern steigt, kann die Einnahme eines Kalziumpräparats sinnvoll sein.

16 Sonne tanken

Vitamin-D-Mangel wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankun- gen, Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit und sogar Covid-19 in Verbindung gebracht. Das Risiko nimmt mit steigendem Alter zu. Am einfachsten bildet der Körper Vitamin D unter Einwirkung von Sonnenlicht. Alternativ können Sie Vitamin D über Nahrung oder Ergänzungsmittel aufnehmen.

17 Reha nach einem Herzinfarkt

Experten sind sich einig, dass die kardiologische Reha für Patienten nach einem Herzinfarkt empfehlenswert ist. Das Ziel einer solchen Maßnahme ist, die Leistungsfähigkeit des Patienten wiederherzustellen und weitere Herzprobleme verhindern.

„Sofern keine Kontraindikationen bestehen, sollten Infarktpatienten eine kardiologische Reha machen“, empfiehlt Herzspezialist Chris Gale, Professor für Herz-und Gefäßmedizin an der University of Leeds, Großbritannien. „In der Regel beginnt die Reha gegen Ende des Klinikaufenthalts. Zuerst geht es vor allem um die Aufklärung über einen gesünderen Lebensstil. Später spielt das körperliche Training eine wichtige Rolle.“

Professor Martin Halle, Leiter der Präventiven Sportmedizin und Sportkardiologie an der Technischen Universität München, fügt hinzu, dass die virtuelle Reha immer populärer wird. Mobile Apps und Online-Therapien unterstützen die Patienten mit Trainings- und Ernährungstipps. „Für die Zukunft halte ich eine Mischung aus persönlicher Betreuung und langfristigem Telemonitoring (Ferndiagnose und -überwachung) für erfolgversprechend“, sagt er.

18 Den Herzmuskel beweglich halten

Ab dem 50. Lebensjahr verliert der Herzmuskel zunehmend an Elastizität. Dem Herz fällt es schwerer, den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Der medizinische Begriff lautet diastolische Dysfunktion. Dabei erschlafft der Herzmuskel nach dem Schlag nicht mehr vollständig, was zu erhöhtem Verschleiß bis hin zu Herzversagen führen kann.

Wegen des Hormonmangels in der Menopause sind Frauen besonders gefährdet. „Der Rückgang der weiblichen Geschlechtshormone kann eine Herzmuskelverdickung fördern“, erläutert Dr. Regina Druz vom Zentrum für Integrative Kardiologie in Long Island, USA. Vorbeugen kann man mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie typische Symptome einer diastolischen Dysfunktion an sich bemerken: Kurzatmigkeit, Erschöpfung, Herzrasen, blutiger oder schaumiger Auswurf, Wasseransammlung in den Beinen, Füßen und an den Knöcheln.

19 Aktiv und großzügig bleiben

Bewegungsarmut erhöht das Risiko eines metabolischen Syndroms um 73 Prozent. Darunter versteht man eine Reihe von Beschwerden wie Bluthochruck, die unter anderem die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen.

In einer im Jahr 2016 an der University of British Columbia, Kanada, durchgeführten Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass großzügige Menschen seltener an Bluthochdruck leiden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie nächstes Mal beim Rasenmähen einfach Ihren Nachbarn fragen, ob er einverstanden ist, wenn sie seinen auch mähen. Damit ist Ihnen beiden geholfen.

Niemand kann körperlich ganz gesund sein, wenn es ein Teil des Leibes nicht ist, sondern es müssen alle oder doch wenigstens die wichtigsten Organe in derselben Verfassung sein wie das Ganze. aristoteles, griech. philosoph (384–322 v. chr.)