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SO NACHHALTIG WIE MÖGLICH


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Kanu Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 41/2022 vom 06.07.2022
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Bildquelle: Kanu Magazin, Ausgabe 41/2022

OUT-TRADE

Paddeln an sich ist in hohem Maße naturverträglich. Man bewegt sich mit Muskelkraft fort, verpestet die Umwelt nicht mit Abgasen oder Lärm und erzeugt auch keinen Feinstaub. Aber genau wie z.B. beim Fahrrad stellt sich die Frage, wie umweltverträglich die Herstellung des Produkts vom Rohstoff bis zum Verkauf ist, und auch ein weiteres Kriterium ist immens wichtig:

Wie lange »lebt« so ein Produkt? Zu den größten (Umwelt-)Problemen des Konsums gehören »Wegwerfprodukte«, die Ressourcen verschwenden, aber am Ende kaum genutzt werden – also eigentlich fast nur Schaden anrichten. Deswegen setzen wir auf dauerhafte und erhaltbare Qualität. Wenn man so möchte, kann man das in zwei große Blöcke aufteilen:

1. NUTZUNG UND LANGLEBIGKEIT

Ein Hauptbestandteil der Nachhaltigkeit liegt für uns nicht nur bei den eingesetzten Ressourcen und den ...

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... verwendeten Materialien, sondern auch in der Möglichkeit einer langen und ausgiebigen Nutzung des Produkts. Das geschieht maßgeblich, wenn zwei Dinge erfüllt sind: Das Produkt macht seiem Benutzer Spaß (denn nur dann findet es seinen Einsatz). Dazu braucht es eine gute Performance, kleines Packmaß und geringes Gewicht.

Es entspricht qualitativ den Anforderungen, dass eine lange Lebensdauer gewährleistet ist.

Erfüllt ein Produkt diese Kriterien nicht, wird es unter Umständen nach kurzer Zeit entsorgt oder nicht mehr genutzt – dann helfen auch die »grünsten Zutaten« nichts. Stichwort »Billigprodukte« aus dem Baumarkt oder vom Discounter: Wie oft finden diese nur kurzzeitig ihren Einsatz und werden dann viel zu schnell entsorgt.

Damit man lange Freude am Produkt hat, ist auch eine Reparierbarkeit und die Möglichkeit der schnellen Wiederinstandsetzung enorm wichtig. Dafür halten wir in Ulm ein großes Ersatzteillager vor, in dem nahezu immer jedes Teil vorrätig ist, das in oder an unseren Booten verbaut wird. Und wird einmal die Haut verletzt, so lässt sich das in aller Regel leicht und dauerhaft reparieren, sprich flicken. Wenn der Kunde das nicht selbst machen kann oder will, haben wir dafür extra eine Werkstatt, die sich darum kümmert. Nutzen und Erhalten sind für uns maßgebliche Kriterien für die Rechtfertigung eingesetzter Ressourcen.

2. HERSTELLUNG UND VERTRIEB

Unter dem zweiten großen Aspekt sehen wir alles, was vor der Nutzung passiert. Das umfasst die Herstellung selbst und alle weiteren Schritte, bis ein Reiseboot beim Kunden ist.

Als direkt umweltfreundlich in der Herstellung kann man ein Reiseboot nicht nennen, man benötigt schließlich unterschiedliche Kunststoffe und Rohstoffe wie beispielsweise Alu. Aber man kann daran arbeiten, dass die Materialien umweltverträglicher werden und die Verarbeitung umweltschonender verläuft. Auch die Transportwege und -arten spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Seit langem arbeiten wir daran, möglichst von Verklebungen wegzukommen und dafür viel mehr mit Verschweißungen zu arbeiten.

Das erfordert ein weitreichendes Know-how und hohe Investitionen, beispielsweise in Heißluftschweißgeräte. Aber es hat gewichtige Vorteile, unter anderem:

Im Gegensatz zu einer Verklebung (oder Vulkanisierung) können wir bei einer Verschweißung auf jede Art von Lösungsmitteln, Dämpfen und eine Vielzahl von Chemikalien, die ein Klebstoff mit sich bringt, verzichten.

Eine Heißluft- oder Hochfrequenz-Verschweißung ist dauerhaft haltbar und damit letztlich auch sicherer.

Man kann auf Trocken- und Aushärtezeiten verzichten.

Auch das eingesetzte Material wird ökologisch verträglicher. So haben wir nach und nach viele Produkte umgestellt (zum Beispiel weg vom reinen PVC hin zu PU). Auch für die Zukunft ist das ein zentraler Baustein unserer Nachhaltigkeits-Strategie. Ebenso der effiziente Einsatz des Materials. So werden zum Beispiel beim Zuschnitt des Hautmaterials aus der Meterware die Schnitte selbst computergestützt optimiert, und die Materialien werden an unterschiedlichen Stellen verwendet. So werden zum Beispiel aus Resten von Luftschläuchen eines Bootes Sitze und Taschen für ein anderes Boot gefertigt und der Ausschuss dadurch minimiert.

Die Produktionsstandorte und die logistischen Wege sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Rund 70 Prozent unserer Produktion findet in Europa statt. Der Rest etwa je zur Hälfte in Asien und Amerika. Der Warentransport unserer Reiseboote ist im Übrigen – im Vergleich zu einem Feststoffboot – um einiges effizienter. Man bekommt auf der gleichen Fläche, beispielsweise in einem Lkw, ein Vielfaches an Booten unter, als wenn sie wie ein festes Kajak am Stück und in Folie eingewickelt transportiert werden müssten.

Sie verursachen beim Transport pro Einheit im direkten Vergleich also viel weniger CO2 .

Haben Sie im Übrigen schon mal daran gedacht, dass man ein portables Boot problemlos im ÖPNV oder mit dem Fahrrad mitnehmen kann? Und dass man es auf geringstem Platz lagern kann? Auch das sind nachhaltige Argumente für ein Boot aus unserem Sortiment.

www.faltboot.de

PYRANHA

Nachhaltigkeit ist für uns ein ständiges Thema, und das muss es auch für jedes Unternehmen sein, das ein Gewissen hat – in einer Welt, in der die globale Erwärmung, die Verschmutzung durch Plastik und die verschiedenen anderen Probleme, die wir als Spezies für uns selbst, den Planeten und den Rest seiner Bewohner geschaffen haben, leider eine Tatsache sind.

Im Folgenden die Schritte, die wir als Unternehmen bisher unternommen haben und in naher Zukunft zu tun gedenken: Seit wir in den frühen 80er Jahren Pionierarbeit bei der Herstellung von Kunststoff-Kajaks geleistet haben, haben wir unsere Öfen so energieeffizient wie möglich gebaut und unsere Produktionsabfälle recycelt. Dazu gehören Kunststoff- und Schaumstoffreste sowie Kajakschalen, die unsere verschiedenen Qualitätskontrollen nicht bestehen.

Die für die Herstellung unserer Kajaks verwendeten Materialien und Komponenten werden so weit wie möglich aus der Region bezogen, um die mit dem Transport verbundenen Emissionen zu reduzieren.

Wir entwickeln neue Modelle immer mit einem bestimmten Ziel und bauen sie so, dass sie so gut wie möglich sind – wir glauben nicht an geplante Überalterung oder an das ständige Lancieren neuer Modelle, nur um die Leute zu zwingen, stets den neuesten Trends hinterher zu laufen.

Vor kurzem haben wir ein großes Projekt abgeschlossen, bei dem wir in unserer gesamten Fabrik LED-Beleuchtung mit Bewegungssensoren installiert haben, um unseren Stromverbrauch drastisch zu senken.

Unsere Bootsverpackungen werden jetzt aus recyceltem Material hergestellt, und wir ermutigen unsere Kunden weiterhin, Boote ohne Verpackung mitzunehmen. Auch unsere Verpackungen für Ersatzteile und den Webshop werden derzeit überarbeitet.

Vor einigen Jahren haben wir damit begonnen, unsere Produktionsabfälle für die Verwendung in unserer eigenen Produktion aufzubereiten, und wir erproben die Einbeziehung von Material aus Altprodukten sowie neue Kunststoffverbindungen und -technologien zur Herstellung langlebigerer und haltbarerer Kajaks.

Wir unterstützen weiterhin die leider notwendige, aber hervorragende Arbeit von Balkan River Defence und wollen nach einer kurzen Pause, in der wir uns auf andere Dinge konzentriert haben, nun die Unterstützung des Free Rivers Fund wieder aufnehmen, der weltweit andere Basisbewegungen dieser Art unterstützt.

Seit mehreren Jahren organisieren wir zusammen mit Palm Equipment während des Kendal Mountain Festivals eine Müllsammelaktion entlang des Flusses Kent und ermutigen andere, dasselbe an ihrem örtlichen Gewässer zu tun. Zudem möchten wir selbst mehr Flussreinigungen organisieren und daran teilnehmen.

www.pyranha.com

NRS

Im Oktober 2019 eröffnete der Zubehörspezialist NRS seinen neuen Hauptsitz in Moscow, Idaho. Die neue Einrichtung vereint Funktionen, die zuvor in sieben separaten Gebäuden untergebracht waren, unter einem Dach. Sie verfügt über Solaranlagen, Ladestationen für Elektroautos, überdachte Fahrradabstellplätze und eine Reparaturstation, Umkleideräume für Fahrradpendler, eine energieeffiziente Klimatisierung und bedarfsgerechte LED-Beleuchtung. Durch unseren neuen Standort im Zentrum Moscows haben die meisten Mitarbeiter einen kürzeren Arbeitsweg, und wir bieten Lohnanreize, um das Pendeln ohne Auto zu fördern. Außerdem betreiben wir ein umfassendes Recyclingprogramm für Karton, Kunststoffe und Aluminium sowie ein internes Kompostierungsprogramm.

Jedes Ausrüstungsstück ist mit Kosten für die Umwelt verbunden. Als Outdoor-Unternehmen, das sich für die Menschen und den Planeten einsetzt, arbeiten wir kontinuierlich daran, diese Kosten zu senken und gleichzeitig die Langlebigkeit und Leistung unserer Produkte zu erhalten, damit sie länger im Einsatz bleiben. In den letzten Jahren haben wir einige unserer größten Fortschritte gemacht, indem wir auf nachhaltigere Materialien und Herstellungsprozesse umgestiegen sind, die Verwendung von Plastik in Verpackungen reduziert haben und unseren Betrieb und unsere Einrichtungen ressourcen-effizienter gestaltet haben. Dies hat nicht nur dazu beigetragen, unsere Umweltbelastung zu verringern, sondern auch zu neuen Innovationen bei unseren Produkten und Geschäftspraktiken geführt. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, aber wir machen jeden Tag und jedes Jahr Fortschritte.

Jedes neue und überarbeitete NRS-Produkt basiert auf drei Designpfeilern: Leistung, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Jede dieser Qualitäten treibt die anderen an und hängt von ihnen ab – und schafft so einen positiven Kreislauf der Innovation. An dieser Stelle nur ein paar Beispiele: Im NRS-Portfolio finden sich PVC-freie Schwimmwesten, wasserdichte Packsäcke aus TobaTex-Material, ebenfalls ohne PVC, und Paddelkleidung aus petroleumfreiem Terraprene – pro Nassanzug werden hier 72 Prozent an CO2-Emissionen eingespart, 45 Plastikflaschen recycelt und der Wasser- und Energieverbrauch um 60 Prozent verringert. Außerdem unterstützen wir mit Save our Rivers, Balkan River Defence, The River Collective und dem Free Rivers Fund vier von Paddlern gegründete Gewässerschutz-Initiativen. So sind wir Teil einer Community, die weiter für die Unversehrtheit und die Renaturierung unserer Gewässer kämpft. Dabei mobilisieren unsere Partner immer mehr Mitstreiter und schmieden neue Allianzen. Gemeinsam haben wir mehr als 70.000 Menschen in der Natur willkommen geheißen, über 11.000 Menschen zu Versammlungen, Protesten und Feiern eingeladen, mehr als 32.600 Freiwillige rekrutiert, rund 147.000 Briefe, Nachrichten und Petitionen an die Gesetzgeber geschickt, über 2000 Flusskilometer geschützt und wiederhergestellt, mehr als 18,5 Tonnen Müll und über zwei Milliarden Dollar für den Schutz von Natur und Gewässern gesammelt.

www.nrseurope.com

PALM

Der erfolgreichste Weg, wie wir bei Palm unsere Umweltauswirkungen reduzieren können, besteht darin, Ausrüstung zu entwickeln, herzustellen und zu warten, die jahrelange Abenteuer überdauert. Gutes Design, solide Konstruktion und hochwertige Materialien tragen wesentlich dazu bei, die Lebensdauer eines Produkts zu verlängern und seine Auswirkungen zu verringern.

Daran werden wir oft erinnert, wenn ein Anzug oder ein anderes Stück Ausrüstung nach 20 Jahren Einsatz zur Reparatur zurückkommt.

Wir greifen auf Materialien wie recycelte und umweltfreundliche Stoffe und Komponenten zurück, wo immer wir können, aber wenn sie keine Langlebigkeit erreichen, verwenden wir sie nicht – eine recycelte Kunststoffschnalle, die nur eine Saison hält, wenn ein Original drei oder vier Saisons halten kann, ist keine gute Lösung.

Wir haben viele Schritte unternommen, um bestehende Produkte zu verbessern, ohne Kompromisse bei Leistung und Qualität einzugehen:

Wir haben PVC aus unseren Packsäcken eliminiert und sie neu gestaltet, um die Nahtfestigkeit und Verschleißfestigkeit zu verbessern. Im Jahr 2006 war die Kaikoura die erste Paddel-Schwimmweste, die keinen PVC-Schaum verwendete, und jetzt verwenden wir in allen unseren Schwimmwesten wiederverwertbaren Gaia- oder EPE-Schaum und entfernen einzelne Plastikteile.

Unsere Neoprenbekleidung wie NeoFlex und Blaze haben wir 2018 auf Kalkstein-Neopren umgestellt. Mit einem um 24 Prozent geringeren

CO2 -F ußabdruck als Neopren auf Ölbasis wird es mit Pigmenten aus alten Autoreifen und Klebstoffen auf Wasserbasis gefärbt, wodurch die Schäden durch flüchtige organische Verbindungen beseitigt werden, wie sie in herkömmlichen, lösemittelhaltigen Klebstoffen enthalten sind.

Unsere Paddeljacke Terek erfüllt den globalen Recyclingstandard 4.0 und war die erste Paddeljacke, die recyceltes Ober- und Futtermaterial verwendete. Jetzt arbeiten wir daran, DWR-Imprägnierungen aus allen unseren wasserdichten Bekleidungsstoffen zu entfernen.

Durch die Auswahl besserer Komponenten wie Nylongewebe in Schwimmwesten und hochwertigen Nylon-Oberstoffen wie CORDURA®, YKK®-Reißverschlüssen und in Großbritannien hergestelltem Naturkautschuk-Latex hält unsere Ausrüstung länger. Unser Kundendienstteam steht aber stets bereit, um Produkte zu testen und zu reparieren.

Im Jahr 2018 haben wir ein Projekt gestartet, um alle unsere Produktverpackungen neu zu gestalten, um so wenig Plastik, Klebstoff und Tinte wie möglich zu verwenden. Stattdessen benutzen wir recycelten und recycelbaren Karton. Bei Versand und Lieferung haben wir Plastikklebeband durch Papierklebeband ersetzt und versenden die meisten unserer Waren auf dem Seeweg statt auf dem Luftweg.

Auf der anderen Seite unseres Geschäfts war unsere Bootsmarke Islander Kayaks die erste, die ein Kajak aus recyceltem Kunststoff herausbrachte, unter Verwendung aller Verschnitte in unserer Fabrik. 2018 waren wir auch der erste Hersteller, der Kajaks aus recycelten Meeresabfällen formte.

Bei der Bootsproduktion für Dagger und Islander Kayaks recyceln wir alles außer den Schaumresten und nutzen auch die beim Rotationsformen entstehende Wärme zum Heizen des Firmengeländes.

www.palmequipmenteurope.com, www.dagger.com, www.islanderkayaks.com

GRABNER

Ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz ist der österreichische Luftboot-Spezialist Grabner. Das fängt mit den verwendeten Materialien an. Statt PVC verwendet man bei Grabner als Außenmaterial robustes Autoreifengummi, innen luftdichten Naturkautschuk. In beiden Fällen also echter Gummi statt Plastik – und damit eine nachwachsende Ressource, da Gummi aus vulkanisiertem Kautschuk hergestellt wird. Zum Rohmaterial vom Kautschuk-Baum heißt es im Grabner-Nachhaltigkeitsbericht 2019: »Die Grundsubstanz der Grabner-Bootshaut – nämlich Rohkautschuk – wird vom Kautschukbaum (Hevea Brasiliensis) gewonnen. Dieser wächst in Brasilien, Malaysia, Indonesien, Indien, Afrika usw. In diesen Ländern leben viele Menschen von der Gummibaum-Pflanzung. (...) Da es sich beim Kautschukbaum um gepflanzte Kulturen handelt, wird auch der Regenwald nicht zerstört.« Zudem enthält das bei Grabner verwendete Gummi kein PVC, keine Weichmacher und kein Chlor.

Auch bei der Produktion ist Grabner um größtmögliche Nachhaltigkeit bemüht. Die Bootshaut wird in Deutschland hergestellt, die Boote selbst in Österreich – lange Transportwege zum mitteleuropäischen Kunden entfallen somit. Dabei werden keinerlei aggressive Lösungsmittel eingesetzt. Bei der Stoffbeschichtung werden sämtliche Abgase verbrannt und für Wärmeerzeugung genutzt. Durch Rohvulkanisation werden weniger Energie und Chemikalien verbraucht.

Auch auf die Lebensdauer ihrer Luftboote verweist man bei der Firma Grabner stolz.

Schließlich seien diese enorm strapazierfähig und wiesen eine hohe Abrieb- und Reißfestigkeit auf, darüber hinaus eine große Beständig- keit gegen UV und Ozon, Hitze, Kälte und Alterung. Somit erhält man auf ein Grabner-Boot eine lange Garantiezeit, und meist seien sie auch »nach 20 bis 30 Jahren bestens in Ordnung«.

Sollte doch mal ein Defekt auftreten, dann seien sie deutlich leichter zu reparieren als ein Luftoder Faltboot aus PVC. Und wenn es doch einmal zu Ende geht mit dem Boot? Dazu steht im Grabner-Nachhaltigkeitsbericht: »Ziel eines nachhaltigen Produktes muss es sein, die darin enthaltenen Energie-Ressourcen am Ende des Produkt-Lebenszyklusses wieder zu nützen. Bei Grabner-Reise-Luftbooten bedeutet dies, dass durch Verbrennen Fernwärme erzeugt werden kann, und dadurch andere Energieträger, beispielsweise Erdöl, Kohle und Elektrizität, eingespart werden können. Die Ausbeute dabei beträgt 95 Prozent der Primärenergie. Sollte Recycling gebietsweise noch nicht möglich sein – etwa weil eine nahe Verbrennungsanlage fehlt – bereitet auch die Enddeponie keine Probleme. Durch das kleine Volumen (gegenüber gleich großen starren Booten) wird wenig Deponieraum benötigt, und im Laufe von Jahrzehnten verrottet das Gummimaterial zu Humus.«

Zudem haben Luftboote natürlich einen weiteren Vorteil: Sie beanspruchen weniger Platz. Das vermeidet viele Fahrten mit hohem Treibstoff-Verbrauch bei den Transporten, und auch die Paddler selbst haben die Möglichkeit mit Bus und Bahn zu reisen. Unter dem Strich: weniger Umweltbelastung, weniger CO2 .

www.grabner.com

ANFIBIO

Wir von Anfibio leben die Freiheit, die Natur zwischen Land und Wasser kreativ zu entdecken. Im gleichen Zuge sind wir für Ressourcenverbrauch und den Ausstoß von CO 2 -Emissionen bei der Herstellung unserer Packrafts verantwortlich.

Um dies zu vereinen, haben wir Natur- und Klimaschutz zu einem unserer zentralen Unternehmenswerte gemacht.

Dabei bieten Anfibio-Packrafts von Grund auf ideale Voraussetzungen für eine gute Klimabilanz: Sie sind leicht und klein, langlebig und alterungsbeständig, und ihr Einsatz ist multifunktional. Zudem verzichten wir auf Klebstoff und nutzen weichmacherfreie Materialien. Die wenigen Produktionsschritte machen die Verarbeitung zudem energieeffizient.

Im Hinblick auf unsere CO2 -B ilanz gilt es, diesen »Basiseffekt« durch weitere Anstrengungen zu verbessern. Das geht nur, wenn Emissionen aktiv vermieden und reduziert werden. Angefangen beim Einsatz von Rohstoffen – dem größten und gleichzeitig unvermeidbaren Emissionstreiber. Schon während der Produktentwicklung achten wir auf sparsamen Materialund Ressourceneinsatz. Verschnitt reduzieren wir durch effizienten, modellübergreifenden Materialeinsatz. Die Produktion unserer Anfibio-Packrafts erfolgt mit 100 Prozent Ökostrom.

Zur Reduktion von Emissionen beim Transport produzieren wir an einem zentralen Standort in Asien, von wo aus der Versand nach Deutschland ausschließlich per Sammeltransport mit dem Zug erfolgt. Ergänzt wird dieser Ansatz durch eine sparsame Logistik (z. B. Vermeiden von Teillieferungen) und ein energieeffizientes Zentrallager durch einen Unternehmensverbund.

Um unsere Maßnahmen zu quantifizieren, haben wir den CO2 -Fußabdruck unserer Anfibio- Packrafts berechnen lassen. Mit einem Gesamtwert von durchschnittlich 80,34 Kilogramm CO2 -A usstoß und einem Anteil direkt beeinflussbarer Emissionstreiber (Produktion, Transport, Logistik und Lagerung) von lediglich zehn Prozent am Gesamtanteil sehen wir unsere Anstrengungen, Emissionen bereits von Grund auf zu vermeiden und zu reduzieren, als bestätigt.

Die verbleibenden 90 Prozent entstehen durch den Materialeinsatz und sind von uns gegenwärtig nicht vermeidbar. Um unseren Einfluss auf das Klima dennoch neutral zu halten, gleichen wir die für uns momentan unvermeidbaren Emissionen durch ausgewählte Klimaschutzprojekte seit 2018 zu 100 Prozent aus.

www.anfibio.com, www.packrafting-store.de

LETTMANN

Die Lettmann GmbH versucht, Materialien und Teile möglichst regional fertigen zu lassen beziehungsweise Rohmaterial zu kaufen. Über 90 Prozent der Materialien, die wir verwenden, kommen aus Deutschland und Europa. Leider ist es sehr schwer, alle Artikel aus Europa zu beziehen, da viele Fertigungen aus Europa nach Asien abgewandert sind und man spezielle, für den Bootsbau unerlässliche Materialien hier nicht mehr beziehen kann.

Unsere Boots-Fertigungen finden in Moers oder in Polen statt, wodurch ein kurzer Transportweg der Boote zum Kunden gewährleistet ist.

Alle unsere Boots-Verpackungen werden mehrfach benutzt, um Verpackungsmüll einzusparen. Verleihboote, die zum Kunden gehen, werden gar nicht mehr verpackt, da diese nach der ersten Benutzung schlimmer aussehen als das durch den Transport passieren könnte.

Alle unsere Materialien aus dem PE-Bootsbau werden recycled und sortenrein wieder verwendet, um andere Kunststoffprodukte daraus zu fertigen. Leider lohnt es wegen der geringen Menge nicht, das Material hier bei uns zu schreddern und zu mahlen, um es im Bootsbau wieder zu verwenden. Der andere Restmüll wird sortiert und dann ebenfalls dem Recycling-Kreislauf zugeführt.

Auf unseren Hallendächern haben wir, wo möglich und sinnvoll, Photovoltaikanlagen installiert, mit denen wir einen Großteil unseres Stromverbrauchs abdecken können.

Da unsere Boote von höchster Qualität sind, werden sie über Generationen verwendet und oft weit über 50 Jahre gepaddelt. Auch dadurch verbessert sich die Ökobilanz deutlich.

www.lettmann.de

PRIJON

Eines ist klar: Eine Kajakproduktion in Deutschland kann nur durch gute Qualität bestehen.

Deshalb konstruiert und entwickelt Prijon seine Produkte auf extrem hohem Niveau, und alle Boote werden in Handmanufaktur ohne Akkord zusammengebaut. Immer mit dem Blick auf reparable Konstruktionen, hochwertiges und langlebiges Material und eine unangefochten hohe Recycling- und Naturmaterialquote. Seit der Gründung der Prijon GmbH vor 60 Jahren wird dort Wert auf Nachhaltigkeit, Achtung vor Mensch und Natur und einen fairen Umgang mit den Partnern gelegt.

Mit dem Alpenpanorama im Blick und dem Chiemsee in unmittelbarer Nähe, sieht man bei Prijon eine große Verantwortung für nachhaltiges Denken. Ob Müllvermeidung oder -trennung, ob Energie-Sparmaßnahmen, Schritte zur Reduzierung des Verkehrs oder bei Heiz-, Kühlungs- und Lüftungseinheiten – die Prijon GmbH praktiziert Nachhaltigkeit.

Das entscheidende Kaufargument für ein Prijon-Kajak und damit verbunden auch ein großer Beitrag zur Umweltfreundlichkeit ist die enorm lange Lebensdauer der Boote. Denn ein im Blasverfahren hergestelltes Kajak aus Hochleistungsthermoplast (HTP) ist wesentlich steifer, abriebfester, formstabiler und zäher als ein im Rotationsverfahren hergestelltes PE-Kajak.

Bootskörper aus Prijons HTP können generell nicht brechen. Und sollte doch einmal etwas kaputt gehen, bemühen sich die Rosenheimer stets, Produkte wieder zu reparieren, anstatt sie zu ersetzen.

Mehr als 80 Prozent aller Komponenten, die in Prijon-Kajaks verbaut werden, kommen aus eigener Fertigung oder von Zulieferern in einem Radius von maximal 300 Kilometern um die Firma. Dadurch entstehen nur kurze Liefer- und Transportwege zu den Händlern und Kunden.

Das wiederum bedeutet geringe Emissionen und Energiekosten bei der Anlieferung. In der Ökobilanz eines Prijon-Kajaks fehlt das Schweröl verbrauchende Containerschiff.

Seit 2009 betreibt die Prijon GmbH auf ihrer Lagerhalle eine Photovoltaik-Anlage und stellt damit einen Teil des für die Produktion nötigen Stromes aus Sonnenenergie ökologisch her.

Dank dieser Photovoltaik-Anlage hat Prijon seit ihrer Inbetriebnahme ca. 380 Tonnen CO2 eingespart! Auch das firmeneigene Elektroauto fährt selbstverständlich mit dem Strom aus dieser Anlage. Und die bei der Produktion entstehende Abwärme wird zum Beheizen der Gebäude genutzt, so dass auch hier kein Öl oder Gas verbraucht wird.

Prijon-Kajaks werden nach modernsten Gesichtspunkten im Werk in Rosenheim, Deutschland hergestellt. Dies sichert wichtige Arbeitsplätze in der Region, auch für die Mitarbeiter der Zulieferer. Die Wertschöpfungskette bleibt im Land. Alle Prijon Näh- und Pressteile kommen nicht aus Fernost, sondern werden von den MitarbeiterInnen in der hauseigenen Näherei und an der Presse hergestellt.

Material und Herstellungsverfahren von Prijons HTP-Kajaks sind darüber hinaus ökologisch unbedenklich. HTP ist grundwasserneutral und lebensmittelecht. Sowohl Stabilisatoren als auch Farbkonzentrate sind organischen Ursprungs und schwermetallfrei. Alte, ausgediente Prijon-Kajakhüllen werden ein Leben lang kostenlos zurückgenommen und fachgerecht entsorgt – ebenso wie die wenigen bei der Produktion entstehenden PE-Abfälle. PE-Kajaks, die noch nicht UV geschädigt sind, werden recycelt und können in anderen Bereichen weiter verwendet werden.

Ein großer Lieferant von Prijon ist das erste komplett klimaneutrale Unternehmen seiner Branche. Es kompensiert das bei der Produktion für die Prijon-Produkte anfallende CO2 komplett. Als »klimaneutral« bezeichnet man Unternehmen, Prozesse und Produkte, deren Treibhausemissionen berechnet und durch den Kauf von Emissionszertifikaten ausgeglichen werden. Das heißt, das CO₂-Gleichgewicht der Atmosphäre wird nicht verändert.

www.prijon.com

GUMOTEX

Die Verantwortung gegenüber Mensch, Gesellschaft und der Natur wird bei Gumotex gelebt.

Das Umweltmanagement ist nach ISO Norm 14001 zertifiziert und sieht die Unterstützung des Umweltschutzes und die Vermeidung von Umweltverschmutzung als Grundvoraussetzung des Betriebs.

Grundbaustein jedes Gumotex-Produkts ist zweifellos das hochwertige Material. Nachhaltigkeit beginnt bereits beim Material! Dieses besteht aus einer einzigartigen Natur- und Synthetikkautschukmischung, die den Booten eine hohe Widerstandskraft gegenüber Abrieb, Alterung und UV-Strahlung verleiht. Bereits das Ausgangsmaterial wird selbst hergestellt. Textilien, Kautschuk und andere Komponenten werden im Werk Breclav-Lundenborg produziert und letztendlich in einem sorgfältigen Prozess zu einem Luftboot verarbeitet.

Bei normalem Gebrauch haben Gumotex-Boote eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren.

Dies trägt dazu bei, die Abfallmenge zu reduzieren und unnötige Emissionen für die Herstellung neuer Boote zu vermeiden. Übrigens: Kleinere Material-Beschädigungen, die durch die alltägliche Nutzung entstehen können, lassen sich in der Regel mit dem mitgelieferten Reparaturset schnell selbst ausbessern.

Weitere Vorteile sind der geringe Pflegeaufwand und das kleine Packmaß der Boote. Sie können das Boot bequem im Rucksack auf dem Fahrrad transportieren, was die Umwelt ebenfalls freut.

www.arts-outdoors.de

STARBOARD

Die Starboard-Gruppe unter Inhaber Svein Rasmussen engagiert sich in allen unternehmerischen Bereichen für möglichst umwelt- und sozialverträgliche Materialverwendung, Produktion, Verpackung und Präsentation. So deutlich wie Rasmussen sagt es wohl kaum jemand: »Wir verschmutzen seit Jahren die Umwelt mit unseren Produkten und mit unseren Reisen. Aber wir können etwas tun. Wir ermitteln fortwährend unseren Impact und arbeiten daran, den CO₂- und Plastik-Fußabdruck zu reduzieren und mit Gegenmaßnahmen mehr als auszugleichen, d.h. möglichst mehr für die Natur zu tun, als wir verschmutzen.« Auch die bestmöglichen Arbeitsbedingungen für Shaper und für die anderen Mitarbeiter sind ein Baustein der Corporate Social Responsibility. Ebenso wie die weltweite Vernetzung mit anderen Unternehmen, NGO’s und die Unterstützung von Umweltschutzorganisationen.

Ebenso wie für jedes verkaufte Starboard-Board mindestens ein Mangrovenbaum gepflanzt wird, sammeln Starboard-Mitarbeiter jeweils 1,4 Kilogramm Plastik an den Stränden. Bis Frühjahr 2022 haben Starboard-Mitarbeiter über eine Million Mangroven gepflanzt und knapp 300.000 Kilogramm Plastikmüll von Stränden gesammelt. Zur genauen Bilanzierung hat Starboard das »Plastic Offset Programm POP« gegründet, um den eigenen Verbrauch von Plastik zu reduzieren und mehr zu recyceln.

Ziel ist es, die gleiche Menge an Plastik aus der Umwelt herauszuholen, die über Starboard-Produkte in den Kreislauf hineinkommt. Aktueller Stand: Durch POP sammelt Starboard jeden Monat durchschnittlich elf Tonnen Müll an den Stränden. Für die nächsten zwei Jahre ist angestrebt, durch neue Partnerschaften 150 Tonnen zu sammeln.

In der Produktion werden Farb- und Klebstoffe mit neuen Technologien kontinuierlich reduziert. So werden möglichst Bio-Harze eingesetzt. Statt zu kleben, wird geschweißt. Im Produktdesign werden so viel wie möglich umweltverträgliche, recycelbare oder recycelte Materialien eingesetzt.

Netzwerken, Austauschen und Lobbyarbeit gehören ebenso zum Engagement von Starboard. Kooperationen bestehen unter anderem mit PARLEY, Ecoboard Project, SUPkids, Foundation Watertrek, Trash hero, Bye Bye plastic bag, B Certified Corporaton und Plastic Disclosure Project. Dazu gehört auch die Unterstützung von engagierten Wassersportlern, die eigene Initiativen durchsetzen, die »Starboard Ocean Ambassadors«. Der deutsche Vertrieb APM Marketing GmbH organisiert seit 2019 jährliche Cleanups mit den Starboard-Wassersportstationen.

Nächster Termin ist der World Cleanup Day am 17. September 2022.

blue.star-board.com/, www.star-board-sup.de