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So schaffst du Platz auf deinem Mac!


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 03.03.2022

Digitaler Frühjahrsputz

Artikelbild für den Artikel "So schaffst du Platz auf deinem Mac!" aus der Ausgabe 4/2022 von Mac Life. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mac Life, Ausgabe 4/2022

ank starker Hardware kannst du Macs lange verwenden, bevor du auf ein neues Gerät umsteigen musst.

Allerdings ist eines gewiss: Ganz gleich, wie groß der verfügbare Speicher deines Mac ist, früher oder später wird der Platz knapp. Daher ist es ratsam, gleich beim Kauf eines neuen Gerätes darauf zu achten, dass dieses für absehbare Zeit über ausreichend freien Speicher verfügt.

Ein einfacher Ausweg aus dem Platzmangel ist die Auslagerung von Daten in Cloud-Dienste wie iCloud und auf externe Speichermedien (siehe Kasten). Doch diese Strategie ist meist mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden und kompliziert deine Back-up-Strategie.

Auf der anderen Seite kannst du durch eine gründliche Systemreinigung Platzfresser aufspüren und so unnötig blockierten Speicherplatz wieder freigeben.

Unsere Tipps und Tools helfen dir dabei, große und womöglich nicht benötigte Dateien zu ...

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... identifizieren, belegten Speicher freizuschaufeln und so länger Freude an deiner Apple-Hardware zu haben.

Platzfresser finden

Große Dateien kannst du auf deinem Mac grundsätzlich auch mit dem Finder aufspüren. Dazu verwendest du einen sogenannten „Intelligenten Ordner“. Wähle im Finder zunächst „Ablage“ > „Neuer intelligenter Ordner“. Im sich öff-nenden Finder-Fenster klickst du auf die Plus-Schaltfläche in der rechten oberen Ecke neben der „Sichern“-Schaltfläche. Klicke auf das Drop-down-Menü, das „Name“ anzeigt, und wähle stattdessen über die Schaltfläche „Andere…“ das Suchkriterium „Dateigröße“ aus. Bestätige die Änderung über die „Ok“-Schaltfläche. Im zweiten Drop-down-Menü änderst du die Voreinstellung „ist gleich“ in „ist größer als“. Gib nun im dritten Feld die Zahl 500 ein; im vierten Feld änderst du die Voreinstellung von „KB“ auf „MB“. Nun zeigt dir der intelligente Ordner Dateien auf deinem Mac an, die größer als 500 MB sind. Durch eine Änderung der Zahl kannst du dich sukzessive auf kleinere, aber dennoch beachtliche Größen herunter arbeiten und jeweils entscheiden, ob du die Brocken noch benötigst oder löschen oder auslagern kannst. Über die „Sichern“-Schaltfläche kannst du den intelligenten Ordner zur schnellen Verfügbarkeit in der Seitenleiste platzieren.

Eine Alternative ist das Freeware-Tool Omnidiscsweeper, das dir alle Verzeichnisse und die darin enthaltenen Dateien nach Größe sortiert anzeigt. Die nüchterne Anmutung der Anwendung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das robuste Helferlein durch seine strukturierte Darstellung schnell zum Ziel führt, große Dateien aufzuspüren.

Externe Speicher verwenden

Die einfachste Möglichkeit, übervollen internen Speicher deines Mac zu entlasten, ist das Auslagern von Daten auf ein externes Speichermedium oder iCloud-Dienste. Das Angebot reicht von (Micro-)SD-Karten über handliche externe Festplatten und SSD-Geräte bis hin zu teuren klobigen NAS-Laufwerken, die allerdings den meisten Speicherplatz bieten. Bei allem Platz bringen externe Speicher allerdings einen wesentlichen Nachteil mit sich: Auch Festplatten und Co. müssen regelmäßig auf einem anderen Medium oder in einem Cloud-Speicher gesichert werden, damit deine ausgelagerten Daten bei einem Defekt des Datenträgers nicht verloren sind.

Die üblichen Verdächtigen

1 Safari

Während des Betriebs legen viele Anwendungen Log-und Cache-Dateien an. Diese dokumentieren einerseits das Verhalten der Anwendungen, was bei einer Fehlersuche hilfreich sein kann. Die Cache-Dateien wiederum speichern bereits geladene Inhalte, damit diese später nicht erneut geladen werden müssen. Viele davon findest du im Verzeichnis „Caches“, das sich im versteckten Ordner „Library“ in deinem Benutzerordner befindet. Du blendest den Ordner im Finder über die Tastenkombination [command] + [Hochstelltaste] + [.] ein und aus.

Auch Safari verwendet einen Browser-Cache, in dem geladene Internetseiten gespeichert werden, um das Surfen zu beschleunigen. Um diesen aufzuräumen, aktiviere in Safari zunächst das Entwickler-Menü über „Einstellungen“ > „Erweitert“ > „Menü ‚Entwickler‘ in der Menüleiste anzeigen“. Anschließend navigierst du in Safari über das Menü „Entwickler“ zum Punkt „Cache-Speicher leeren“, um die geladenen Internetseiten zu entfernen.

Andere Browser bieten ähnliche Funktionen.

2 Apple Mail

Wenn du deine E-Mails über das gängige IMAP-Protokoll auf deinen Mac holst, sammeln sich durch enthaltene Grafiken und Anhänge schnell Hunderte MB von Daten. Um die dicksten Brocken zu identifizieren, eignet sich ein intelligentes Postfach. Lege über die Menüfolge „Postfach“

> „Neues intelligentes Postfach“ ein neues intelligentes Postfach an. Im Drop-down-Menü wählst du anstelle von „Gesamte E-Mail“ das Kriterium „Enthält Anhänge“ aus. Per Klick auf „Ok“ ist das intelligente Postfach erstellt, das alle E-Mails mit Anhängen sammelt. Über die Menüfolge „Darstellung“ > „Sortieren nach…“ >

„Größe“ ändert sich die Reihenfolge der Darstellung, sodass du E-Mails mit Anhängen, die den meisten Speicherplatz reklamieren, am oberen Ende findest. Eine praktische Möglichkeit, um nicht nur auf dem Mac, sondern zudem online Platz zu schaffen, bietet die App Unattach (10 US-Dollar) dir, wenn du Googles E-Mail-Dienst „Gmail“ verwendest. Die App wird zunächst mit dem Gmail-Konto verknüpft. Anschließend durchkämmt die englischsprachige Anwendung den E-Mail-Bestand und listet alle Nachrichten auf, deren Anhänge eine bestimmte Größe überschreiten. Von ausgewählten Nachrichten trennt Unattach Anhänge ab, lässt jedoch die E-Mails selbst nicht angetastet.

Wahlweise speichert Unattach die Anhänge auf dem Mac.

3 Time Machine

Die in macOS integrierte Back-up-Funktion Time Machine ist ein wertvoller Helfer, den du unbe-dingt verwenden solltest, um versehentlich gelöschte Dateien auch nach langer Zeit von einem externen Medium wieder herstellen zu können.

So geht’s: Platzfressende Time-Machine-Snapshots per Terminal-Befehl löschen

1 Navigiere ü ber den Programme-Ordner zum Unterordner „Dienstprogramme“. Starte die hierin enthaltene Anwendung „Terminal“.

2 Gib in Terminal den Befehl „tmutil listlocalsnapshots /“ ein und bestätige ihn mit der Eingabetaste. Als Ausgabe erhältst du eine Liste der Snapshots.

3 Um einen Snapshot zu löschen, gibst du den Befehl „sudo tmutil deletelocalsnapshots“ ein, gefolgt von Datum und Zeitstempel, etwa „2022-01-07-124821“.

Verwendest du ein MacBook mit aktivierter Time-Machine-Funktion, erstellt das System auch dann Sicherungen, wenn kein externes Medium angeschlossen ist. Diese sogenannten „Snapshots“ überträgt das System auf das Back-up-Medium, wenn du es wieder anschließt und löscht sie erst dann von deinem Mobil-Mac. Möchtest du diese Snapshots vom Mac löschen, etwa weil du unterwegs dringend mehr Platz benötigst als Sicherheit, kannst du das über die Systemanwendung „Terminal“ tun. Im Workshop zeigen wir dir, welche Eingaben du hierfür vornehmen musst.

Speicherplatz visualisieren

Mithilfe des Tools Grandperspective kannst du die Belegung des Speicherplatzes auf deinem Mac anschaulich darstellen. Die Software ist im Portal Sourceforge kostenfrei ladbar; die gleichwertige Version aus dem Mac App Store ist allerdings kostenpflich-tig (3 Euro). Nach der Auswahl eines Verzeichnisses – du kannst auch das Hauptverzeichnis deines Mac auswählen – analysiert Grandperspektive die Belegung. Anschließend zeigt dir die App in einer Grafik, die sich aus zahlreichen Rechtecken zusammensetzt, den Dateibestand an. Je größer ein Rechteck, desto mehr Speicher reklamiert die durch dieses symbolisierte Datei. Über das Kontextmenü kannst du dir eine ausgewählte Datei im Finder anzeigen lassen und gegebenenfalls löschen.

So geht’s: Überblick über den (freien) Speicher eines Mac verschaffen

1 Über das Apfel-Menü wählst du den Eintrag „Über diesen Mac“ und anschließend das mittlere Register „Festplatten“. Nun zeigt dir macOS in einem oder mehreren Balkendiagrammen, wie es um die Auslastung des Speichers bestellt ist.

2 Weitergehende In formationen stellt dir das System über die Schaltfläche „Verwalten“ zur Verfügung. In der linken Spalte schlüsselt dir macOS auf, durch welche Dateitypen wie viel Speicherplatz auf deinem Mac belegt ist.

3 Der e rste Eintrag „Empfehlungen“ hält eine praktische Option parat, wenn du die „TV“-App verwendest. Durch die Auswahl von „Speicher optimieren“ werden Filme und Serien, die du bereits angesehen hast, automatisch entfernt.

4 Einige E inträge bieten dir die Möglichkeit, direkt aufzuräumen. So kannst du über den Eintrag „Nachrichten“ eine Liste mit Anhängen ansehen, diese betrachten und gegebenenfalls direkt vom Mac löschen, um Speicher freizugeben.

5 Besonders h ilfreich ist der Eintrag „Dokumente“. Über das Register „Große Dateien“ gibt dir macOS eine Liste der größten Dateien auf deinem Mac aus. Auch hier hast du die Möglichkeit, Kandidaten in den Papierkorb zu verschieben.

6 Auch der „Programme“-Eintrag ist hilfreich, um zu erkennen, welche Anwendungen viel Speicherplatz belegen. Sortierst du die Spaltenansicht nach „Letzter Zugriff“ siehst du, welche Anwendungen du seit Langem nicht verwendet hast.

Eine nicht nur visuelle Alternative bietet dir das kostenpflichtige Tool Daisydisk (11 Euro). Auf dem Startbildschirm wählst du das zu analysierende Laufwerk oder Verzeichnis. Anschließend stellt die App die Belegung in einem bunten Sunburst-Diagramm dar. Auch hier wird der Platzbedarf durch die Größe der Segmente visualisiert. Du kannst zu Löschendes einfach in eine Zwischenablage ziehen und später alles mit einem Klick vom Mac entfernen.

Gewährst du dem Tool in den Systemeinstellungen den vollen Zugriff auf deine Festplatte, kann es auch vom System versteckte Platzfresser wie Time-Machine-Snapshots anzeigen und löschen.

Dubletten aufspüren

lich gespeicherte Dubletten auf dem Mac sammeln und wertvollen Speicherplatz belegen. Beim Ausmisten der Dubletten hilft dir die Software Gemini (45 Euro).

Auch hier steht ein Scan des Speichers an erster Stelle. Währenddessen zeigt die App dir laufend an, wie viel Speicherplatz die gefundenen Dubletten belegen.

Dabei hält die App allerdings nicht nur nach exakten Kopien Ausschau, sondern auch nach ähnlichen Dateien. Auf diese Weise kannst du auch mehrere Fotos eines Motivs ausfindig machen und lediglich das beste behalten, während du die anderen löschst.

Das klappt auch für lokale Musikdateien, wenn ein Stück beispielsweise auf einem Album und einem Soundtrack vorhanden ist. Wenn dir die Auswahl der Duplikate zu mühselig ist, kann Gemini selbst entscheiden, welche Variante die beste ist und das Löschen selbsttätig übernehmen.

Nicht-kompatible Software finden

Über den Systembericht kann dir macOS nicht-kompatible Software anzeigen, die womöglich seit Langem unnötig Platz auf deinem Mac belegt. Navigiere hierfür über das Apfel-Menü zu „Über diesen Mac“ > „Systembericht“ > „Software“. Wähle hier den Eintrag „Programme“ und sortiere die Liste nach der Spalte „Art“. Womöglich zeigt dir der Systembericht hier 32-Bit-Anwendungen an, die seit macOS Catalina nicht mehr starten.

Auf Fotos spezialisiert ist das deutlich günstigere Tool Photosweeper (10 Euro), das ähnliche Fotos und Dubletten von Fotos aufspürt. Anschließend darfst du die Kandidaten miteinander ver-Vor allem, wenn du bei der Arbeit am Mac auf Nummer sicher gehst und häufig mit Kopien von Dateien arbeitest, um die Originale vor unbeabsichtigten Veränderungen zu schützen, können sich über lange Zeit versehentgleichen und nach dem Sichten entscheiden, welche Datei überflüssig ist. Toll ist die Fülle an Einstellungen, die Photosweeper bietet. So kann der Vergleich beispielsweise Farbänderungen außer Acht lassen.

Sauber deinstallieren

Sicher benötigst du nicht ständig alle Software, die du einmal auf deinem Mac installiert hast. So nehmen beispielsweise Anwendungen für die Steuererklärung beachtlich viel Speicherplatz in Anspruch. Durchforste daher deinen Programme-Ordner nach Anwendungen, die du absehbar nicht benötigst. Solltest du hier Platzfresser identifizieren, kann dir ein Programm wie Trashme (15 Euro) dabei helfen, Anwendungen restlos zu deinstallieren. In der Seitenleiste der Anwendung kannst du dir unter „Deinstallieren“ alle Programme anzeigen lassen und sie auch nach Größe ordnen.

Wählst du eine Anwendung aus, zeigt dir Trashme alle zugehörigen Dateien an und in welchen Verzeichnissen sie abgelegt sind.

Per Klick auf die „Deinstallieren“-Schaltfläche entfernt Trashme alle Komponenten, sodass keine Dateiwaisen zurückbleiben. Im Abschnitt „Bereinigung“ kannst du zudem diverse „Benutzer-Caches“ leeren. Dabei handelt es sich um der Regel um temporäre Datenspeicher, die Anwendungen anlegen. Log-Dateien, in denen Anwendungen ihr Verhalten für die Fehlerdiagnose dokumentieren, entfernst du über den Eintrag „Berichte“, den du ebenfalls unter „Bereinigung“ findest. Auch einen Duplikate-Finder hat das vielfältige Tool an Bord. Eine kostenfreie Alternative zu Trashme ist das altgediente Appcleaner, das allerdings deutlich weniger Funktionen an Bord hat.

Allzweckputze Cleanmymac

Eine Allzweckwaffe gegen Platzfresser jeglicher Art auf dem Mac ist die sehr teure Anwendung Clean mymac (70 Euro), die du mit einem Trick allerdings deutlich günstiger nutzen kannst (siehe Kasten). Das Tool gräbt sich nach der Installation tief in das System und überwacht diverse Parameter. So merkt es, wenn beim Löschen von Anwendungen Dateireste zurückbleiben oder meldet sich, wenn der Papierkorb geleert werden sollte. Aber auch um ad hoc Platz zu schaffen, ist Cleanmymac sehr gut geeignet. Es ent-fernt große E-Mail-Anhänge, die auf dem Mac gespeichert sind ebenso, wie Systemreste und kann auch Cache-Dateien löschen. Darüber hinaus bietet die Software vielfältige Möglichkeiten zur Systemwartung, die auf betagten Macs für einen schnelleren Start sorgen können. Schließlich kannst du mit dem Tool auch nicht benötigte Sprachdateien entfernen.

Im Workshop erklären wir dir die wichtigsten Einstellungen.

Medien komprimieren

Hast du deinen Mac so gut es geht entrümpelt, aber es steht noch immer nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung, kann dir das Komprimieren deiner Daten helfen. So ist das Tool Optimage (15 US-Dollar) in der Lage, die Größe von zahlreichen Grafik-Formaten zu reduzieren, indem es deren Metadaten entfernt. Weitere Ersparnis bringt Optimage durch eine voreingestellte, aber abschaltbare verlustbehaftete Umwandlung deiner Dateien. Tatsächlich halten die Verluste sich jedoch in eng bemessenen Grenzen, denn im direkten Vergleich ist häufig kein Unterschied zwischen Original und komprimierter Datei zu erkennen – sehr wohl aber eine große Platzersparnis.

Analog kannst du mit PDF Squeezer (11 Euro) die Größe von PDF-Dateien reduzieren. Wie stark die Software die PDF-Dateien verkleinern soll, kannst du einstellen, allerdings ist die Platzersparnis vielfach selbst schon bei der niedrigsten Einstellung erheblich.

Um die Größe von Audio-und Video-Dateien zu verkleinern, kannst du das kostenpflichtige Tool Permute (15 Euro) verwen-den. Auch hier kannst du durch das Zielformat und Einstellungen festlegen, wie stark die Anwendung die Medien komprimieren soll. Vor allem bei alten, nicht komprimierten MPEG-Videos, kannst du ohne einen sichtbaren Qualitätsverlust eine große Menge belegten Speicherplatzes zurückgewinnen.

iPhone-und iPad-Sicherungen auslagern

Es spricht viel dafür, Backups von iPhone und iPad mit dem Finder vorzunehmen, anstatt die Sicherung in Apples iCloud abzulegen. Zum einen geht das Einspielen eines solchen lokalen Back-ups deutlich schneller vonstatten als die Wiederherstellung aus der iCloud. Zum anderen behältst du mit einem lokalen Back-up die Hoheit über deine – optional Ende-zu-Ende-verschlüsselten – Daten. Allerdings können vor allem Sicherungen von iPhones mit zahlreichen Fotos viel Speicherplatz belegen. Einen Ausweg bietet die Software Imazing (30 Euro).

Mithilfe des Tools kannst du nicht nur das Verzeichnis der Sicherung selbst bestimmen, sondern sie auch auf einem anderen Datenträger vornehmen. Lagerst du die Sicherung von iPhone und iPad beispielsweise auf eine Partition deiner Time-Machine-Festplatte aus, steht dir auf deinem Mac dauerhaft mehr Speicherplatz zur Verfügung.

Einen Ausweg für große Dokumente oder Ordner mit vielen verschiedenen Dateitypen kann die Software Betterzip (25 US-Dollar) bieten. Sie erstellt Archivdateien ohne Qualitätsverluste. Das sorgt in erster Linie für Ordnung, bringt aber mitunter – je nach gewähltem Kompressionsformat – auch eine Platzersparnis.

Fazit

Auch wenn die Anschaffung einiger Anwendungen zur Bereinigung des Mac Kosten verursacht, sind diese Investitionen günstiger als die Anschaffung von neuer Hardware. Wenn du regelmäßig für Ordnung sorgst, kannst du selbst mit einem günstigeren Apple-Gerät mit wenig Speicher gut über die Runden kommen.

Frühjahrsputz günstiger

Anwendungen wie Cleanmymac und Gemini haben stolze Preise. Wenn du nur einmal im Jahr einen Frühjahrsputz unternehmen möchtest, kannst du diese und weitere Anwendungen auch monatsweise mieten. Cleanmymac und Gemini sind wie PDF Squeezer, Betterzip und Permute Teil des Angebots von Setapp, das Apps vermietet (ab 12 Euro/ Monat). Für einen Testzeitraum kannst du die mehr als 230 Apps sogar kostenfrei verwenden.

So geht’s: Mac-System gründlich mit Cleanmymac reinigen

1 Cleanmymac b egrüßt dich mit der Einladung, einen sogenannten „Smart Scan“ durchzuführen. Dabei durchstöbert die Anwendung deinen gesamten Mac. Starte den Prozess über die „Scannen“-Schaltfläche.

2 Während des Smart Scans, der in Abhängigkeit von der Größe des Speichermediums mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann, ermittelt Cleanmymac nicht mehr benötigte Dateien und Möglichkeiten, die Leistung deines Mac zu verbessern.

3 Ist d er Scan abgeschlossen, solltest du nicht vorschnell über die Schaltfläche „Ausführen“ zahlreiche Aktionen anstoßen, sondern dir zunächst über „Details ansehen …“ anschauen, welche Operationen die Software vornehmen möchte.

4 Alternativ zum „Smart Scan“ kannst du über die Kategorien gezielt aufräumen. Unter „Bereinigung“ kannst du beispielsweise Systemreste, Hinterlassenschaften nicht mehr installierter Apps und große E-Mail-Anhänge einsehen.

5 Unter „D einstallation“ bietet dir Cleanmymac die Möglichkeit, installierte Anwendungen restlos vom Mac zu entfernen. Sinnvoll ist es, die Apps nach Größe zu sortieren, um durch das Löschen schnell viel Platz freizugeben.

6 Die „ Dateilupe“ in der „Dateien“-Kategorie zeigt nach einem Scan, wo sich Platzfresser verstecken.

Das von Cleanmymac erstellte Speicherdiagramm visualisiert in Kreisdiagrammen, wo im Dateisystem sich große Dateien befinden.