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SO SPAREN SIE BEIM GIROKONTO


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 13/2022 vom 17.06.2022

Finanzen

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Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 13/2022

Negativzinsen, Jahresgebühr für die Girocard oder monatliche Kontoführungsgebühr: Die meisten Girokonten haben mindestens eines davon. Tatsächlich ist es in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, das Konto gratis zu bekommen. COM-PUTER BILD erklärt, wie Sie das beste Angebot für Ihre Anforderungen finden – und noch ein paar Euro sparen.

Gebühren im Blick haben

Wissen Sie, welche Gebühren Ihre Bank erhebt? Viele Institute verlangen für ehemals kostenlose Leistungen mittlerweile eine Gebühr.Werfen Sie am besten direkt einen Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis (PLV) Ihrer Bank. Denn auf den Webseiten nennen die Geldhäuser eher die Vorzüge ihrer Kontomodelle und verschweigen Kosten.

Besonders wenn sich die Kosten für Ihr Girokonto in den vergangenen Jahren erhöht haben, lohnt sich ein Blick zur Konkurrenz. Der Vergleich von Girokonten (Seite 102) fasst zusammen, welche ...

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... Kosten bei Karten, Bargeldabheben und Zinsen auf Sie zukommen können. Denn selbst die oft günstigeren Direktbanken im COMPUTER BILD-Vergleich kommen nicht mehr ganz ohne Gebühren aus. Unten in der Vergleichstabelle finden Sie auch eine Einschätzung, für wen sich welches Konto am besten eignet.

„Kündigen Sie die Girocard, und zahlen Sie per Apple Pay: So sparen Sie die Gebühr.“

Daniela Leistikow Redakteurin

Wie intuitiv sind die Apps?

Weil immer mehr Menschen ihre Bankgeschäfte gerne per Handy erledigen, hat COMPUTER BILD auch die Banking-Apps der neun Geldinstitute aus dem Konditionen-Vergleich geprüft. Wie übersichtlich sind die Apps, wie intuitiv die Nutzung? Und welche nützlichen Extras bieten sie? Mehr dazu lesen Sie rechts unter den Bildern.

So viel darf ein Konto kosten

Für ein Girokonto sollten Sie nicht mehr als 5 Euro im Monat bezahlen. Kostet Ihr Konto mehr, lohnt sich meist ein Wechsel. Allerdings checken Banken bei einer Kontoeröffnung, ob Ihr Schufa-Eintrag in Ordnung ist. Wie Sie diesen kostenlos selbst prüfen und was dabei zu beachten ist, lesen Sie auf Seite 100.

Geld sparen ohne Karte

Generell gilt: Wenn bei der Bank keine monatliche Kontoführungsgebühr anfällt, müssen Sie besonders auf versteckte Kosten achten. Im Folgenden fasst COMPU-TER BILD zusammen, wo die lauern und wo bei Ihnen vielleicht noch Sparpotenziale liegen:

Erhebt Ihre Bank eine Gebühr für die Girocard (auch als EC-Karte bekannt)? Bei den Banken in diesem Vergleich fallen dafür bis zu 12 Euro im Jahr an. Dieses Geld lässt sich sparen, wenn Sie die Girocard kündigen. Bargeld holen können Sie zum Beispiel bei ING und Deutscher Kreditbank (DKB) auch mit der Debit-Visakarte – und die gibt es kostenlos zum Girokonto. Das klappt bei den meisten Anbietern auch im Ausland, sodass sich die Karte auch im Urlaub nutzen lässt.

Mit der Girocard hingegen können Sie künftig wohl nur noch in Deutschland bezahlen. Bislang ist Beim Mastercard-System ist das Ende aber bereits beschlossene Sache: Nur noch bis Ende Juni 2023 gibt es neue Karten mit dem Maestro-Logo, die sich dann bis zum Ende der aufgedruckten Gültigkeit nutzen lassen.

APP-CH ECK WIE EINFACH IST DIE NUTZUNG?

Die Targobank-App bietet viele Zusatzfunktionen wie ein Haushaltsbuch und eine Geldautomatensuche. Nützlich fanden die Tester auch den Bargeldservice: Per Barcode lässt sich bei teilnehmenden Einzelhändlern Geld einund auszahlen. es über das Maestro-System von Mastercard und das Visa-Pendant namens V-Pay möglich, die Girocard auch in Europa zu nutzen.

„Schnell, zuverlässig, einfach“ war das Fazit der Tester für die ING-App. Auch der Login per Face ID überzeugte, weil er „viel einfacher“ empfunden wurde als am Browser. Die Überweisungsvorlagen sind praktisch und leichter zu finden als bei anderen Girokonten.

Das Comdirect-Login war im Check sehr intuitiv, und auch das Menü bewerteten die Tester als übersichtlich: Für alltägliche Situationen ist das sehr gut. Manches wie der Dauerauftrag könnte einfacher zu finden sein als versteckt im „Überweisungskalender“.

Die neue DKB-App ist in der Entwicklung, und es gibt noch nicht alle Funktionen. Praktisch: Nicht nur Login, sondern auch Transaktionen funktionieren per Face ID. Alles schön übersichtlich und nicht so klein, fummelig oder überladen wie die alte App.

In der alten DKB-App sieht vieles aus wie in der Browser-Oberfläche. Deswegen erscheinen die Schaltflächen oft sehr klein. Die Bedienung ist zwar intuitiv, könnte aber bequemer sein. Praktisch: Konten lassen sich nach Stichwörtern durchsuchen.

Für den N26-Login mit dem selbstgewählten Code sollte man ein sicheres Passwort wählen und sich dieses gut merken. Die App überzeugte die Tester mit intuitiver Bedienung und Übersichtlichkeit. Die Unterkonten namens „Spaces“ sind praktisch zum Sparen.

Die 1822direkt-App funktioniert zuverlässig und schnell. Teilweise ist sie aber etwas kleinteilig und wirkt nicht aus einem Guss. Praktisch sind die genau einstellbaren Alarme bei Umsätzen oder wenn das Konto einen gewissen Betrag über- oder unterschreitet.

Die Postbank-App hat moderne Funktionen wie Login per Fingerabdruck. Eine Funktion fiel den Testern besonders positiv auf: Per App lässt sich eine Überweisungsvorlage erstellen – so kann der Kontoinhaber Freunden erleichtern, Geld zu schicken.

Die Commerzbank-App war im Check meist intuitiv zu nutzen, doch Funktionen wie die Suche nach Filialen und Geldautomaten waren etwas versteckt. Immerhin zeigt sie auch Öffnungszeiten und mit welcher Karte sich Geld abheben lässt (siehe Bild oben).

Das Login empfanden die Tester bei der Norisbank-App etwas umständlich, da jedes Mal eine PhotoTAN abgefragt wird. Praktisch war das Dashboard: Dort erscheinen Bankkontakte mit Bild – ein Tipper darauf führt den Nutzer direkt zur Überweisung an die Person.

Bei V-Pay verschwindet die Funktion wohl eher schleichend: „V-Pay als Produkt, die Ausgabe von V-Pay-Karten sowie das Akzeptanznetzwerk werden von Visa voll unterstützt, sodass Karteninhaber:innen im Handel weiterhin mit V-Pay bezahlen können“, so ein Visa-Sprecher gegenüber COMPUTER BILD.Allerdings „wechseln mehr und mehr Finanzinstitute zur Visa-Debitkarte“.

Bequem zahlen ohne Girocard

Wenn Sie bislang oft mit der Girocard bardgeldlos im Geschäft zahlen: Erwägen Sie einen Wechsel zu Apple Pay oder Google Pay. Bei der Mehrzahl der Girokonten in diesem Vergleich klappt das mobile Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch. In den meisten Supermärkten und Drogeriemärkten gibt es moderne Bezahlterminals und Visa- oder Mastercard werden akzeptiert. Sie brauchen also zum Bezahlen nicht unbedingt eine Girocard. Und das Bezahlen mit Apple Pay und Google Pay ist auch sehr praktisch: Ihr Smartphone haben Sie ohnehin dabei, das Portemonnaie wird schmaler – und Sie können es auch mal ganz daheim lassen.

Brauchen Sie eine Kreditkarte?

Auch für ehemals kostenlose Kreditkarten erheben einige Banken nun Gebühren. Bei der DKB kostet eine Visa-Karte mit monatlicher Abrechnung seit Kurzem 2,49 Euro im Monat. Das macht im Jahr rund 30 Euro. Überlegen Sie sich in solchen Fällen genau, ob Sie wirklich eine Kreditkarte brauchen – und wenn ja: wofür? Brauchen Sie die Visa- oder Mastercard nur für Online-Einkäufe? Dann tut es auch eine Debitkarte mit direkter Abbuchung vom Girokonto.

Leihen Sie sich im Urlaub oder daheim ab und zu ein Auto, bestehen die meisten Anbieter darauf, eine Kaution von einer Kreditkarte mit Verfügungsrahmen abzubuchen. Das funktioniert mit den meisten Debit-Karten nicht, da die Beträge direkt vom Girokonto eingezogen werden.Tipp: Statt eine teure Jahresgebühr bei Ihrer Bank zu bezahlen, holen Sie sich die Kreditkarte bei einem anderen Anbieter, etwa Barclays. Unter cobi.de/12835 finden Sie einen Vergleich von 19 beliebten Kreditkarten. Einige davon gibt es sogar ohne Jahresgebühr.

Ende der Negativzinsen in Sicht

Wenn Ihre Bank ein „Verwahrentgelt“ auf größere Kontoguthaben erhebt, müssen Sie deswegen nicht unbedingt den Anbieter wechseln. Momentan sieht es so aus, als ob die Zinsen auf Guthaben bald Geschichte sind. Mitte Mai 2022 hat mit der ING Deutschland die erste große Bank den Ausstieg aus den Negativzinsen angekündigt:Vom 1. Juli 2022 an fallen „Strafzinsen“ auf Giround Tagesgeldkonten erst ab einer Einlagenhöhe von 500 000 Euro an.

SCHUFA-CHECK SO FUNKTIONIERT’S

Wer ein neues Konto eröffnen möchte, braucht bei den meisten Anbietern eine gute Bonität. Alle Banken im Girokonten-Vergleich prüfen deshalb vorab per Schufa-Auskunft, wie zahlungsfähig Sie sind. Gesetzlich ist zwar jede Bank verpflichtet, ein sogenanntes Basiskonto zur Verfügung zu stellen, das rein guthabenbasiert funktioniert (vgl. § 30 ZKG). Von den Banken im Vergleich bietet aber nur die N26 mit dem N26 FLEX ein Konto, das explizit als „schufafrei“ bezeichnet wird. Allerdings kostet das Konto 6 Euro im Monat. Ein schlechter Score bei der Schufa kann auch dazu führen, dass Sie schwer an Kredite oder Handyverträge kommen. Deswegen sollten Sie regelmäßig prüfen, ob Ihr Schufa-Score im grünen Bereich ist. Wir erklären, wie Sie Ihre Bonität selbst gratis überprüfen.

Schufa-Auskunft gratis: Kontrollieren Sie Ihren Schufa-Score jedes Jahr. Sollte etwas nicht stimmen, haben Sie genug Zeit, das mit der Schufa zu klären. Statt für ein Abo bis zu 30 Euro zu zahlen, beantragen Sie die Schufa-Auskunft einmal im Jahr kostenlos. Dafür scrollen Sie auf meineschufa.de ganz nach unten und klicken dann unter „Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO“ auf Datenkopie bestellen. Dann wählen Sie Jetzt beantragen und füllen die Felder mit Ihren persönlichen Informationen aus. Ein paar Tage später bekommen Sie Ihre Schufa-Daten per Post.

Das ist ein guter Wert: Ihr Score sollte bestenfalls bei 97,5 oder höher liegen. Bis zu einem Score von 95 Prozent rechnet die Schufa mit einem „geringen Risiko“, darunter wird es kritisch. Unter cobi.de/12832 erfahren Sie mehr zu Schufa-Einträgen, und unter cobi.de/12833 erklärt COMPUTER BILD, was Sie gegen negative Einträge unternehmen können.

WIE GUT SIND AGB UND DATEN SCHUTZ?

Für die neun Banken im Vergleich prüfte IT-Anwalt Christian Oberwetter, wie verbraucherfreundlich allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzrichtlinien sind. Der Anwalt hat die AGB jeweils mit Fokus auf Girokonten analysiert. Andere Klauseln, etwa für Depots, blieben außen vor. Das ist im Check aufgefallen:

AGB: Gleich bei mehreren Banken (DKB, 1822direkt. Comdirect, Commerzbank, ING, Targobank) kritisiert der IT-Anwalt die Klauseln zu AGB-Änderungen: Während es in laufenden Verträgen sonst nicht möglich ist, sie einseitig zu modifizieren, geht das bei den AGB im Check. Die ließen sich per „Zustimmungsfunktion“ ändern, so der Experte. Das bedeutet: Die Bank teilt Kundinnen und Kunden Änderungen mit, und sie müssen widersprechen. Tun sie das nicht, gelten die Regelungen als angenommen. Ebenfalls kritisch: Bei N26, Norisbank, Postbank gilt die „Kontoauszugsgenehmigung durch Schweigen“. Die Bank setzt also voraus, dass die Daten auf den Kontoauszügen stimmen, sofern der Kunde nichts Gegenteiliges meldet, erklärt der Anwalt. Auch hier muss der Verbraucher also kontrollieren, ob alle Buchungen korrekt sind. Schweigen gilt dabei im Sinne der AGB als Zustimmung.

Datenschutz: DKB und 1822direkt bewertet der Experte hier nur mit „befriedigend“, weil sie viele Dienste nutzen, um Kundendaten zu analysieren. Die Comdirect bekommt die Note Zwei, hier fiel nur negativ auf, dass die Bank Cookies nutzt – und zwar auch zur Analyse. Auch die ING und die N26 erhalten ein „gut“, nutzen die Daten aber zu Marketingzwecken. Die Commerzbank und die Targobank erhalten die Note Drei, weil die Informationen zu einigen für den Datenschutz wichtigen Punkten spärlich sind – etwa ob Kundendaten auch ins Ausland gehen. Ebenfalls nur befriedigend sind Norisbank und Postbank, weil sie Daten zu Werbezwecken nutzen.

„Achtung, Banken können rechtmäßig vereinbaren, dass der Kunde auf mitgeteilte Änderungen aktiv reagieren muss.“

Christian Oberwetter Anwalt für IT-Recht

Die meisten Banken dürften abwarten, was der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) beschließt. Die nächste Sitzung ist nach Redaktionsschluss am 9. Juni 2022 geplant. Hebt die EZB den Minuszins auf, den die Banken im Moment noch an die Zentralbank zahlen müssen, um Geld dort zu parken? Dann sollten diese Zinsen für die Verwahrung auch auf Girokonten bald der Vergangenheit angehören.

Wann das genau passiert, müssen die einzelnen Banken klären. Einige Banken haben bereits angekündigt, die Negativzinsen auf Sparguthaben aufzuheben, sobald die EZB den Leitzins anhebt.

Prüfen Sie das TAN-Verfahren

Wenn Ihre Bank noch Sicherheitscodes (bekannt als Transaktionsnummer, kurz TAN) per SMS verschickt, stellt sie Ihnen diese möglicherweise in Rechnung. Die Comdirect etwa bucht die Kosten je TAN monatlich vom Girokonto ab. Und diese Cent-Beträge können sich schnell läppern. Wenn eine TAN zum Beispiel 10 Cent kostet und Sie fünfmal im Monat eine Überweisung tätigen, zahlen Sie im Jahr 6 Euro.

Tipp: Informieren Sie sich, ob Ihre Bank auch andere TAN-Verfahren anbietet, die für Sie kostenfrei sind. Oft haben die Banken eine eigene Zusatz-App, um eine TAN zu generieren. Das gilt zum Beispiel für DKB und Postbank in diesem Vergleich.

Geldabheben kann teuer sein

Wenn Sie meistens mit der Karte bezahlen, ist es für Sie weniger relevant, was das Abheben von Bargeld kostet. Brauchen Sie aber oft Scheine aus dem Automaten, sollten Sie bei der Wahl des Girokontos die Kosten dafür im Blick haben. In den Preisverzeichnissen der Banken stehen teils verwirrende Aussagen dazu, wann Bargeldabheben etwas kostet. Bis zu 9,90 Euro je Abhebung werden dafür bei manchem Konto fällig.

Automat muss Gebühr zeigen

Wichtig zu wissen: Nur weil Ihre Bank keine Gebühren fürs Abheben berechnet, heißt das nicht, dass Sie immer kostenfrei Bargeld holen. Die Betreiber von Geldautomaten können auch Gebühren erheben. Allerdings muss der Automat die Kosten vor dem Abheben anzeigen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) empfiehlt: „Lesen Sie aufmerksam die Aushänge an den Automaten und die Anzeige auf dem Display, damit Sie die Transaktion gegebenenfalls rechtzeitig abbrechen können.“ Wer dringend Bargeld braucht, akzeptiert die Gebühren wohl. Besser wäre eine Preisangabe schon bei der Suche im Internet nach dem Geldautomaten, so wünscht es sich etwa die Verbraucherzentrale Hamburg. Aktuell müssen Bargeldsuchende manchmal mehrere Automaten abklappern, um Gebühren zu vermeiden.

[dal]

BANKING BEGRIFFE ERKLÄRT

Cashpool

Sparda Banken, Targobank und Santander Bank sowie mehrere kleinere Institute erlauben es ihren Kunden, auch die Geldautomaten der anderen zu nutzen. Derzeit sind es um die 2800 Automaten.

Cash Group

Besteht aus Commerzbank, Deutscher Bank, HypoVereinsbank, Postbank und Shell-Tankstellen. Wer ein Girokonto bei einer der Banken hat, kann bei allen genannten Geldhäusern gratis Geld abheben. Aktuell sind das rund 7000 Geldautomaten.

Dispo(sitions)zins

Wer sein Girokonto überzieht, also einen negativen Kontostand hat, nutzt den Dispozins. Banken berechnen dann Zinsen auf das Geld, das die Kunden sich zeitweise leihen.

Verwahrentgelt

Ein positiveres Wort für Negativzins oder Strafzins. Banken erheben dabei eine Gebühr, wenn bei Kunden viel Guthaben auf dem Girokonto ist. Derzeit liegt die Grenze bei vielen Banken bei 50 000 Euro.

Girocard

Früher bekannt als EC-Karte: Haben die Karten ein Maestro- oder V-Pay-Logo, lässt sich damit auch in Europa bezahlen.

Debitkarte

Karte mit sofortiger Abbuchung des Betrags vom Girokonto. Girocards sind Debitkarten, und auch die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard geben Debitkarten heraus.