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So spart Papa auf dem Weg zur Arbeit


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 29/2019 vom 18.07.2019

Wer jeden Tag 40 Kilometer zur Arbeit fährt, hat die ersten 20 000 Kilometer im Jahr fast voll. Das kostet. Unser Pendler-Check mit zehn Knauserkönigen zeigt, wo Sie sparen können


Artikelbild für den Artikel "So spart Papa auf dem Weg zur Arbeit" aus der Ausgabe 29/2019 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 29/2019

Messtechniker Mirko Menke startet jeden Morgen zur 40-Kilometer- Tour in die AUTO BILD-Redaktion

DER WEG ZUR ARBEIT WIRD IMMER LÄNGER , die Zahl auf dem Gehaltszettel leider nicht. Beim tagtäglichen Pendeln gilt der besorgte Blick aller Normalverdiener also vor allem der Tankuhr und dem Portemonnaie. Um Ihnen als AUTO BILD-Leser unschöne Sorgenfalten und horrende Spritrechnungen zu ersparen, haben wir uns auf die Suche nach dem ...

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DER WEG ZUR ARBEIT WIRD IMMER LÄNGER , die Zahl auf dem Gehaltszettel leider nicht. Beim tagtäglichen Pendeln gilt der besorgte Blick aller Normalverdiener also vor allem der Tankuhr und dem Portemonnaie. Um Ihnen als AUTO BILD-Leser unschöne Sorgenfalten und horrende Spritrechnungen zu ersparen, haben wir uns auf die Suche nach dem idealen Pendler-Mobil gemacht.

Das Vergleichsfeld bilden die zehn Knauserkönige aus den letzten Tests. Allesamt mit einer Vier oder Fünf vor dem Komma – und zwar auf der AUTO BILD-Testrunde, also inklusive Autobahn und Vollgas. Angeführt werden die Sparspezialisten ganz einträchtig von einem Diesel und einem Benziner. Mercedes A 180 d und Toyota Prius Hybrid begnügten sich mit jeweils 4,7 Litern auf 100 Kilometer. Am Ende der Hitliste rutschten mit Mitsubishi Space Star 1.0 und Renault Twingo TCe 90 noch zwei kleine Benziner in die Top Ten – beide mit 5,1 Liter pro 100 Kilometer an der Tankstelle angenehm zurückhaltend. Dazwischen tummeln sictend. Dazwischen tummeln sich sechs weitere Kompakte: Opel Astra 1.6 Diesel, Honda Civic 1.6 i-DTEC, VW Golf 1.6 TDI, Hyundai i30 1.6 CRDi, Seat Leon 1.0 TSI und Ford Focus 2.0 EcoBlue. Verbräuche bei allen zwischen 4,8 und 5,0 Litern, nur der Spanier nippt am Super- Saft, alle anderen tanken Diesel.

Den Pendler-Prototyp liefert unser Kollege Mirko Menke. Er wohnt rund 40 Kilometer südlich von Hamburg – ohne S-Bahn-Anschluss oder gescheite Busverbindung. Auf seinem Arbeitsweg mussten unsere zehn Kostverächter beweisen, wie günstig sie wirklich sind. Auf der zum Teil nicht tempobegrenzten A7 lautete die Devise Richtgeschwindigkeit 130 km/h – wer ballert schon mit Bleifuß ins Büro? Und selbst wer das will, kann es meist nicht – in einer Großstadt wie Hamburg ist man selten allein unterwegs.

Den Verbrauch auf dem Arbeitsweg haben wir für unsere Berechnung der Kilometerkosten benutzt – neben Anschaffung, Unterhalt und Wertverlust. Alles gerechnet auf vier Jahre und 100 000 Kilometer. Am Ende sortieren wir unsere zehn Tipps für den Pendler-Profi. Dabei gilt für alle: Die langen auch für mehr als für 40 Kilometer.

FAST EIN HEIMSPIEL FÜR DEN SPARSAMEN HYBRIDEN

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UNSER KOMFORTTIPP

Toyota Prius Hybrid

AUF DEM ARBEITSWEG kanUF DEM ARBEITSWEG kann der Prius seine Stärken voll ausspielen. Kein Vollgas, das kommt dem Duo aus Benziner und E-Maschine entgegen. Und senkt nicht nur das knurrige Geräusch des Verbrenners, sondern vor allem den Verbrauch. Reichten im Test 4,7 Liter, schaffen Pendler glatte vier – das bedeutet „King of Knauser” in diesem Vergleich und fast 15 Prozent Ersparnis.

Auch sonst überzeugt der Japaner in vielen Punkten. Seine Qualität hat er im Dauertest bewiesen, der Fahrkomfort darf als gediegen gelten, das Raumangebot kann sich sehen lassen. Wenn wir meckern müssen, dann über den immer noch spürbaren Gummibandeffekt des Planetengetriebes. Gas geben läuft immer gleich ab: Erst mal heult nur der Vierzylinder auf, dann beschleunigt der Wagen verzögert.

28 450 Euro kostet der japanische Kostverächter. Die Steuer fällt mit 74 Euro im Jahr kaum ins Gewicht, die Typklassen (Haftpflicht 19, Vollkasko 23) und der hohe Wertverlust (61 Prozent) dagegen schon. So kommen Kilometerkosten von 34 Cent zusammen – was trotz Topverbrauch kein Topergebnis bringt.

Technische Daten

Motor Vierzylinder plus E-Motor vorn quer • Hubraum 1798 cm • Systemleistung 90 kW (122 PS) max. Drehmoment 142 Nm plus 163 Nm vom E-Motor Antrieb Vorderradantrieb/ stufenloses Automatikgetriebe• Länge/ Breite/Höhe 4540/1760/1470 mm Leergewicht 1450 kg • Zuladung 340 kg• Kofferraum 501-1633 l 0–100 km/h 10,6 s Spitze 180 km/h

Neupreis 28 450 Euro Pendler-Verbrauch 4,0 l/100 km Restwert 11 101 Euro

Auf dem Monitor lässt sich das Zusammenspiel von Verbrenner, E-Maschine und Batterie verfolgen


KOSTEN34 Cent/km

Mercedes A 180 d

MIT ECHTZEIT-NAVIGATION GEGEN STAU-STRESS

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WIR MÜSSEN SIE WARNEN. Nein, nein, nicht vor der A-Klasse. Beim kompakten Schwaben handelt es sich um ein sehr ordentliches Automobil, das geschmeidig federt, modernste Technik mitbringt und mit solider Qualität überzeugt. Nein, zur Vorsicht raten wir bei der Automatik – der 2094,40 Euro teure Doppelkuppler im kleinsten Mercedes nervt mit ruppigem Anfahrverhalten. Nur wer sich und dem A gaaanz viel Zeit lässt, kommt auch geschmeidig in die Gänge.

Schade, denn ansonsten finden wir im A180 d viele gute Ansätze. Der etwas brummelige Motor bringt mit 116 PS ausreichend Schwung in die Bude, dank Echtzeit-Stau- Info über SIM-Karte im Auto (nur hier!) finden wir immer einen schlauen Schleichweg, selbst schlechte Pisten bringen den Benz kaum aus der Ruhe.

Gelassen sehen A-Sager dem Alter entgegen. Mit fast 50 Prozent gehört der A180 d hier zu den Restwertriesen. Und mit 4,4 l/100 km auf der Pendler-Runde zu den Verbrauchszwergen. Der happige Grundpreis von 29 708 Euro treibt die Kilometerbelastung aber auf 32 Cent.

Mercedes modern: digitale Instrumente, echtes Breitbildformat und weitreichende Konnektivität


KOSTEN32 Cent/km

Technische Daten

Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 1461 cm Leistung 85 kW (116 PS) bei 4000/ min • max. Drehmoment 260 Nm bei 1750/min • Antrieb Vorderradantrieb/ Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4419/1796/1440 mm Leergewicht 1455 kg • Zuladung 510 kg • Kofferraum 370-1210 l 0–100 km/h 10,6 s Spitze 202 km/h

Neupreis 29708 EuroPendler-Verbrauch 4,4 l/100 kmRestwert 13 800 Euro

Ford Focus Turnier 2.0 EcoBlue

SPARSAM – UND TROTZDEM NICHT SPASSARM

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HOPPLA, HIERK OMMT FORD! Der Focus Turnier mischt unsere zehn Sparspezialisten mal so richtig auf und spendiert überraschend eine Extraportion Fahrspaß. Und das geht so: Zum einen überzeugt der kompakte Kölner mit agilem Handling und zielsicherer Lenkung, zum anderen schöpft er beim Motor aus vollen zwei Litern Hubraum stramme 150 PS – mehr bietet hier keiner. So rennt der gut gedämmte Diesel stets vorne weg und erlaubt schnelle Reiseschnitte – oder beim entspannten Pendeln mit maximal 130 km/h eine Reichweite von fast 1000 Kilometern. Angesichts der gebotenen Leistung können sich die 4,8 l/100 km Pendler-Verbrauch sehen lassen – auch wenn der Testverbrauch 0,2 Liter höher liegt.

Über den Arbeitsweg hinaus empfiehlt sich der Focus außerdem als vollwertiges Familienauto. Er bietet ausreichend Platz, federt manierlich und lässt im Kombi-Heck bis zu 1653 Liter Gepäck verschwinden. Allerdings hat das Allroundtalent mit dem hohen Ansehen im Alter (Restwert 45,9 Prozent) auch seinen Preis. 29 300 Euro lassen die Kilometerkosten auf 31 Cent steigen. Na, hoppla!

Technische Daten

Motor VierzylinderMotor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 1995 cm Leistung 110 kW (150 PS) bei 3500/ min • max. Drehmoment 370 Nm bei 2000/min • Antrieb Vorderradantrieb/ Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4668/1825/1469 mm Leergewicht 1559 kg • Zuladung 546 kg • Kofferraum 608-1653 l 0–100 km/h 8,7 s Spitze 208 km/h

Neupreis 29300 EuroPendler-Verbrauch 4,8 l/100 kmRestwert 13449 Euro

KOSTEN31 Cent/km

Das Cockpit des im letzten Jahr neu aufgelegten Focus wurde erfolgreich aufgeräumt und aufgewertet


Ford Focus und Hyundai i30 unter i30 unter Hyundai - scheiden sich bei Hubraum und Leistung deutlich, belegen am Ende aber ganz einträchtig den achten Platz

Hyundai i30 1.6 CRDi

SOLIDE LEISTUNG - NICHT MEHR UND NICHT WENIGER

DAS BESSERE IST DES GUTEN FEIND. Diese weisen Worte bekommt der i30 in diesem Vergleich überdeutlich zu spüren. Seit zweieinhalb Jahren gehört der kompakte Koreaner inzwischen zum Straßenbild und hat mit seinem soliden Wesen viele Freunde gewonnen. Doch in unserem Pendler-Check gehört er nicht unbedingt zur ersten Wahl. Der 1,6-Liter-Diesel hinterlässt einen eher mürrischen und wenig motivierten Eindruck, das verhältnismäßig hohe Gewicht von 1388 Kilo (Civic: 1287 Kilo) bremst den i30 zusätzlich ein. Wirklich entscheidend: Letztendlich fallen die Kilometerkosten mit 31 Cent eben nicht so niedrig aus, wie wir das beim i30 erwartet hätten. Am ordentlichen Restwert (42,8 Prozent) liegt das sicher nicht. Eher schon an der nicht übermäßig günstigen Vollkasko-Einstufung. Außerdem konnten wir den Verbrauch im Berufsverkehr nicht unter 4,8 l/100 km drücken. Klingt erst mal sparsam, markiert bei den Dieseln zusammen mit Ford aber den Höchstwert. Und mit dem (sowie mit Opel) muss sich der Hyundai am Ende dann auch Platz 8 teilen.

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Rätselfreier Arbeitsplatz mit solider Verarbeitung – im i30 reisen wir gern und entspannt


Technische Daten

Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 1598 cm Leistung 100 kW (136 PS) bei 4000/ min • max. Drehmoment 280 Nm bei 1500/min • Antrieb Vorderradantrieb/ Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4340/1795/1455 mm Leergewicht 1388 kg • Zuladung 492 kg • Kofferraum 395-1301 l 0–100 km/h 10,2 s Spitze 200 km/h

Neupreis 25360 EuroPendler-Verbrauch 4,8 l/100 kmRestwert 10849 Euro

Opel Astra 1.6 Diesel Sports Tourer

KEIN ALTEISEN – OBWOHL MODELLPFLEGE IN SICHT

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WER ZU SPÄT KOMMT , den bestraft das Leben. Heute trifft diese Weisheit den Opel Astra. Denn gerade präsentieren die Rüsselsheimer das überarbeitete Modell ihres Kompakten mit neuen, sparsameren Dreizylindermotoren – kommen damit aber nicht mehr rechtzeitig zu unserem Pendler-Vergleich. Also werkelt im Astra Sports Tourer der bekannte Vierzylinderdiesel mit 136 PS. Und dem bescheinigt unser Restwertspezialist Schwacke eher mäßige Wiederverkaufschancen. Kaum mehr als ein Drittel soll nach vier Jahren und 100 000 Kilometern übrig bleiben. Wertverlust über 16 000 Euro. Bitter, zumal der „alte” Astra 1.6 Diesel seine Sache gar nicht mal schlecht macht. Die Fahrleistungen lösen weder Begeisterung noch Beklemmung aus, der Astra kann gut mithalten und muss nur selten Platz machen. Vor allem die 320 Nm Drehmoment bringen den Opel im entscheidenden Moment nach vorn, der Verbrauch beim Pendeln bleibt mit 4,5 l/100 km im Rahmen. Erst wenn der große Koffferraum (bis 1630 Liter) und die Zuladung von 522 Kilo voll ausgereizt werden, wird es zäh und brummig.

An alles gedacht: Schalter für Start-Stopp- System, Sportprogramm und Spurhalter


KOSTEN31 Cent/km

Technische Daten

Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 1598 cm Leistung 100 kW (136 PS) bei 3500/min • max. Drehmoment 320 Nm bei 2000/min Antrieb Vorderradantrieb / Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4702/1809/1510 mm Leergewicht 1378 kg • Zuladung 522 kg • Kofferraum 540-1630 l 0–100 km/h 10,2 s Spitze 207 km/h

Neupreis 25040 EuroPendler-Verbrauch 4,5 l/100 kmRestwert 8601 Euro

Honda Civic 1.6 i-DTEC

OPTISCH ANDERS – ABER IM ALLTAG ANGENEHM NORMAL


MUTIG! ODER: INTERESSANT! Zwei der üblicheSANT! Zwei der üblichen Kommentare zum auffälligen Design des Honda Civic. Doch schön oder nicht – das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Unbestreitbarer Vorteil des sehr eigenen Looks: Den Japan-Golf findest du auf einem großen Firmen- Parkplatz leichter wieder. Und trotz der schrägen Schale erweist sich der Civic als absolut alltagstauglich. Luftige Platzverhältnisse machen den Civic zum Liebling von Fahrgemeinschaften, auf die so gemütlichen wie gut stützenden Sitze freust du dich nach einem harten Arbeitstag, das souveräne Fahrwerk macht von Sport bis Spazierfahrt alles mit. Der 1,6-Liter-Diesel hinterlässt einen lebhaften Eindruck, 120 PS wirken selten überfordert. Mit 4,5 Litern bleibt der Durst auf dem Pendler-Kurs erfreulich zurückhaltend – und immerhin 0,4 Liter unter dem Testverbrauch. Weil der 1.6 i-DTEC mit 21 890 Euro zudem nicht die Welt kostet und der Restwert mit 40 Prozent keine Panikattacke auslöst, schiebt sich der Civic mit 29 Cent/km am Ende auf Platz fünf – direkt hinter Klassenprimus Golf. Was auf jeden Fall interessant ist.

Technische Daten

Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 1597 cm Leistung 88 kW (120 PS) bei 4000/ min • max. Drehmoment 300 Nm bei 2000/min Antrieb Vorderradantrieb / Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4518/1799/ 1434 mm • Leergewicht 1287 kg Zuladung 428 kg Kofferraum 420-1209 l 0–100 km/h 9,8 s Spitze 201 km/h

Neupreis 21890 EuroPendler-Verbrauch 4,5 l/100 kmRestwert 8749 Euro

KOSTEN29 Cent/km

Sechs Gänge gehören nicht bei allen zur Serienausstattung. Im Honda rasten sie satt und präzise


VW Golf 1.6 TDI

DER ALLESKÖNNER KANN AUCH GEIZIG

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MASSENPHÄNOMEN triffASSENPHÄNOMEN trifft es ganz gut. Allen Skandalen im VW-Konzern zum Trotz ist der Golf weiterhin außerordentlich beliebt. Bei uns ist er seit einer gefühlten Ewigkeit der Topseller. Und als 1.6 TDI wird er auch zu einem gefragten Begleiter auf dem Weg ins Büro. Okay, bei 115 PS geht jetzt nicht so richtig die Post ab. Aber es reicht locker zum Mitschwimmen – vielleicht nicht ganz vorne, aber im Weg steht der Basisdiesel niemandem. Schon gar nicht beim Tanken, denn das muss der Wolfsburger Musterknabe eher selten. Auf dem Arbeitsweg reichen 4,7 Liter für 100 Kilometer, angesichts des 50-Liter-Tanks sind also rund 1050 Kilometer nonstop drin. Weh würden die nicht tun, dafür sorgen die üblichen Golf-Tugenden. Wir sitzen gut und luftig, das Fahrwerk kann flott und flauschig, die Einrichtung gefällt. Klar, der Golf ist von der eher teureren Fraktion. Schon der 115-PS-TDI kostet 24 145 Euro. Davon bleiben nach vier Jahren und 100 000 Kilometern aber auch fast 48 Prozent übrig. Bestwert! Und eine der Ursachen für faire 28 Cent/km. Das findet die Masse klasse.

Technische Daten

Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 1598 cm Leistung 85 kW (115 PS) bei 3250/ min • max. Drehmoment 250 Nm bei 1750/min Antrieb Vorderradantrieb / Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4258/1790/ 1492 mm • Leergewicht 1355 kg Zuladung 505 kg Kofferraum 380- 1270 l • 0–100 km/h 10,2 s • Spitze 198 km/h

Neupreis 24145 EuroPendler-Verbrauch 4,7 l/100 kmRestwert 11551 Euro

Massenware: Auch beim 1.6 TDI reicht der Tacho bis 260 km/h – tatsächlich schafft er Tempo 198


KOSTEN28 Cent/km

Die technisch eng verwandten Konzernbrüder Golf und Leon trennt nur ein Cent pro Kilometer. Der Kilometer. Der Cent pro Seat kostet als Benziner weniger als der Golf TDI

Seat Leon 1.0 TSI

SEIT SIEBEN JAHREN DABEI – UND IMMER NOCH FIT

STARKER AUFTRITT KURZ VOR FEIERABEND . Die dritte Auflage des Leon steht kurz vor der Ablösung, da lässt der coole Kompakte noch mal aufhorchen. Dass der spanische Golf mit der bewährten Technik aus dem Konzernbaukasten ausgesprochen angenehm fährt, mit Sorgfalt zusammengesteckt ist und brauchbare Platzverhältnisse bereithält, meinen wir allerdings nicht. Hier geht es vor allem um die Kosten. Und da bleibt der Leon mit 19 960 Euro angenehm bescheiden. Das gilt auch für Steuer und Versicherung, der Restwert liegt mit knapp 42 Prozent im soliden Mittelfeld.

Der kleine Dreizylinder provoziert mit seinen 115 PS jetzt selten spontane Olé-Rufe. Der Einliter- Zwerg macht seine Sache aber anständig, dreht schön gleichmäßig und rennt im Bedarfsfall fast 200 km/h. Das muss er auf unserer Pendler-Route gar nicht, da reicht Richtgeschwindigkeit 130. Damit schafft es Seats Kompakter tatsächlich unter die Fünf-Liter-Marke aus dem Test – wenn auch mit 4,9 l/100 km nur denkbar knapp. 27 Cent kostet so jeder Kilometer – das schaffen viele modernere Mitstreiter nicht.

Technische Daten

Motor Dreizylinder, Turbo, vorn quer Hubraum 999 cm Leistung 85 kW (115 PS) bei 5000/ min • max. Drehmoment 200 Nm bei 2000/min AntriebVorderradantrieb/ Sechsganggetriebe Länge/Breite/ Höhe 4282/1816/ 1459 mm • Leergewicht 1197 kg Zuladung 523 kg Kofferraum 380-1210 l 0–100 km/h 9,8 s Spitze 195 km/h

Neupreis 19 960 EuroPendler-Verbrauch 4,9 l/100 kmRestwert 8349 Euro

KOSTEN27 Cent/km

Sachliches Cockpit mit schön weit oben platziertem Monitor. Die Qualität geht in Ordnung


Renault Twingo TCe 90

GÜNSTIG – UND ALLES ANDERE ALS GEWÖHNLICH

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SONDERROLLE FÜR DEN FRANKO-FLOH. Als Einziger hier trägt der Twingo seinen Motor hinten und leitet die 93 PS an die Hinterräder weiter. Vorteil: winziger Wendekreis von 8,6 Metern und damit himmlisch handlich in der Stadt. Nachteil: wenig überzeugendes Raumkonzept, vergleichsweise kleiner Kofferraum mit hoher Ladekante und Motorzugang nur mit Werkzeug. So sympathisch der flotte Franzose auch daherkommt, viel mehr als die alltägliche Pendel-Routine möchte man mit ihm dann doch nicht unbedingt in Angriff nehmen.

Außerdem bringt der Renault als Einziger das Kunststück fertig, auf dem Arbeitsweg genauso viel zu verbuchen wie auf unserer Testrunde. Wie das geht? Wir spekulieren mal, dass die auf 165 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit und der insgesamt recht kurz ausgelegte fünfte Gang hier die Unterschiede verwischen. Am Ende stehen wegen des verhältnismäßig günstigen Preises von 13 290 Euro dennoch sehr gute 24 Cent pro Kilometer auf der Rechnung. Nur der Mitsubishi belastet unser Budget noch weniger, ist aber lange nicht so speziell wie der Twingo.

Technische Daten

Motor DreizylinderMotor Dreizylinder, Turbo, hinten quer Hubraum 898 cm Leistung 68 kW (93 PS) bei 5500/ min • max. Drehmoment 135 Nm bei 2500/min • Antrieb Hinterradantrieb / Fünfganggetriebe • Länge/ Breite/Höhe 3615/1646/1541 mm Leergewicht 1015 kg • Zuladung 350 kg • Kofferraum 188980 l 0–100 km/h 11,1 s Spitze 165 km/h

Neupreis 13290 EuroPendler-Verbrauch 5,1 l/100 kmRestwert 5050 Euro

Vordere Haube per Schlüssel zu verriegeln, darunter Zugang zu Wischwasser & Co


KOSTEN24 Cent/km

Alles eine Frage des Preises: Wer einfach nur trocken und günstig zur Arbeit kommen will, liegt bei Mitsubishi und Renault richtig. Wer etwas mehr Luxus möchte, wird bei Mercedes und Toyota fündig. Zwischen diesen „Extremen” bieten Ford, Opel, Hyundai, Honda, VW und Seat gute Alternativen für (fast) jede

Mitsubishi Space Star 1.0

EINFACH GESTRICKT – UND DESHALB SO GÜNSTIG

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DIESER GEIZ IST TATSÄCHLICH GEIL. Klar, der Space Star verlangt von seinen Usern eine gewisse Kompromissbereitschaft. Er federt zum Beispiel nicht so geschliffen wie seine zumeist kompakten Mitstreiter, wirkt dünnblechig und von einfacher Machart, zwingt seine Gäste wegen der überschaubaren Länge von 3,80 Meter (nur der Twingo ist noch kürzer) frühzeitig zum Kuscheln. Und trotz bescheidener 940 Kilo Leergewicht fährt er mit seinen 71 PS hoffnungslos hinterher. Doch das fällt a) auf dem Weg ins Büro nicht so stark ins Gewicht und gerät b) beim Blick aufs Preisschild spontan in den Hintergrund. Da stehen nämlich verlockende 9990 Euro. Trotz des prozentual geringen Restwerts von 36,5 Prozent stehen nach vier Jahren und 100 000 Kilometern so nur 6340 Euro als absoluter Wertverlust im Haushaltsbuch. Weniger Geld verbrennt hier keiner. Und weil der Space Star im Berufsverkehr mit 4,5 Litern alle 100 Kilometer auch noch vorbildlich sparsam unterwegs ist (Pendler-Verbrauch 4,5 l/100 km), belastet er unser Konto pro Kilometer nur mit 21 Cent. Geiziger kann es hier keiner.

Technische Daten

Motor Dreizylinder, vorn quer • Hubraum 999 cm • Leistung 52 kW (71 PS) bei 6000/min max. Drehmoment 88 Nm bei 5000/min • Antrieb Vorderradantrieb / Fünfganggetriebe • Länge/ Breite/Höhe 3795/1665/1505 mm Leergewicht 940 kg • Zuladung 350 kg • Kofferraum 235912 l 0–100 km/h 16,7 s Spitze 173 km/h

Neupreis 9990 EuroPendler-Verbrauch 4,5 l/100 kmRestwert 3650 Euro

Grundversorgung: klares Cockpit mit einfachen Materialien und ohne viel Schnickschnack


KOSTEN21 Cent/km