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„So trägt man ein Baby nicht“„Ihr Kind ist nicht warm genug angezogen“Schluss mit dem „Mama-Mobbing“


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 42/2018 vom 12.10.2018

Kaum ist man Mutter, hagelt es im Alltag Kommentare, Ratschläge, Urteile – oft von Wildfremden. Auch diese drei Frauen können davon erzählen


Es sind Zahlen, die nachdenklich machen: Eine Studie im Auftrag des Herstellers von Bio-Babynahrung „Löwenzahn Organics“ hat ergeben, dass 77 Prozent der befragten Mütter schon einmal für den Umgang mit ihrem Kind kritisiert wurden. Die Folge: Über die Hälfte von ihnen fühlte sich deswegen schon mal niedergeschlagen, als schlechte Mutter. Klar, man muss etwas sagen, wenn jemand grob zu seinem Nachwuchs ist. Aber ...

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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 42/2018

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... sonst: Freuen sich Mütter über Verständnis. Und wir uns alle über mehr Solidarität mit Mamas und unter Mamas! Hier drei junge Mütter und was sie in den letzten Monaten erlebt haben.

Sitzt, wackelt und hat Luft: Rokko im fest geknoteten Tuch seiner Mutter


■ Seit der Geburt von Rokko trägt Sunarie Servais ihn in einem Tragetuch vor ihrer Brust. „Das fühlt sich für mich und für ihn an wie eine Umarmung. Und es beruhigt ihn auch immer sehr schnell“, erzählt Sunarie. Heute ist das Binden für sie das Normalste der Welt, doch kurz nach der Geburt war sie noch schnell zu verunsichern. Auf der Straße wurde sie damals von einer anderen Mama regelrecht angegriffen. „Sie guckte mich erst schief an, sagte, Oh Gott, ich muss das mal richten!‘, dann fing sie an, an meinem Tuch zu ziehen“, erzählt Sunarie.

Carmen (37), Gründerin von „Löwenzahn Organics“ und Mama von Maria (8), Fritz (5) und Johann (7 Monate):

„Zum Stillen wurde ich weggeschickt“

Kind Nummer drei hatte Hunger – und provozierte damit einen Museums-Aufseher


■ Ihr Sohn ist wenige Wochen alt, als Carmen Lazos-Wilmking ins Museum geht. Weil der Kleine vor Hunger schreit, setzt sich die Unternehmerin zum Stillen abseits auf einen Stuhl. „Dann ist ein Mann gekommen und hat schroff gesagt, dass ich das hier nicht darf“, erzählt Carmen. „Ich war verunsichert, habe mich entschuldigt und bin gegangen. Dabei waren um mich herum lauter Skulpturen nackter Frauen, von mir aber höchstens der Brustansatz zu sehen.“ Zu Hause ärgert sich Carmen, dass sie sich nicht gewehrt hat. „Es kann ja sein, dass das Stillen verboten war. Aber es kommt auch darauf an, wie man es sagt. Dieser Mann war richtig unfreundlich. Warum nur? Stillen ist das natürlichste der Welt und ich habe niemandem etwas getan.“

Daya (31), Bloggerin und Mama von Henry (12 Monate):

„Im Fitness-Studio gab’s fiese Kommentare.“

Noch schwanger machte Daya nur sanfte Übungen. Heute gibt sie mit Henry wieder Vollgas


Texte: Cécile Hoeborn, Hella Hoofdmann; Fotos: Andreas Friese, Ulrike Schacht, Marion Vogel

■ Sport gehört für Daya Paterek einfach zum Leben. Bewegung macht sie glücklich und ausgeglichen. Auch in der Schwangerschaft geht sie regelmäßig ins Fitness-Studio. „Immer wieder haben mich dann völlig fremde Männer und Frauen empört angesprochen“, sagt die Bloggerin (muttimachmal). „, Das gehört sich nicht‘ war noch einer der freundlicheren Kommentare. Andere sagten:, Wenn du eine Fehlgeburt hast, bist du selbst schuld.‘“ Daya trifft das tief. In der Umkleidekabine fließen Tränen. Denn was keiner weiß: Die Regensburgerin hat über drei Jahre versucht, schwanger zu werden. Und würde niemals das Leben ihres ungeborenen Kindes aufs Spiel setzen. „Deshalb habe ich erst im vierten Monat vorsichtig wieder mit dem Sport begonnen und auch nur Arme, Beine und Rücken trainiert“, sagt Daya. „Noch dazu mit viel weniger Gewicht als sonst. Ich hätte mir gewünscht, die Leute hätten nach den Hintergründen gefragt, statt mich gedankenlos mit ihren Worten zu verletzen.“