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SO WIRD DER JANUAR VEGAN


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Vegan für mich - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 01.12.2021

Veganuary

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Bildquelle: Vegan für mich, Ausgabe 8/2021

Revolution im Supermarkt: Immer mehr Menschen lassen sich vom Veganuary inspirieren ? und das keineswegs nur im Januar. Jahr für Jahr verzeichnet der Veganuary neue Rekord-Teilnahmezahlen

Deutsche TV-Bekanntheiten wie Hannes Jaenicke und Anne Menden, der Youtuber Rezo, Beatles-Legende Paul McCartney und viele weitere Promis rufen zur Teilnahme am „Veganuary“ auf: Die Kampagne der gleichnamigen Non- Profit-Organisation will Menschen dazu animieren, sich im Januar – und darüber hinaus – rein pflanzlich zu ernähren. „Eine vegane Ernährung ist eine der effektivsten Maßnahmen, um die Umwelt zu schützen, Tierleid zu vermeiden, den Klimawandel aufzuhalten und die Gesundheit von Millionen Menschen zu verbessern“, argumentieren die Initiatoren. Das Wichtigste: Es soll Spaß machen, auf rein pflanzliche Kost umzusteigen. Das Interesse daran ist groß. „Allein im vergangenen Veganuary haben sich mehr als 582.000 Menschen angemeldet. Und laut Marktforschungsstudie können es sogar bis zu 10-mal so viele gewesen sein, die insgesamt mitgemacht haben, also mehr als 5 Millionen Menschen“, ...

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... sagt Dr. Katharina Weiss-Tuider, Leiterin von Veganuary Deutschland. Vor allem drei Gründe sind den Teilnehmenden wichtig: Tiere, Umwelt und Gesundheit.

GESELLSCHAFT IM UMBRUCH, TIERLEID IM FOKUS

Tierleid vermeiden, tierische Lebensmittel durch pflanzliche austauschen: Dieser Wunsch wird immer mehr zum kollektiven Willen einer Gesellschaft im Umbruch, und die Medien tragen zum Umdenken bei. Hühner oder Schweine in industriellen Anlagen, die niemals frische Luft atmen oder auf Gras laufen werden, machen die Verbindung von Massentierhaltung und Konsum auch Nicht- Veganern bewusst. Den direkten Zusammenhang dieses Elends zum Schnitzel, aber auch zu Milch- und Eiprodukten zu verdeutlichen und die immer größere Vielfalt an pflanzlichen Alternativen vor Augen zu führen, ist die Aufgabe der Veganuary-Bewegung – für eine bessere Welt, aber auch für ein besseres Gewissen.

31 TAGE DIE VOLLE UNTERSTÜTZUNG – GRATIS

Mitmachen ist einfach: Auf der Website www.veganuary.com/de oben rechts den Button „Jetzt mitmachen“ anklicken, und schon läuft die Anmeldung zur Veganuary-Kampagne, und schon geht’s los – und zwar zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr, nicht etwa nur Anfang Januar. Wer sich also wann auch immer angemeldet hat, erhält dann 31 Tage lang Gratis-Mails mit Infos zu veganen Rezepten, Ernährungsplänen, Einkaufstipps, Hinweisen zur optimalen Nährstoffversorgung etwa mit Proteinen, Kalzium und Eisen und vieles mehr. Auch ein Promi-Kochbuch steht zur Verfügung. In der Ausgabe 2021 verrieten Promis wie Moderatorin und Model Ariane Sommer, Schauspieler Joaquin Phoenix, „Mr. Universum“ Ralf Moeller und Schauspielerin Anne Menden ihre liebsten Gerichte.

Wichtig: Viele Unternehmen der Lebensmittelbranche ziehen mittlerweile mit, auch etliche „Big Player“, und die Veganuary-Organisation arbeitet gezielt mit diesen zusammen. Immer mit dem Ziel, einen Wandel bei Unternehmen und deren Klientel hin zu mehr veganen Produkten voranzutreiben und eine globale Bewegung zu schaffen, die sich für nachhaltige Ernährungsentscheidungen einsetzt. „Allein in Deutschland haben im Veganuary 2021 mehr als 170 Unternehmen mitgemacht. Es gab zahlreiche neue vegane Produkte. Auch in großen Supermärkten und Discountern gab es spezielle Aktionen mit veganen Angeboten. Restaurants und Lieferdienste haben vegane Gerichte auf die Karte gesetzt“, sagt Dr. Katharina Weiss-Tuider.

VIELE GROSSE ANBIETER MACHEN MIT

Und es ist kein Geheimnis: Das vegane Angebot entwickelt sich von Januar zu Januar geradezu explosionsartig, und mit der Vielfalt wächst auch die Qualität – reine Pflanzenkost wir immer einfacher und schlichtweg immer besser. Zu den Highlights 2021 zählte die Kam- pagne u. a. Produktneuheiten bei den Discountern Aldi, Lidl und Penny, das „Meatless Chicken Teriyaki“ und den „Vegan Double Chocolate Cookie“ von Subway, zwei neue vegane Gerichte bei IKEA, den „Veganuary Burger“ von Burgerheart, den „Green Oat Burger“ von Call a Pizza sowie das „Vegan Sea Salt Caramel“ von Magnum. Die Zusammenarbeit von Veganuary mit Unternehmen beschränkt sich aber nicht nur auf Produktkooperationen – die Organisation ermutigt sie auch, im Januar eine Veganuary Workplace Challenge durchzuführen. Im Januar 2021 waren u.a. Lieferando, Aldi Nord und Süd, Rossmann, Ernst & Young, Nestlé, Unilever und Aveda dabei und ermunterten ihre Arbeitskräfte, im Januar vegane Ernährung auszuprobieren. Auch in den Kantinen wurden vegane Optionen vermehrt angeboten.

IN VIELEN TEILEN DER WELT AUF DEM VORMARSCH

Seit ihrem Anfang im Jahr 2014 in Großbritannien ist die Veganuary- Kampagne immer größer geworden, und das weltweit. Heute findet der Veganuary beinahe überall auf der Welt statt, nicht nur in Deutschland (seit 2020) und vielen weiteren Ländern Europas, sondern auch in Nordund Südamerika und in vielen Teilen Asiens wie etwa Indien. Jedes Jahr werden es mehr Menschen in mehr Ländern. „Diese Größendimension spiegelt den Erfolg wider, den sich alle wünschen, die sich aus den vielen verschiedenen Gründen für eine pflanzliche Ernährung entscheiden, ob für die Tiere, die Gesundheit oder für das Klima und den Planeten“, so Dr. Katharina Weiss-Tuider. Vegan sei nicht mehr Nische und auch nicht mehr Trend, sondern Mainstream.

BESTE EINZELMASSNAHME FÜR DEN KLIMASCHUTZ

Immer mehr rücken Wasserknappheit und Bodenerosion, Luftverschmutzung und Klimawandel in den Fokus der globalen Wahrnehmung. Die Landwirtschaft mit intensiver Tierhaltung gilt dabei als einer der wichtigsten Verursacher klimaschädlicher Gase. Dagegen leistet die Pflanzenkost einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Eine Studie der Universität Oxford kam zu dem Ergebnis – veröffentlicht schon 2018 in der Fachzeitschrift „Science“ –, dass vegane Ernährung die „beste Einzelmaßnahme“ zum Schutz des Klimas sei. Die Forscher fanden heraus, dass auch tierische Produkte mit einer relativ guten Ökobilanz von pflanzlichen Produkten in puncto Klimafreundlichkeit übertroffen werden. Genau dort setzt die Veganuar y-Kampagne an. „Unsere Vision ist einfach: Wir wollen eine vegane Welt. Eine Welt ohne indust- rielle Tierhaltung und Schlachthöfe. Eine Welt, in der die Nahrungsmittelproduktion keine Wälder zerstört, Flüsse und Ozeane verschmutzt, den Klimawandel verschärft und zum Aussterben von Wildtierpopulationen beiträgt“, sagt Veganuary- Geschäftsführerin Ria Rehberg – siehe auch Interview in unserer Ausgabe 7/21 oder auf unserer Website: www.vegan-fuer-mich.de/ ria-rehberg-veganuary

Fortsetzung: Interview Seite 14

Veganuary-Rezept: Kartoffel-Lauch- Suppe mit Erbsen

Für 1 Person

1 TL Olivenöl

• ½ Stange Lauch, in Ringe geschnitten

• 1 Selleriestange, klein geschnitten

• 1 Knoblauchzehe, gepresst

• 1 mittelgroße Kartoffel, gewürfel

• 70 g / 1 Tasse Cannellini-Bohnen aus der Dose

100 g / 1 Tasse grüne Erbsen (TK oder frisch)

• ½ Karotte, gewürfelt

• 1 TL Gemüsebouillon oder ½ Gemüsebrühwürfel

• 2 EL Leinöl 

• Optional: Vollkornbrot als Beilage, geröstete Brotwürfel als Topping

1. Öl in einer Pfanne erhitzen und Porree, Sellerie und Knoblauch für 5 Min. darin anbraten.

2. Kartoffeln, Cannellini-Bohnen, Erbsen, Karotten und 700 ml Wasser hinzugeben.

3. Zugedeckt zum Kochen bringen, dann die Bouillon oder den Brühwürfel dazugeben.

4. Für 15 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Kartoffelwürfel weich sind.