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SOCIAL MEDIA NEWS: REVOLUTION BEI facebook


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 10.05.2019

„ Die Zukunft wird privat“, verspricht Mark Zuckerberg auf seiner Entwicklermesse. Und verkündet nicht weniger als denTotalumbau von Facebook .


Artikelbild für den Artikel "SOCIAL MEDIA NEWS: REVOLUTION BEI facebook" aus der Ausgabe 11/2019 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 11/2019

Lockeres Design, mehr Platz für Stories, Stärkung für Gruppen – so sieht das neue Facebook aus.


„Secret Crush“, die neue Dating-Funktion von Facebook. Nur was für Nutzer, die Zuckerbergs Versprechen über die private Zukunft glauben.


Datenskandale, Überalterung, Katzenbilder: So langsam wirkt Facebook ein wenig ausgelutscht und für junge Menschen zunehmend unattraktiv. Zwar meldete der Konzern kürzlich noch ein Mitgliederwachstum, doch er muss sich anstrengen, ...

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... wenn Facebook in Zukunft attraktiv bleiben soll. Die erste Maßnahme: Chef Mark Zuckerberg verkündete auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz F8 den Totalumbau des sozialen Netzwerks.

Reaktion auf die Datenskandale

Solche Ankündigungen sind zwar nichts Neues, doch diesmal schienen die Pläne deutlich konkreter. Wohl als Reaktion auf die Datenskandale der vergangenen Monate betonten die FacebookVerantwortlichen immer wieder „The future is private“.

Im Selbstverständnis des Konzern bedeutet diese „private Zukunft“: Facebook ist der öffentliche Marktplatz, auf dem die Mitglieder sich darstellen, während sie für wirklich wichtige private Unterhaltungen mit Freunden WhatsApp und den Messenger nutzen.

Viele Messenger, eine Plattform

Um das Konzept mit Leben zu füllen, kündigte Facebook denn auch an, dass der Messenger Nachrichten künftig standardmäßig verschlüsselt, bisher mussten das Nutzer selbst einstellen. Zudem sollen Daten nicht mehr dauerhaft gespeichert werden. Dem Trend zu mehr Sicherheit und Privatsphäre folgt auch eine Funktion in der aktuellen BetaVersion von WhatsApp: Erst nach dem Scan des hinterlegten Fingerabdrucks gewährt die App Zugriff auf bestimmte Chats.

Zudem verspricht der Konzern mehr Flexibilität. So wird es künftig möglich sein, per WhatsApp Freunden zu schreiben, die nur den Facebook Messenger nutzen, und umgekehrt. Facebook nennt das „Interoperabilität“ und will auch Instagram einschließen: Der beste Freund postet dort ein neues Bild? Das erfährt der Nutzer im Messenger, von dem er direkt die Familie bei WhatsApp anruft – was logisch klingt, ist technisch so schwierig umzusetzen wie die flüssige Aussprache von „Interoperabilität“. „Einige Jahre“, so Zuckerberg, werde das dauern.

Neues Design für Facebook

Doch der Konzern will sich nicht nur auf den Messenger und WhatsApp konzentrieren, sondern auch Facebook attraktiver machen. Schon in den kommenden Monaten wird’s moderner, weniger „Facebookblau“, dafür kommt mehr Weiß. Die bei Instagram so beliebten Stories sollen künftig auch bei Facebook stärker in den Vordergrund treten.

Spannend sind die neuen Funktionen: Zahlungen auf dem OnlineMarktplatz Facebook Marketplace klappen künftig direkt über Facebook. Zudem gibt’s eine DatingFunktion. Wer für jemanden in seiner Freundesliste schwärmt, muss sich jetzt nicht mehr aus der Deckung wagen und die Person direkt ansprechen. Facebook orientiert sich bei der FlirtApp Tinder und will Freunde zu Paaren machen. „Secret Crush“ heißt die Funktion, mit der man den geheimen Schwarm mar kieren kann. Tut der Schwarm das ebenfalls, gibt’s ein „Match“, und beide werden informiert. Aber bevor sich heimlich Verliebte zu früh freuen: Die Funktion kommt vorerst nicht nach Europa.

Wer Facebook vor allem für den Austausch mit Gleichgesinnten in Gruppen nutzt, kann dagegen auch hierzulande bald Neues erwarten: Per Klick soll der gesamte Feed dann aus den Beiträgen der abonnierten Gruppen bestehen. Schon jetzt, so Zuckerberg, nutzen mehr als 400 Millionen Facebook-Mitglieder auch die Möglichkeiten von Gruppen.

Einkaufen bei Instagram

Auch Instagram soll sich weiterentwickeln – und als wichtiger Influencer-Kanal bald auch zu einem riesigen Einkaufsladen mausern. Die angepriesenen Artikel werden Interessenten dann direkt kaufen können. Eine neue Konkurrenz für Amazon? Wohl nicht, sondern eher ein zusätzlicher Verkaufskanal.

Da war ja noch was …

Richtig: Facebook baut ja auch Hardware, wenn auch nicht übermäßig erfolgreich. Selbst wenn sie einige Kritiker als „Rohrkrepierer“ schmähen, sollen die smarten Lautsprecher samt Bildschirm namens Facebook Portal und Portal+ bald weltweit erhältlich sein. Und bei der Entwicklung seiner neuen VRBrille Oculus Rift S hat Facebook den Rotstift nicht gerade gekonnt angesetzt – siehe Test Seite 68. Ebenfalls neu ist die kabellose Oculus Quest, die keine externen Sensoren mehr benötigt und die Bedienung erleichtert. Beide Brillen kommen im Mai für rund 450 Euro.

Fehlt nur noch: der Glaube

Die angekündigten Veränderungen an den wichtigen Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram sind umfassend wie schon lange nicht mehr und scheinen logisch. So gesehen werden die meisten Nutzer diese Schritte mitgehen.

Aber wird die (Facebook-)Zukunft wirklich so privat, wie Zuckerberg es verkündet? Wahrscheinlicher ist, dass sie so privat wird, wie es Facebooks wirtschaftliche Interessen erlauben. Denn auch wenn Zuckerberg anderes behauptet: Facebook ist kein Wohltätigkeitsverein, das Geschäftsmodell basiert auf der umfassenden Auswertung der Daten seiner Mitglieder.

WAS SONST NOCH SO PASSIERTE

Krise beendet?
Der Dienst meldet nach drei schlappen Quartalen wieder mehr Nutzer. Der Umbau mit dem Fokus auf Erwachsene trägt offenbar Früchte, die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. Snapchat hatte sich vor Kurzem für andere Dienste geöffnet. So lassen sich Snapchat-Stories in anderen Apps anzeigen, zum Beispiel in Tinder.

Facebook muss blechen
Fast kein Tag ohne Facebook-Datenskandal: Vor Kurzem kündigte die US-Handelsbehörde FTC eine Strafzahlung für die unerlaubte Datenweitergabe an Cambridge Analytica an. Facebook rechnet mit einer saftigen Strafe und hat bereits 2,69 Milliarden Euro zurückgelegt. Gewinne und Nutzerzahlen steigen unterdessen weiter.

Frischer Anstrich
Twitter soll in der Desktop-Variante einen neuen Look bekommen. Auf ein Design hat sich der Dienst noch nicht festgelegt, sondern experimentiert mit mehreren Varianten. Endgültig will sich Twitter erst entscheiden, wenn genug Rückmeldungen von Nutzern vorliegen und klar ist, was am besten ankommt.