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Sockelleisten :Mit der Leiste heizen


IKZ Praxis - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 08.03.2019

Energieeffiziente Heizleisten sorgen mit Strahlungswärme für ein gesundes und angenehmes Raumklima


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Bildquelle: IKZ Praxis, Ausgabe 3/2019

Die Sockelleistenheizung von Sokotherm erlaubt Möbel direkt an der Wand aufzustellen. Ein Mindestabstand sei dabei nicht einzuhalten.


Sockelleistenheizungen in Räumen, die als wasserführende und als Elektro-Systeme angeboten werden, erwärmen Wände und vorhandene Gegenstände. Die Heizleisten bewirken damit nicht nur eine gleichmäßige Wärmeverteilung, sondern verhindern auch Schimmelbildung an den Wänden und Staubaufwirbelungen.

Eine typische Sockelleistenheizung. Diese Variante von Sokotherm erreicht eine ...

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... Leistung von 200 W/m bei einer Vorlauftemperatur von 70 °C.


Bild: Sokotherm

Sockelleistenheizungen unterscheiden sich nicht nur äußerlich von einem klassischen Heizkörper, sondern auch durch das Raumerwärmungsprinzip. Bei Heizleisten erfolgt die hauptsächliche Wärmeabgabe so: Die warme Luft steigt entlang der Wand nach oben. Kälte(strahlung) des Mauerwerks wird abgeschirmt. Daher werden die Heizleisten nach Möglichkeit in einem Raum durchgängig entlang der Außenwände montiert.

Das Mauerwerk, an dem die warme Luft nach oben steigt, wird zum Wärmespender. Wärmepolster unter der Decke entstehen nicht. Zudem verringert sich die natürliche Luft bewegung, weshalb eine Staubverschwelung unterbunden wird. Weil die Sockelleistenheizung kalte Wandbereiche oberfl ächennah erwärmt, bildet sich darüber hinaus ein thermischer Schimmelschutz aus. Und schließlich lässt sich mit einer vor gro ßen Fenstern eingebauten Heizleiste dem Gefühl abstrahlender Kälte bei niedrigen Außentemperaturen vorbeugen.

Sockelheizleisten im Detail

Heizleisten setzten sich aus jeweils einem Rohr für den Vorund Rücklauf sowie aufgepressten oder aufgelöteten Wärmeleitlamellen zusammen. So bietet der Hersteller rhtec mit „cuprotec“ Heizleisten (Kupferrohr, 15 mm Durchmesser) in Längen zwischen 500 mm und 3000 mm an. Die aufgepressten Wärmeleitlamellen aus Aluminium haben die Maße 50 × 100 mm.

Auch die wasserführenden Heizleisten des Herstellers Energycom verfügen über aufgepresste Wärmeleitlamellen. Angeboten werden acht StandardHeizleisten mit Höhen von 150 mm bis 290 mm, Tiefen von 30 mm bis 60 mm und einer Länge von 2500 mm. Diese lassen sich an das WarmwasserHeizsystem einseitig, beidseitig oder wechselseitig anschließen. Für das Zweirohrsystem nutzt der Hersteller handelsübliche Kupferrohre (15 mm Durchmesser), auf die ein Heizregister aus trapezförmigen Kupferlamellen mit 0,2 mm Stärke aufgepresst ist. Warum Energycom auch bei den Lamellen auf den vergleichsweise höherpreisigen Werkstoff Kupfer setzt, begründet das Unternehmen mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit, was zu einer höheren Heizleistung führe.

Der Anbieter Variotherm verwendet für seine Sockelleisten Kupferrohr mit 18 mm Durchmesser. Die 2500 mm langen Heizelemente lassen sich individuell ablängen. Um eine Verbindung herzustellen, lassen sich die Lamellen „mit etwas Kraft aufwand“ verschieben. Die Heizleisten des Herstellers Sokotherm basieren auf einem stranggezogenen, 6000 mm langen Aluminiumprofi l.

Diese Heizleisten lassen sich auf Wunsch mit einer LEDBeleuchtung ausstatten. Erhältlich ist die Sockelleistenheizung mit einem Baumaß von 105 mm Höhe und 30 mm Tiefe inkl. Wandund Bodenabstand.

Behagliche Wärme

Die von den erwärmten Wänden abgegebene, langwellige infrarote Strahlungswärme wird als besonders angenehm empfunden, weil diese der körpereigenen Wärme entspricht. Zugleich kommen Räume im Vergleich zu konvektiven Heizungen mit einer etwa 2 °C geringeren Raumlufttemperatur aus. Nimmt man alle Vorteile zusammen, kommt Sokotherm auf einen reduzierten Energieverbrauch von 30 %. Während die ideale Vorlauftemperatur für den Betrieb von Heizleisten zwischen 50 bis 55 °C liegt, lässt sich eine Sockelleistenheizung auch mit jedem Niedertemperatursystem betreiben. Die Vorlauftemperatur kann umso geringer gewählt werden, je vollständiger sich ein Raumumlauf mit den Sockelleistenheizungen verwirklichen lässt.

Bei einem Raumwärmebedarf von über 2000 W ist die Aufteilung in mehrere Heizkreise sinnvoll, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten. Indessen entsteht Behaglichkeit nicht allein durch eine bestimmte Raumtemperatur. Ebenso wichtig ist die Temperatur aller im Raum befindlichen Flächen, da die empfundene Temperatur etwa dem arithmetischen Mittel aus beidem entspricht (Raumtemperatur und Oberflächentemperatur). Sobald in großen Räumen eine höhere Heizleistung erforderlich ist, können Heizleisten mittels entsprechender Rohrhalter auch nebeneinander montiert werden. Dagegen macht es wenig Sinn, Heizleisten übereinander zu montieren. Bei dieser Konstruktion würde die warme Luft lediglich von einem Heizelement in das nächste strömen, ohne sich nennenswert weiter zu erwärmen.

Regulieren lassen sich die Sockelleistenheizungen mittels klassischem Raumthermostat, elektronischer oder funkbasierter Steuerung mit Raumfühler und per Hausautomation mit dem Smartphone oder Tablet.

Die Sockelleistenheizung „Klimaboard“ von U.S.H.-Innovationen lässt sich mit einem Thermostatventil direkt an der Sockelleiste oder mit einer Einzelraumregelung regeln.


Die Sokotherm-Sockelleistenheizung ist auch mit integrierter LED-Beleuchtung lieferbar.


Unkomplizierte Montage

Sockelleistenheizungen können im Zweirohrsystem an gängige Heizsysteme angeschlossen und auf jedes erforderliche Maß zugeschnitten werden. Winkel erlauben es ferner, die Heizleisten auch in die Ecken eines Raumes zu führen. Während sich die einzelnen Elemente mit Lötoder Pressfittings verbinden lassen, erfolgt der Anschluss an die Zuleitung je nach Hersteller mittels EdelstahlSteckfittings, Pressfittings oder Lötverbindung.

Universelle Technik

Aufgrund der geringen Einbauhöhe besteht die Möglichkeit, die Heizleisten vor bodentiefen Fenstern oder Terrassentüren als Unterflurkonvektoren in den Boden einzubauen. Die Heizelemente laufen hier mit einem entsprechenden Aufbau in einem Aluminiumschacht. Ist ein Bodeneinbau aus bautechnischen Gründen nicht zu realisieren, können die Heizleisten auch um die Tür oder um das Fenster herumgeführt werden. Eine weitere Option ist der Einsatz einer Vorsatzschale aus Gipskartonplatten. Damit lassen sich die Heizelemente bodennah an den Außenwänden entlangführen. Diese Lösung bietet sich beispielsweise an, wenn Altbauten mit Heizleisten nachgerüstet werden sollen.

Gleichwohl kommen Heizleisten durchaus an Einsatzgrenzen, sobald bei sehr großen Räumen wie etwa einer Kirche nicht nur die Wände temperiert werden sollen, sondern auch der Innenraum. Hier reicht die Strahlungswärme oftmals nicht aus, um die gesamte Fläche zu erwärmen.

Fazit

Sockelheizleisten erlauben es, auffällige Radiatoren einzusparen und Heizkörpernischen zu schließen, um Wandflächen zu gewinnen. Darüber hinaus lassen sich Heizleisten in Nischen oder in großflächige Schränke und Regale integrieren. Jedoch ist hier das ungehinderte Zuund Abströmen der Luft zu gewährleisten. Sollen hohe Möbel entlang der Außenwände aufgestellt werden, ist überwiegend ein Abstand von etwa 8 10 cm zur Wand einzuhalten. Unterdies lassen sich Heizleisten prinzipiell gut in einen Raum integrieren und problemlos nachrüsten. Allerdings ist eine gute Wärmedämmung des Gebäudes erforderlich, damit kein zu großer Anteil der Wärmeenergie nach außen abstrahlt.