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SOFIA in Hamburg


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Sterne und Weltraum - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 18.05.2018

Ich habe heute (3. März 2018) zufällig die fliegende Infrarotsternwarte SOFIA am Flughafen in Hamburg entdeckt. Es wurden dort wohl die Triebwerke auf der Startbahn überprüft. Nach einem dumpfen Knall war der Test dann erst mal zu Ende, und es ging zurück in den Hangar.
HANS-PETER OHRTMANN, HAMBURG-NIENDORF

Herr Ohrtmann hat richtig vermutet: Die Boeing 747SP, die von NASA und DLR als »Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie« betrieben wird, war zur Routinewartung bei der Lufthansa Technik AG in Hamburg. Am Samstag, dem 3. März 2018, haben auf der Piste 05obligatorische Funktionstests der Bremsen und der Lenkung stattgefunden. So kam Herr Ohrtmann zu seinem Schnappschuss. Die Rolltests mussten allerdings nach rund 15Minuten abgebrochen werden, da sich bei Vollgastests und böigem Wind (Böen von bis zu 15Knoten) ein so genannter »Compressor Stall« an einem der vier Triebwerke ereignet hat – begleitet von einem lauten Knall. Dabei kommt es in der Turbine zu einer kurzzeitigen Rückströmung, und das Jettriebwerk »verschluckt « sich, bevor es wieder normal weiterläuft. Mittlerweile ist SOFIA wieder in den USA an seinem normalen Einsatzort in Palmdale, Kalifornien.
DR. DÖRTE MEHLERT, DEUTSCHES SOFIA INSTITUT, UNIVERSITÄT STUTTGART

Eine ausführliche Beschreibung von SOFIA findet sich in SuW 7/2011, S. 43, und neuere Informationen enthalten beispielsweise SuW 1/2016, S. 95, 2/2015, S. 22, und 8/2014, S. 17.

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Bildquelle: Sterne und Weltraum, Ausgabe 6/2018

Hans-Peter Ohrtmann fotografierte am 3. März 2018 zufällig den Jumbojet mit der deutsch-amerikanischen Flugzeugsternwarte SOFIA auf dem Hamburger Rollfeld bei Tests von Lenkung und Bremsen.


Hans-Peter Ohrtmann

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