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Software: Alternative Apps für Windows 10


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 29.11.2019

Windows 10 bringt zwar schon viel Software mit, damit ist aber bei Weitem nicht alles abgedeckt. Auf der Heft-DVD finden Sie Gratis-Programme, die mehr Funktionen bieten und sich teilweise auch besser bedienen lassen.


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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 1/2020


„Open-Source-Anwendungen bieten besseren Datenschutz, mehr Funktionen – und sind oft komfortabler.“


Windows 10 bringt eine passable Softwareausstattung mit, die bereits einen großen Anwendungsbereich umfasst. Es gibt Programme für die Wiedergabe von Musik und Filmen und sogar für den Videoschnitt. Bilder lassen sich ebenfalls betrachten und bearbeiten, eine einfache Textverarbeitung ist ...

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... verfügbar, und natürlich gibt es auch einen Webbrowser und ein E-Mail-Programm. Damit könnte man sich zufriedengeben, wenn es nicht hier und da Mängel und Einschränkungen gäbe. Viele Windows-Apps sind zudem eng mit anderen Microsoft-Angeboten verzahnt. Wer dem Unternehmen vertraut und im Microsoft-Kosmos zu Hause ist, wird das nutzen wollen. Mehr Datenschutz versprechen jedoch Open-Source-Anwendungen und es ist generell eine gute Idee, Software auch von anderen Anbietern zu nutzen: So macht es Diversifizierung Angreifern schwerer, Sicherheitslücken auszunutzen. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel daher alternative und kostenlose Software vor. In vielen Fällen bietet diese auch bessere oder andere Funktionen als die Microsoft-Anwendungen.

1 Frische Webbrowser für Windows 10 installieren

Der Standardbrowser Edge wird in Zukunft für die Darstellung der Webseiten die Open-Source-Software Chromium von Google statt Microsofts Edge-HTML verwenden. Beta-Versionen (www.microsoftedgeinsider.com ) für Windows 7 bis 10 sowie Mac-OS gibt es schon.
Wenn Edge dazukommt, basieren die meisten bekannten Browser auf Chromium. Neben Google Chrome beispielsweise auch Opera (www.opera.com ) und Srware Iron (auf Heft-DVD). Der weltweite Marktanteil von Google Chrome beziehungsweise Chromium liegt bei etwa 69 Prozent. Firefox (auf Heft-DVD) bringt es dagegen nur auf knapp 10 Prozent. Edge und der Internet Explorer liegen weit abgeschlagen auf um die fünf Prozent (Quelle:https://gs.statcounter.com ). In Deutschland ist die Situation mit 44 Prozent Chrome und 25 Prozent Firefox etwas anders. Chrome kann jedoch auch hier die größte Steigerung für sich verbuchen.
Zu den Ursachen gibt es keine tragfähigen Analysen. In Deutschland ist man vielleicht gegenüber Google genauso skeptisch wie gegenüber Microsoft, Firefox hat einen guten Ruf, und über die zahlreichen Add-ons lassen sich nützliche Funktionen nachrüsten. Erweiterungen gibt es jedoch auch für Google Chrome, und zu seinem Erfolg trägt bei, dass der Browser als besonders ressourcenschonender gilt. Wer Google Chrome misstraut, kann auch Srware Iron installieren (auf Heft-DVD). Der Unterbau ist identisch, und Srware verspricht besseren Datenschutz. Es gibt aber keine automatischen Updates, sodass Sie neue Versionen regelmäßig selbst beim Hersteller herunterladen müssen.

2 E-Mails komfortabel empfangen und versenden

Die Microsoft Mail-App kann, was ein EMail-Programm wenigstens können sollte: E-Mails abrufen. Viel mehr aber auch nicht. Immerhin bietet die App bei der Konfigura- tion nicht nur Outlook.com und Microsoft Exchange-Server an, sondern auch Google-Mail, Yahoo, iCloud und beliebige andere POP- oder IMAP-Konten.

Ein bewährtes E-Mail-Programm ist Thunderbird (auf Heft-DVD). Wer das Programm noch nicht kennt, ist mit der Fülle der Funktionen eventuell überfordert und benötigt einige Einarbeitungszeit. So lassen sich beispielsweise Filter definieren, über die Thunderbird Nachrichten auf der Basis von frei konfigurierbaren Regeln in andere Ordner verschiebt, kopiert oder löscht. Das ist zwar praktisch, kann aber dazu führen, das EMails in den Tiefen der Ordnerstruktur verschwinden, wenn man einen Filter unbedacht anwendet. Dafür bietet Thunderbird aber auch größtmögliche Sicherheit. In Nachrichten eingebettete Bilder zeigt das Programm beispielsweise erst an, wenn Sie das bestätigen. Damit ist sichergestellt, dass ein Spam-Versender nicht erfährt, ob Sie die Nachricht geöffnet haben. Vor gefährlichen Anhängen schützt Thunderbird aber genauso wenig wie andere EMail-Programme. Sobald Sie einen Anhang speichern und öffnen, sind Sie selbst für die Sicherheit verantwortlich.

Chrome-Alternative: Wem im Google-Universum unwohl ist, installiert Srware Iron. Der Browser basiert auf Chromium, bietet die gleiche Leistung wie Google Chrome und mehr Datenschutz.


Thunderbird: Das E-Mail-Programm ist mit seinen zahlreichen Funktionen und der Erweiterbarkeit durch Add-ons der Microsoft-App Mail eindeutig überlegen.


3 Textverarbeitungen und umfangreiche Office-Pakete

Wordpad gehört seit Langem zu Windows. Die Windows-10-Version hat Microsoft mit einem Menüband optisch aufgepeppt, außerdem kann das Programm Dateien in den Formaten Office Open XML (Microsoft Office, docx) und Open-Document-Text (Libreoffice, odt) speichern. Wer nur gelegentlich einen Brief verfasst, für den reicht Wordpad aus. Eine Alternative zu Wordpad mit vergleichbarem Funktionsumfang gibt es nicht. Empfehlenswerte Textverabeitungsprogramme spielen in einer anderen Liga. Maximale Kompatibilität und Funktionen, die für Facharbeiten, Bachelor-Arbeiten oder Promotionen ausreichen, bietet Microsoft Office 365. Im Abo kostet das Paket mit Word, Excel, Powerpoint, Outlook, Publisher und Access für ein Jahr und einen PC 69 Euro.
Libre Office (auf Heft-DVD) gibt es dagegen gratis. Das Büropaket bietet einen großen Funktionsumfang, der für die meisten privaten Anwender ausreicht. Enthalten sind die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, das Präsentationsprogramm Impress, das Zeichenprogramm Draw und das Datenbankmodul Base.

Libre Office: Das kostenlose Büropaket zeigt ein eher altbackenes Äußeres. Die Funktionen der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation sind jedoch für die meisten Nutzer und ihren Bedarf völlig ausreichend.


Teracopy: Das Tool verbessert die Kopiergeschwindigkeit durch intelligenten Dateitransfer erheblich. Kopieraufträge arbeitet es nacheinander ab, und ein Vorgang lässt sich pausieren.


Die Bedienung über Menüs erinnert an Microsoft Office 2003. Microsoft Office 365 sieht im Vergleich moderner aus, auch wenn die Bedienung über das Menüband nicht nach jedermanns Geschmack ist. Komfortfunktionen wie „Designs“ mit Live-Vorschau im aktuellen Dokument gibt es in Libre Office Writer nicht, und der Tabellenkalkulation fehlen etliche Rechenoptionen. Wer gelegentlich einen Brief verfasst, wird in Libre Office kaum etwas vermissen. Probleme sind zu erwarten, wenn Sie häufig Dokumente mit Nutzern von Microsoft Office austauschen müssen. Die Übernahme aller Formatierungen ist vor allem bei komplexeren Dokumenten nicht garantiert.
Mehr Kompatibilität zu Microsoft Produkten verspricht Softmaker Office (www.softmaker.de ). Die Importfilter sind recht gut, wenn auch nicht perfekt. Wer das ausprobieren möchte, kann sich bei Softmaker eine kostenlose 30-Tage-Demo herunterladen. Die Vollversion Softmaker Office Standard 2018 kostet 69,95 Euro. Für 99,95 Euro gibt es Softmaker Office Professional 2018, das mit dem Duden Korrektor eine besonders leistungsfähige Rechtschreibprüfung enthält. Außerdem können Sie die Gratis-Version Free Office (auf Heft-DVD) nutzen, die fast alle Funktionen der Kaufversion bietet. Unterschiede gibt es nur bei Kleinigkeiten, wozu allerdings auch die Rechtschreibprüfung zählt (siehewww.freeoffice.com/de/Vergleich ).

4 Einfache Textdateien öffnen und bearbeiten

Ein Texteditor öffnet und speichert Dateien im reinen Textformat ohne Formatierungen. Er kommt vor allem zum Einsatz, wenn Sie Konfigurationsdateien, Batch- oder Powershell-Skripte bearbeiten und erstellen oder Log-Dateien betrachten wollen. Der Editor Notepad aus dem Lieferumfang von Windows 10 bietet nur die nötigsten Funktionen. Wer sich mehr wünscht, sollte sich Notepad++ (auf Heft-DVD) ansehen. Mehrere Textdateien lassen sich jeweils in eigenen Tabs öffnen und bearbeiten. Standardmäßig speichert Notepad++ die Sitzung automatisch. Auch ungespeicherte Tabs und Inhalte bleiben daher erhalten, wenn Sie das Programm schließen. Das ist nützlich, wenn man Notepad++ beispielsweise für Notizen nutzt, die man nicht unbedingt in einer Datei speichern will. Für Programmierer bietet das Programm Syntaxhervorhebung, was die Orientierung im Quelltext erleichtert.
Für die Automatisierung lassen sich Makros aufzeichnen, die Suche findet Wörter nicht nur in allen geöffneten Dateien, sondern bei Bedarf auch auf der Festplatte, und das Programm lässt sich mit Plug- ins erweitern. Notepad++ erstellt bei der Installation im Windows-Explorer den Kontextmenüeintrag „Edit with Notepad++“, über den sich Textdateien schnell öffnen lassen.

Notepad++: Die Darstellung von Textdateien in Tabs statt in mehreren Fenstern erhöht den Bedienkomfort erheblich. Das Programm speichert Sitzungen automatisch, sodass keine Inhalte verloren gehen.


5 Funktionen des Windows-Explorers verbessern

Wer Dateien öffnen, umbenennen oder kopieren möchte, benötigt einen Dateimanager. Dafür ist auch unter Windows 10 der Windows-Explorer vorinstalliert. Hier gibt es ein paar Detailverbesserungen, beispielsweise ein Menüband, das abhängig vom gerade gewählten Objekt, einen schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen ermöglicht. Eher halbherzig ist dagegen der Kopieren/Verschieben-Dialog umgesetzt. Der bietet inzwischen eine ansprechende Fortschrittsanzeige, und die jeweilige Aktion lässt sich pausieren. Mehrere Kopiervorgänge gleichzeitig auf die gleiche Festplatte laufen insgesamt langsamer ab, als wenn Sie die Dateien nacheinander kopieren.

Everything: Das Suchtool findet Order und Dateien in Bruchteilen von Sekunden. Dank Überwachung werden auch neueste Dateien gefunden.


Free Commander XE: Wer die Zweifensterdarstellung bevorzugt, wird mit dem Dateimanager zufrieden sein. Das Tool bietet zudem nützliche Zusatzfunktionen.


Die Alternative Teracopy (auf Heft-DVD) ist effizienter. Es arbeitet Kopier- oder Verschiebeaufträge nach der Reihenfolge des Eingangs ab. Dadurch erfolgt die Übertragung schneller. Der Dialog von Teracopy zeigt Schaltflächen wie „Pause“ oder „Stopp“ wie der Windows-Explorer. Der Unterschied zeigt sich, wenn Sie einen zweiten Kopiervorgang starten. Dann dockt ein weiterer Dialog an, der jedoch noch nichts kopiert. Erst wenn der erste Kopiervorgang abgeschlossen ist, startet der zweite automatisch. Davon gibt es jedoch Ausnahmen. Haben Dateien denselben Zielordner, hängt Teracopy die zusätzlichen Dateien einfach an die Kopierliste an. Handelt es sich nur um wenige kleine Dateien, startet der Kopiervorgang sofort. Sie können außerdem jederzeit einen Kopierjob pausieren und einen anderen starten.
Suchfunktion im Windows-Explorer: Über das Suchfeld, rechts oben im Fenster, können Sie im aktuellen Ordner nach Dateioder Ordnernamen suchen. Wenn der Ordner zu den indizierten Orten gehört (siehe „Indizierungsoptionen“ in der Systemsteuerung), findet Windows bei vielen Dateitypen auch Dateiinhalte. Sie können grundsätzlich alle Order in den Suchindex aufnehmen, was die Suche jedoch verlangsamt (siehe „Einstellungen –› Suche –› Windows durchsuchen“).
Das Tool Everything (auf Heft-DVD) liefert Ergebnisse von allen NTFS-formatierten Festplatten dagegen blitzschnell. Es überwacht im Hintergrund Änderungen im Dateisystem und findet auf diese Weise auch gerade erst erstellte Dateien sofort. In Dateiinhalten kann Everything allerdings nicht suchen.

6 Windows-Explorer durch anderen Dateimanager ersetzen

Wer möchte, kann auch auf einen anderen Dateimanager umsteigen, beispielsweise den kostenlosen Free Commander XE (auf Heft-DVD). Das Programm bietet eine Zweifensterdarstellung, und unterschiedliche Ordner lassen sich in Tabs darstellen. Sie haben dann zwei Ordner gleichzeitig im Blick, was für mehr Bequemlichkeit beim Kopieren oder Verschieben sorgt. Über die Tabs schalten Sie schnell zwischen den gewünschten Ordnern um.
Free Commander XE bietet zahlreiche Komfortfunktionen. Sie können Prüfsummen für Dateien berechnen oder verifizieren, ZIP-Archive entpacken oder packen (auch mit Passwort) und Verbindungen zu FTP-Servern herstellen.
Das Programm lässt sich mit Plug-ins für Dateibetrachter und Packprogramme erweitern. Es kann Plug-ins verwenden, die für den Total Commander programmiert wurden. Die Downloads gibt es gratis unterhttps://www.ghisler.com/daddons.htm .

7 Fotos in Windows 10 bearbeiten und organisieren

Fotos liegen nicht immer in der Qualität vor, die man bei der Aufnahme im Sinn hatte. Manchmal sind sie zu dunkel oder zu hell, zeigen nicht den gewünschten Bildausschnitt – und die berühmten roten Augen gibt es auch noch.

Microsoft Fotos: Der Bildbetrachter von Windows 10 kann Bildmotive dank KI teilweise automatisch erkennen. Das erleichtert die Organisation in Alben.


Paint.Net: Das Bildbearbeitungsprogramm unterstützt mehrere Ebenen. Das erleichtert die Bearbeitung, beispielsweise, wenn Sie bei einem Bild den Hintergrund austauschen wollen.


Digikam: Damit organisieren Sie auch umfangreiche Fotosammlungen. Die Daten der Geolokalisierung ermöglichen eine Anzeige des Aufnahmeortes.


Sobald Sie eine Bilddatei über den Windows-Explorer öffnen, startet die App Fotos, in der Sie das Bild betrachten können. Über eine Schaltfläche in der Symbolleiste drehen Sie das Bild. Der Kontextmenüpunkt „Bearbeiten und erstellen –› Bearbeiten“ führt zu Funktionen wie „Zuschneiden“ und „Anpassungen“. Über Letztere ändern Sie Helligkeit sowie Farbsättigung und entfernen rote Augen oder Flecken.
Mit Fotos lassen sich Bilder auch in Alben organisieren. Dazu gehen Sie auf „Alben“ und klicken auf „Neues Album“. Die Suche hilft Ihnen dabei, Bilder zu einem bestimmten Thema zu finden. Die App berücksichtigt nicht nur Dateinamen, sondern auch Metadaten, beispielsweise im Bild gespeicherte GPS-Koordinaten.
Die intelligente Suche erkennt dank künstlicher Intelligenz automatisch Gegenstände, Personen oder Farben. Was gefunden wurde und ob die Suche schon abgeschlossen ist, erfährt man allerdings nicht. Tippen Sie daher Suchbegriffe auf gut Glück in das Suchfeld ein und warten Sie auf die Vorschläge. Setzen Sie ein Häkchen in den gefundenen Bildern und klicken Sie zum Abschluss auf „Erstellen“.

8 Alternative Software als Ersatz für Microsoft Fotos

Die Open-Source-Bildverwaltung Digikam (auf Heft-DVD) bietet ähnliche Funktionen wie Microsoft Fotos und noch ein paar mehr. Das Programm ist nicht besonders übersichtlich und erfordert daher etwas Einarbeitungszeit. Dafür arbeiten die meisten Funktionen transparent. Sie erfahren also genau, was das Programm gerade macht. Ein Beispiel dafür ist die automatische Suche nach Bildern, die Personen zeigen. Dazu gehen Sie im Hauptmenü auf „Durchsuchen –› Personen“, klicken auf „Sammlung nach Gesichtern durchsuchen“ und dann auf „Suchen“. Eine Fortschrittsanzeige in der Statusleiste informiert Sie darüber, wie lange der Vorgang dauert. Die gefundenen Gesichter erscheinen danach in der Übersicht. Nach dem Klick auf ein Bild weisen Sie dem Gesicht einen Namen zu. Die Namen speichert Digikam als Stichwörter in der Bilderdatenbank.
Weitere Stichwörter vergeben Sie manuell („Darstellung –› Alben“). Im Kontextmenü eines Bildes wählen Sie „Stichwort zuweisen –› Neues Stichwort hinzufügen“. Tippen Sie neben „Titel“ die gewünschte Bezeichnung ein. Über „Durchsuchen –› Stichwörter“ lässt sich die Bildersammlung dann per Klick auf ein Stichwort filtern.
Bilder bearbeiten: Klicken Sie ein Bild an und dann in der Symbolleiste auf „Bildbearbeitung“. Das Bild öffnet sich in einem neuen Fenster. Über das Menü wählen Sie die gewünschte Funktion, beispielsweise „Verbessern –› Rote Augen“. Unter „Dekorieren“ können Sie einen Rahmen um das Bild hinzufügen und unter „Farbe“ Helligkeit und Farben korrigieren. Über das Menü „Extras –› Geolokalisierung bearbeiten“ lässt sich auf der Karte der Ort angeben, an dem das Foto aufgenommen wurde. Wenn Sie anschließend auf „Durchsuchen –› Karte“ gehen, sehen Sie die Vorschaubilder auf der Erdkugel. Ein Klick auf die Vorschau blendet die Bilder ein, die am jeweiligen Ort aufgenommen wurden.

9 Bilddateien und Zeichnungen bearbeiten

Der Klassiker unter den Bildbearbeitungsprogrammen ist Microsoft Paint. Damit lassen sich zwar auch Fotos im JPG-Format öffnen, betrachten, in der Größe verändern oder zuschneiden, die Hauptaufgabe ist jedoch eine andere. Es gibt Werkzeuge, mit denen Sie in ein Bild beispielsweise geometrische Figuren oder Linien zeichnen und mit Farbe füllen können. Das Programm eignet sich daher beispielsweise für Schaubilder oder einfache Illustrationen.

VLC Media Player: Das Abspielprogramm kennt fast alle Audio- und Videoformate und spielt auch DVD-Videos ab. Die Oberfläche ist einfach bedienbar.


Openshot: Das Videoschnittprogramm benötigt nicht viel Einarbeitungszeit. Überblendungen erstellt es bei zwei sich überlappenden Szenen automatisch.


Mehr Möglichkeiten bietet Paint.Net (auf Heft-DVD). Es enthält zahlreiche Zeichenfunktionen und kann auch mit mehreren Bildebenen arbeiten. Damit lassen sich komplexere Grafiken erstellen und besser bearbeiten.
Einen Schritt weiter geht Gimp (auf Heft-DVD). Die Zielgruppe sind Nutzer, die unter Windows sonst Photoshop einsetzen. Das Programm bietet Malwerkzeuge, Ebenen, Masken, Automatikverbesserung und etliche Filter. Sie können Fotos retuschieren, Bilder freistellen oder verfremden.
Wie bei Photoshop erschließen sich die meisten Funktionen nicht auf Anhieb und erfordern etwas Einarbeitung. Bestimmte Effekte sind nur durch eine Kombination von Masken und Ebenen zu erreichen. Für Gimp finden Sie im Internet ausreichend Unterstützung. Ein guter Einstieg ist die Dokumentation unterwww.gimp.org/docs .

10 Musik und Filme unter Windows 10 wiedergeben

Windows 10 spielt Audiodateien standardmäßig in Groove-Musik ab. Das Programm unterstützt die meisten verbreiteten Audioformate sowie Abspiellisten und kann Albuminformationen aus dem Internet herunterladen. Für Videos kommt dagegen die App Filme & TV zum Einsatz.
Wer nach Alternativen sucht, greift wahrscheinlich als Erstes zum verbreiteten VLC Media Player (auf Heft-DVD). Das Programm ist ein Komplettpaket für alle bekannten Audio- und Videoformate und kann auch kopiergeschützte Video-DVDs abspielen. Ebenfalls empfehlenswert ist SM-Player, ein grafisches Frontend zum bewährten Medienabspielprogramm Mplayer. Auch diesem Programm ist kaum ein Audio- und Videoformat fremd.

11 Videos bearbeiten, schneiden und konvertieren

Die Microsoft App Fotos kann nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Videos umgehen. Sie rufen die Funktion per Klick auf „Video-Editor“ auf und klicken dann auf „Neues Video Projekt“. Anschließend fügen Sie Videodateien oder Bilder über „Hinzufügen –› Von diesem PC“ in die Projektbibliothek ein.
Ziehen Sie die gewünschten Elemente in das Storyboard. Sie können das Video schneiden, aufteilen und Effekte hinzufügen. Der Export erfolgt anschließend über „Video fertig stellen“. Das Ergebnis ist eine MPEG-4-Datei mit einer Videospur im H264-Format, für die Tonspur kommt AAC zum Einsatz.
Viel einzustellen gibt es beim Microsoft Video Editor nicht, das Programm liefert aber brauchbare Videos. Ein Mangel ist, dass sich keine Überblendungen zwischen den Szenen erstellen lassen.
Als Alternative bietet sich das Open-Source-Schnittprogramm Openshot an (auf Heft-DVD). Überblendungen lassen sich einfach erstellen, indem Sie eine Szene mit Überlappung auf eine andere ziehen. Das Programm bietet etliche Übergänge und Effekte für jeden Geschmack. Der Export kennt mehrere Profile, beispielsweise für Youtube-Videos oder Video-DVDs.

APPS DEINSTALLIEREN UND STANDARD FESTLEGEN

Nicht benötigte Microsoft-Apps lassen sich bei Bedarf deinstallieren. Gehen Sie in den „Einstellungen“ (Win-I) auf „Apps“. Unter „Apps & Features“ klicken Sie die überflüssige App an und dann auf „Deinstallieren“. Das funktioniert beispielsweise bei Groove-Musik oder Filme & TV, aber nicht mit systemnahen Apps wie Microsoft Edge, die von anderen Programmen benötigt werden.
Unter „Apps –› Standard Apps“ legen Sie fest, welches Programm etwa als Musikplayer oder für die Bildanzeige dienen soll. Sie können aber auch im Windows-Explorer über den Kontextmenüpunkt „Öffnen mit“ jederzeit ein anderes Programm verwenden oder über „Andere App auswählen“ einen neuen Standard bestimmen.

Unnötiges entfernen: Viele der vorinstallierten Apps lassen sich in Windows 10 entfernen. Wenn Sie Ihre Meinung ändern, können Sie die App über den Microsoft Store neu installieren.


APPS, PROGRAMME ODER ANWENDUNGEN?

Spätestens seit der Erfindung des Smartphones ist überall von „Apps“ die Rede. Dabei handelt es sich um die Abkürzung von „Application“, was sich mit „Anwendung“ ins Deutsche übersetzen lässt. Der Überbegriff ist „Programm“ oder ganz allgemein „Software“. „Programm“ oder genauer „Computerprogramm“ wiederum kommt von „programmieren“, womit Abfolgen von Anweisungen gemeint sind, die dann die Software bilden. Um Anwendungen wie eine Textverarbeitung oder ein Grafikprogramm von Systemwerkzeugen abzugrenzen, ist der Begriff „Tools“ gebräuchlich. Microsoft verwendet seit Windows 8 den Begriff „Apps“, um den Unterschied zu Desktop-Anwendungen deutlich zu machen. Apps sind vorinstalliert oder stammen aus dem Windows Store. Die ursprüngliche Bezeichnung lautete „Modern apps“ und später „Metro apps“. Zurzeit ist der offizielle Name UWP-Apps (Universal Windows Platform). UWP-Apps lassen sich auf der gleichen Basis für Desktop- und Mobilsysteme entwickeln. Wie man es auch vom Smartphone kennt, kann man Apps Berechtigungen zuweisen oder entziehen, beispielsweise den Zugriff auf Kontakte oder den Kalender. Bei klassischen Desktop-Programmen fehlt diese Sicherheitsfunktion.