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SOFTWARE EATS INDUSTRY


Digital Business Cloud - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 29.11.2019

In den USA haben Google, Amazon und Microsoft begonnen, cloudbasierte Dienste für Industriesektoren anzubieten. Das erklärte Ziel: Die Herrschaft über Produktionsdaten.


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Bildquelle: Digital Business Cloud, Ausgabe 6/2019

SOFTWARERIESEN aus den USA wollen zahlreichen Industriebranchen Datenspeicher und damit verbundene Dienstleistungen zur Verfügung stellen.


Marc Andreessen, Mitbegründer von Netscape (das erste kommerzielle Projekt für den Vertrieb eines Internet- Browsers) und dem Venture-Capital- Unternehmen Andreesen-Horowitz, schrieb im August 2011 einen Leitartikel im Wall Street Journal mit dem Titel „Why software is eating the world“. Dazu sei ...

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... angemerkt, dass sein Unternehmen Andreessen-Horowitz in Facebook, Slack und GoodStory Data investiert hat und somit über Software und Störungen bestens Bescheid weiß. In dem Beitrag stellt er die folgende These auf: „Von der Filmindustrie über die Landwirtschaft bis hin zur nationalen Verteidigung werden immer mehr wichtige Unternehmen und Branchen mit Software betrieben und bieten Online- Dienste an. Viele der Gewinner sind Unternehmenstechnologie-Firmen im Stil von Silicon Valley, die in bestehende Branchenstrukturen eindringen und diese umkrempeln. Ich gehe davon aus, dass Software in den kommenden zehn Jahren noch in vielen weiteren Branchen disruptiv wirken wird, und dabei wohl meistens die neuen Weltklasse-Unternehmen aus dem Silicon Valley ihre Finger im Spiel haben werden.“

DIE DISRUPTION BEGINNT

In den sieben Jahren dazwischen wurde die Industriewelt jedoch entgegen Andreessens Aussagen vom Modell „Software erobert die Welt“ übergangen. Es ereignete sich keine wesentliche Disruption auf dem Markt der industriellen Software wie damals, als Medien durch Blockbuster wie Netflix und Unternehmen wie Barnes & Nobles durch Amazon Einbußen verbuchte. Bis jetzt, denn das wird sich in Kürze ändern.

Wie im Wall Street Journal, der Financial Times und The Economist berichtet wurde, kommt seit Anfang des vergangenen Sommers Software auf den Industriemarkt, die unter etablierten Anbietern einen disruptiven Wandel herbeiführen wird. Google, Amazon und Microsoft erklärten ihre Absicht, der Öl- und Gasindustrie und anderen Branchen Datenspeicher und damit verbundene Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Um das nochmals klarzustellen: Ich spreche nicht von cloudbasierten DCS-Ausführungen zur Echtzeitsteuerung oder anderen Zukunftsvisionen. Vielmehr beziehe ich mich auf cloudbasierte Datenspeicherung, Analysen und Managementservices für Produktionsdaten.

Cloud-Anbieter behaupten, dass es durch die Einspeisung größerer Datenmengen in die Cloud einfacher werden wird, den digitalen Wandel und werksübergreifende Analysen zu ermöglichen und damit mehr Einblick in das Unternehmen und die Produktionsdaten zu gewinnen. Und Produktionsdaten sind ein wichtiges Geschäft für sie. Was wird also passieren, wenn die Software die Industriewelt erobert? Software- Plattform-Unternehmen wollen cloudbasierten Speicher für Produktionsdaten anbieten. Wie gesagt, ist das auch deshalb ein rentables Geschäft, weil Daten Gewicht haben. Wer die Daten speichert, kann anschließend Nebendienstleistungen wie Datenverwaltungs-, Sicherheits- und Geschäftsanalytikdienste bereitstellen. Aus diesem Grund geraten Automatisierungsanbieter, die Kundendaten aufbewahren und versuchen, sie von anderen Anbietern und Analyselösungen fernzuhalten, unter Druck, ihre Geschäftspraktiken zu ändern.

ICH HASSE SIE, ABER KOOPERIERE

Was bedeutet Disruption noch? Über Jahrzehnte hinweg haben sich Industrieautomatisierungs- Anbieter um die massiven Preisabfälle bei der Erstellung, Einholung, Speicherung und Berechnung von Daten herumgedrückt, die auf den Endverbraucher- und IT-Märkten bereits erreicht wurden. Jetzt wird auch auf den Industriemärkten ein Preiskampf ausgefochten.

Fragen Sie doch einmal Jeff Bezos, den Geschäftsführer von Amazon, der einst scherzte: „Eure Marge ist meine Chance“. Die Welt der Software strebt zudem nach „Co-Opetition“ – die höfliche Art zu sagen: „Ich hasse Sie, werde aber trotzdem mit Ihnen kooperieren.“ Bedenken Sie, dass AWS behauptet, viel mehr Microsoft-Windows-Server auf virtuellen ASW-Rechnern zu betreiben als Microsoft auf Azure. Obwohl Amazon AWS also mit Azure konkurriert, unterstützt AWS die Kunden von Microsoft. In ähnlicher Weise konkurriert Microsoft mit Oracle im Datenbankgeschäft, kooperiert aber mit dem Unternehmen im Wettbewerb gegen AWS.

DER AUTOR

MICHAEL RISSE ist CMO und Vice President der Seeq Corporation.