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Software für den Workflow


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fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 20/2023 vom 06.01.2023

TEST

Verwalten und bearbeiten. Diese beiden Schritte in der Nachbearbeitung der Fotografie sind kaum voneinander zu trennen. Denn nach einem Shooting oder der Reise gilt es, die Fotos auf den Computer zu übertragen, zu sortieren, alle Misslungenen zu löschen und die Besten zu bearbeiten.

Die meisten Profis und Amateure fotografieren im Raw-Modus, um den größten Spielraum bei der Nachbearbeitung zu haben. Alle Programme in unserem Test können daher Raw-Formate behandeln und verwalten. Bei der Raw-Bearbeitung können alle Programme selektiv einzelne Bildbereiche verändern. Teilweise werden die dafür notwendigen Masken durch KI automatisch angelegt. Bei einigen Programmen ist aber auch eine echte Ebenenbearbeitung möglich: Dann können Sie sogar Composings aus verschiedenen Fotos anlegen. Bei Lightroom – immer noch der Goldstandard bei der Raw-Bearbeitung – geht das nicht. Aber dafür koppelt Adobe im ...

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... Abonnement Lightroom mit dem mächtigen Photoshop. Auch Capture One Pro und PhotoLab benötigen ergänzend eine Bildbearbeitung, die anderen Programme haben zumindest einfache Ebenenbearbeitungen integriert.

Lightroom Classic

Adobe bietet Lightroom in zwei Versionen an, die nicht direkt miteinander harmonieren: Lightroom Classic, bei dem der gesamte Raw-Workflow und die Bilddaten auf dem eigenen Rechner verbleiben, und Lightroom (ohne Zusatz), bei dem alle Fotos in die Cloud wandern. Die Classic-Version hat vor allem bei der Verwaltung der Fotos deutlich mehr Funktionen, sodass diese geeigneter erscheint.

Lightroom Classic besticht auch in der Version 12.1 immer noch durch den konsequenten Workflow-Ansatz: Vom Import über die Sortierung und Verschlagwortung hin zu Raw-Entwicklung und die Ausgabe ist alles auf eine individuelle und schnelle Ver- und Bearbeitung hin optimiert. Durch die konsequente Ausrichtung auf den fotografischen Workflow ist der Fotograf schon bei der Bedienung schneller als in manch anderem Programm. Grenzen gibt es da, wo Photoshop anfängt: Es gibt keine Ebenen in Lightroom. Wer Composings oder andere komplexere Bearbeitungsschritte durchführen möchte, soll nach Meinung von Adobe zu Photoshop wechseln. Was durchaus Sinn ergibt, ist doch Photoshop in Adobes Foto-Abo enthalten.

Dennoch sind in Lightroom selektive Bearbeitungen der (Raw-)Fotos möglich – oft sogar einfacher und präziser als bei der Konkurrenz. Vor allem, seit in der neuesten Version Adobe die KI-Maskierung von Objekten eingeführt hat. Neben den üblichen Verlaufsmasken und Pinseln können Anwender Motiv, Himmel und Hintergrund per Klick auswählen. Noch besser ist die Personenerkennung: Neben der gesamten Person inklusive Körper können Gesichtsoder Körperhaut, Brauen, Iris, Pupillen, Lippen, Zähne und Haar gesondert angewählt werden. Jede Maske wird ordentlich von Lightroom benannt und kann jederzeit mit anderen Masken kombiniert und nachbearbeitet werden.

Adobe hat über die Jahre alle möglichen Funktionen angeflanscht: Neben „Bibliothek“ (Import und Verwaltung) und „Entwickeln“ (Bearbeiten) gibt es die Module „Karte“ (Verwaltung von Koordinaten), Buch (Fotobucherstellung), „Diashow“, „Drucken“ und „Web“ (Erstellung von Webgalerien). Die Erstellung von HDR-Fotos, Panoramen und HDR-Panoramen ist möglich, Fokus-Stacking nur über den Umweg in Photoshop. Bei der Zusammenarbeit mit Lightroom Mobile für das Smartphone oder das iPad können ausgewählte Sammlungen synchronisiert werden.

FAZIT: Lightroom Classic ist immer noch der Standard für den fotografischen Raw-Workflow – kein Wunder, bietet es doch Amateuren und Profis fast alles, was sie brauchen. Wer sich mit der Bedienung anfreunden kann, bekommt einen großen Funktionsumfang und den mächtigen Photoshop noch obendrauf.

Name: Lightroom Classic 12. Hersteller: Adobe. System: Windows ab 10, macOS ab 11. Preis: monatlich 11,89 Euro bei Jahreszahlung und inkl. Photoshop. Info: www.

Capture One Pro 23

Capture One Pro richtet sich primär an professionell arbeitende Fotografen. Es ist – ähnlich wie Lightroom Classic – ein Workflow-orientierter Raw-Konverter, der einerseits auf die gezielte Sortierung, Gruppierung und Abarbeitung von Shootings, aber auch auf die hochwertige Finalisierung und Ausgabe der Raw-Fotos abzielt.

Anders als Lightroom kann die Oberfläche von Capture One Pro individuell angepasst werden. Module lassen sich zur Schaltfläche hinzufügen oder entfernen, die einzelnen Werkzeuge sortieren, ausblenden oder auch in ein anderes Modul verschieben. Und noch ein Unterschied

zu Lightroom Classic: Es müssen nicht alle Bilder in den Katalog importiert werden, sondern man kann auch mit „Sitzungen“ arbeiten: Projektorientierte Zusammenfassungen von Fotos, die nach der Arbeit als abgeschlossen archiviert werden. Schön wäre es, wenn es eine Sitzungsverwaltung gäbe – so muss man das selbst in Verzeichnissen organisieren. Oder eben gleich mit einem übergreifenden Katalog arbeiten.

Neu im kürzlich vorgestellten Capture One Pro 23 sind „Intelligente Anpassungen“. Sie eignen sich vor allem für Porträt-Shootings (Mode, Hochzeit, etc.), da die Anpassungen für Hauttöne stärker gewichtet werden. Die Funktionsweise entspricht in etwa der Kopierfunktion für Einstellungen: Man nimmt die Anpassungen für ein Bild vor und überträgt sie auf die anderen. Allerdings werden die Werte nicht wie sonst eins-zu-eins übertragen, sondern individuell an das Bild angepasst.

Das Ergebnis sind einheitliche Hauttöne auch bei Fotos, die bei unterschiedlichen Lichtbedingungen entstanden sind.

Weniger hilfreich dagegen ist die ebenfalls neue automatische Gruppierung: Schon beim Import können Fotos anhand einer stufenlos einstellbaren Präzision nach ihrer Ähnlichkeit gruppiert werden. Das ergibt aber tatsächlich nur beim Import Sinn und nur dann, wenn vorab schon Fotos aussortiert werden sollen.

Es gibt noch einige weitere Verbesserungen in der aktuellen Version, wie den neuen Umgang mit Varianten und mit Metadaten. Wichtig ist noch der Umgang mit Stilen: Diese können jetzt in Ebenen organisiert und damit flexibler gehandhabt werden. Überhaupt sind die Ebenen ein weiterer Vorteil gegenüber Lightroom: Zwar sind keine Composings mit Capture One möglich, aber der Umgang mit selektiven Korrekturen und jetzt auch mit Stilen ist einfach und flexibel steuerbar. Mit zu Capture One gehören übrigens Capture One für das iPad und Capture One Live, mit dem ein (Tethered-)Shooting oder eine Bearbeitung live über das Internet verfolgt werden kann. Capture One Live ist seit kurzem kostenlos.

FAZIT: Capture One Pro 23 ist eine behutsame Weiterentwicklung eines schon vorher sehr guten Raw-Workflow-Tools. Bei der Maskierung per KI sind andere vielleicht weiter – aber wer mit hohem Durchsatz seine Shootings professionell aufbereiten will, ist mit Capture One Pro auf jeden Fall sehr gut bedient.

Name: Capture One Pro 23. Hersteller: Phase One. System: Windows ab 10, macOS ab 10.15. Preis: Einmalkauf 349 Euro, Jahresabo 219 Euro. Info:

DxO PhotoLab 6 Elite

Photolab ist ein Raw-Workflow-Tool wie Capture One oder Lightroom – aber der Schwerpunkt liegt weniger auf Workflow, mehr auf Raw. Denn bei der Bildverwaltung hinkt auch die neueste Version PhotoLab 6 den beiden genannten Konkurrenzprodukten hinterher. „Fotothek“ heißt das Verwaltungsmodul, das mit einem direkten Ordnerzugriff, Stichwörtern, Projekten, Farb- und Sternmarkierungen und einem Multifunktions-Suchfeld eine Menge an Verwaltungsfunktionen bietet. Allerdings fehlt es an den cleveren Tools zur Übertragung von Stichwörtern bei Lightroom, den eleganten Kombinationsmöglichkeiten bei der Recherche. Aber genug gemeckert: Die Stärke von PhotoLab liegt bei der Raw-Bearbeitung. DxO war das erste Unternehmen, das gesonderte Korrekturprofile für Kamera-Objektiv-Kombinationen anbot – und diese sind immer noch unübertroffen. Stößt das Programm auf eine bisher nicht genutzte Kombination, so werden die entsprechenden Profile nachgeladen.

Auch sonst liegen die Stärken auf der hochwertigen Nachbearbeitung: Die neue Rauschunterdrückungs-Engine DeepPrime XD ist Spitzenklasse und liefert deutlich bessere Ergebnisse als die Konkurrenz.

Der Farbbearbeitung bei Capture One zumindest ebenbürtig ist das Farbrad zur selektiven Bearbeitung einzelner Farbtöne. Die selektive Bearbeitung lässt sich übrigens durch die ehemals von Nik Software entwickelte U Point-Technologie einfach direkt auf den betreffenden Bereichen des Fotos durchführen. Ebenfalls einzigartig ist derzeit der Retuschepinsel: Er dient nicht nur der Reparatur, sondern kann die Quellpunkte spiegeln und drehen und die Auswahl skalieren. Damit ist das Klonen von Objekten und einiges mehr direkt auf Raw-Ebene möglich.

FAZIT: DxO PhotoLab 6 Elite überzeugt mit cleveren Features zur Bearbeitung von Raw-Dateien. Wer mit den kleinen Schwächen bei der Bildverwaltung klarkommt und keine KI-generierten Masken benötigt, erhält einen Raw-Programm, das sehr gute Ergebnisse mit geringem Aufwand liefert.

Name: Photo Lab 6 Elite. Hersteller: DxO. System: Windows ab 10, macOS ab 11.6. Preis: Einmalkauf 219 Euro. Info:

On1 Photo Raw 2023

On1 Photo Raw 23 ist ein Allin-One-Paket: Im Unterschied zu Lightroom, PhotoLab oder Capture One Pro besteht das Programm aus einer Verwaltung, Raw-Bearbeitung und einer Ebenenverarbeitung. Daher sind auch Composings möglich – wenn auch nicht so vielseitig wie mit Photoshop.

On1 Photo Raw hat eine etwas andere Oberfläche als die genannten Konkurrenten. Die Module finden sich ganz rechts in der schmalen Leiste. Ganz links gibt es eine – je nach Modul – wechselnde Werkzeugleiste. Deren Optionen finden sich am oberen Rand. Hat man das Prinzip erst einmal verinnerlicht, kommt man gut klar.

Neu in der Version 2023 sind deutlich verbesserte KI-Werkzeuge. Erwähnenswert ist Super-Select-KI, das ein Foto in Objekte zerlegt, die sich per Überstreichen mit der Maus maskieren lassen. Damit die Maske aktiv wird, muss oben auf „Hinzufügen“ geklickt werden. Mehrere Objekte lassen sich unter einer Maske vereinen.

Ein neuer Algorithmus zum Schärfen und Entrauschen kann leicht unscharfe (Bewegung, Verwacklung, Rauschunschärfe) Fotos effektiv schärfen. Ebenfalls sehr gut gefällt die KI-gestützte Porträtbearbeitung, die die Retusche von Haut, Lippen, Augen, etc. über Regler ermöglicht.

Die Bildverwaltung ist leistungsfähig und unterstützt u. a. mit einer Ähnlichkeitssuche. Aber ebenso wie die Bearbeitung benötigt sie relativ viel Rechenleistung – weshalb sich On1 Photo Raw 2023 nicht für Besitzer älterer Hardware eignet.

FAZIT: On1 Photo Raw hat eine eigenwillige Oberfläche, aber verbessert Fotos effektiv. Besonders die Porträtbearbeitung und Unschärfekorrektur überzeugen.

Name: On1 Photo Raw 2023. Hersteller: On1. System: Windows ab 10, macOS ab 11. Preis: Einmalkauf ca. 117 Euro, Abo ab 105 Euro/Jahr. Info: photo-raw

Luminar Neo

Mit Luminar Neo war Skylum einer der Vorreiter der KI-Bearbeitung von Fotos. Auch heute noch ist die Qualität beim Austausch des Himmels unerreicht – die Konkurrenten bieten zwar ähnliches, aber die Qualität der Ergebnisse ist bei Luminar Neo besser. Objekte im Vordergrund werden farblich angepasst, Spiegelungen werden berücksichtigt. Auch sonst gibt es zahlreiche KI-Tools wie das KI-Maskieren, bei der die App Objekte im Bild zusammenfasst (Pflanzen, Wasser, Berge, etc.), die dann selektiv mit den Raw-Tools bearbeitet werden können. Die KI-Maskierung arbeitet aber in vielen Fällen ungenau. Bei der Porträt-Anpassung stehen einige Tools für die Haut- und Gesichtsretusche zur Verfügung. ACDSee und PhotoDirector sind hier aber weiter. Schön dagegen sind die Tools zum Erzeugen eines Bokehs (falls das Porträt mit kleinem Sensor durchgängig scharf aufgenommen wurde) und die Möglichkeit, über KI den Vorder- und Hintergrund zu trennen und separat bearbeiten zu können. Neu bei Luminar Neo eingeführte Funktionen wie Hochskalieren, die HDR-Bearbeitung und das Fokus-Stacking müssen separat erworben werden. Was fehlt, ist eine Perspektivkorrektur. Schwächen hat das Programm bei der Verwaltung: Weder Stichwörter noch Metadaten können recherchiert werden.

FAZIT: Luminar Neo hat einige tolle KI-Features. Dass nachgereichte Funktionen (z. B. HDR) kostenpflichtig sind, ist schade.

Name: Luminar Neo. Hersteller: Skylum. System: Windows ab 10, macOS ab 11. Preis: Einmalkauf ca. 248 Euro, Abo 99 Euro/Jahr. Info:

Zoner

Zoner Photo Studio X ist eine Raw-Workflow-Software mit ein paar kleinen Besonderheiten, die das Arbeiten schneller und effektiver machen können. Die Bedienung ist wie bei der Konkurrenz auch in Modulen organisiert. Die Bildverwaltung („Manager“) bietet einen direkten Ordnerzugriff auch für katalogisierte Fotos an. Dazu kann man auf Schlüsselwort (hierarchisch organisierbar), Standorte (GPS-Koordinaten) oder auf eine Zeitansicht zugreifen. Was fehlt sind Alben – eigentlich ein Standard in der Bildverwaltung. Sowohl im Manager wie auch in anderen Modulen lassen sich weitere Reiter öffnen. Der große Vorteil: Ob man Fotos sortiert, bearbeitet oder druckt:

Man kann immer zu einer anderen Stelle springen und die Arbeit nahtlos wieder im ersten Reiter fortsetzen. Bei der Raw-Entwicklung stehen die üblichen Werkzeuge eines Raw-Konverters zur Verfügung, Presets gibt es auch. Sehr schön: Bereits bei der Raw-Bearbeitung gibt es eine Perspektivkorrektur (manuell oder automatisch) und einen Pinsel zur Glättung der Haut sowie eine Fleckenretusche. Bilder lassen sich aber auch im „Editor“ in Ebenen bearbeiten. Mit Ebenenmasken und -effekten lassen sich auch komplexe Composings anfertigen. Allerdings fehlen Einstellungsebenen und vor allem KI-Funktionen: Masken müssen Sie manuell anfertigen.

Umfangreich sind die Druckoptionen: Fotobücher, Fotokalender und Fotodrucke lassen sich detailliert erstellen. Die Druckobjekte können auf einem eigenen Drucker ausgegeben oder aber direkt über Zoner bestellt werden. Ebenfalls direkten Zugang hat man zu dem Webdienst Zonerama oder zu der Zoner-Cloud, bei der die Fotodaten in der Cloud gesichert werden können. 20 GB sind inklusive; mehr Speicherplatz kann hinzugekauft werden. Aber auch der direkte Zugriff auf Microsofts OneDrive ist möglich.

FAZIT: Zoner ist ein unkompliziert zu nutzendes Raw- und Fototool. Es deckt die Anforderungen vieler Amateurfotografen ab, auch wenn allerdings KI-Maskierungen und andere kleine Helfer, die die Konkurrenz bietet, fehlen. Außerdem ist es nur für Windows verfügbar.

Name: Zoner Photo Studio X. Hersteller: Zoner. System: Windows ab 10. Preis: 49 Euro/Jahr. Info:

ACDSee Photo Studio Ultimate 2023

ACDSee ist gegliedert in mehrere Modi, mit denen die Bilder verwaltet, entwickelt und bearbeitet werden. Dazu kommen Modi speziell für die Personenerkennung und für den Zugriff auf die Cloud. Eine Stärke von ACDSee ist traditionell das variable Öffnen der Fotos: entweder über den direkten Zugriff auf die Verzeichnisstruktur oder auf die Aufnahme im Katalog. Letzteres ermöglicht die schnellere Recherche, die Gesichtserkennung und einiges mehr. Ein Rechtsklick auf entsprechende Ordner bietet die Option zum Katalogisieren. Etwas störend sind teils fehlende oder nicht durchgängig (in allen Modulen) funktionierende Shortcuts zum Sortieren und Markieren von Fotos. Das macht die Konkurrenz besser.

Auch ACDSee unterscheidet zwischen der Raw-Bearbeitung („Entwickeln“) und der gerenderten Bearbeitung inklusive Ebenen („Bearbeiten“). Die KI-Funktionen (Motiv/Himmel/Hintergrund auswählen, Gesichts- und Hautbearbeitung) stehen nur in diesem Modus zur Verfügung. Vor allem die Porträt-Tools sind hervorragend und in dieser Detailfülle sonst Spezialprogrammen wie Portrait Pro vorbehalten. Die Ebenen-Tools inkl. Ebenen-Masken und Einstellungsebenen sind ebenfalls sehr gut.

FAZIT: ACDSee Photo Studio Ultimate kann viel und hat spannende KI-Funktionen. Die Nutzeroberfläche ist kleinteilig und wirkt an mehreren Stellen arg überfrachtet. Für Apple-Nutzer gibt es eine Mac-Variante mit teils geringerem Funktionsumfang.

Name: ACDSee Photo Studio Ultimate 2023. Hersteller: ACDSee. System: Windows ab 10. Preis: Einmalkauf ca. 180 Euro, Abo (inkl. 100 GB Online-Speicher und Upgrades) ab 107 Euro/Jahr. Info: www.

PhotoDirector 365

PhotoDirector von Cyberlink ist ähnlich wie ACDSee und Zoner ein Universaltool für die Raw-Bearbeitung und Ebenen-orientierte Bearbeitung von Fotos. Die Verwaltung der im Katalog geführten Bilder ist über Ordner, Alben, Stichwörter und Wertungen/Markierungen möglich. Ebenso gibt es eine Gesichtserkennung. Diese ist nicht besonders elegant umgesetzt, das gleiche gilt für die Stichwörter: Der schnellste Weg, ein Bild zu taggen, besteht im Fotobrowser im Ziehen auf das Stichwort in der Liste. Die Raw-Bearbeitung verfügt über alle wichtigen Tools, die man braucht. Es gibt sogar eine automatische Objekterkennung für die selektive Bearbeitung. Die arbeitet allerdings ungenau. Für die Retusche von Staubflecken steht auf Raw-Ebene ein Radierer parat. Er arbeitet nur punktuell – längere oder generell größere Objekte kann er nicht retuschieren. Aber dafür gibt es unter dem Modul „Geführt“ das „Inhaltssensitive Löschen“, das sehr schön funktioniert. Hier finden Sie auch recht detaillierte Tools zur Gesichtsretusche. Zudem sind Himmelsaustausch und weitere intelligente Tools an dieser Stelle. Die Ebenenbearbeitung (Modul „Bearbeiten“) ist ebenfalls umfassend und verfügt über Einstellungsebenen und Ebenenmasken.

FAZIT: PhotoDirector 365 hat eine große Funktionsvielfalt. Es hakt lediglich an einigen Stellen bei der Bedienung und bei der Genauigkeit der automatischen Maskierung.

Name: PhotoDirector 365. Hersteller: Cyberlink. System: Windows ab 7, macOS ab 10.14. Preis: Jahresabo 54,99 Euro. Info: