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SONNE & WOLKEN


smartlive - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 30.05.2020

Strom sparen und gleichzeitig das Klima schützen möchte sicher jeder. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, einem Speicher im Keller und einer Cloudoder Community-Anbindung geht das ganz einfach. Denn so können Sie 100 Prozent des selbst produzierten Stroms auch selbst nutzen


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Bildquelle: smartlive, Ausgabe 1/2020

Sich selbst mit dem eigenen Solarstrom versorgen - und das auch nachts und im Winter, wenn die Sonne nicht scheint? Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, einem Stromspeicher im Keller und einer Cloud- Lösung für die Stromlieferung klappt das. www. senec.com


Die E3/DC-Wallbox kommuniziert mit dem Hauskraftwerk und passt ...

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... die Ladung des Fahrzeugs an die aktuelle PV-Leistung oder die verfügbare Speicherkapazität des Hauskraftwerks an. www.e3dc.com


Der Wechselrichter Symo Hybrid von Fronius vereint Batterieladegerät, Batteriewechselrichter, Hybridwechselrichter, Controller und Anlagen-Monitoring in einem Gerät. Es versorgt einerseits die Verbraucher im Haushalt und speichert zusätzlich überschüssige Energie einer PV-Anlage im Batteriespeicher zwischen. www.fronius.com


Die Strompreise steigen seit dem Jahr 2000 fast unaufhörlich. Das geht aus einer Statistik von Statista aus dem Januar 2020 hervor. Ein minimales Zwischentief in den Jahren 2015 und 2016 wollen wir dabei nicht verschweigen. Trotzdem bleibt der Trend nach oben bislang ungebrochen. Wer sich nun von den lästigen Stromrechnungen unabhängig machen möchte, kommt um eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach kaum herum. Der selbstproduzierte Sonnenstrom ist aber nicht nur ein „Heilmittel“ gegen stetig steigende Strompreise. Der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Denn wer Sonnenstrom selbst produziert und verbraucht, schont quasi ganz nebenbei das Klima.

Strom einspeisen

Wer sich für Photovoltaik (PV) entscheidet, produziert damit im ersten Schritt aber nur für den Moment. Wenn der momentane Verbrauch höher ist als genau in dieser Sekunde Strom produziert wird, muss beim Energiekonzern nachgekauft werden. Wenn die Sonne kräftig scheint und der momentane Eigenverbrauch niedrig ist, kann der Strom ins Netz eingespeist, also an den Energieversorger verkauft werden. Ein entscheidender Nachteil: Die Preise für selbstproduzierten PVStrom sind nicht nur niedrig, die sogenannte Einspeisevergütung fällt kontinuierlich. Lag der Verkaufspreis pro Kilowattstunde im Januar 2019 noch bei 11,47 Cent, waren es im April 2020 gerade einmal noch 9,44 Cent. Die Preise gelten für Anlagen mit einer Nennleistung von bis zu 10 Kilowatt (bis 10 kWP). „Mit der Einspeisung eigens erzeugten Solarstroms ins öffentliche Netz lassen sich kaum mehr Gewinne erzielen. Wer den Strom selbst verbraucht, profitiert allerdings auch heute noch von einer Photovoltaik-Anlage“, schreibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Beim Be- und Entladen der Batterie berücksichtigt die Junelight Smart Battery von Siemens automatisch aktuelle Wetterprognosen und das individuelle Verbrauchsprofil des Haushalts. www.siemens.de


Mit der Kombination aus SMA Batterie-Wechselrichter und RESU 10M Batterie von LH Chem ist ein integrierter DC/DC-Wandler zur Steigerung der Betriebsspannung der Batterie überflüssig. www.sma.de


Strom speichern
Um die Autarkie zu steigern und damit mehr Sonnenstrom selbst zu verbrauchen, ist ein Stromspeicher nötig. Ein solcher Speicher hat noch einen anderen wichtigen Vorteil. Mit ihm im Keller kann der PV-Strom auch dann genutzt werden, wenn die Sonne einmal nicht scheint, zum Beispiel nachts, oder wenn Wolken die PVModule verschatten.

Was ein Stromspeicher kostet, rechnet die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online vor: „Kompakte Lithiumspeicher kosten derzeit für durchschnittliche Ein- und Zweifamilienhäuser rund 900 bis 1 400 Euro je Bruttokilowattstunde. Lithiumspeicher können nahezu voll entladen werden. Deshalb entspricht dieser Preis ungefähr auch der Nettokilowattstunde. Das heißt für einen Lithiumspeicher mit 4 bis 8 Kilowattstunden (kWh) für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist mit Kosten von 3 600 bis 11 200 Euro zu rechnen.“

Der Wechselrichter
Neben den Solarzellen auf dem Dach und dem Speicher im Keller, spielt noch ein anderes Gerät eine wichtige Rolle: der Wechselrichter. Gebraucht wird er, um den Gleichstrom, den die PV-Module erzeugen, in „gebrauchsfertigen“ Wechselstrom zu wandeln. Ebenfalls übernimmt das Gerät die Überwachung der Netzeinspeisung und deren Unterbrechung in Störungsfällen.
Kurzum, ohne Wechselrichter geht bei einer PVAnlage wenig. „Am Markt erhältliche Wechselrichter haben teilweise deutlich unterschiedliche Wirkungsgrade. Der Wirkungsgrad gibt an, welche Menge Solarstrom nach der Umwandlung und den damit einhergehenden Umwandlungsverlusten tatsächlich zur Verfügung steht. Der MPP-Tracker ist dafür verantwortlich, dass die Anlage immer im maximalen Leistungsbereich arbeitet und somit viel Strom produziert“, erklärt der PV-Speicherexperte Solarwatt.

Optimal Strom erzeugen
Das MPP-Tracking ist ein Verfahren, bei dem die elektrische Belastung einer Solarzelle, eines Solarmoduls oder von mehreren in Reihe geschalteten Solarmodulen so angepasst wird, dass den Zellen die größte mögliche Leistung entnommen werden kann. Bei Solarzellen ist dieser optimale Betriebspunkt nicht konstant, sondern hängt unter anderem von der Bestrahlungsstärke, der Temperatur am Solarmodul und dem Typ der Solarzellen ab.

Strom selbst erzeugen und damit unabhängiger werden von großen Energieversorgern und steigenden Strompreisen - bereits 8,5 Quadratmeter Photovoltaikfläche reichen aus, um den durchschnittlichen Bedarf eines Hausbewohners zu decken. www.viessmann.de


Heiter bis wolkig
Mit der Kombination aus PV-Anlage und Speicher kann heutzutage einen Eigenverbrauchsanteil von 60 bis 80 Prozent erreicht werden. Wer nun die vollen 100 Prozent des selbstproduzierten Sonnenstroms auch selbst nutzen möchte, kann auf zwei Lösungen zurückgreifen: Cloud und Community. Strom hochladen und bei Bedarf wieder abrufen?! Ist das denn so einfach?! „Im Sommer, wenn du mehr Strom erzeugst als du verbrauchst, speist du den überschüssigen Strom in die virtuelle SENEC. Cloud. Im Winter, wenn du ihn dann brauchst, bekommst du ihn kostenlos aus ihr zurück“, schreibt der Leipziger Speicher- und Cloud-Experte Senec. Klingt einfach, es gibt aber einiges zu beachten.

Q.HOME ESS HYB-G2 ist eine skalierbare Speicherlösung, mit der sich der Eigenverbrauch aus der eigenen Solaranlage optimieren lässt. Das modulare Design ermöglicht eine einfache, schnelle und flexible Installation. www.q-cells.de


Der MyReserve Stromspeicher von Solarwatt aus Dresden ist ein vollständig modularer Stromspeicher. In Bezug auf Kapazität und Leistung sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Je mehr Speicherkapazität beziehungsweise Leistung benötigt wird, desto mehr Komponenten können miteinander kombiniert werden. www.solarwatt.de


Ein Rechenmodell

Die Strom-Cloud ist mit der Internet-Daten- Cloud nicht wirklich vergleichbar. Denn der Sonnenstrom wird nicht gespeichert und „wartet“ dann dort auf das Abrufen. Nein, der „hochgeladene“ Strom wird einem Stromkonto gutschrieben. Bei einigen Anbietern wird der „hochgeladene“ Strom vergütet und beim „Herunterladen“ wieder berechnet, bei anderen ist der Abruf der vorher eingespeisten Strommenge kostenlos. Sollte darüber hinaus Strom benötigt werden, stellen das die meisten Anbieter in Rechnung. Ein monatlicher Beitrag für die Teilnahme an der Cloud ist immer fällig.

Bei der Community-Lösung, wie es zum Beispiel die „sonnenCommunity“ eine ist, wird der überschüssige, also, der nicht selbstverbrachte oder im Keller gespeicherte Strom der Community zum Verbrauch zur Verfügung gestellt. „Genau wie beim Car-Sharing viele Menschen gemeinsam Autos nutzen, ermöglicht unsere Community- Plattform allen Mitgliedern ihren selbst produzierten Strom untereinander zu teilen - ganz ohne große Energiekonzerne“, erklären die Experten von Sonnen. Der Community-Strom muss meist bezahlt werden. Aber zu geringeren Preisen, also von den großen Energieversorgern.

Neben den monatlichen Beiträgen zu Cloud und Community verlangen einige Hersteller, dass die gesamte PV-Anlage oder Teile davon, wie zum Beispiel der Speicher, von ihnen bezogen oder hergestellt wurde.

Der Stromtarif

Eine andere Spielart sind spezielle Stromtarife, die weder Cloud noch Community sind, noch von große Energieversorgern angeboten werden. Der „Lumina Strom“ vom Wechselrichter-Hersteller Fronius aus Österreich ist einer davon: „Unser Strompreis ändert sich stündlich im Einklang mit der Natur. Wenn Wind und Sonne den Preis niedrig halten, zahlst auch du weniger für deine Energie.“ Fronius hat den Tarif mit dem Energieversorger aWATTar auf den Markt gebracht.

Die Solarstromspeicher von Sonnen optimieren den Eigenverbrauch, berechnen Wetterprognosen mit ein und bieten so ein vorausschauendes Ladeverhalten. www.sonnen.de


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