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SONNENSTROM: Vom Dach zur STECKDOSE


Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 3/2021 vom 27.01.2021

Die Solarstrombranche boomt – auch ohne üppige Einspeisevergütungen. Gesunkene Anlagenpreise, leistungsfähige Speicher und smarte Technik machen die Investition in ein Sonnenkraftwerk für viele Hausbesitzer immer lukrativer.


Artikelbild für den Artikel "SONNENSTROM: Vom Dach zur STECKDOSE" aus der Ausgabe 3/2021 von Unser Haus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Unser Haus, Ausgabe 3/2021

Im System „x-optimiert“ mit Smarthome-Lösung sind alle Komponenten intelligent gesteuert und optimal aufeinander abgestimmt. Kermi


Glas-Glas-Module sind langlebig und extrem robust gegenüber jeglichen Witterungseinflüssen. Solarwatt


Mit einer Photovoltaikanlage wird Licht über eine Solarzelle in Strom umgewandelt. Dieser kann entweder ins Stromnetz eingespeist oder vom Eigentümer ...

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... der Anlage selbst genutzt werden.PV-Anlagen befinden sich meist auf Dächern und Fassaden, es gibt sie aber auch auf Freiflächen und sogar auf beweglichen Objekten. PV ist eine ausgereifte Technik und längst für eine breite Nutzerschicht tauglich. Die Nachfrage nach PV-Anlagen wächst deutlich, was zum Teil mit den niedrigeren Preisen für die Systeme erklärt wird. Dank der neuen attraktiven Förderkonditionen der KfW- Förderbank kann mit einer weiteren Nachfrage gerechnet werden.

Besitzer einer „Junelight Smart Battery“ nutzen Sonnenstrom optimal. Der von der Photovoltaikanlage nachhaltig erzeugte Strom steht Tag und Nacht zur Verfügung. Siemens


Aus Licht wird Strom

Eine PV-Anlage besteht aus mehreren Komponenten: aus mehreren PV-Modulen, einem Wechselrichter, einem Stromzähler und aus Sicherheitskomponenten. Sichtbar auf dem Dach, der Fassade oder auf einer freien Fläche sind die PV-Module, die Solarzellen. Fällt Licht auf diese Zellen, entsteht Strom – ganz unabhängig von der Lichtmenge. Dieses Licht wandeln die Solarzellen in Strom um, und zwar in Gleichstrom, der so aber noch nicht genutzt werden kann.
Deshalb ist für einen privaten Haushalt ein Wechselrichter zur Aufbereitung des Solarstroms in Netzqualität nötig. Dieser wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um und steuert automatisch das ganze System. Zur Erfassung des Stromertrags gehört zu einer PV-Anlage auch ein Stromzähler. Ebenso wichtig sind Sicherheitskomponenten zur elektrischen Absicherung der PV-Anlage gegen Blitze oder Überspannungen etc.
PV-Anlagen nutzen sowohl die direkte als auch die diffuse Sonneneinstrahlung zur Umwandlung in elektrische Energie. Deshalb funktioniert eine PV-Anlage selbst an Tagen mit bedecktem Himmel.

Speicher, die kompatibel mit allen PV-Anlagen unabhängig vom Hersteller sind, können auch nachgerüstet werden. SENEC


Das Energiemanagement sorgt für eine möglichst effiziente Nutzung der Energie aus Photovoltaik im Haus. Panasonic


Ab aufs Dach!

Eine PV-Anlage kann auf unterschiedliche Weisen und an unterschiedlichen Orten installiert werden. Dabei gilt: Um den größtmöglichen Solarertrag zu erzielen, sollte möglichst viel Direktstrahlung genutzt werden. In Deutschland, Österreich und in der Schweiz sind diese Werte im Bestfall erreichbar, wenn die Anlage gegen Süden ausgerichtet und rund 30° geneigt ist, und, wenn die Sonneneinstrahlung komplett ohne Verschattung möglich ist.

Die häufigste Form sind hinterlüftete Solardächer, wobei die Hinterlüftungsebene mindestens 10 cm, idealerweise jedoch 15 cm Platz zugunsten höherer Energieerträge haben sollte. Entscheidend bei der Montage auf dem Dach sind die Winkel der Dachfläche. Bei Neigungen von 20 bis 50° werden die Module parallel zur Dachfläche montiert und dabei die Unterkonstruktion fest mit der Dachkonstruktion verankert, anders bei Flachdächern. Hier werden die Module im 25- bis 35°-Winkel montiert. Theoretisch können die Winkel auch kleiner sein, allerdings sollten sie nicht weniger als 15° Neigung haben, da die Module sonst dauerhaft verschmutzen. Sind Solarmodule hintereinander aufgereiht, ist es sinnvoll, den Winkel auf 20 bis 25° zu reduzieren, um gegenseitige Verschattungen auszuschließen. Auch der Abstand muss groß genug sein.

PV-Module an der Fassade

Eine besondere Form der PV-Anlage ist die gebäudeintegrierte PV (GIPV). Bei ihr werden die PV-Module zum Teil der Gebäudehülle, also zum Fassadenpaneel. Besonders Architekten integrieren PV-Module gerne zugunsten einer guten Fassadengestaltung in die Gebäudehülle. Neben diesen optischen Eigenschaften und ihrer Funktion, Strom zu produzieren, müssen diese Module auch Witterungs-, Sonnenschutz und andere konstruktive Aufgaben übernehmen.
Da die meisten Fassaden senkrecht zum Boden ausgerichtet sind, muss mit etwa 30 Prozent weniger Ertrag im Vergleich zu 30°-geneigten Anlagen gerechnet werden.

Mit dem Batteriespeicher „eloPACK“ können Sie Überschüsse an selbst erzeugter elektrischer Energie zwischenspeichern, um diese dann zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Vaillant


Die Waschmaschine wird innerhalb eines konfigurierten Zeitfensters automatisch vom „Sunny Home Manager“ ein- und ausgeschaltet, damit vorwiegend PV-Energie verwendet wird. SMA


Ziel ist der Eigenverbrauch

Unabhängig von der Montageart gibt es zwei Möglichkeiten, den Solarstrom weiterzuverwenden. Bis vor ein paar Jahren war es nur möglich, den selbst erzeugten Strom ins öff entliche Stromnetz einzuspeisen. Das geht auch heute noch, gleichzeitig ist es inzwischen auch möglich, den selbst erzeugten Strom selbst zu nutzen. Strom aus PV-Anlagen wird über die Einspeisevergütung gefördert. Dabei erhält der Anlagenbetreiber eine festgelegte Vergütung für eingespeisten Solarstrom über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Im ersten Quartal 2019 bewegten sich die Vergütungen bei bis zu 10 kWp im Durchschnitt bei 11,35 Cent, bis 40 kWp bei 11,03 Cent und bei bis zu 100 kWp bei durchschnittlich 9,47 Cent. Die Erlöse können so recht genau prognostiziert werden.

Batterien als Speichermöglichkeit

Viele Hauseigentümer finden PV-Anlagen gerade dann attraktiv, wenn sie ihren eigens erzeugten Strom selbst nutzen können, da sie von „den Großen“, den Energielieferanten, nicht mehr abhängig sein möchten. Diese Unabhängigkeit ist mithilfe von Solarstrom-Speichern möglich. Solarstrom-Speicher sind Batterielösungen, dank derer man den eigens erzeugten Strom auch dann verbrauchen kann, wenn die Sonne gerade nicht scheint. Ohne Speicher muss dagegen der Strom sofort verbraucht oder ins Netz eingespeist werden. Als Batterie haben sich Lithium-Ionen-Akkus durchgesetzt. Erst, wenn die direkte Leistung der PV-Anlage nicht mehr ausreicht, weil beispielsweise keine Sonne mehr scheint, übernimmt die Batterie die Stromversorgung.

Das Photovoltaikmodul „Tegreon“ bringt alles mit, was eine hohe Rentabilität sicherstellt. Stiebel Eltron


8,16 Cent pro Kilowattstunde beträgt die Einspeisevergütung ab 2021 für Dachanlagen bis 10 kWp


Die Wahl der richtigen Größe des Speichers hängt von individuellen Stromverbrauch und der Leistung der eigenen PV-Anlage ab. SENEC