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SONY ALPHA 7R IV: VOLLFORMAT MIT 61 MEGAPIXELN


fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 90/2019 vom 09.08.2019

Die vierte Generation von Sonys hochauflösender Vollformatkamera stellt mit 61 Megapixeln einen neuen Rekord auf. Wir konnten die Alpha 7R IV bereits einem ersten Praxistest unterziehen.

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Bildquelle: fotoMAGAZIN, Ausgabe 90/2019

Sony Alpha 7R IV mit FE 2,8/2470 mm: Mit dem größeren Griff liegt die Kamera besser in Hand.


fMCHECK

Auch der AF-Joystick und die AF-on-Taste sind größer geworden


Die Alpha 7R IV soll zwar erst Ende August für rund 4000 Euro auf den Markt kommen, wir konnten aber schon Mitte Juli einen halben Tag lang ein Vorserienmodell ausprobieren. Zunächst fällt auf, dass Sony an der Ergonomie gefeilt hat.
So sind Griff, Joystick und ...

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Die Alpha 7R IV soll zwar erst Ende August für rund 4000 Euro auf den Markt kommen, wir konnten aber schon Mitte Juli einen halben Tag lang ein Vorserienmodell ausprobieren. Zunächst fällt auf, dass Sony an der Ergonomie gefeilt hat.
So sind Griff, Joystick und AF-on-Taste etwas größer geworden und das Belichtungskorrekturrad ist gegen ein versehentliches Verstellen gesperrt. Die Dichtungen gegen Staub-und Spritzwasser wurden ebenfalls verbessert.
Eine Schippe drauf gelegt hat der Hersteller auch beim Sucher: Das OLED-Display mit 0,78facher Vergrößerung hat nun eine Auflösung von 5,76 Millionen Punkten – das ist zusammen mit den Panasonic-Modellen Lumix S1 und S1R sowie der Fuji GFX100 (siehe Test, Seite 90) die aktuell höchste Auflösung bei einer konventionellen Fotokamera. Diese macht sich nicht nur in Form eines schärferen Bildes bemerkbar, sondern der Sucher zeigt auch weniger Moirés. Der nach oben und unten klappbare Monitor hat nach wie vor eine Diagonale von 3,0 Zoll und eine Auflösung von 1,44 Millionen Punkte. Die Touch-Bedienung ist wie von Sony gewohnt etwas halbherzig implementiert und erlaubt keine Menü-Bedienung.

61 Megapixel .
Die spektakulärste Neuerung ist der rückseitig belichtete Bildsensor, der 61 Megapixel auf rund 36 x 24 mm unterbringt. Im APS-C-Crop-Modus sind es immer noch 26 Megapixel. Damit hat die Alpha 7R die gleiche Pixelgröße wie die APS-C-Kamera Fuji X-T3 oder das Mittelformatmodell Fuji GFX100.
Der reguläre Empfindlichkeitsbereich beginnt bei ISO 100 und reicht bis 32.000, als Erweiterung stehen nach unten ISO 50 und nach oben bis zu 102.400 zur Verfügung. Wie schon von der zweiten und dritten Alpha-7-Serie gewohnt, hat auch die 7R IV einen beweglich gelagerten Bildsensor, der eine fünfachsige Bildstabilisation mit einem Ausgleich von bis zu 5,5 Blendenstufen ermöglicht. Die damit nutzbare Pixel-Shift-Mehrfachaufnahme kombiniert bis zu 16 Aufnahmen zu einer 240-Megapixel-Datei, die am Computer mit der Software Imaging Edge zusammengesetzt werden muss.
Dies war zum Testzeitpunkt noch nicht möglich.
Beeindruckend ist, dass die neue Alpha trotz ihrer hohen Auflösung 10 Bilder/s schießt, immerhin 68 in Serie – mit Autofokus-Nachführung und Belichtungsmessung! Der AF verfügt über 567 Phasendetektions-Messfelder (vorher 399), die 74 Prozent des Bildbereichs abdecken; beim Umschalten auf APS-C sogar 99 Prozent. Der Real-Time-Augen-AF stellt auf Augen bei Mensch und Tier scharf, und das auch im Videoaufnahmebetrieb. Der optimierte mechanische Verschluss schafft 1/8000 s, ein komplett lautloser elektronischer Verschluss ist ebenfalls an Bord der neuen Alpha.

FOTO: © ANDREAS JORDAN

KAMERA: Alpha 7R IV
OBJEKTIV: FE 1,8/135 mm GM
EINSTELLUNGEN: f/ 5,6, 1/200 s, ISO 400, Blitzlicht

Der 100-%-Ausschnitt zeigt die herausragende Auflösung der Alpha 7R IV.


Gespeichert wird auf zwei SD(HC/ XC)-Karten (beide UHS-II). Um die großen Datenmengen schneller teilen zu können, wurden die USB-C-und Wi-Fi-Verbindungen verbessert. So auch die Akkulaufzeit: Laut Sony sind nach CIPA-Standard bis zu 670 Fotoaufnahmen (über LC-Display, 530 Aufnahmen über elektronischen Sucher) pro Akkuladung möglich. Erstmals in einer Sony-Kamera ist eine drahtlose PCRemote-Vernetzungsfunktion (drahtlose Tethering-Aufnahmen) verfügbar.

4K mit und ohne Crop
Auch für Filmer ist die Sony Alpha 7R IV interessant: Sie nimmt 4K-Videos mit 30, 25 oder 24p auf. Die maximale Datenrate beträgt 100 Mbit/s, die Farbtiefe 8 Bit, S-Log2 und S-Log3 sowie Hybrid Log-Gamma stehen ebenfalls zur Verfügung. Der Filmer kann bei 4K den vollen Weitwinkel nutzen, was aber nicht die optimale Bildqualität ermöglicht. Diese wird im Super35-Modus erreicht, der mit einem 1,6-bis 1,8fachen Crop einhergeht. Hierbei werden in der Breite alle Pixel ausgelesen und ein 6K-Video auf 4K heruntergerechnet (Full-Pixel-Readout mit 6K-Oversampling).
Während der Videoaufnahme ist eine AF-Nachführung über den Touchscreen möglich. Die 29-Minuten-Beschränkung bei der Filmaufnahme ist gefallen. Zeitlupen lassen sich in der Full-HDAuflösung mit 120p aufzeichnen und Intervallaufnahmen kann die Kamera zu einem Zeitraffer-Video zusammensetzen.
Der Multi-Interface-Zubehörschuh besitzt auch einen Audioanschluss, sodass das neue Mikrofon ECM-B1M (ca. 380 Euro ab August) mit acht Aufnahmekapseln und Rauschreduzierung auf ihm komfortabel verbunden werden kann.
Als Zubehör wird es auch einen Hochformatgriff geben: Für den VG-C4EM (mit zwei NP-FZ100-Akkus) werden etwa 450 Euro fällig.aj/lat

KOMMENTAR

ANDREAS JORDAN Leitender Redakteur Test & Technik


Neuer Pixel-Wettlauf

Jetzt ist er also wieder voll entbrannt, der Pixel-Wettlauf. Fuji bringt rund 100 Megapixel im Mittelformat, Sony ca. 60 Megapixel im Vollformat. Natürlich gehen sofort die Diskussionen darüber los, ob man solche Auflösungen braucht und ob die Objektive noch mithalten können. Manche Argumente scheinen dabei auf einem Missverständnis zu beruhen. Nein, die Alpha 7R IV ist keine Kamera für jedermann und die meisten Fotografen dürften mit einer Alpha 7 III – bzw. den entsprechenden Konkurrenzmodellen von Canon, Nikon oder Panasonic – besser fahren. Für den Einsatz bspw. in der hochwertigen Werbefotografie oder für Ausschnittvergrößerungen sind die hohen Auflösungen aber durchaus interessant. Dass dabei nur die besten Objektive zum Einsatz kommen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ob diese die benötigte Auflösung liefern, wird der Labortest zeigen, ich habe aber keine Zweifel daran. Sony hatte die hohe Sensor-Auflösung bei der Konstruktion der FE-Objektive sicher im Hinterkopf. Übrigens: Ein Objektiv für die Alpha 7R IV muss keine höhere Schärfeleistung erbringen als eins für die Fuji X-T3, denn beide haben die gleiche Pixelgröße.