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Soviel PC brauchen Sie wirklich!: SOVIEL RECHNER BRAUCHEN SIE!


PC Go - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 02.11.2019

Der Wunsch-PC soll Ihre Ansprüche bestmöglich erfüllen, dabei aber keinen Cent zuviel kosten. Unsere Kaufberatung hilft dabei. Wir zeigen Ihnen die besten Hardware-Konfigurationen für alle typischen PC-Systeme wie den Office-PC oder Gaming-PC.


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Bildquelle: PC Go, Ausgabe 12/2019

Wie sieht der optimale PC aus? Das lässt sich scheinbar ganz leicht beantworten – er setzt auf die bestmöglichen Komponenten zum günstigsten Preis. Macht man sich an die Rechner-Details, tauchen dann aber schnell weitere Fragen auf. Was sind eigentlich die bestmöglichen Komponenten? Woran erkennt man sie, und wie viel Geld muss man dafür ausgeben? Der Schlüssel zum ...

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... Ganzen ist das Einsatzgebiet: Erst wenn feststeht, welche Anforderungen der PC erfüllen muss, kann man sich auch daran machen, ihn passend zu konfigurieren. Bestmöglich bezieht sich also immer auf die individuellen Ansprüche. Sprich: Der Wunsch-Rechner soll exakt so viel kosten wie notwendig, aber keinen Cent mehr.

Vier Eigenbau-PCs von 265 bis 655 Euro

Mit unserem Ratgeber kommen Sie besonders schnell zum optimalen PC und geben dabei garantiert nicht zu viel Geld aus. Im Folgenden stellen wir Ihnen jeweils Konfigurationen für die am weitesten verbreiteten Rechnertypen Office-PC, Gaming-PC, Allround-PC und Mini-PC vor. Dabei gehen wir jeweils auf die wichtigsten PC-Komponenten ein, geben konkrete Empfehlungen samt Alternativen und zeigen, in welchem Preisund Leistungsbereich Sie goldrichtig liegen. Für jedes der PC-Bauprojekte erhalten Sie auch eine vollständige Hardware-Liste. Diese ist zwar in erster Linie als Vorschlag gedacht und weniger dafür, 1:1 in Ihren Einkaufskorb zu wandern; muss es aber ganz schnell gehen, schadet es nicht, genau das zu tun. Das Ziel unserer Kaufberatung soll allerdings sein, Ihnen ein Gefühl dafür zu verschaffen, welches Budget für Ihren Wunsch-PC Sinn macht. Als Orientierungshilfe dient dabei die gleichnamige Spalte in der Hardware-Liste des jeweiligen Rechner-Typs: Für jede Komponente wie die CPU oder die SSD sagen wir Ihnen, welches Budget Sie dafür maximal einplanen sollten. Wird es signifikant überschritten, ist die Komponente für den anvisierten Einsatzzweck entweder überdimensioniert oder dürfte schlichtweg zu teuer sein. Unsere Bauvorschläge für den Office-PC, den Gaming-PC, Allround-PC und den Mini-PC

liegen zwischen 265 Euro (Office) und 655

Euro (Gaming). Die Preise beziehen sich immer auf das gesamte System. Mit dabei sind nicht nur PC-Elemente wie CPU, das Mainboard und die Grafikkarte, sondern auch alle weiteren wie das Gehäuse, das optische Laufwerk, die Festplatte, SSD sowie das Netzteil. Haben Sie bereits eine oder mehrere dieser Hardware-Zutaten zur Hand, senkt das natürlich die Gesamtkosten. Benötigen Sie bestimmte Bauteile wie eine Festplatte nicht, streichen Sie sie einfach von der Liste und sparen dadurch weiteres Geld.
Um eine möglichst große Bandbreite an PCKonfigurationen abzudecken, geht es in unserer Kaufberatung auch um Spezialfälle, die auf dem Basis-System aufbauen. Beispielsweise wird dann aus dem Allround-PC ein besonders leistungsstarkes System für die 4K-Videobearbeitung, und der für Full-HD konzipierte Gaming-PC stellt aktuelle Spiele dann auch flüssig in WQHD und sogar 4K dar.

INFO DIE BESTEN PC-SETUPS

> Office-PC

Kostet lediglich 265 Euro und bietet mit dem AMD Athlon 200GE, vier GByte RAM und 256-GByte-SSD genug Leistung für alle Büro-Aufgaben.

> Gaming-PC

Mit unserer 655 Euro günstigen Beispiel-Konfiguration erhalten Sie eine für aktuelle Full-HD-Spiele optimierte Gaming-Plattform.

> Allround-PC

Die „Allzweckwaffe“ tanzt auf allen Hochzeiten – der Allround-PC ist Office-, Multimediaund Spiele-PC in einem. Preis: nur 585 Euro.

> Mini-PC

In unserer Konfiguration ist der Mini-PC (305 Euro) kaum größer als eine externe 3,5-Zoll-Festplatte, aber so flott wie ein Desktop-PC.

INFO ALL-IN-ONE-PC: MONITOR UND RECHNER ALS EINHEIT

Das 23 Zoll große Lenovo IdeaCentre AIO A340-24IWL (530 Euro) ist ein flotter Office- und Multi media-PC.


Geht es um Komplettsysteme, dürfen All-in-One-PCs (auch: AiO-PCs) nicht fehlen. Bei ihnen bilden Monitor und Rechner eine Einheit, weshalb der AiO-PC wie ein normaler Bildschirm aussieht. Der eigentliche Rechner sitzt unauffällig im Standfuß oder ist platzsparend auf der Rückseite untergebracht.

Alles in einem Gehäuse, kein Kabelsalat mehr

Kabelsalat vermeiden All-In-One-Rechner durch ihren Aufbau wie von selbst. Sind Maus und Tastatur drahtlos angebunden, braucht es außer einem Stromkabel keine weiteren Strippen beim WLAN-Anschluss.
AiO-PCs sind besonders in Display-Größen zwischen 20 und 26 Zoll beliebt. Sie nehmen es vom Arbeitstempo her mit Office- und Multimedia-PCs auf und bringen je nach Ausstattung auch grafisch einfachere Spiele zum Laufen. Gaming-Plattformen sind sie in der Regel aber nicht. Eine mit unserer Office-PC-Konfiguration vergleichbare Leistung entwickelt zum Beispiel das 23 Zoll große Lenovo IdeaCentre AiO A340-24IWL (530 Euro), während der mit einem Intel Core i5-8400T laufende Fujitsu Esprimo K558/24 (23,8 Zoll, 930 Euro) einen Allround-Computer ersetzt.
Zum Eigenbau sind die AIO-PCs nicht vorgesehen, da sie sich bestenfalls im Online-Shop des jeweiligen Herstellers konfigurieren lassen und dann bereits fertig montiert geliefert werden. Auch das Aufrüsten funktioniert nur sehr eingeschränkt. Sehr selten kann man mehr wechseln als die RAM-Module und den Massenspeicher.

DER OPTIMALE OFFICE-PC

Ein Office-PC braucht keine teuren Komponenten. Um Büro-Software wie Word und Excel, das E-Mail-Programm und den Webbrowser flüssig zum Laufen zu bringen, genügt bereits eine Einsteiger-CPU ab zwei Rechenkernen. Passende Desktop-Prozessoren heißen AMD Athlon und Ryzen 3 beziehungsweise Intel Celeron und Pentium Gold.

Integrierte GPU spart Grafikkarte

Wichtig bei der CPU-Wahl: Eine Grafikeinheit (GP U) sollte immer im Prozessor integriert sein, damit man sich den Kauf einer Grafikkarte sparen kann. Bei Intel-Prozessoren ist die GPU praktisch immer mit dabei, bei AMD dagegen nur bei Modellen mit G im Produktnamen. In der Beispiel-Konfiguration des Office-PCs rechnet der AMD Athlon 200GE als Boxed-Version. Boxed bedeutet, dass der CPU-Kühler im Lieferumfang des Prozessors für gewöhnlich enthalten ist. Alternative: der Intel Celeron G4900 für 60 Euro, ebenfalls boxed. Wegen der sparsamen CPU reicht dem Office-PC ein Netzteil aus, das um die 350 Watt Leistung liefert.
Beim Thema Mainboard kann man das Budget ebenfalls niedrig ansetzen, mehr als 70 Euro müssen es nicht sein. Hauptplatinen mit den Einsteiger-Chipsätzen AMD A320 (Sockel AM4) respektive Intel B360 (Sockel LGA 1151 V2) liegen genau in diesem Preisbereich und bieten jeweils mehr als genug Leistung und Schnittstellen für Office-Belange. Wir konfigurieren den Office-PC mit dem MSI A320M Pro-E. Alternative: Der Intel Celeron G4900 kann zum Beispiel im MSI B360-F Pro Platz nehmen (55 Euro).

4 GByte RAM reichen für Office

Als Arbeitsspeicher genügen dem Office-PC 4 GByte DDR4-RAM, die es schon für unter 20 Euro gibt. Zum Spartarif bekommt man auch den Massenspeicher: Günstige 256-GByte-SSDs wie die Intenso High Performance SSD 240GByte liegen um die 30 Euro. Wer beim Rechner-Gehäuse keine großen Ansprüche stellt, zahlt genauso wenig. Ein Gehäuse im Mini-Tower-Format wie das LC-Power 2010MB wechselt für 30 Euro den Besitzer.

1 Mainboard MSI A320M Pro-E V2


2 Prozessor AMD Athlon 200GE


3 SSD Intenso High Performance SSD 240 GByte


4 Netzteil Xilence Performance C Series 350W


INFO VARIANTE STARKER OFFICE-PC

Statt Dual-Core: Eine Vierkern-CPU wie der Intel Core i3-8100 verschafft dem Office-PC mehr Leistung.


Der starke Office-PC basiert auf dem oben vorgestellten System, bietet aber mehr Leistungsreserven. Als Rechenzentrale dient ihm eine Vierkern-CPU, womit die AMD-Athlon- und Intel-Celeron-Prozessoren ausscheiden. Mehr Performance bieten etwa der AMD Ryzen 3 2200G mit der stärkeren Radeon-GPU RX Vega 8 (85 Euro) und der Ryzen 5 2400G mit seiner nochmals etwas flotteren Radeon RX Vega 11 (130 Euro). Der günstigste Quad-Core-Prozessor auf Intel-Seite ist der Core i3-8100 (140 Euro).

Acht GByte RAM, M.2-SSD und fit für 4K-Monitore

Um den Office-PC weiter zu beschleunigen, lohnt sich die Investition in einen zweiten 4-GByte-Speicherriegel für insgesamt acht GByte RAM. Mehr Performance lässt sich auch aus der SSD herausholen, wenn man von einem SATA- auf ein M.2-Modell umsteigt (mit 256 GByte Kapazität rund 45 Euro). Dazu muss das Mainboard über einen M.2-Slot verfügen. Ersetzt man das Mainboard unserer Office-PC-Konfiguration etwa durch das MSI B450M Mortar Max (100 Euro), bekommt man neben dem M.2-Slot auch einen HDMI-und DisplayPort-Anschluss. Beide können einen Monitor auch in einer 4K-Auflösung ansteuern.

DER OPTIMALE GAMING-PC

Auch ein schneller Gaming-PC lässt sich mit kleinem Budget aufsetzen. Die Beispielkonfiguration kostet nur 655 Euro, stellt aber aktuelle Titel flüssig in Full-HD dar (1920 x 1080 Pixel). Der Zeitpunkt für den Zusammenbau ist übrigens gerade besonders günstig. Da AMD erst kürzlich seine neuen Prozessoren der Ryzen-3000-Serie vorgestellt hat, sind die Preise für die Ryzen-Serien 1000 sowie Ryzen 2000 deutlich gefallen und bieten derzeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Prozessorbereich.

AMD Ryzen 5 2600, 16 GByte RAM

Für den Full-HD-Gaming-PC entscheiden wir uns für die Sechskern-CPU AMD Ryzen 5 2600. Weil derzeit kaum ein Spiel mehr als vier Rechenkerne gleichzeitig nutzt, würde zwar auch ein Vierkern-Prozessor ausreichen, doch unser Gaming-PC soll auch Zukunftssicherheit bieten. Die AMD-CPU pflanzen wir ins Gigabyte-Mainboard B450M S2H, das zu den preiswertesten Sockel-AM4-Mainboards mit AMDs B450-Chipsatz gehört, bei der Ausstattung aber nichts Entscheidendes vermissen lässt. Weil es einem Gaming-PC nicht an Arbeitsspeicher mangeln sollte, bestücken wir ihn über das G.Skill RipJaws V DIMM Kit 2x 8 GByte mit insgesamt 16 GByte RAM.
Eine Alternative zum AMD Ryzen 5 2600 ist Intels günstigste Sechskern-CPU Core i5- 9400F (150 Euro). Das hintenangestellte F bedeutet, dass ihr eine GPU fehlt, was für den Gaming-PC aber keine Rolle spielt, weil wir ihn ohnehin mit einer Grafikkarte ausstatten. Die Intel-CPU benötigt ein Sockel-1151-V2- Mainboard. Dabei reichen Hauptplatinen mit Intels Mittelklasse-Chipsatz H370 wie das ASRock H370M Pro4 (95 Euro).

Ideal für Full-HD: Radeon RX 570

Gut auf den AMD Ryzen 5 2600 und den Intel Core i5-9400F abgestimmte Pixelbeschleuniger für Full-HD-Gaming sind Grafikkarten mit Radeon RX 570-GPU, etwa die ASRock Phantom Gaming M1 Radeon RX 570 4G. Seitens Nvidia kommen Modelle mit GTX 1050 Ti-Chip wie die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4G (155 Euro) am ehesten in Frage.

1 Mainboard Gigabyte B450M S2H


2 Prozessor AMD Ryzen 5 2600


3 Grafikkarte Sapphire Pulse Radeon RX 570 8G 5S


4 SSD Intel SSD 660p 512GByte M.2


INFO VARIANTE WQHD-/4K-PC

Für einen WQHDGaming-PC ist die Nvidia GeForce RTX 2060 Super die ideale GPU (hier von Gainward).


Bei höheren Auflösungen als Full-HD steigen die Anforderungen an die Grafikkarte, weil sie ein Vielfaches der Pixelmenge berechnen muss. Soll der Gaming-PC bei WQHD (2.560 x 1.440 Pixel) und 4K-Auflösungen wie 3.840 x 2.160 Pixel eine flüssige Darstellung abliefern, braucht es daher leistungsstärkere Grafikkarten und nicht zu vergessen einen WQHD- oder 4K-fähigen Monitor. Auch das Netzteil sollte etwas mehr Leistung mitbringen (um die 600 Watt).

WQHD mit Ryzen 5 3600 & Radeon 5700 XT

Geht es um das Spielen in WQHD, liegen Gamer mit dem AMD Ryzen 5 3600 (210 Euro) und einer Grafikkarte mit AMD Radeon 5700 XT-GPU (420 Euro) genau richtig. Alternativen: Ähnlich schnell rechnen die Intel-CPU Core i5-9600K (240 Euro) und die Nvidia-Grafikkarte GeForce RTX 2060 Super (ebenfalls 420 Euro). Für das Spielen in 4K empfehlen wir als CPU den AMD Ryzen 7 3700X (330 Euro) und als Grafikkarte die Nvidia GeForce RTX 2080 Super (ab etwa 750 Euro). Will man keine Kompromisse bei der GPU-Leistung eingehen, bekommt man mit der Nvidia GeForce RTX 2080 Ti (rund 1100 Euro) die derzeit schnellste Grafikkarte.

DER OPTIMALE ALLROUND-PC

Von den vorgestellten Rechnertypen hat der Allround-PC die schwierigste Aufgabe, denn um seinem Namen gerecht zu werden, muss er auch in jedem Einsatzgebiet überzeugen. Als Office-PC für die Büroarbeit erwartet man von ihm eine genauso gute Vorstellung wie als Gaming-PC für gelegentliche Spiele oder wenn es darum geht, Videos zu schneiden oder Fotos zu bearbeiten. Gleichzeitig darf der Allround-PC trotz leistungsfähiger Hardware-Zutaten nicht zu viel kosten. Diesen Spagat bekommt er mit unserem Bauvorschlag hin.

Sechskern-CPU für Multitasking

Weil sich der Allround-PC in alle anderen Rechnertypen verwandeln kann, bildet er quasi die Schnittmenge aus ihnen. Leistungsmäßig liegt er daher genau in der Mitte zwischen Einsteiger- und High-End-Rechner. Bei der CPU wird das besonders deutlich: Vier Kerne wären im Zweifelsfall zu wenig für das Multitasking, acht und mehr wiederum eine Nummer zu groß. Daher fällt die Wahl auf eine Sechskern-CPU, die AMD derzeit am günstigsten anbietet. Bereits die Hexacore-Prozessoren der ersten Ryzen-Generation leisten unserem Rechner gute Dienste, zum Beispiel der AMD Ryzen 5 1600. Für den Allround-PC sollten acht GByte Arbeitsspeicher ausreichen. Das im Spiele-PC eingesetzte Gigabyte-Mainboard B450M S2H passt ebenfalls gut zum System, weil es über seine HDMI- Schnittstelle 4K-Displays ansteuern kann.

Grafik: Mittelklasse-GPU mit 4 GByte

Anders als dem Gaming-PC reicht dem Allround-PC ein Mittelklasse-Pixelbeschleuniger mit vier statt acht GByte Videospeicher aus, etwa die ASRock Phantom Gaming M1 Radeon RX 570 4G. Bei der SSD muss es kein M.2-Modell sein, da auch SATA-SSDs gefühlt sehr flott unterwegs sind und bei gleicher Kapazität etwas weniger kosten. Zur Rechnerkonfiguration gesellt sich deshalb die M.2-SSD Kingston A400 SSD 480GByte. Wird der PC von mehreren Personen eingesetzt, lohnt der Umstieg auf ein größeres „Datengrab“ wie die WD-Festplatte Blue 4 TB.

1 RAM G.Skill Aegis DIMM 8 GByte


2 Prozessor AMD Ryzen 5 1600


3 Grafikkarte ASRock Phantom M1 Radeon RX 570 4G


4 Festplatte WD Blue 4TB


INFO VARIANTE MULTIMEDIA-/4K-VIDEOSCHNITT-PC

Wegen der höheren CPU-Last empfiehlt sich ein stärkerer Kühler, zum Beispiel der Alpenföhn Brocken 3 (50 Euro).


Liegt der Schwerpunkt des Allround-PCs auf komplexeren Multimedia-Aufgaben wie etwa dem Rendern von 4K-Videos, braucht er mehr Rechenpower, um sie effizient zu bewältigen. In unserem Bauvorschlag ersetzen wir deshalb den AMD Ryzen 5 1600 durch den Achtkern-Prozessor Ryzen 7 2700 (175 Euro).

Intel-Achtkern-CPUs: Zu teuer für ein Upgrade

Das Achtkern-Einstiegsmodell aus der Ryzen-1000-Generation, der Ryzen 7 1700 würde es genauso tun, kostet aufgrund geringerer Verfügbarkeit derzeit rund 20 Euro mehr. Mit 350 Euro ist Intels günstigster Achtkern-Prozessor Core i7-9700F doppelt so teuer wie der Ryzen 7 2700 und damit keine Option.
Damit der Arbeitsspeicher bei der Videobearbeitung nicht zum Flaschenhals wird, heben wir den Allround-PC mit einem zweiten 8-GByte-RAM-Riegel auf insgesamt 16 GByte. Weil der Rechner besonders bei 4K-Videomaterial mit großen Datenmengen hantieren muss, lohnt sich ferner der Wechsel von einer SSD auf eine M.2-SSD wie die Corsair Force Series MP510 480GByte (85 Euro). Sie hängt direkt am PCIe-Bus und kann deshalb einen vielfach höheren Datendurchsatz erreichen als ein SATA-Laufwerk.

DER OPTIMALE MINI-PC

Ein Mini-PC kann genauso schnell sein wie ein „großer“ Rechner im Standard-Gehäuse. Für die kompakte Bauweise gibt es einen Namen: Mini-ITX. So heißt der Formfaktor für Mainboards mit Abmessungen von nur 17 x 17 Zentimetern. Standard-Hauptplatinen kommen entweder im klassischen Formfaktor ATX (30,5 x 24,4 cm) oder der Variante Micro-ATX/μATX (24,4 x 24,4 cm). Mini-ITXMainboards bieten weniger Anschlüsse als ihre ATX-Kollegen, bringen aber alle wichtigen Schnittstellen mit. Immer mit dabei sind ein PCIe-3.0 x16-Slot für die Grafikkarte sowie zwei RAM-Steckplätze.

Viel Auswahl bei Intel-Mainboards

Bei der Konfiguration des Mini-PCs entscheiden wir uns für das Sockel-1151-V2- Mainboard ASRock B360M-ITX/ac. Durch seinen Intel-B360-Chipsatz bringt es sogar die Core-i9-Top-Modelle zum Laufen. Um den Mini-PC möglichst preiswert zu halten, bekommt er aber den Intel Celeron G4900 nebst vier GByte RAM spendiert, was ihn bereits zum vollwertigen Office-PC macht. Die im Celeron G4900 integrierte GPU spart weiteres Geld. Für AMD-CPUs ist die Auswahl an Mini-ITX-Mainboards derzeit nur etwa halb so groß. Günstige Gespanne finden sich trotzdem, zum Beispiel der AMD Athlon 200GE (50 Euro) und das ASRock Fatal1ty AB350 Gaming-ITX/ac (110 Euro).

CPU-Kühler passend zum Gehäuse

Etliche Mini-ITX-Gehäuse wie das LC-Power LC-1350mi bringen bereits ein Netzteil mit, das für unsere Beispielkonfiguration völlig ausreicht. Wer den Mini-PC zum Gaming-Riesen aufrüsten will, muss ein Netzteil zusätzlich mit einplanen und insbesondere auf das Lüftungskonzept des Gehäuses achten, damit die Betriebswärme auch effizient abgeführt wird. Für das 6,5 Zentimeter dünne LC-Power holen wir uns mit dem Alpenföhn Silvretta einen extraflachen Kühler (4,5 cm). Gehäuse-Alternative: Der Fractal Design Node 304 (80 Euro) bringt CPU-Kühler bis 16,5 Zentimeter Höhe unter und kommt mit Staubfilter und Lüftersteuerung.

1 Mainboard ASRock B360M-ITX/ac


2 CPU-Kühler Alpenföhn Silvretta


3 Optisches Laufwerk LG GTC0N


4 Gehäuse LC-Power LC-1350mi


INFO VARIANTE SILENT-PC

Der Mini-PC Zotac Zbox PI225 pico ist so klein wie eine externe SSD und komplett lautlos.


Damit der Mini-PC möglichst leise oder sogar lautlos arbeitet, bieten sich spezielle Mini-ITXGehäuse wie das Fractal Design Define Nano S an (65 Euro). Das 40 x 33 x 20,3 Zentimeter kleine Chassis reduziert den Lärmpegel durch seine Schalldämmung und bringt zudem drei große, langsam drehende Lüfter mit. Außerdem ist es für den Einbau einer Wasserkühlung vorbereitet, was es als Basis für schnelle Gaming-PCs prädestiniert. Eine Wasserkühlung passt zum Beispiel auch in den mit 31,6 x 27,6 x 26 Zentimeter ähnlich kompakten Thermaltake Core V1 (45 Euro).

Lautlos und nur halb so teuer

Soll der Mini-PC vorrangig für Office-Belange dienen, schießt man mit dem Selbstbau-Ansatz über das Ziel hinaus. Viel günstiger geht es mit Mini-Komplett-Systemen wie der Zotac Zbox PI225 pico (160 Euro). Sie lassen sich zwar nur sehr eingeschränkt aufrüsten, bringen dafür aber bereits alle PC-Komponenten inklusive vorinstalliertem Windows 10 mit. Je nach Modell sind sie auch nochmal deutlich kleiner als die Mini-PCs. Die Zbox PI225 pico misst nur 9,5 x 6,3 x 0,8 Zentimeter und läuft durch ihre passive Kühlung komplett lautlos.