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SOZIALE VERANTWORTUNG: DER W€RT D€R GUTEN TAT


Harvard Businessmanager - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 19.03.2019

Die Wirkung sozialer oder ökologischer Investitionen ließ sich bisher nur schwer in Geldeinheiten ausdrücken. Eine neue Methode schafft Abhilfe. So berechnen Sie in sechs Schritten eine aussagefähige Kennzahl.


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Bildquelle: Harvard Businessmanager, Ausgabe 4/2019

ILLUSTRATION: MATT CHASE

KOMPAKT

DAS PROBLEM

In der Geschäftswelt gibt es weithin akzeptierte Methoden, um die erwartete finanzielle Rendite einer Investition zu berechnen. Für die Quantifizierung der erhofften sozialen oder ökologischen Rendite existiert nichts Vergleichbares.

DIE LÖSUNG

Der Rise Fund und die Bridgespan Group haben eine Methode entwickelt, mit der sich der finanzielle Wert des sozialen ...

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... oder ökologischen Nutzens einer Geldanlage schätzen lässt. Das sechsstufige Verfahren bringt eine Zahl hervor, die als Impact Multiple of Money (IMM) bezeichnet wird – auf Deutsch etwa „ Wirkungsmultiplikator der Investition“. Er drückt den sozialen Wert als ein Vielfaches der Investition aus.

In der gesellschaftlichen Debatte werden Ungleichheit und Mangel immer dringlichere Themen. Deshalb wollen viele Investoren neben einer finanziellen auch eine soziale Rendite erwirtschaften – gut verdienen und dabei Gutes tun. Eine Möglichkeit ist das sogenannte wirkungsorientierte Investieren oder Impact Investing. Dabei fließt das Anlagekapital in Projekte und Unternehmen, die neben einer finanziellen Rendite auch einen sozialen oder ökologischen Nutzen bringen. Das Problem ist nur: Während in der Investitionsrechnung für die Kalkulation der zu erwartenden finanziellen Rendite eine Reihe etablierter Verfahren zur Verfügung steht, zum Beispiel die Interne-Zinsfuß-Methode, gibt es keine vergleichbaren Ansätze, um die erhoffte soziale oder ökologische Wirkung zu quantifizieren. Hier herrscht allzu oft großes Rätselraten. Auch Investoren, die von der bisherigen sozialen und ökologischen Erfolgsbilanz eines Unternehmens auf die künftige Entwicklung schließen wollen, finden kaum verwertbare Daten. Zwar berichten inzwischen nahezu zwei Drittel der großen und mittleren Unternehmen weltweit regelmäßig über ökologische, soziale und Governance-bezogene Themen. Aber die Angaben beschränken sich in der Regel auf Selbstverpflichtungen und Abläufe. Konkrete Zahlen über die Wirkung auf Kunden oder die Gesellschaft gibt es selten.

Führende Branchenvertreter haben diesen Missstand erkannt und intensiv daran gearbeitet, die Wirkung sozialer Investitionen besser messen und steuern zu können. Zu ihnen gehören Root Capital, die MacArthur Foundation, das Omidyar Network, der Skopos Impact Fund, Bridges Impact+, das Weltwirtschaftsforum und die Rockefeller Foundation. Ihre Arbeit hat eine Reihe interessanter Kennzahlen hervorgebracht, unter anderem die Sozialrendite (Social Return on Investment, SROI). Das Impact Management Project, eine 2016 gegründete Kooperation von Stiftungen und großen Vermögensverwaltungsgesellschaften, will all diese Ansätze zu einer gemeinsamen Sprache für wirkungsorientiertes Investieren weiterentwickeln. Zudem will sie praktische Werkzeuge erarbeiten, um Best Practices umzusetzen.

Wir arbeiten für zwei Organisationen, die sich dabei engagieren: den Rise Fund, einen zwei Milliarden Dollar schweren Impact-Investing-Fonds der Beteiligungsgesellschaft TPG Growth für Startups in der Wachstumsphase, und die Social-Impact-Beratungsgesellschaft Bridgespan Group. Sie haben in den vergangenen zwei Jahren untersucht, wie sich die soziale und ökologische Wirkung von Investitionen mit der gleichen Präzision prognostizieren lässt wie die finanzielle Entwicklung. In Zusammenarbeit mit Experten, die über jahrelange Erfahrung in diesem Bereich verfügen, haben der Rise Fund und Bridgespan ein zukunftsgerichtetes Verfahren erarbeitet. Mit der Methode lässt sich errechnen, welchen monetären Wert der soziale oder ökologische Nutzen hat, der sich vermutlich mit jedem investierten Dollar erzielen lässt. Dadurch können wirkungsorientierte Investoren, seien es Unternehmen oder institutionelle Akteure, die zu erwartende soziale oder ökologische Rendite ermitteln. Die neue Bewertungskennzahl nennen wir Impact Multiple of Money, IMM. (Eine gute Übersetzung wäre „Wirkungsmultiplikator der Investition, WMI, die wir im Folgenden verwenden –Anm. d. Red. )

Die Berechnung des WMI ist nicht ganz einfach. Deshalb sollten Unternehmen, die diese Kennzahl verwenden möchten, zunächst ermitteln, bei welchen Produkten, Dienstleistungen oder Projekten sich der Aufwand lohnt. Als Aktieninvestor sortiert Rise durch eine qualitative Bewertung potenzielle Investitionen, die den WMI-Mindeststandard vermutlich nicht erfüllen würden, ebenso aus wie finanziell unattraktive Anlageziele. Nur Unternehmen mit einer sozialen Zielsetzung und einer möglicherweise messbaren Wirkung werden bewertet. Allerdings zieht Rise eine Investition erst ab einem Wirkungsmultiplikator von 2,5 in Betracht: Das heißt, jeder investierte Dollar wird voraussichtlich eine soziale Rendite von mindestens 2,5 Dollar erzielen. Wo die WMI-Schwelle liegt, kann natürlich jedes Unternehmen frei festlegen.

Um es gleich klar zu sagen: In die Berechnung fließen zahlreiche Annahmen und Ermessensentscheidungen ein. Deshalb erheben wir nicht den Anspruch, dass unser Verfahren das einzig richtige Ergebnis hervorbringt. Wir sind aber überzeugt, dass es wertvolle Hinweise darauf liefert, welche Investitionen eine nennenswerte soziale Wirkung entfalten dürften und welche nicht. Auf den folgenden Seiten beschreiben wir die Berechnung des WMI. Sie besteht aus den nachfolgenden sechs Schritten.

1| RELEVANZ UND GRÖSSENORDNUNG BEWERTEN

Zunächst sollten sich Investoren die Relevanz und die Größenordnung eines Produkts, einer Leistung oder eines Projekts ansehen. Ein Haushaltsgerätehersteller kann in Energiesparfunktionen für seine Produkte investieren; ein Betreiber von Gesundheitszentren könnte prüfen, welcher soziale Nut zen sich durch eine Expansion in einkommensschwache Stadtteile ergeben könnte.

ILLUSTRATION: MATT CHASE


EINE HANDY-APP VERRINGERTE DIE KORRUPTION IN EINEM HILFSPROGRAMM IN AFRIKA. DADURCH VERDIENTEN DIE BAUERN PRO JAHR 99 DOLLAR MEHR.


In Bezug auf die Größenordnung stellt sich die Frage: Wie viele Menschen wird das Produkt oder die Leistung erreichen und wie groß wird die Wirkung sein? Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt eine der ersten wirkungsorientierten Investitionen des Rise Fund: eine Beteiligung am Bildungstechnologieanbieter EverFi. (Die in diesem Beitrag gemachten Angaben zu Finanzen und Beteiligungen sind repräsentativ; die tatsächlichen Zahlen sind vertraulich.) Rise ermittelte drei Ever-Fi-Programme, die bereits über eine erhebliche Reichweite verfügten: AlcoholEdu, ein Onlinekurs, der Alkoholmissbrauch bei Collegestudenten vorbeugen soll und an mehr als 400 Hochschulen abgehalten wurde; Haven, ein Kurs über Gewalt in Beziehungen und sexuelle Belästigung, der an mehr als 650 Universitäten angeboten wird; und ein Kurs, der finanzielles Allgemeinwissen vermittelt und an mehr als 6100 Schulen angeboten wird. Bei der Berechnung ging Rise von den prognostizierten jährlichen Anmeldezahlen dieser Kurse aus. Geschätzt sollte eine Investition in EverFi über einen Zeitraum von fünf Jahren ab 2017 Auswirkungen auf 6,1 Millionen Schüler und Studenten haben können.

Natürlich hängt die Wirkung eines Programms nicht nur davon ab, wie viele Menschen es erreicht; entscheidend sind die erzielten Verbesserungen. Ein massiver Vorteil für wenige Menschen kann mehr wert sein als ein geringfügiger Nutzen für viele. Dodla Dairy, ein weiteres Investment des Rise Fund, kauft und verarbeitet jeden Tag frische Milch von mehr als 220.000 Kleinbauern im Süden Indiens. Hier war die Zahl der betroffenen Landwirte klar, aber Rise musste ermitteln, wie viel Milch Dodla bei ihnen zu welchem Preis kaufen würde. Bei einem prognostizierten Volumen von 2,6 Milliarden Litern Milch über einen Zeitraum von fünf Jahren schätzte Rise, dass eine Investition in Dodla das jährliche Einkommen der Bauernfamilien um 73 Prozent steigern würde – von 425 auf 735 Dollar. Wenn die Kleinbauern einen zuverlässigen Abnehmer für ihre Milch haben, investieren sie weniger Zeit und Geld in die Vermarktung. Und sie bekommen die nötige Planbarkeit und Unterstützung für langfristige Investitionen – das steigert die Milchleistung und somit das Einkommen.

2| DAS ANGESTREBTE ERGEBNIS BESTIMMEN

Im zweiten Schritt ist zu klären, wie das soziale oder ökologische Ergebnis aussehen soll. Außerdem sollten Investoren schauen, ob sich belegen lässt, dass es realistisch und messbar ist. Glück licherweise können sie auf eine Vielzahl sozialwissenschaftlicher Untersuchungen zurückgreifen, um das Wirkungspotenzial eines Unternehmens abzuschätzen. Stiftungen, Non-Profit-Gesellschaften und die Politik (unter anderem der Innovationsinvestmentfonds des US-Bildungsministeriums) verlassen sich bei ihren Finanzierungsentscheidungen für soziale Programme seit zehn Jahren in großem Umfang auf sozialwissenschaftliche Forschung.

Dadurch ist eine ganze Branche entstanden, die soziale Auswirkungen misst. Prominente amerikanische Vertreter sind Organisationen wie MDRC, eine gemeinnützige sozialpolitische Forschungsgesellschaft, das Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab (J-PAL) am MIT und das Institut Mathematica Policy Research in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey.

Bei AlcoholEdu haben wir uns auf eine randomisierte kontrollierte Studie gestützt. Sie hat gezeigt, dass Teilnehmer der Kurse 11 Prozent weniger „alkoholbedingte Vorkommnisse“ hatten. Darunter fallen riskantes Verhalten, peinliche Handlungen oder Aussagen und ein negatives Selbstwertgefühl aufgrund des Alkoholkonsums. Das wären zusammengenommen rund 239.350 Zwischenfälle weniger.

Nach Informationen der National Institutes of Health (NIH) sind 0,015 Prozent aller Todesfälle unter Hochschulstudenten in den USA auf Alkohol zurückzuführen. Rise schätzte, dass AlcoholEdu unter den 2,2 Millionen Studenten, die über einen Zeitraum von fünf Jahren an den Kursen teilnehmen dürften, 36 Leben retten würde. (Gerettete Leben, die wichtigste Wirkung eines geringeren Alkoholkonsums, lassen sich relativ einfach in Geldeinheiten bewerten. Darüber hinaus hat ein sinkender Alkoholmissbrauch noch weitere Vorteile für die Betroffenen und für die Gesellschaft.) Bei Haven haben wir uns auf die Verhinderung von sexueller Gewalt konzentriert. Rund 10,3 Prozent der weiblichen und 2,5 Prozent der männlichen Bachelorstudenten werden jedes Jahr Opfer von sexueller Gewalt. Einer Studie aus dem Jahr 2007 zufolge, die die Wirkung eines Präventionskurses mit Präsenzunterricht an einer Hochschule im Nordosten der USA untersuchte, ging die Zahl der sexuellen Übergriffe unter den weiblichen Teilnehmern um rund 19 Prozent und bei den männlichen Teilnehmern um 36 Prozent zurück. Rise wendete diese Daten auf die 2,6 Millionen Studenten an, die im betrachteten Fünfjahreszeitraum an Haven teilnehmen dürften. Der Fonds ging von einer gleichen Anzahl männlicher und weiblicher Teilnehmer aus. Auf dieser Grundlage schätzte er, dass der Kurs 25.869 sexuelle Übergriffe gegen Frauen und 12.029 Übergriffe gegen Männer verhindern würde.

0,015 Prozent aller Todesfälle unter Studenten in den USA sind auf Alkohol zurückzuführen. Unter den Teilnehmern eines Hochschulprogramms gegen Alkoholmissbrauch gab es

11 Prozent weniger „alkoholbedingte Vorkommnisse“. Wenn

2,2 Millionen Studenten an dem Programm teilnehmen, …

… rettet es schätzungsweise36 Leben.

Eine US-Behörde beziffert den „Wert eines statistischen Lebens“ auf5,4 Millionen Dollar.

Rettet das Programm gegen Alkoholmissbrauch36 Leben, …

… erzielt es einen gesellschaftlichen Wert von mindestens194 Millionen Dollar.

3| DEN WIRTSCHAFTLICHEN WERT SCHÄTZEN

Sind die gewünschten Ergebnisse ermittelt, müssen wirkungsorientierte Investoren eine „Ankerstudie“ finden, die diesen Ergebnissen einen wirtschaftlichen Wert beimisst. Cellulant, ein regionaler afrikanischer Anbieter einer Mobile-Payment-Plattform, die von Banken, großen Einzelhändlern, Telekomunternehmen und staatlichen Stellen verwendet wird, ist ein gutes Beispiel. Gemeinsam mit dem nigerianischen Landwirtschaftsministerium setzte Cellulant ein korruptionsgeplagtes Saatgutund Düngersubventionsprogramm neu auf. Das Unternehmen entwickelte eine Handy-App, mit der Landwirte ihre subventionierten Produkte direkt bei örtlichen Händlern abholen konnten, sodass es weniger Möglichkeiten gab, etwas abzuzweigen. Zuvor hatte das Programm 89 Prozent seiner Gelder durch Missmanagement und Korruption verloren. Mit Cellulants App erreichen jetzt 90 Prozent der Hilfen die gewünschten Empfänger.

Wir standen vor der Aufgabe, den wirtschaftlichen Wert des Subventionsprogramms für die Bauern zu ermitteln. Dazu nutzten wir eine fundierte Studie, die die Ergebnisse von teilnehmenden und nicht teilnehmenden Landwirten miteinander verglichen hatte. In der betrachteten Saison hatten die Bauern mit Saatgut- und Düngersubventionen dank eines höheren Maisertrags 99 Dollar mehr verdient.

Für die Auswahl der Ankerstudie betrachten wir eine Reihe von Faktoren. Der erste ist die wissenschaftliche Stringenz: Bewertet die Studie systematisch frühere Untersuchungsergebnisse, um Schlussfolgerungen aus diesem Forschungsmaterial abzuleiten? Oder legt sie Erkenntnisse aus randomisierten kontrollierten Studien vor, die Gruppen mit und ohne eine bestimmte Maßnahme vergleichen? Wir ziehen beide Arten von Untersuchungen Beobachtungs- und Fallstudien vor.

Genauso wichtig ist uns die Relevanz: Berücksichtigt die Studie Menschen mit einem vergleichbaren Wohnumfeld (zum Beispiel städtisch oder ländlich) und einem vergleichbaren Einkommen? Je größer die Übereinstimmungen, desto besser. Zudem sind aktuelle Studien nützlicher als ältere, und Untersuchungen, die in der Forschungsliteratur besonders oft zitiert werden, verdienen besondere Berücksichtigung.

Wenn es keine belastbaren Studien gibt oder Zweifel bestehen, können Experten auf dem jeweiligen Gebiet weiterhelfen. Auf sie griffen wir beispielsweise bei der Bewertung von Acorns zurück, einem Fintech-Anbieter für Personen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. Wir konnten keine geeigneten Studien finden, die zeigen, was es bringt, Menschen regelmäßiges Sparen beizubringen.

Das war einer von drei Wirkungsbereichen, den wir uns anschauten. In diesem Fall wandten wir uns an das Center for Financial Services Innovation in Chicago. Wir gelangten so an Untersuchungen, die belegen, dass in der Zielgruppe schon geringe Sparbeträge die Inanspruchnahme von teuren Kurzzeitkrediten verringern können. Um das Ergebnis von AlcoholEdu in einen monetären Wert zu übersetzen, hielten wir uns an die Vorgaben des US-Verkehrsministeriums. Wenn es die Reduzierung der Zahl von Verkehrstoten und Verletzten bewertet, verwendet es eine Kennzahl, die als „Wert eines statistischen Lebens“ bezeichnet wird. Dieser Ankerstudie zufolge ist das Verhindern eines Todesfalls 5,4 Millionen Dollar wert. (Lesen Sie zu ethischen Fragen auch den Kasten „Eine Frage der Moral“ auf Seite 77.) Davon ausgehend dürfte das AlcoholEdu-Programm durch das Verhindern von 36 Todesfällen einen gesellschaftlichen Wert von mindestens 194 Millionen Dollar erzielen.

Bei der Bewertung von Haven haben wir herausgefunden, dass sich Wissenschaftler an den National Institutes of Health bereits ausführlich mit den ökonomischen Auswirkungen von sexueller Gewalt beschäftigt haben. Die Behörde beziffert die Rechtsund Gesundheitskosten sowie die volkswirtschaftlichen Kosten eines einzigen sexuellen Übergriffs inflationsbereinigt auf 16.657 Dollar. Diesen Wert hat Rise mit der prognostizierten Zahl der sexuellen Übergriffe, die Haven verhindern würde (37.898), multipliziert und auf diese Weise einen Wert von knapp 632 Millionen Dollar errechnet. Da es bei sexueller Gewalt eine hohe Dunkelziffer gibt, könnte Havens Wirkung sogar noch größer sein.

Bei EverFis Kurs zum Thema finanzielles Allgemeinwissen haben wir uns auf eine Studie aus dem Jahr 2016 gestützt, die sich mit einem ähnlichen Programm für Highschoolschüler befasst hatte. Die Untersuchung kam damals zu dem Ergebnis, dass die Teilnehmer im Alter von 22 Jahren im Durchschnitt 538 Dollar weniger Schulden hatten als die Schüler einer ähnlichen Gruppe, die diese Kurse nicht besucht hatte. Die Zinsen für die zusätzlichen Schulden beliefen sich über einen Zeitraum von fünf Jahren auf ungefähr 81 Dollar. In der Annahme, dass im Verlauf von fünf Jahren 1,3 Millionen Schüler am Programm von EverFi teilnehmen und jeder von ihnen 81 Dollar spart, liegt der ökonomische Wert des Programms bei insgesamt 105 Millionen Dollar.

Zusammengenommen ergibt sich für die drei EverFi-Programme über einen Zeitraum von fünf Jahren ein wirtschaftlicher Wert von rund 931 Millionen Dollar: 194 Millionen Dollar für AlcoholEdu, 632 Millionen Dollar für Haven und 105 Millionen Dollar für das finanzielle Allgemeinwissen.

4| UNSCHÄRFE BEI DER ÜBERTRAGUNG BERÜCKSICHTIGEN

Wir haben zwar nachgewiesen, dass sozialwissenschaftliche Untersuchungen geeignet sind, um den monetären Wert eines gesellschaftlichen oder ökologischen Nutzens zu ermitteln. Aber uns ist auch klar: Es birgt ein gewisses Risiko, Erkenntnisse aus Studien anzuwenden, die nicht direkt mit einer bestimmten Investition zu tun haben. Deshalb kalkulieren wir bei dem mithilfe einer Ankerstudie errechneten sozialen Wert noch die Qualität und Relevanz der zugrunde liegenden Untersuchung ein. Wir berechnen einen Index, der anzeigt, welcher Umsetzungsgrad für die ermittelte Wirkung zu erwarten ist. Dabei bewerten wir sechs Risikokategorien und ermitteln daraus einen Gesamtwert, der auf einer Skala von 1 bis 100 die Wirkungswahrscheinlichkeit angibt.

Die beiden wichtigsten Indexkomponenten betreffen die Qualität der Ankerstudie und ihre Nähe zu den Produkten oder Leistungen, die wir bewerten wollen. Diese beiden Komponenten machen 60 der 100 möglichen Punkte aus. Ankerstudien auf Basis von Metaanalysen oder einer randomisierten kontrollierten Studie erhalten Topwerte, Beobachtungsstudien stufen wir niedriger ein. Die für AlcoholEdu verwendete Untersuchung fiel in die erste Kategorie, die für Haven und den Finanzkurs verwendeten Studien in die zweite.

Um die Ankerstudie mit dem gewünschten Ergebnis eines Produkts oder einer Leistung zu verknüpfen, müssen in manchen Fällen Annahmen getroffen werden – und weitere Annahmen sind ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor. Die Ankerstudie für EverFis Finanzwissenprogramm stellte eine eindeutige Verbindung zwischen den Kursen und niedrigeren Schulden der Schüler her; deshalb war hier die Höchstpunktzahl gerechtfertigt. Bei den Studien für AlcoholEdu und Haven waren die Zusammenhänge weniger klar. Dass die AlcoholEdu-Kurse zu weniger alkoholbedingten Zwischenfällen führen und auf diese Weise die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle senken, ist lediglich eine Annahme. Und auch bei der Ankerstudie für Haven handelt es sich nur um eine Annahme, dass die Schulung über das Thema sexuelle Gewalt zu weniger Übergriffen führt und so die Folgen von Übergriffen verringert.

Die vier verbleibenden Indexkomponenten, die je maximal zehn Punkte erreichen können, sind:

Kontext Ist das soziale Umfeld der Studie mit dem des Projekts vergleichbar? Ist es zum Beispiel in beiden Fällen ein städtisches Umfeld, oder geht es in einem der beiden Fälle um eine ländliche Region?

Einkommensgruppe des Landes Gehören die in der Studie untersuchten Bevölkerungsgruppen und die des Projekts der gleichen Einkommensgruppe gemäß Definition der Weltbank an?

Vergleichbarkeit der Produkte oder Leistungen Wie gut sind die Aktivitäten in der Studie mit denen des Projekts vergleichbar? Gehören zum Beispiel die Zielgruppen des Produkts oder der Leistung der gleichen Altersgruppe an?

Zu erwartende Nutzung Besteht das Risiko, dass ein Produkt oder eine Leistung nach dem Kauf nicht wie beabsichtigt in Anspruch genommen wird? Viele Mitglieder von Fitnessklubs etwa gehen nach einiger Zeit nicht mehr zum Training. Mit dieser Methode bezifferte Rise die Wirkungswahrscheinlichkeit von AlcoholEdu auf 85 Prozent, die von Haven auf 55 Prozent und die des Finanzwissenprogramms auf 75 Prozent. Dadurch verringerte sich der geschätzte monetäre Wert auf 164 Millionen Dollar für AlcoholEdu, auf 348 Millionen Dollar für Haven und auf 77 Millionen Dollar für das Finanzwissenprogramm. Bereinigt um diese Unschärfen, sank der Wert der sozialen Wirkung einer Investition in EverFi somit von 931 Millionen Dollar auf 589 Millionen Dollar.

Die Indexberechnung erwies sich als schwierig. Wir haben Bewertungs- und Messexperten konsultiert und ausgehend von ihrem Feedback die Risikokategorien und die dazugehörigen Werte immer wieder angepasst. In einer Version wollten wir zum Beispiel die Region als Maß für die Vergleichbarkeit von Studie und Projekt berücksichtigen – etwa das Land oder den Kontinent. Aber Fachleute sagten uns, es sei sinnvoller, nach ähnlichen Einkommensgruppen zu suchen – ungeachtet des Landes oder eines urbanen oder ländlichen Umfelds.

Der Index soll die wichtigsten Risiken berücksichtigen. Aber er kann nicht alles enthalten, was möglicherweise die Wirkung einer Investition mindert, und er kann nicht die gesamte Unschärfe bei der Übertragung von der Ankerstudie auf das Produkt oder die Dienstleistung erfassen. Wenn andere neue Ideen vorstellen, werden wir unseren Ansatz weiter optimieren.

5| DEN RESTWERT ERMITTELN

Im Finanzbereich gibt der Restwert an, wie viel ein Unternehmen nach einem bestimmten Prognosezeitraum noch wert ist. Typischerweise ist das ein hoher Prozentsatz des gesamten prognostizierten Unternehmenswerts. Bei sozialen Investitionen, bei denen in der Regel die aktuelle oder die frühere Wirkung quantifiziert wird, ist der Restwert ein neues Konzept. Oft aus gutem Grund: Denn bei vielen Projekten endet die soziale Wirkung schon kurz nach Programmende – beispielsweise bei der Ausgabe von Chlortabletten für sauberes Wasser. In anderen Fällen jedoch kann die positive Wirkung länger anhalten. Solarmodule etwa können noch lange nach ihrer Installation Energie erzeugen. Bei solchen Projekten ist es sinnvoll, einen Restwert zu ermitteln. So geht Rise diese Frage an: Der Fonds geht vom geschätzten Wirkungswert im letzten Jahr des Investitionszeitraums aus und bewertet, wie wahrscheinlich es ist, dass sowohl die Reichweite (die Zahl der erreichten Menschen) als auch der soziale Wert noch fünf Jahre lang konstant bleiben.

Für Unternehmen, bei denen beides mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall ist, gilt ein Abzinsungssatz von 5 Prozent; das heißt, der Restwert fällt jedes Jahr um 5 Prozent. Wenn davon auszugehen ist, dass Reichweite und sozialer Wert schnell nachlassen, gilt ein Abzinsungssatz von 25 Prozent.

EINE FRAGE DER MORAL

Den sozialen oder ökologischen Nutzen und die Kosten zu quantifizieren wirft mitunter schwierige Fragen auf. Einige Beispiele:
• Wenn der Einwohner eines Schwellenlandes einen Dollar mehr verdient als vorher – hat das dann eine größere Wirkung, als wenn der Einwohner eines Industrielandes einen Dollar mehr verdient?
• Wenn ein Projekt das Ziel verfolgt, das Einkommen zu steigern – sollten wir dann diese Wirkung unabhängig vom bisherigen Einkommen einer Familie erfassen oder nur, wenn das Einkommen unterhalb eines bestimmten Grenzwerts lag?
• Wenn die gewünschte Wirkung das Retten von Menschenleben ist – können wir dann ein Leben in Geldeinheiten ausdrücken?
• Gesundheitsökonomen beziffern den Wert eines statistischen Lebens je nach Land sehr unterschiedlich – aber sollten wir menschliches Leben unterschiedlich bewerten, nur weil jemand zufällig in einem bestimmten Land geboren wurde?

Bei solchen Fragen stützt sich der Impact-Investmentfonds Rise auf wissenschaftliche Untersuchungen, um Entscheidungen fundiert und auf Grundlage einer soliden analytischen Bewertung treffen zu können. Bei einigen WMIs hat Rise einen globalen, gewichteten Durchschnittswert für ein gerettetes Leben errechnet, statt einen landesspezifischen Wert zu verwenden. Das soll verhindern, dass über Investitionen ungewollt zugunsten von Industrieländern entschieden wird. Bei anderen WMIs hat Rise berücksichtigt, wie arme Menschen zusätzliches Geld nach einer Einkommensverbesserung verwenden, und dies mit den Mitgliedern höherer Einkommensgruppen verglichen. Die Investmentbranche und die Wissenschaft müssen solche schwierigen Fragen kontinuierlich im Blick behalten.

ILLUSTRATION: MATT CHASE


EIN ANBIETER VON WEITERBILDUNGSKURSEN ERHIELT 100 MILLIONEN DOLLAR. DER SOZIALE WIRKUNGSWERT BETRUG 534 MILLIONEN DOLLAR.


Den Restwert der Programme von EverFi in den fünf Jahren unmittelbar nach dem Ende der Investition – von 2022 bis 2026 – hat Rise wie folgt berechnet: Der Fonds ging davon aus, dass das Programm in jedem dieser fünf Jahre noch den gleichen Wirkungswert erzielt wie 2021, nämlich 159 Millionen Dollar. Diese Summe zinste Rise mit 20 Prozent pro Jahr ab. Der Satz spiegelt die Annahmen zur Zahl der Absolventen der Programme und zur vermutlichen Nachhaltigkeit der Wirkung wider. So ergab sich für die drei Programme für Rise ein Restwert von 477 Millionen Dollar. Zusammen mit dem risikobereinigten Wirkungswert von 589 Millionen Dollar, der während des Investitionszeitraums erzielt werden dürfte, ergibt sich somit eine Gesamtwirkung von rund 1,1 Milliarden Dollar.

6| WIRKUNGSMULTIPLIKATOR BERECHNEN

Der letzte Schritt, um den Wirkungsmultiplikator der Investition (WMI) zu berechnen, fällt für Unternehmen anders aus als für Investoren. Unternehmen können einfach den geschätzten Wert eines sozialen oder ökologischen Nutzens durch die Investitionssumme teilen.

Angenommen, ein Unternehmen investiert 25 Millionen Dollar in eine neue Produktlinie für günstige Brillen für Menschen in ländlichen Regionen von Schwellenländern. Es errechnet für den sozialen Nutzen einen Wert von 200 Millionen Dollar – dank einer höheren Kundenproduktivität und eines höheren Einkommens. Das Unternehmen würde einfach 200 Millionen Dollar durch 25 Millionen Dollar teilen. So ergeben sich 8 Dollar an sozialem Wirkungswert pro investierten Dollar. Das heißt, der Wirkungsmultiplikator der Investition ist 8.

Investoren müssen jedoch noch einen Rechenschritt mehr vornehmen, weil ihnen nur ein Teil des Unternehmens gehört. Angenommen, Rise investiert 25 Millionen Dollar in eine 30-Prozent-Beteiligung an einem Unternehmen, das der Berechnung zufolge 500 Millionen Dollar an sozialem Wert schaffen wird. Dann kann Rise natürlich auch nur 30 Prozent des Wirkungswerts für sich in Anspruch nehmen, also 150 Millionen Dollar. 150 Millionen Dollar dividiert durch 25 Millionen Dollar ergibt einen WMI von 6.

Rise hat 100 Millionen Dollar in eine 50-Prozent-Beteiligung an EverFi investiert. Der Fonds korrigierte seinen Anteil an EverFis prognostiziertem risikobereinigten sozialen Wirkungswert von 1,1 Milliarden Dollar auf 534 Millionen Dollar und dividierte diesen Betrag durch die investierte Summe. Über diese Berechnung kam Rise auf einen WMI von rund 5.

Der große Vorteil des Wirkungsmultiplikators besteht darin, dass er eine direkte Vergleichbarkeit unterschiedlicher Investments herstellt. Dabei ist aber immer zu beachten, dass er keine präzise Kennzahl wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis einer Aktie ist. Bei aller Stringenz des Berechnungssystems ist es möglich, dass ein anderer Analyst eine andere, ebenso fundierte Ankerstudie zugrunde legt und so zu einem recht unterschiedlichen Ergebnis kommt.

Der WMI soll eine Richtung vorgeben. Legen Sie alle Schritte Ihrer Berechnung offen. Wenn Sie es anderen ermöglichen, Ihre Annahmen nachzuvollziehen, können diese Ihnen Verbesserungen vorschlagen. Das könnte Ihnen zu noch belastbareren Ergebnissen verhelfen. Darüber hinaus empfehlen wir eine Sensitivitätsanalyse, die zeigt, wie sich veränderte Annahmen auf den WMI auswirken. Dieser Prozess trägt dazu bei, die wichtigsten Treiber des sozialen Werts aufzudecken.

FAZIT

Sir Ronald Cohen ist ein Vorreiter und Befürworter des wirkungsorientierten Investierens. Auf dem GSG Summit 2017, einem jährlichen Branchengipfel, sagte er, das schnelle Wachstum des Impact-Investings werde einen kritischen Punkt erreichen. Dann werde es „bei der Wirkung eine Kettenreaktion auslösen“, die Investoren, Unternehmen, Stiftungen und soziale Organisationen gleichermaßen erfasse. In ihren täglichen Abläufen könnten sich dadurch schneller Methoden zur Quantifizierung der sozialen und ökologischen Wirkung von Investitionen etablieren.

Zunächst aber müssen Unternehmen und Investoren ihre Bewertungsansätze verbessern. Dies hat nicht nur für Impact-Investoren Priorität, sondern auch für alle, die sich mehr privates Kapital für die Lösung drängender sozialer Probleme wünschen. Wir möchten mit unserer Arbeit zeigen, dass es sich lohnt, die soziale Rendite einer Investition genauso systematisch und gründlich zu prüfen wie die finanzielle.

Rise und Bridgespan möchten dieses Modell mit anderen Investoren und Unternehmen teilen. Außerdem hat Rise eine neue Einheit gegründet, die Studien unterstützt und zusammenfasst, die für fundierte Impact-Investment-Entscheidungen nötig sind. In einer Welt, in der immer mehr CEOs über das Verhältnis von finanziellen Gewinnen und gesellschaftlichem Nutzen sprechen, bietet der WMI eine systematische Methode, die Kunst der Kapitalallokation für soziale Zwecke einzusetzen.© HBP 2019 siehe Seite 110

AUTOREN

CHRIS ADDY ist Partner bei der Bridgespan Group, einer globalen Social-Impact-Beratungsgesellschaft.

MAYA CHORENGEL ist Senior Partner beim Rise Fund, einem Impact-Fonds der Beteiligungsgesellschaft TPG Growth.

MARIAH COLLINS ist Managerin bei der Bridgespan Group.

MICHAEL ETZEL ist Partner bei der Bridgespan Group.