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Spannendes neues Buch: TV-Legende Herbert Köfer: Herbert Köfer Herbert Köfer


Super TV - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 23.01.2020

Der Name Herbert Köfer steht für Unterhaltung erster Klasse. Doch hinter der humorvollen Fassade ging es bei unserem Fernseh-Liebling manchmal auch ganz anders zur Sache …


+++ Wie die DEFA mich reinlegte +++ Demüti gungen nach der Wende +++ Wer in der Not wirklich zu mir hielt +++

Der Name Herbert Köfer steht für Unterhaltung erster Klasse. Doch hinter der humorvollen Fassade ging es bei unserem Fernseh-Liebling manchmal auch ganz anders zur Sache …


Artikelbild für den Artikel "Spannendes neues Buch: TV-Legende Herbert Köfer: Herbert Köfer Herbert Köfer" aus der Ausgabe 5/2020 von Super TV. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Super TV, Ausgabe 5/2020

ENTHÜLLUNGEN Herbert Köfers neues Buch „99 und kein bisschen leise“ gibt es ab 27. Januar (Eulenspiegel, 14,99 Euro)


TREUER GEFÄHRTE Die englische Bulldogge ...

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Fotos: Eulenspiegel Verlag, Facebook/offiziellherbertkoefer, imago images/STAR-MEDIA, MDR (1)/DRA (1), picture alliance (5), Youtube

ZU GROSS Aus dieser Villa zog er 2013 an den Seddiner See


ÜBERGLÜCKLICH Seit 2000 ist der rüstige Künstler in dritter Ehe mit seiner Heike verheiratet


Er steht wie kein anderer fürs DDR-Fernsehen: Herbert Köfer, mit seinen 98 Jahren der älteste aktive Schauspieler der Welt. Ans Aufhören denkt der agile Künstler noch lange nicht. Am 17. Februar feiert der Publikumsliebling seinen 99. Geburtstag.

Ungeschönte Wahrheit.

Und so lautet der Titel seines neues Buches, das jetzt auf den Markt kommt, auch „Herbert Köfer: 99 und kein bisschen leise“. Auf 160 Seiten erzählt der gebürtige Berliner die spannendsten Anekdoten aus seinem Leben und nimmt uns mit hinter die Kulissen, damit wir endlich die ganze Wahrheit erfahren. Denn er hat viel erlebt …

Unvergessen die unzähligen DEFAFilme, die er auch zusammen mit der 2010 verstorbenen Helga Göring drehte. Sie war eine seiner liebsten Partnerinnen – und das Publikum glaubte, die beiden seien ein Paar. „Als ich zum ersten mal von wildfremden Menschen in der Bahn angesprochen und von diesen gebeten wurde, meine Frau zu grüßen, und ich erstaunt fragte, woher sie diese denn kennten, stellte sich heraus, dass sie Helga meinten“, schreibt Herbert in seinem Buch. Auch ihr erging es so. Anfänglich dementierten sie. Doch dann ließen sie es bleiben und versprachen, die herzlichen Grüße auszurichten. Nette Erinnerungen an die DEFA-Zeit. Doch der Schauspieler musste auch ganz andere Erfahrungen machen und spricht heute offen darüber, wie die DEFA ihn reinlegte. Als der Szenenbildner zu „Der Mann, der nach der Oma kam“ ihn bat, in seinem Haus drehen zu dürfen, sagte Herbert gutmütig zu. Doch dann kam das böse Erwachen!

Totales Chaos. „Die Szenenbildner fielen bei uns ein, fanden alles hervorragend und bestens geeignet, nur: Hier müsse ein Stück Tapete abgerissen werden, dort war mehr Raum nötig – holt mal Farbe! Hier wurde gehämmert, dort gebohrt – ein einziges Chaos“, erinnert er sich. Man beruhigte Herbert Köfer und versprach ihm, das alles wieder in Ordnung zu bringen. „Zweieinhalb Jahre habe ich gewartet auf den Mann, der nach der DEFA kam“, enthüllt er. Klar, das war natürlich sehr ärgerlich. Doch kein Vergleich zu den Demütigungen, die der talentierte Schauspieler nach der Wende erfahren musste, als er in den Westen kam, um sich dort in den Studios vorzustellen. „Das war erschütternd, der schwär- zeste Tag meines Lebens. Man fragte mich: Sind Sie Musiker oder Techniker?“ Unfassbar auch, was sich hinter den Kulissen der ersten deutsch-deutschen Gemeinschaftssendung, dem „Musikantenstadl“, in Cottbus abspielte. An den Garderoben standen die Namen von Wolfgang Völz, Harald Juhnke und so weiter. Auf der von Herbert Köfer stand nur „Herren/DDR“. Das ließ er sich nicht bieten. Herbert drohte abzureisen, wenn er keine eigene Garderobe mit seinem Namen an der Tür bekäme. „Es dauerte nur fünf Minuten, da kam jemand an mein Auto und sagte:, Herr Köfer, Ihre Garderobe mit Ihrem Namen an der Tür ist jetzt fertig‘.“ Auch dass er als „Harald Juhnke des Ostens“ bezeichnet wurde, tat ihm weh. Er wollte für sich stehen.

TV-LEGENDE Im DDR-Fernsehen war Herbert Köfer ein absoluter Superstar


BEGEISTERUNG IN COTTBUS Köfer als „Der Hauptmann von Köpenick“ 1989 im „Musikantenstadl“


BÜHNENSTAR Mit Ingeborg Krabbe in der Theaterfabrik Leipzig


Mit Ungerechtigkeiten hat er abgeschlossen

Doch es gab Leute, die wirklich zu ihm hielten. Ein ehemaliger Kollege erwähnte seinen Namen bei einem UFA-Produzenten. Dieser erinnerte sich mit Begeisterung an „Rentner haben niemals Zeit“ mit Herbert Köfer. Durch ihn bekam er dann eine Rolle in der Serie „Auto Fritze“ und alles nahm seinen Lauf. Herbert Köfer verrät in seinem Buch aber auch sehr Persönliches und zeigt sich emotional. So ist er bis heute untröstlich, dass er weder bei seinem Vater, noch bei seiner Mutter an deren Seite war, als sie starben. Es sind Albträume, die ihn quälen. Doch beim Gedenken an seine Mutter tröstet ihn das Gedicht „Mutters Hände“ von Kurt Tucholsky.
Das Leben geht weiter. Seine geliebte Ehefrau Heike hält immer zu ihm. Auch durch sie ist die Ungerechtigkeit, dass ARD und ZDF vor der Wende aus politischen Gründen Filme aus der DDR boykottierten, nicht mehr wichtig. Damit hat er abgeschlossen. Herbert Köfer hat viel mitgemacht, viel erlebt. Nun wird er 99 Jahre alt, ist gesund und voller Tatendrang. „Ich kann doch jetzt noch nicht Schluss machen: Meine Frau braucht mich, mein Hund braucht mich. Es ist schön: das Leben geht weiter“, schreibt er voller Vorfreude auf seinen Geburtstag in seinem lesenswerten neuen Buch. Herzlichen Glückwunsch, lieber Herbert Köfer!

DA DREHTE ER SCHON SEIT 20 JAHREN FILME Im DEFA-Lustspiel „Der Mann, der nach der Oma kam“ brachte Herbert Köfer (r.) Anfang der 70er Jahre das Fernseh-Publikum zum Lachen


ALLE LIEBTEN DIE BEIDEN ALS PAAR Schauspieler Herbert Köfer mit seiner Serien- Ehefrau Helga Göring als Ehepaar Timm in „Geschichten übern Gartenzaun“


ERINNERUNGEN ANS DDR-FERNSEHEN Von 1982 bis 1990 moderierte Herbert Köfer die Sendung „Das blaue Fenster“. Hier mit Schauspielerin Annekathrin Bürger