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SPEICHER SATT


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IMTEST - Das Verbraucher Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 06.01.2023

5 Fotoclouds IMTEST

Artikelbild für den Artikel "SPEICHER SATT" aus der Ausgabe 1/2023 von IMTEST - Das Verbraucher Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: IMTEST - Das Verbraucher Magazin, Ausgabe 1/2023

Wir knipsen immer mehr Bilder. Inzwis en sind es weit über eine Billion S napps üsse pro Jahr. Dabei handelt es si um eine äußerst konservative S ätzung, da die entspre ende Statista-Studie s on fünf Jahre alt ist. Mögli ma- en die Fotoflut immer bessere Kameras und vor allem Smartphones, die es lei ter denn je ma en, in jeder Lage und an jedem Ort blitzs nell erstklassige Fotos knipsen zu können.

Do wohin mit den ganzen Bildern? Während die Si erung von Fotos vor einigen Jahren auf Festplatten no das Mittel der Wahl war, gestalten Cloud-Spei er das Thema deutli komfortabler, s neller und vor allem si erer. Denn: Befindet si die eigene Fotosammlung erst einmal in der Cloud, gehen wertvolle Erinnerungen ni t mehr so s nell verloren. S ließli sind im Internet (redundant) gespei erte Daten in der Regel deutli si erer vor Verlust als zu Hause: Jeder, der bereits Familienfotos oder ...

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... andere Dokumente dur einen Festplattendefekt für immer verloren hat, kann ein Lied davon singen. Obendrein haben Fotografen sämtli e Bilder stets vorzeigebereit dabei – etwa am Smartphone per App.

Fotos: Cloud-Vorteile im Überblick

Zentral spei ern: Egal ob Kamera, Handy oder Tablet. Foto-Clouds bieten das bequeme Spei ern an einem Ort.

Praktis : Die Übertragung der Bilder in die Cloud findet nahezu vollautomatis statt. Entweder ges ieht das per Smartphone-App oder dur Programme auf dem Mac oder PC.

Überall verfügbar: Sind die Bilder in der Cloud, stehen diese Fotografien auf allen Ihren Geräten zur Beguta tung und Bearbeitung bereit.

Teilen: Die Fotos von der letzten Party? Anstatt diese umständli per E-Mail zu vers i en, gibt diese der Fotograf einfa per Teilen-Funktion frei. Die Eingeladenen können si dann genau die Bilder herauspi en und herunterladen, die ihnen gefallen.

Si erheit: Dass eine Festplatte einen defekt aufweist, kann s on einmal vorkommen. Liegen Fotos dagegen in einer Cloud, sind sie vor Datenverlust nahezu hundertprozentig ges ützt. Denn die Daten liegen auf mehreren Servern an vers iedenen Orten. Dass diese glei zeitig ausfallen, ist beinahe ausges lossen.

Einfa er finden: Bis auf Dropbox analysieren alle Clouds sämtli e ho geladenen Fotos und vers lagworten diese. Das funktioniert erstaunli gut. Mögli ist die Su e na Gegenständen, Tieren, Orten, Umgebungen und Personen.

Bei der Ents eidung für den besten Cloud-Spei er für Fotos spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wobei die Spei ergröße hö stwahrs einli ziemli weit oben auf der Liste landet. S ließli verbrau en Bilder und Videos im Gegensatz zu Dokumenten sehr viel Spei erplatz. Die getesteten Cloud-Anbieter von Amazon, Apple, Dropbox, Google, und Microsoft lo en alle mit Gratis-Spei erplatz – in der Regel mit fünf Gigabyte. Damit kommen ambitionierte Fotografen aber mittel- bis langfristig ni t aus. Die Anzahl der Fotos, die si in einer Cloud spei ern lassen, hängt maßgebli von ihrer Auflösung und ihrem Format ab. JPGs sind komprimiert und benötigen weniger Spei erplatz, während Fotos, die im RAW-Format aufgenommen wurden, unkomprimiert und größer sind.

Speicher nach Maß

Da die Sensoren und Auflösungen von Kameras und Smartphones immer größer werden,en, kanneineeinzige RAW-Bilddatei mittlerweile fast 100 Megabyte groß sein. Das summiert si s nell, wenn viele ho wertige Fotos ges ossen werden. Aber selbst bei JPGs wird es s nell eng. Ein Beispiel: Ein Fotograf knipst bevorzugt mit einer Auflösung von 16 Megapixeln. Auf ein Terabyte Spei erplatz passen in diesem Fall 183.000 JPG-Fotos oder etwa 18.300 RAW-Fotos. Die Cloud-Dienste bieten vers iedene Modelle, je na dem wie viel Spei erplatz gefragt ist. Die Bandbreite bewegt si dabei zwis en einigen Gigabyte, mehreren Terabyte bis hin zu unbegrenztem Spei erplatz. IMTEST hat überprüft, was die Cloud-Anbieter für rund zehn Euro im Monat leisten. In den kostenpfli tigen Abos ist immer mehr Spei erplatz inkludiert, mindestens ein Terabyte (1.000 Gigabyte). Das rei t bei einer dur s nittli en Dateigröße von fünf Megabyte immerhin für rund 200.000 Aufnahmen. Auffällig dabei: Die Dienste s einen si auf bestimmte Preise geeinigt zu haben, für die 2-Terabyte-Pakete rufen beispielsweise Apple-, Amazon-, Google- und Dropbox-Anbieter den glei en Preis auf. Dabei ist die Spei- ergröße aber bei Weitem nit das einzige Kriterium. Dazu kommen Faktoren wie Si erheit, Datens utz, Funktionen und Bedienung. Ni t zuletzt sollte der Dienst zur persönli en Ausstattung und den entspre enden Arbeitsabläufen passen.

Nils Matthiesen IMTEST-Experte

»DIE KAPAZITÄT IST BEI WEITEM NICHT DAS EINZI-GE KRITERIUM BEI DER SUCHE NACH IDEALEM CLOUD-SPEICHER.«

Knackpunkt Datenschutz

Bei allen getesteten Cloud-Anbietern handelt es si um große Unternehmen mit amerikanis er Mutter. IMTEST wollte daher wissen, wie es um Themen wie Daten- und Verbrau ers utz bestellt ist. Ein Experte auf diesem Gebiet ist Datens ützer und Re tsanwalt Thomas Brehm aus Hamburg. Der fand einige problematis e Themen. So behalten si alle Anbieter die Prüfung der gespei erten Daten vor. Google räumt si beispielsweise das Re t ein, den Zugriff jederzeit einzustellen, etwa bei einem Verstoß gegen Nutzungsbedingungen. Anders ausgedrü t: Google darf die gespei erten Inhalten si ten sowie den Zugriff darauf aufheben. Ebenfalls räumt si der Dienst ein, Inhalte zu entfernen. Bei Microsoft, Dropbox und Amazon sieht es ni t viel besser aus. Der Re tsanwalt fand aber no weitere kritis e Ges i ten.

Bei Microsoft umfasst allein das PDF zu den Datens utzbestimmungen von OneDrive 167 Seiten. Von einer „Information“ kann hier ni t mehr die Rede sein, eher von einer Enzyklopädie. In den Nutzungsbestimmungen von Amazon tau en s wammige Formulierungen auf, die dem Dienst im Extremfall die Einstellung des Dienstes ohne Rü erstattung und Ankündigung ermögli en, wenn der Nutzer ni t näher konkretisierte „Fehler“ begeht.

Dropbox stellt seine Datens utz- wie au Nutzungsbedingungen nur zu Informationszwe en auf Deuts bereit. Re tli gültig ist nur der englis e Ausgangstext. Das ist ni t nur juristis diskussionswürdig, sondern für deuts e Nutzer s li t kundenunfreundli . Dass es au bei Google rund ums Thema Datens utz Kritikpunkte gibt, ist keine Riesenüberras ung. So verwendet das Unternehmen beispielsweise Werbe- und Tra ing-Te nologien von Google und DoubleCli , ohne dass Nutzer dazu vorher ihre Einwilligung geben. In Sa en Datens utz ist Apple dagegen die unangefo ten Spitze. So erwies si die Datens utzri tlinie als erstaunli gut gegliedert und einfa verständli . Tra er und andere Datenspione kamen auf der Internetseite zudem ni t zum Einsatz.

FAZIT

Zugegeben: Die Unterschiede zwischen den Cloud-Diensten halten sich in Grenzen. Alles in allem machte Google Fotos im Test das Rennen, knapp dahinter folgen Apples iCloud, Microsoft OneDrive und Amazon Photos. Dropbox macht inzwischen einen leicht antiquierten Eindruck und landet aber nicht nur aus diesem Grund auf dem letzten Platz. Da preislich und funktional die Unterschiede gering ausfallen, sollten Interessierte in erster Linie darauf achten, wie gut sich der Cloud-Dienst ins persönliche Ökosystem einbindet.

1. GOOGLE FOTOS

2.000 GB SPEICHERPLATZ: 9,99 EURO (PRO MONAT)

Testsieger: Google One: Google Fotos war lange Zeit die erste Adresse für Hobbyfotografen. Schließlich war es möglich, Fotos in einer ordentlichen Qualität unbegrenzt zu speichern. Doch seit Juni 2021 berechnet das Unternehmen neu hochgeladene Bilder auf den kostenlosen 15-GB-Cloud-Speicherplatz an. Wer für 9,90 Euro ein One-Abo abschließt, bekommt bei Google 2 Terabyte Online-Speicher – ein gängiger Preis für diese Größe. Funktional ist der Dienst gut aufgestellt. So verarbeitet er alle gängigen Foto- und Videoformate und bewahrt gelöschte Dateien bis zu 60 Tage lange auf. Als One-Abonnent gibt es einige Extras obendrauf, beispielsweise einen (einfachen) VPN-Dienst, zusätzliche Foto-Filter und zehn Prozent Rabatt im Google Play Store.

Sichere Verschlüsselung: Google setzt auf das Sicherheitsprotokoll AES-256 zur Verschlüsselung. Bedeutet: Die zwischen dem Browser und dem Server ausgetauschten Daten werden mit einem 256-Bit-Schlüssel ver- und entschlüsselt. Das gilt als besonders sicher, da ein Eindringling, der keinen Entschlüsselungsschlüssel besitzt, 2 hoch 256 verschiedene Kombinationen ausprobieren müsste, um den Chiffriercode zu knacken. Das ist nahezu unmöglich, da die Entschlüsselung selbst beim Einsatz von Supercomputern Millionen von Jahren dauern würde.

Aufgeräumte Oberfläche: Darüber hinaus arbeiten die Server sehr schnell, und das sowohl beim Up- als auch beim Download. Gutes gibt es auch von der Bedienung des Dienstes mithilfe von Smartphone-Apps und per Browser zu berichten. Beide Anwendungen bieten eine klassisch aufgeräumte Oberfläche, die wenig Fragen offen lässt. Fotos lassen sich auf nahezu jedem Gerät hochladen, ansehen, bearbeiten und abrufen. Es gibt auch einige smarte Funktionen, die bei Google besonders gut funktionieren. Allen voran sei hier das automatische Taggen genannt, bei dem das Unternehmen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen nutzt, um Personen, Objekte und Orte in Bildern automatisch zu kennzeichnen. Das erleichtert die Suche nach bestimmten Motiven enorm. Das Google beim Thema Datenschutz nicht überragend abschneidet, dürfte keine große Überraschung darstellen.

+ Schnell, viele praktische Funktionen, beste Suchfunktion.

- Datenschutz- und Nutzungsbedingungen verbraucherunfreundlich.

2. APPLE iCLOUD

2.000 GB SPEICHERPLATZ: 9,99 EURO (PRO MONAT)

iCloud: Für Apple-Fans: Apples iCloud bietet sich vor allem für Nutzer von iPhones und Macs an. Die kostenpflichtigen iCloud-Tarife bieten 50 GB (0,99 Cent pro Monat) oder 200 GB (2,99 Euro pro Monat) Speicherplatz. Für 9,99 Euro gibt es die üblichen zwei Terabyte Speicherplatz. Genau wie OneDrive bei Windows bietet der Dienst eine perfekte Geräteintegration. So gliedert sich die iCloud nahtlos in die Finder-App auf dem Mac ein, was die Sicherung und Freigabe von Dateien auf verschiedenen Geräten besonders komfortabel gestaltet. Ausgewählte Ordner auf der internen Festplatte des Macs synchronisieren sich dazu automatisch mit der iCloud. Bedeutet: Wird eine Datei auf dem Mac oder iPhone gelöscht, verschwindet sie auch aus der iCloud.

Die App punktet auf Apple-Geräten: Die Foto-App ist sowohl auf allen Apple-Geräten als auch direkt im Browser verfügbar. Mit ihrer Hilfe lassen sich Fotos einfach betrachten, organisieren, herunterladen und mit anderen teilen. Die Oberfläche ist dabei Apple-typisch aufgeräumt und intuitiv bedienbar. Nicht so gut dagegen: Die iCloud erwies sich im Test rund um Formate als äußerst wählerisch. So ließen sich nur Fotos im Format JPEG hochladen, alle anderen getesteten Formate quittierte der Dienst mit einer Fehlermeldung. Bei Videos sind lediglich MP4s erlaubt. Ebenfalls Luft nach oben hat die iCloud in Sachen Geschwindigkeit. Insgesamt fallen die Werte für Up- und Download zwar noch „gut“ aus, die anderen getesteten Cloud-Dienste waren aber durch die Bank schneller.

+ Perfektes Zusammenspiel mit iPhones und Macs.

- Im Vergleich recht langsam, vor allem beim Upload.

3. MICROSOFT ONEDRIVE

1.000 GB SPEICHERPLATZ: 5,75 EURO (P. MONAT)

Mit Office im Gepäck: Für faire 69 Euro pro Jahr (5,75 Euro pro Monat) gibt es bei OneDrive ein Terabyte Online-Speicher. Inkludiert ist zudem Office 365, also das komplette Office-Paket inklusive Outlook, Word, Powerpoint und Excel. Ein weiterer Vorteil ist die einmalig gute Windows-Integration. OneDrive ist in Windows 10 und 11 bereits eingebaut. So gibt es einen speziellen OneDrive-Ordner im Windows-Explorer. Dies macht das Hoch- und Herunterladen von Fotos am eigenen PC besonders komfortabel. Kopieren Sie Bilder in den OneDrive-Ordner, stehen diese dann kurz darauf auch online bereit. So lassen sich Datenbestände einfach synchron halten.

Bildbearbeitung nur rudimentär möglich: Auch die Windows-eigene Fotoanzeige lässt sich mit OneDrive (aber auch mit iCloud) verknüpfen. So lassen sich Fotos einfach sichten und rudimentär bearbeiten, etwa zuschneiden, drehen und in Licht und Farbe anpassen. Funktional ist OneDrive ebenfalls gut aufgestellt. Sämtliche im Test ausprobierten Film- und Videoformate schluckte der Dienst beispielsweise klaglos und zeigte sie online an. Die Geschwindigkeitstests rund um Up- und Download verliefen ebenfalls positiv. Schade aber: Private Fotos lassen sich weder mit einem Passwort schützen noch auf eine andere Art verbergen. Und: Die Smartphone-App erwies sich als die schwächste im Testfeld. So gab es keine Funktionen zum Bearbeiten oder Anlegen von Favoriten.

+ Viele Funktionen. In Windows ab Werk eingebaut.

- Nur in Kombination mit einem Microsoft-Office-Pakte buchbar.

4. AMAZON PHOTOS

1.000 GB SPEICHERPLATZ: 9,99 EURO (PRO MONAT)

Vor allem für Prime-Nutzer interessant: Womöglich wissen es viele Prime-Abonnenten nicht einmal: In der Jahresgebühr ist mit Amazon Photos auch ein veritabler Cloud-Speicher enthalten. Inkludiert ist unbegrenzter Speicherplatz für Bilder in voller Auflösung. Der Haken an der Sache: Für Videos stehen nur mickrige 5 Gigabyte Speicherplatz bereit. Immerhin lässt sich die Kapazität beispielsweise für 9,99 Euro pro Monat auf ein Terabyte (Video)-Speicher ausbauen – übrigens gilt das auch für Nicht-Prime-Kunden.

Automatische Synchronisation mit der Cloud: Unterm Strich ist vor allem Prime ein verlockendes Angebot, schließlich gibt es Premium-Lieferung von bis zum nächsten Tag, Zugriff auf die Streaming-Dienste Prime-Video und Music und vieles mehr dazu. Dabei muss sich Amazon Photos funktional kaum hinter der Konkurrenz verstecken. Sämtliche Foto- und Filmformate schluckte der Dienst etwa anstandslos, und auf Wunsch synchronisiert er bestimmte Ordner oder Smartphone-Aufnahmen automatisch mit der Cloud. Nicht so gut dagegen: Es gibt zwar Programme für Windows und Mac, die legen aber kein Laufwerk im Explorer beziehungsweise Finder an, sondern ermöglichen unter anderem die bereits erwähnte Ordnersynchronisation. Ansonsten sind die Ähnlichkeiten zu Dropbox offensichtlich, vor allem bei den Sicherheitsfunktionen und der Geschwindigkeit. Man muss Amazon aber lassen, dass es die schickere Oberfläche rund um die Foto-Cloud gestrickt hat.

+ In Kombination mit Prime unbegrenzter Foto-Speicherplatz.

- Keine Laufwerkseinbindung unter Windows oder MacOS.

5. DROPBOX PLUS

2.000 GB SPEICHERPLATZ: 9,99 EURO (PRO MONAT)

Der Cloud-Veteran: Ein großer Vorteil von Dropbox ist, dass sich der Dienst auf Wunsch in den Windows-Explorer beziehungsweise Mac-Finder einbindet und sich so nahezu nahtlos in die Computer-Betriebssysteme integriert. Die Organisation von Dateien wird so dank des intuitiven Ordnersystems zum Kinderspiel. Obendrein gibt es Apps für iOS und Android, mit denen sich auch unterwegs auf die Fotosammlung zugreifen lässt. Allerdings hängen diese sowohl funktional als auch in Sachen Bedienung der Konkurrenz deutlich hinterher. Das Gleiche gilt für die Internetseite, die einen leicht angestaubten Eindruck bei den Testern hinterließ. Zu kleiner Gratisspeicher: Ebenfalls nicht zeitgemäß sind die zwei Gigabyte Gratisspeicher. Und auch bei den Abopreisen zeigt sich der Dienst knauserig. Für zwei Terabyte Speicher müssen Nutzer 11,99 Euro pro Monat aufbringen – zumindest, wenn Sie den Dienst über die Phone-App buchen.

Im Browser am Computer ruft Dropbox für den gleichen Tarif („Plus“) dagegen die gängigen 9,99 Euro pro Monat auf. Hier gibt es zwar keinen kostenlosen Probemonat – trotzdem handelt es sich mittelfristig um das bessere Angebot. Da Dropbox Amazon-Server zum Speichern der Daten nutzt, ist es kein großes Wunder, dass die Tempomessungen ähnlich gut ausfallen. Bedeutet: Sowohl beim Up- als auch beim Download zählt Dropbox zu den schnellsten Cloud-Diensten.

+ Gehostet bei Amazon: Sehr schneller Upund Download.

- Angestaubte Benutzeroberfläche in Browser und Smartphone-App.