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SPEICHER TO GO


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 28.01.2022

Externe Datenspeicher

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Viele Daten mitnehmen, ein Backup machen, den Speicherplatz für Notebook oder Spielekonsole erweitern – die Einsatzmöglichkeiten für eine externe SSD oder Festplatte sind breit gefächert. Ebenso wie das Angebot – das ist, genauer gesagt, sogar riesig. COMPUTER BILD hat 32 aktuelle Modelle getestet und verrät, was den richtigen Speicher to go ausmacht.

Viel Tempo oder viel Platz

Auch wenn SSDs immer günstiger werden: Eine klassische Festplatte bietet immer noch deutlich mehr Platz fürs gleiche Geld: Eine SSD mit 1000 Gigabyte (GB) gibt es ab etwa 125 Euro; dafür bekommen Käuferinnen und Käufer locker auch eine Festplatte mit 5000 GB. Eine Hilfe bei der Wahl des Gerätetyps gibt der Kasten rechts unten.

Wer sich für eine Festplatte entscheidet, braucht sich nur wenig Gedanken um den Preis zu machen, denn die Unterschiede fallen eher gering aus. Bei SSDs spielt dagegen ...

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... die eingebaute Speichertechnik eine Rolle. Je schneller die Chips in der SSD, desto teurer wird sie. Bei den kleineren Modellen in der 500-GB- Klasse reicht die Preisspanne beispielsweise von 75 bis 140 Euro.

Nur SSDs werden größer

In den meisten externen Festplatten stecken inzwischen 2,5-Zoll- Scheiben, die nur ein Zehntel der Größe der ersten Festplatte (siehe Randspalte Seite 66) messen. Die kleinen Datenspeicher waren ursprünglich für Notebooks gedacht und verbrauchen so wenig Strom, dass sie sich übers USB-Kabel mit Energie versorgen lassen. Immer mehr Notebooks beherbergen SSDs, sodass die Nachfrage nach 2,5-Zoll-Festplatten rückläufig ist. Darum bauen die wenigen verbliebenen Hersteller (Seagate, Toshiba, WD) Produktionskapazitäten ab und investieren weniger in die Entwicklung; daher liegt die maximale Speicherkapazität schon länger bei 5000 GB.

Bei den Speicherchips boomt dagegen die Nachfrage, denn die stecken nicht nur in Notebooks sondern auch in Smartphones und Tablets. Das sorgt für eine stetige Weiterentwicklung – die Chips werden pro Gigabyte gerechnet immer kleiner und immer günstiger. So können die Hersteller auch ohne größere

Klimmzüge SSDs mit 2000 GB bauen. Es gibt inzwischen sogar externe SSDs mit 4000 GB – die sind aber mit 450 bis 600 Euro für aktuelle Modelle ziemlich teuer.

Der Tempovorsprung wächst

Das Tempo bei Festplatten stagniert – kein Wunder, denn es hängt vor allem von zwei Faktoren ab: der Umdrehungszahl der Platten, die bei den getesteten Modellen wie bei den meisten 2,5- Zoll-Festplatten 5400 Umdrehungen pro Minute beträgt. Und von der Datendichte: Weil hier die Kapazitäten nicht wachsen, gibt es auch keinen Tempogewinn. Die Tempounterschiede zwischen den externen Festplatten im Test sind daher ziemlich gering. Im Mittel lesen sie mit 119 Megabyte pro Sekunde (MByte/Sek.) und schreiben mit 111 MByte/Sek. Daten.

SSDs kommen dagegen nicht nur mit immer kleineren Chips, sondern auch mit immer besseren Steuerungstechniken, etwa

SO ALT IST DIE FESTP LATTE

Mieten statt kaufen

Die erste funktionsfähige Festplatte hat IBM entwickelt und 1956 als IBM 350 zusammen mit dem Großrechner IBM 305 RAMAC vorgestellt. Ausgeliefert wurde sie beispielsweise an größere Firmenkunden, Bundesbehörden in den USA oder die US Navy – sie konnten sich die monatliche Miete von 650 US-

Dollar leisten. Die entsprach knapp drei monatlichen Durchschnittseinkommen. Dafür gab es einen gut 1,70 Meter hohen Schrank (im Bild hinten rechts) mit 52

Scheiben, die 5 Millionen Zeichen speichern konnten. Weil damals Systeme mit 6-Bit-Zeichen gearbeitet haben, entspricht das 3,75 Megabyte. Die IBM 350 blieb bis 1969 im Programm des Herstellers.

NVMe. Im Vergleich zum vorherigen SSD-Test (Heft 20/2020) hat das Tempo durch die Bank zugelegt (siehe Tabelle unten). Mit im Schnitt 637 MByte/Sek. lesen die SSDs. Am schnellsten ist die Trans cend ESD370C 1000 GB, die im Mittel 755 MByte/Sek. schafft. Damit ist sie um etwa ein Viertel schneller als die Sandisk Extreme Pro (603 MByte/Sek.) – das flotteste 2020er-Modell. Ähnlich sieht es beim Schreiben aus. Hier ist die Sandisk G-Drive SSD 1000 GB mit 622 MByte/Sek. die schnellste und damit etwa um ein Sechstel flinker als die WD Black P50, die 2020 mit 537 MByte/Sek. den Topwert erreichte.

Neben höheren Datenübertragungsraten bieten SSDs aber noch einen weiteren Tempovorteil gegenüber Festplatten: Sie sind beim Datenzugriff deutlich schneller. Beim Lesen braucht eine Festplatte 8 bis 10 Millisekunden, während eine SSD schon nach etwa 0,1 Millisekunden reagiert. Das ist ein Riesenvorteil beim Lesen von Daten, etwa beim Durchstöbern der Urlaubsbilder mit einem Fotoverwaltungsprogramm.

Beim Schreiben von Daten fällt der Unterschied kleiner aus. Beide reagieren schneller als beim Lesen: eine SSD nach etwa 0,05 Millisekunden, Festplatten nach etwa 0,3 bis 0,5 Millisekunden. Die Festplatte ist aber nur näher dran, weil sie beim Schreiben zu einem technischen Kniff greift: Die Daten landen zunächst in einem Zwischenspeicher (Cache) und werden erst später auf die Magnetscheiben geschrieben, etwa wenn gerade keine Daten vom Computer kommen oder wenn der Cache vollläuft, der meist nur einige Megabyte groß ist.

GRÖSSE NVERHÄLTNISSE

Wie viel Speicher ist nötig?

Das kommt auf den Einsatzzweck an. Wer mit einem externen Laufwerk beispielsweise Daten zwischen Home-Office und Büro transportieren will oder eine volle Notebook-SSD beim Videoschnitt entlasten möchte, kommt meist mit 500 Gigabyte aus: Hier passen etwa mehr als acht Stunden Video in 4K (auch UHD genannt, Auflösung 3840 x 2160 Bildpunkte) oder gut 40 000 Fotos drauf. Da ist dann eine SSD eine schnelle und günstige Lösung, und sie ist obendrein viel kleiner als eine Festplatte (siehe Bild oben) und passt locker in die Jacken- oder Hosentasche. Wie viel bei welcher Speichergröße draufpasst, zeigt der Kasten oben links. Wer Daten sichern will, greift besser zu einer Festplatte. Die bietet nicht nur viel mehr Platz, Dateien lassen sich damit auch leichter wiederherstellen, etwa nach versehentlichem Formatieren, weil Festplatten sie meist hintereinander schreiben. Die nötigen Programme, O&O Disk- Image 16 zum Datensichern und Stellar Data Recovery zum Datenretten, gibt’s mit dieser COMPU- TER BILD-Ausgabe gratis (Infos ab Seite 30, Titelthema). SSDs speichern die Daten dagegen verteilt über die Kapazität – das schont die Speicherchips, die nur eine begrenzte Anzahl von Schreibzugriffen, meist einige Tausend, vertragen. Dieses Daten-Verstreuen macht es jedoch den Rettungsprogrammen schwerer, die einzelnen Teile gelöschter Dateien wieder zusammenzubauen.

ROBUSTE DATENSPEICHER FESTPLATTEN UND SSD

Mit den meisten externen SSDs und Festplatten sollten Nutzer besser vorsichtig umgehen. Einen Sturz aus der Hand auf dem Schreibtisch überstehen viele Modelle zwar klaglos – doch soll der Datenspeicher aber draußen arbeiten, kann sich ein robusteres Modell lohnen. Die Sandisk G-Drive SSD (links im Bild) und die Silicon Power Armor A85 sind vor Staub und Wasser geschützt – die G-Drive verträgt dabei kurzzeitiges Eintauchen (IP67), die Armor A85 sogar Untertauchen bis 1 Meter Wassertiefe (IP68).

Kaum Extras dabei

Egal ob externe SSD oder Festplatte: Zum Laufwerk gibt es nur selten mehr als ein oder zwei Anschlusskabel dazu. Eine Tasche, etwa für den Transport, wäre schon nett gewesen. HP hat sich bei der Portable SSD P700 immerhin eine Lösung zum Verstauen der Strippe ausgedacht: Auf der Unterseite sind kleine Aussparungen für das Kabel und einen (manchmal nötigen) Adapter. Einige Hersteller (Asus, Samsung, Toshiba und WD) bieten Software zur Datenverschlüsselung an. Sensibles lässt sich aber auch mit den Verschlüsselungsfunktionen des Betriebssystems, Bitlocker für die Pro-Versionen von Windows und FileVault für macOS, vor dem Ausspähen schützen – oder einfach mit kostenlosen Hilfsprogrammen wie Veracrypt.

Ein anderes Extra für die Sicherheit gibt es bei der Sandisk G- Drive SSD und bei den Festplatten von Silicon Power, nämlich be- sonders robuste Gehäuse. Die Kehrseite: Nutzer dieser Produkte müssen etwas mehr schleppen. Die Silicon Power A85 (siehe Kasten links) wiegt beispielsweise mit knapp 400 Gramm rund anderthalb mal so viel wie eine herkömmliche Festplatte. Und die G- Drive bringt mit 110 Gramm doppelt so viel auf die Waage wie die leichteste SSD im Test, die Lacie Portable SSD.

USB-C auf dem Vormarsch

Gleichviel ob Festplatte oder SSD: Die meisten externen Laufwerke docken per USB (siehe Randspalte) an. Viele Festplatten erscheinen mit der etwas älteren USB-Micro-B-Buchse, bei SSDs hat sich USB-C durchgesetzt. Unter den Festplatten im Test bot nur die WD My Pass port Ultra einen Anschluss dieses Typs. [svs]

FAZIT

Bei den 500-GB-SSDs setzte sich die Asus ROG Strix Arion S (für 145 Euro) durch. Nicht ganz so fix, aber auch nicht so teuer und damit Preis- Leistungs-Sieger ist die Intenso Portable SSD Professional (80 Euro).

Unter den SSDs mit 1000 GB hatte die WD My Passport SSD in einem Top-Trio mit sehr hohem Tempo die Nase vorn. Als günstigste SSD der ihrer Klasse errang sie auch die Preis-Leistungs-Krone. Bei den 2000-GB-SSDs gewann die Samsung Portable SSD T7, die mit einem Preis von 240 Euro zudem den Preis-Leistungs-Sieg errang. Auch bei den Festplatten mit 4000 GB ging Test- und Preis- Leistungs-Sieg an ein und dasselbe Modell: die Toshiba Canvio Advance (105 Euro) – etwas langsamer, aber trotz mehr Speicher günstiger ist die Intenso Memory Case (100 Euro), die in der 5000-GB-Klasse gewann.

DAS USB- ABC

USB-A

Das ist immer noch die Standardbuchse für Computer, kommt aber auch bei robusten Festplatten zum Einsatz.

USB-Micro-B

Auf diese etwas ältere und leider auch etwas fummelige Buchse setzen die meisten Festplatten.

USB-C

Der neue Standard wird ab USB 4 zur Pflicht. Damit dürften die Tage der Steckertypen A und B gezählt sein.