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SPEZIAL: Das ABC der wichtigsten Nährstoffe


DOGS Today - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 11.03.2020

Um gesund und vital zu bleiben, braucht ein Hund verschiedene Nährstoffe, darunter Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente


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Bildquelle: DOGS Today, Ausgabe 3/2020

Hunde zählen wie alle anderen Tiere, Menschen, Pilze und viele Bakterien zu den heterotrophen Organismen. Das bedeutet, sie müssen die benötigten Substanzen für Leben, Wachstum und Fortpflanzung mit der Nahrung zuführen. Ihr Organismus benötigt zum einen Energie für den Betrieb des Körpers, zum anderen Baustoffe für Wachstum und Produktion. Diese werden mit den Nährstoffen aus der Nahrung geliefert und im Stoff- und Energiewechsel entsprechend ...

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... umgewandelt. Man unterteilt die Nährstoffe in zwei Gruppen: die Makro- und die Mikronährstoffe. Makro steht für „groß“, die Makronährstoffe sind also die großen und wichtigen Nährstoffe. Sie liefern Energie und werden in größeren Mengen benötigt. Im Gegensatz dazu können die Mikronährstoffe, die „kleinen“, den Organismus nicht mit Energie versorgen und werden nur in Kleinstmengen benötigt. Makronährstoffe sind Proteine, Fette und Kohlenhydrate, zu den Mikronährstoffen zählen Mineralstoffe und Vitamine. Nährstoffe, welche der Gewinnung von Energie dienen, sind vor allem Fette und Kohlenhydrate, nur bei Energiemangel werden auch Proteine zur Energiegewinnung herangezogen. Proteine indes werden hauptsächlich als Baustoffe benötigt. Wirkstoffe, die den Organismus zwar nicht „nähren“, jedoch wichtige Funktionen erfüllen, sind die Vitamine und die Mineralstoffe.

A-Vitamin

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, die in der Leber gespeichert werden. Es ist z. B. in Leber, Milchprodukten, Fischöl und Eigelb enthalten und wichtig für die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten, den Stoffwechsel und die Augen. Außerdem stärkt es das Immunsystem. Der Bedarf eines erwachsenen gesunden Hundes liegt bei 75-100 IE (pro kg/KM/Tag). Mangelerscheinungen kommen außer bei vegan ernährten Hunden kaum vor. Vorsicht: Eine langfristige Überversorgung kann z. B. zu Appetitmangel, Wachstumsstörungen der Knochen und geringem Gewicht führen. Hunde können wie wir Menschen Vitamin A auch aus Beta-Carotin in pflanzlichen Nahrungsmitteln synthetisieren, weshalb man es auch Provitamin A nennt.

Ballaststoffe

Darunter versteht man unverdauliche Kohlenhydrate, die vor allem in Hülsenfrüchten, Gemüse und Getreide zu finden sind. Ballaststoffe sind beim Hund für die Darmgesundheit sehr wichtig, da sie vielen guten Darmbakterien als Nahrung dienen. Diese bilden daraus u. a. kurzkettige Fettsäuren, welche beispielsweise Entzündungen hemmen.
Außerdem sorgen sie für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, sodass sie auch in Diätfutter enthalten sind. Die auch Faserstoffe oder Rohfasern genannten Nahrungsbestandteile sollten im Futter allerdings nicht mehr als fünf Prozent ausmachen.

C-Vitamin

Wie die meisten Säugetiere muss der Hund kein Vitamin C übers Futter zu sich nehmen, da es sein Körper in der Leber und den Nieren in ausreichender Menge selbst produziert. Lediglich bei Infektionen, Lebererkrankungen oder nach Operationen kann eine zusätzliche Gabe sinnvoll sein.

Eiweiße (= Proteine)

Sie sind als „Baustoffe“ zur Bildung von Haaren, Muskel- und Bindegewebe sowie Immunzellen unersetzlich. Einige der teilweise aus mehreren Tausend Aminosäuren bestehenden Substanzen kann der Körper selbst herstellen, die sogenannten essenziellen Aminosäuren müssen hingegen durch die Nahrung zugeführt werden. Im Gegensatz zu Fett können Proteine auch nicht im Körper gespeichert werden. Tierische Eiweiße werden dabei höher eingestuft als pflanzliche, weil der gesamte Organismus sie besser verwerten kann. Sehr hochwertige Eiweißquellen sind z. B. Eier, Muskelfleisch, Milchprodukte und Fisch sowie Sojabohnen.

Fette

Sie sind der wichtigste Energielieferant und nötig zur Verarbeitung der Vitamine A, D, E und K. Pflanzliche Fette enthalten vor allem einfache und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, tierische Fette vorwiegend gesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren (z. B. in Fleisch und Butter) braucht der Körper zur Regulierung der Körpertemperatur. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. in pflanzlichen Ölen und Fisch) regulieren den Stoffwechsel und sind Nervennahrung. Mit Ausnahme von Butter sind die meisten Fette für Hunde gut verdaulich.

H-Vitamin

Das besser als Biotin bekannte wasserlösliche Vitamin zählt zur Familie der B-Vitamine und ist als Coenzym mitverantwortlich für das Zellwachstum und den Abbau von Fettsäuren. Bei einem Biotinmangel kann es zu Schuppen, Haarausfall und Hautveränderungen kommen. Vitamin H kann in geringen Mengen vom Körper selbst gebildet werden, allerdings nicht in ausreichender Menge. Es ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, am meisten in Innereien (z. B. Leber), Milchprodukten (Hüttenkäse, Quark), außerdem in Getreideprodukten (Weizenkleie, Haferflocken) sowie in Eigelb, Bierhefe, Nüssen und Sojabohnen.

Jod

Das Spurenelement wird zur Herstellung von Schilddrüsenhormonen gebraucht. Vor allem bei einseitiger Fütterung von Fleisch mit hoch gereinigtem Getreide reicht der Gehalt im Futter nicht aus. Jodarme Nahrung sollte daher mit jodiertem Salz oder Mineralfutter ergänzt werden. Auch Milchprodukte, Seefisch und Algen enthalten Jod. Unterversorgung zeigt sich z. B. durch eine Vergrößerung der Schilddrüse, Apathie, Haarverlust oder Gewichtsabnahme. Eine Überversorgung mit Jod durchs Futter ist selten.

Kalzium

Dieser Mineralstoff ist neben Phosphor für die Knochenbildung und die Stabilität des Skeletts unersetzlich. Außerdem unterstützt Kalzium die Herz-, Nieren- und Lungenfunktion und steuert die Reizübertragung im Nervensystem. Eine Unterversorgung kann auf Dauer zu Lahmheit, Zahnverlust und dauerhaften Skelettschäden führen, aber auch eine Überversorgung kann sich negativ auf die Gesundheit des Tieres auswirken. Als Richtwert gilt ein Gramm Kalzium pro zehn Kilo Körpergewicht. Bei Welpen und Junghunden, trächtigen und säugenden Hündinnen ist der Bedarf jedoch deutlich höher. Wichtig ist auch das richtige Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Bei ausgewachsenen Hunden sollte es 1,3: 1 betragen. Kalzium ist z. B. in Knochen, Milchprodukten, Fisch und einigen Gemüsesorten wie Brokkoli enthalten.

Kohlenhydrate

Nach den Fetten sind sie der zweitwichtigste Energielieferant, und es gibt kaum Lebensmittel, in denen sie nicht enthalten sind - allerdings in mehr oder weniger großer Menge. Zu dieser auch als Saccharide bezeichneten Stoffklasse zählen vor allem Stärke und Zucker. Für Hunde sind Kohlenhydrate wichtiger, als von Experten lange Zeit angenommen. Wie ein schwedisches Forscherteam herausfand, verdauen Hunde Kohlenhydrate und pflanzliche Nahrung nämlich um ein Fünffaches besser als ihr Urahne Wolf, weil sie bis zu elf Kopien des Gens besitzen, das die Aufspaltung von Stärke im Verdauungstrakt einleitet. Wölfe hingegen haben nur zwei davon.

Fotos: Shutterstock

Magnesium

Ein wichtiger Mineralstoff, der für die Funktion zahlreicher Enzymsysteme im Kohlenhydrat-, Fettund Eiweißstoffwechsel vonnöten ist. Eine Unterversorgung kann zu Krämpfen oder zur Verkalkung von Herzklappen und größeren Gefäßen führen. Eine Überversorgung hat Durchfall zur Folge und beeinträchtigt die Kalzium- und Phosphorverwertung. Magnesium ist zum Beispiel enthalten in Spinat, Brokkoli oder Kartoffeln.

Natrium

Dieser Mineralstoff reguliert den Wasser- und den Säure-Basen-Haushalt im Körper und ist an der Impulsübertragung in Nerven- und Muskelzellen beteiligt. Bei Durchfällen und chronischem Erbrechen kommt es zu großen Verlusten, die man unbedingt ausgleichen muss. Extreme Unterversorgung führt zu trockener Haut, weniger Blutvolumen, verstärkter Unruhe, Lecksucht, Erhöhung der Herz- und Atemfrequenz und Leistungsabfall.

Selen

Die Bedeutung für Hunde als „Umweltgift-Schutzstoff“ wurde erst vor einiger Zeit nachgewiesen. Das Spurenelement ist vor allem für Entgiftungsvorgänge im Organismus notwendig, schützt die Zellen vor freien Radikalen, beugt Herzund Skelettmuskelproblemen vor und verbessert die Fruchtbarkeit. Außerdem hilft es, die bei starker Muskelarbeit, Muskelkater, Infektionen oder bei Krankheiten wie Krebs entstehenden Schadstoffe zu entsorgen und ist für die Immunabwehr wichtig. Da es mit dem Vitamin E „zusammenarbeitet“, sollte es kombiniert gegeben werden.

Tocopherol

Das ist der wissenschaftliche Name für Vitamin E. Es dient vor allem dem Schutz vor freien Radikalen, welche die Zellwände angreifen können. Außerdem ist es wichtig für das Immun- und Nervensystem, zur Förderung der Leistungsfähigkeit des Herzens und der Skelettmuskulatur sowie zur Entgiftung. Besonders viel davon ist in fetten, pflanzlichen Lebensmitteln, Getreide und Getreidekeimen, Ölen, Kernen, und Samen enthalten, in tierischen Futtermitteln hingegen nur wenig. Da es zu den fettlöslichen Vitaminen zählt, kann der Organismus es allerdings nur verwerten, wenn es zusammen mit Fett gegeben wird. Der tägliche Bedarf ist abhängig vom Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Selen im Futter. Eine Unterversorgung zeigt sich meist relativ spät und hat Zersetzungsprozesse an allen Körperzellen zur Folge.

Ungesättigte Fettsäuren

Als wichtige Lieferanten von ungesättigten Fettsäuren sollten Pflanzenöle in die tägliche Mahlzeit. Sie stärken das Immunsystem, unterstützen die Nieren- und Leberfunktionen und sind gut für Haut und Fell. Besonders wichtig sind dabei Omega-3- und Omega- 6-Fettsäuren, wobei das optimale Verhältnis bei maximal 1: 5 liegen sollte. Besonders hochwertig ist Leinöl, das viermal mehr Omega-3- als Omega-6-Fettsäuren enthält.

Zink

Als Bestandteil vieler Enzyme ist das Spurenelement, das z. B. in Käse oder Leber enthalten ist, für den Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel äußerst bedeutsam, v. a. zur Entwicklung von Hautzellen. Der Bedarf kann bei langhaarigen, erwachsenen Hunden im Haarwechsel erhöht sein. Unterversorgung zeigt sich durch Haarverlust, borkige Auflagerungen um Augen, Maulspalte und Gelenken sowie Pigmentaufhellungen. Bei Bullterriern und Huskies gibt es genetisch bedingte Störungen.