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Spezial Homeoffice: Arbeit erledigt? Aber gerne doch!


DECO HOME - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 03.01.2020

Es ist längst erwiesen: Das richtige Umfeld fördert die Produktivität. Wie ein Homeoffice zum Kraftort wird


Der Trend geht zur Ordnung. Die Frage ist: Ist das gut, was Mary Kondo und Konsorten uns verkaufen – dass nur ein auf-geräumtes Heim ein inspiriertes ist? Nur bedingt, würden wir im Hinblick aufs Homeoffice antworten. Und bemühen ge-schwind einmal den großen Voltaire: „Wisst ihr denn nicht, dass das Chaos der Vater allen Seins ist?“ Während streng disziplinierte Flächen die einen zu geistigen Höhenflügen anspornen mögen, ist es für andere das gefürchtete blanke Papier, das alles, bloß keine gute ...

Artikelbild für den Artikel "Spezial Homeoffice: Arbeit erledigt? Aber gerne doch!" aus der Ausgabe 1/2020 von DECO HOME. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DECO HOME, Ausgabe 1/2020

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... Idee abruft. Gerade bei der Arbeitsumgebung kann der richtige Mix nur der persönlich angepasste sein. Die stilbil-denden Mittel zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

Tisch „70/70“, 1195 Euro, Stuhl „Fiber“, 599 Euro, Leuchte „Grain“, 135 Euro, Beistelltisch „Halves“, 329 Euro (alles Muuto)


Leuchtstoff de luxe: „Mesh“ aus Fichtenholz, 590 Euro (Himmee


Alles im Kopf? Spiegel „Flap“ mit Magnettafel, ø 40 cm, 199 Euro (Echtstahl


Sonderedition: „Shorebirds“, ab 36 Euro (Normann Copenhagen)


Wer einen kniffligen Designjob zu vergeben hat, der wendet sich seit jeher an Ronan und Erwan Bouroullec, die sogar einem Fernseher schon zu ästhetischem Anspruch verhalfen. Neu ist das modulare System „Grid“ für Established & Sons, alternativ mit Netzwänden und Ablageflächen. Ab 6843 Euro, www.establishedandsons.com

Schubkasten-element „L“, designt von Sebastian Herkner, 390 Euro (Schönbuch)


Den „U-Desk“ gibt’s in vier Hölzern und zwei Größen, ab 910 Euro, „U-Shelf“, ab 87 Euro (Lozi)


Anrichte „Stairs“, Eichenholz, 200 x 46 x 80 cm, 2029 Euro (Ethnicraft)


Pendelleuchte „D.C“, drei Größen, ab 120 Euro (Halo Design)


Ökologisch zertifiziert: Lehmfarben zum Anmischen mit Wasser, 1,5-kg-Paket für ca. 10 m2 à 59 Euro (Minimarkt)


Canteen Utility Chair“, auch einfarbig oder mit Ledersitz, ab 305 Euro (Very Good and Proper)


Berliner Jungdesign: Bank „Simpelveld“ aus recyceltem Bauholz und Stahl, ab 855 Euro (Johanenlies)


„Multi Coloured Accordeon Folder“, 40 Euro (&Other Stories)


Ode an das handgeschriebene Wort: Bleistiftspitzer von Monograph, 24 Euro (Trouva)


Seine Lederklappen öffnen sich wie Flügel: Tisch „Pegasus“, 4490 Euro, Stuhl „Aërias“, 1850 Euro (Classicon


Schöne Schachteln: „Frame“ in drei Größen, ab 100 Euro (by Lassen)


„Ordnung ist das halbe Leben – das zählt insbesondere fürs Homeoffice!“ DESIGNER PASCAL WALTER


Mit viel Weiß und dezenten Stauraumlösungen gestaltete Pascal Walter sein Homeoffice. Kontraste bringen Wegners „Wishbone Chair“ sowie ein feines Sammelsurium von Kunst & Co.

Kommode „Lean Box“ in Gold Metallic, 62 x 48 x 103,4 cm, auch in Kupfer, 2372 Euro (Möller Design)

Designerin Nika Zupanc ersann Tischleuchte „Flamingo“, 1600 Euro (Ghidini 1961)


Im Angesicht der Zeit: Die „Face Clock“ ändert jeden Moment ihre Stimmung, 34 Euro (EO


Regalsystem „Cage B“ aus handpoliertem Messing mit Vollholzböden, 260 x 45 x 240 cm, ab 23 327 Euro (Henge


Schreibtisch „Ninfea“ mit Screen für magneti-sche Notizen, 121,5 x 98,6 x 61,5 cm, 1338 Euro (Novamobili)


Office-Home: Für die Architekturzeitschrift „ARCH+“ entwickelte Designfunktion das Büro von morgen


DER RAUM ALS WERKZEUG

Wie muss ein Office geplant werden, damit es unsere Arbeit im besten Sinn beflügelt? Samir Ayoub, Geschäftsführer von Designfunktion, gibt Antworten

Was muss das Büro der Zukunft können?
Unsere jüngste Studie mit dem Fraunhofer Institut zeigt: Der durchschnittliche Bürotätige führt zehn verschiedene Tätigkeiten am Tag aus. Für uns heißt das: Wenn wir ein Umfeld schaffen wollen, das ihn bei allen Aufgaben optimal unterstützt, müssen wir verschiedene Bereiche schaffen. Wir nennen das Multi-Space-Konzept. Das vertrauliche Vier-Augen-Gespräch braucht einen anderen Ort als der informelle Talk unter Kollegen oder die konzentrierte Einzelarbeit. Gerade die Rückzugsmöglichkeiten werden in bestehenden Raumplänen häufig vernachlässigt. Und an dieser Stelle wird das Homeoffice immer wichtiger.
Haben Sie Ratschläge für die Gestaltung?
Hinter allem steht die Frage: Was bringt einen wirklich weiter, wenn der Raum als Werkzeug verstanden wird? Er soll eine Wirkung entfalten und dem Menschen gut tun. Beginnen Sie damit, sich einen schönen Schreibplatz einzurichten mit einem Stuhl, auf dem Sie sich wohlfühlen. Das funktioniert auch am Küchentisch. Darüber hinaus sehe ich einen Sofa-oder Sesselplatz: offene und niedrige Sitzhaltung, nach hinten gelehnt zum Lesen, Nachdenken, Notizenmachen oder Kreativsein. Der Wohlfühlort und die Arbeitswelt werden immer mehr verschmelzen. www.designfunktion.de

Wie das Designstudio General Assembly ein Komponisten-haus einrichtet: www.dede/homestory-hamptons


3 TIPPS

Einrichterin Sarah Zames über eine gekonnte Gestaltung

1. ERNST NEHMEN „Das Office wird häufig wie ein Left-over oder Füller behandelt – der Schreibtisch wird in eine Küchennische oder einen Flur gequetscht. Verorten Sie es besser mit Bedacht und fragen Sie sich, wie Design und Stimmung die Zeit, die sie hier verbringen, bereichern.“

2. GRUNDLAGE SCHAFFEN „Das wichtigste Element eines Arbeitsortes ist das Licht – im besten Fall kommt es direkt durch ein Fenster. Wenn das nicht möglich ist, versuchen wir, es von anderen Räumen hineinzulenken, und planen die bestmögliche künstliche Beleuchtung. Fast genauso entscheidend ist die Akustik. Weiche Materialien und gute Isolierung helfen, ein produktives Umfeld zu schaffen.“

3. ANPASSEN „Unser Ausgangspunkt ist immer das, was der Kunde braucht. Für dieses Wochenendhaus eines Komponisten war maßgeb-lich, dass seine Notenmappen in die Schränke und auf die Ablageflächen passen. Wir wählten dunkle Farbtöne und tiefe Texturen, um eine ruhige, fokussierte Atmosphäre zu erzeugen. Sie steht im Kontrast zur hellen, offenen Stim-mung des restlichen Hauses – das Office trennt sich bewusst ab. Wäre es zum Malen gedacht oder für Computerarbeit, hätten wir einen ganz anderen Ort kreiert.“

SCHÖNER SCHALL

Einer der wichtigsten Wohlfühlfaktoren im Workspace ist unsichtbar und wird häufig vernachlässigt. Diese Akustik-Lösungen sind nicht nur schlau, sondern auch chic

Möglichst viel Textiles zu implementieren, ist sicher die gemütlichste Variante (1): hier Poufbezug „Atlas“, 125 Euro/m, Vorhang „Lake“, 99 Euro/m (beide Kvadrat), und Schurwollteppich „Zenit“, ab 1293 Euro (Kinnasand). Die „Soft Cells“-Akustikpaneele (2) werden für Wandflächen maßgefertigt (Kvadrat). Ähnlich flexibel: Möbel-system „DotBox Evolution“ (3) mit textilen Trenn-wänden, Tisch ab 1021 Euro (Dieffebi). Das niederländische Designerduo Alissa+Nienke experimentierte für Akustikstoffkollektion „Fringes & Floats“ (4) mit 3-D-Effekten wie Fransen und Flottierfäden, ab 200 Euro/m. Dreidimensional wirken auch die „Fold Panels“ (5) aus Holz-laminat oder synthetischem Filz, ab 1600 Euro/ Panel (Wood-Skin). Licht und leise: stoffbezogene Leuchtenkollektion „Eden“ (6), je 1035 Euro (Rotaliana). Schlaue Garne und Webtechnik machen den transparenten Polyester CS „Mute“ (7) effektiv, 115 Euro/m (Zimmer + Rohde). Sessel bis Dreisitzer „Plenum“ (8) mit langen Ohren, entworfen von Jaime Hayon, ab 4473 Euro (Fritz Hansen). Bitte Zonen schaffen! Etwa mit dem halbtransparenten Doubleface „Silent Light“ (9) als Raumteiler oder Vorhang, 300 cm breit, 215 Euro/m (Création Baumann). NASA, Google, Apple und Amazon schwören darauf: Telefon-kabine von Room (10), neu auf dem deutschen Markt, ab 3495 Euro. Schranksystem „Primo Mondrian“ (11) aus recyceltem Stahl und schall-absorbierendem Stoff, ab 869 Euro (Dieffebi)

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Fotos: Joe Fletcher (1), Matthew Williams (1)