Lesezeit ca. 3 Min.

Spezial Phonovorstufe: TransVinyl TVL1


Stereoplay - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 13.07.2018

Der TVL1 nimmt das analoge Signal, digitalisiert es, funkt es als FLAC in die Welt – und klingt super.


Artikelbild für den Artikel "Spezial Phonovorstufe: TransVinyl TVL1" aus der Ausgabe 8/2018 von Stereoplay. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Stereoplay, Ausgabe 8/2018

Phonovorstufe


Das 3,5-Zoll-Touch-Display erleichtert die Bedienung enorm und reagiert gut.


Bitte machen Sie vor dem Test noch ein System-Update.“ Es ist das erste Mal, dass mir im Rahmen eines Phonovorverstärkertests so etwas gesagt wird. Die kleine Trans-Vinyl-Audiomanufaktur von Dipl.-Ing. Jörg Schambacher und Dr.-Ing. Heribert Geib mit Sitz im bayerischen Gra_ng traut sich etwas. Sie haben einen Phonoverstärker entworfen, der keine analogen Ausgänge hat, sondern ausschließlich ein digitales Signal ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Stereoplay. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 8/2018 von Gute Partner. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Gute Partner
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von Test-Serie Standlautsprecher: Utopien zum Hören. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Test-Serie Standlautsprecher: Utopien zum Hören
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von Test-Serie Streaming-Amp und CD-Player: Traumpaar mit Qualitäten. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Test-Serie Streaming-Amp und CD-Player: Traumpaar mit Qualitäten
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von Test-Serie Ratgeber Messtechnik: Hintergrund: Leistungs-Träger. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Test-Serie Ratgeber Messtechnik: Hintergrund: Leistungs-Träger
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von Spezial Analog: Analoge Welle. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Spezial Analog: Analoge Welle
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von RIAA, Decca, Columbia. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RIAA, Decca, Columbia
Vorheriger Artikel
RIAA, Decca, Columbia
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Spezial Phonovorstufe: basic zum 3.
aus dieser Ausgabe

... bereitstellt.

Der TVL1 ist und kann aber ungleich mehr als ein typischer (entfernter) Artverwandter. Er ist ein Phonoentzerrer, der die Phonosignale wieder gerade biegt. Er ist ein A/D-Wandler, der das analoge in ein digitales Signal umwandelt. Der Clou ist aber, dass der TVL1 das digitalisierte Signal aus der Mikrorille als FLAC-Stream für Netzwerkplayer bereitstellt (WLAN oder LAN). Man kann also Schallplatten über WLAN (mit bis zu 192 kHz/24 Bit) in jedem Raum hören, in dem ein entsprechender Lautsprecher steht.

Wer lieber auf kabelgebundene Übertragung setzt, kann wahlweise auch einen normalen D/A-Wandler verwenden, denn der TVL1 gibt den Datenstrom auch über einen S/PDIF-und einen AES/EBU-XLR-Digitalausgang aus.

TVL1, der Vinylripper
Und mehr noch: Wer eine Festplatte oder ein NAS anschließt, _ndet die Platten, die er abspielt, anschließend dort wieder. Dabei hat man die Wahl zwischen zwei Wortbreiten (16/24 Bit) und sechs Sample-Raten zwischen 44,1 und 192 kHz – dem Burr-Brown-Delta-Sigma-Wandler sei Dank. Dafür, dass die Alben hinterher auch getaggt, also mit Metadaten und Album-/Songtitel versehen sind, sorgt die Anbindung an die Gracenote-Datenbank. Ein nachträgliches, händisches Taggen der gespeicherten Dateien entfällt (sofern die Gracenote-Datenbank die Musik erkennt), ist aber möglich.


Der digitale Datenstrom (FLAC) wird entweder per WLAN/LAN gestreamt oder über S/PDIF bzw. XLR ausgegeben.


Über kurz oder lang soll der TransVinyl darüber hinaus befähigt werden, auch solche Musik von Festplatten zu streamen, die er dort nicht selbst abgelegt hat. Und auch die Handhabung soll noch _exibler werden. So ist eine Browser-basierte Tablet-/ Smartphone-Steuerung in Vorbereitung.

Interessant ist auch der technische Ansatz. Das MM-oder MC-Signal gelangt zunächst in eine rausch arme, lineare Eingangsstufe und wird dort verstärkt. Anschließend geht es in den DC-gekoppelten, zweistu-_gen analogen Signalpfad. Dieser ist vollständig symmetrisch und kanalgetrennt aufgebaut. Nun folgt die Digitalisierung, die Entzerrung des Phonosignals nach RIAA-Spezi_kation erfolgt anschließend auf digitaler Ebene (das gilt auch für das Subsonic-Filter).

Extrem flexibel
Natürlich gibt es bei so einer Schaltung auch reichlich Komfort: Die Verstärkung ist in zehn Stufen zwischen 24 und 58 dB wählbar, die Eingangsimpedanz und die Kapazitätswerte können während der Wiedergabe eingestellt werden (siehe Tabelle rechts).

hinten sitzt die kanalgetrennte Eingangsstufe, darauf folgt die A/D-Wandlung. In der Mitte sitzen die Schnittstellen und das WLAN/LAN-Board, rechts das Netzteil. Jedes Board besitzt eigene Spannungsregler


Going To The River Of Love Wir waren fast etwas enttäuscht, aber man kann diesem Frechdachs nicht mit der Überlegenheit der analogen Phono-Amps kommen. Der TVL1 spielt in erster Linie enorm akkurat, sauber und grob-wie feindynamisch auf hohem Niveau. Alice Coopers „Paranormal“ klang schon fast nach audiophiler Rockmusik! Das zackige „Holy Water“, abgetastet vom Cadenza Red im Luxman TD-171A, bot erstaunlich viel Raum und Tiefenstaffelung, klang weder hart noch zu analytisch. Analog oder digital, diese Frage stellt sich rein klanglich beim TVL1 nicht. In der Tonalität etwa gab es keinen deulichen Unterschied zur hervorragenden Musical Fidelity MX-VYNL. Verglichen mit der basic V2 spielte die TVL1 etwas ruhiger und auch sanfter, man möchte sagen analoger. Da waren wir platt. Dennoch holt diese Phono-Vorstufe alles aus der Rille. Und ein Komfortwunder ist sie obendrein.

Auf Wunsch ist der TVL1 auch mit Cinch-Eingangsbuchsen erhältlich. Er nimmt per Digitalschnittstelle (S/PDIF oder XLR) oder per (W)LAN über den Router Kontakt zur Anlage auf.