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Spezial Streamer/DAC: Baukastenprinzip


Stereoplay - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 06.09.2019

Zwar ist der D/A-Wandler 280D schon eine Weile am Markt, trotzdem ist unser Testgerät brandaktuell: Denn der kanadische Hersteller Moon baut seine Geräte aus Modulen zusammen, so auch den 280D v2 mit MiND2 als Streaming-Plattform.


Artikelbild für den Artikel "Spezial Streamer/DAC: Baukastenprinzip" aus der Ausgabe 10/2019 von Stereoplay. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Stereoplay, Ausgabe 10/2019

Der 280D MiND2 ist über Moon-Apps bedienbar. Dabei bieten die Smartphone-Varianten weniger Komfort als die für Tablets.


Bereits rein äußerlich ist der 280D etwas Besonderes: Weist ihn doch sein spezielles Design als echtes Moon-Gerät aus und hebt ihn damit unverwechselbar von seiner Konkurrenz ab. Ausgestattet mit LEDs und richtigen Tipptasten im mittleren Frontbereich sowie ...

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... silberfarbenen, abgerundeten Eckteilen wirkt das Gehäuse edel und ansprechend. Dieses Design setzt Moon für eine Reihe hochwertiger HiFi-Komponenten ein, so zum Beispiel für Verstärker, Vorstufen und D/AWandler. Dabei bezieht sich das Baukastenprinzip nicht nur auf Gehäuseelemente, sondern auch auf ganze Schaltungsteile, die durch einheitliche Schnittstellen als immer wieder aktualisierte Module kombiniert werden.

Streaming mit MiND2

Das gilt auch für die eingesetzte Streaming-Technik MiND2. Zwar gehört bei Moon eine elegante, zierliche Fernbedienung zum Lieferumfang, damit lässt sich jedoch – insbesondere fürs Streaming – nicht viel anfangen. Erforderlich ist vielmehr die Moon-eigene App für iOS oder Android, vorzugsweise die Variante für die Nutzung mit Tablets. Dabei werden die Funktionsebenen nebeneinander dargestellt, was eine deutlich komfortablere Bedienung ermöglicht als mit der Smartphone-App. Diese ist nicht unbedingt logisch konzipiert und etwas gewöhnungsbedürftig. Auch bietet sie im Vergleich zu den Apps anderer Plattformen wenig Einstellmöglichkeiten. Das freilich ist heutzutage nicht angesagt, da das Smartphone mit seiner inzwischen recht großen Displayfläche voll für eine komfortable Steuerung ausreichen muss. Eindrucksvoll zeigen das Roon aber auch BubbleUPnP, womit die Bedienung des Moon-Streamers übersichtlicher und flüssiger gelingt als mit der Original-App.

Baukastenprinzip: Links sitzt die Netzteilplatine mit Ringkern-Trafo. Daneben die große Verstärker-/ Wandler-/Schnittstellen-Platine und darüber die fürs Streaming. Unten ist noch Platz für eine Endstufe.


Per Android erfolgt der Musikzugriff übers Netzwerk also auf Basis von UPnP/DLNA. Dafür empfiehltstereoplay die flinke, kostenlose Minim-Server-Software, die auf PC oder NAS läuft sowie in einer adaptierten Version für Mac.

Lückenlose Wiedergabe

Problemlos erledigt der 280D die lückenlose Musikwiedergabe. Und mit einem über Simlink gekoppelten Vor- oder Vollverstärker von Moon wird auch die Lautstärke-Fernbedienung per App möglich. Als Roon ready Device läuft das Zusammenspiel mit Roon super, bis hin zum in High-End-Zirkeln nicht unumstrittenen MQA-Format. Gut gelingt die Integration von Musik-Services wie Tidal Masters, Deezer Hi-Fi, Qobuz Sublime+ und HiResAudio.

Neben dem Streaming weist der 280D noch sechs Digitaleingänge auf, dazu Bluetooth mit aptX-Codec. Ein USB Host steht nicht zur Verfügung, damit entfällt leider die extrem wichtige Möglichkeit, ohne Netzwerk eine Festplatte als Massenspeicher anzuschließen!


Mit dem Baukastenprinzip kann Moon bewährte Technik immer wieder durch heiße Neuentwicklungen ergänzen.


Für die D/A-Wandlung nutzt Moon den ES9018K2M ESS Sabre, ein 32-Bit-Achtkanal-Wandler aus der Reference-Serie. Damit ist ein sehr geringes Rauschen möglich, wenngleich die Werte der PRO-Serie nich ganz erreicht werden. Die acht Wandlerkanäle lassen sich zur symmetrischen Auslegung des Signalwegs bis zu den Ausgangsbuchsen via XLR nutzen.

Für den Hörtest wählten wir u.a. das 2012 in HiRes aufgenommene Album Hot House von Chick Corea und Gary Burton. Damit überzeugte der 280D in klanglicher Hochform und brillierte durch Coreas virtuose Piano-Läufe genause wie mit Burtons Vibraphon-Ergüssen. Genau die richtige Musik also für den überaus detailreichen, wenn auch etwas analytischen Klang des Moon. Bravo!

Das Anschlussfeld des 280D umfasst symmetrische Analogausgänge aber keine Analogeingänge. Dafür gibt‘s sechs Digitaleingänge bis hin zu XLR und USB. Leider fehlt ein USB-Hostadapter für Festplatten.