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Spezialitäten: Hochstapler


Truckmodell - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 20.11.2019

Reachstacker im Eigenbau Nachdem mein Iveco Strator Seecontainerseitenlader fertig und einige 20- und 40-Fuß-Container gebaut waren, war es wieder einmal an der Zeit für ein neues Projekt. Nach ein wenig plaudern mit einem Truckmodell-Kollegen und ein wenig Umschauen auf dem Parcours war mir schnell klar, was mit den Containern getan werden könnte: Ein Hebefahrzeug für die Container sollte es sein, aber kein gewöhnliches, sondern ein sogenannter Reachstacker .


Artikelbild für den Artikel "Spezialitäten: Hochstapler" aus der Ausgabe 1/2020 von Truckmodell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Truckmodell, Ausgabe 1/2020

Dies fand ich ein schönes Projekt und daher beschaffte ich mir ein 1:50-Standmodell, um davon die Maße abzunehmen.

Die Grundplatte

Die Grundplatte ...

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... des Modells besteht aus 3 mm starkem Aluminium mit einer Länge von 500 mm und einer Breite von 190 mm. An der Vorderseite wurden rechts und links jeweils Einschnitte von 40×110 mm eingebracht, in denen die Antriebsräder sitzen. An der Hinterseite wurden Einschnitte von jeweils 75×120 mm eingebracht, in denen die Räder zur Lenkung sitzen.

Der Antrieb

Die Antriebsachse mit Differenzial ist von Tamiya, der Antriebsmotor ist ein mit 1:50 übersetzter 12-Volt-Motor von Modelcraft. Da zunächst die korrekten Reifen noch nicht vorhanden waren, habe ich zunächst mit provisorischen Reifen und Felgen weitergebaut. Nachdem ich die selbst angefertigten Reifen fertig hatte, habe ich die passenden Felgen dafür aus 55-mm-Aluminiumrundmaterial gedreht. Die Reifen haben einen Durchmesser von 105 mm, die Felgen einen Durchmesser von 50 mm und eine Breite von 30 mm. Die Reifen habe ich gefertigt aus PU-Gummi PS 160, welches ich von Polyservice aus Nieuwerkerk aan den IJssel (www.polyservice.nl) bezogen habe.

Die Lenkung

Als Lenkachse konnte keine handelsübliche Achse verwendet werden. Normale Lenkachsen haben keinen ausreichenden Lenkeinschlag, sodass ich die Lenkung selbst bauen musste. Auf den Fotos ist der gelbgrüne Balken zu sehen, der die eigentliche Achse darstellt. In der Mitte dieses Balkens sitzt ein Rohr, durch welches ein Bolzen geht, um den die Achse pendeln kann.

Aufgrund des hohen Gewichts des Modells, wurden alle Lager mit Kugellagern (3×7×3) versehene. Da das Modell insgesamt 18 Kilogramm wiegt und hiervon circa 3 Kilo als Ausgleichsgewicht auf der Hinterachse liegen, ist es nötig hier ein besonders starkes Servo für die Lenkung zu verwenden. Ich habe ein Multiplex Titan SHV digi 5 verwendet. Dieses hat eine Stellkraft von 220 Ncm – genug, um auch im Stand zu lenken.

Vor der Lenkachse wurde ein Aufbau angebracht, unter dem der Akku liegt. Dieser kann daher wenn er leer ist, einfach durch eine seitliche Klappe ausgetauscht werden. Auf diesem Aufbau sitzt eine Stütze mit den Lagerungen für den Mast.

Diese Stütze besteht aus Polyurethan und erhielt durch viel Bohren, Sägen, Feilen und Schleifen ihre endgültige Form.

Der Antrieb ist einfach gehalten – hier noch die provisorischen Reifen


Der Mast

Der äußere Mast besteht aus einem 600 mm langen Aluminium-Vierkantrohr mit 60×60 mm und einer Wandstärke von 2 mm.

Am Ende des äußeren Mastes sind – wie auf dem Foto zu sehen – Kugellager befestigt, auf denen leichtgängig der innere Mast ein- und ausgeschoben werden kann. Dieser innere Mast besteht aus einem 550 mm langen Aluminium-Vierkantrohr mit den Maßen 50×50 mm und einer Wandstärke von 2 mm, wobei an jeder Ecke ein Aluminium-L-Profil von 10×10×1 mm befestigt wurde.

Entsprechende Lager wurden auch an der Unterseite des inneren Mastes befestigt, sodass sich der gesamte Mast leichtlaufend gelagert hin- und herbewegen kann, auch mit dem im Betrieb daran hängenden Gewicht von bis zu sechs Kilogramm. Im äußeren Mast sitzt ein Motor mit Getriebe, von dem allerdings keine genauen Daten bekannt sind. Dieser bewegt mittels einer M8-Gewindestange den inneren Mast nach außen oder innen. Am äußeren Mast wurden aus grüngelbem Polyurethan zwei Verbindungsstücke befestigt, um die sich der Mast bewegen kann. Bewegt wird der Mast mittels zweier Zylinder. Diese wurden aus M6- Gewindespindeln angefertigt und an der Unterseite verbunden, sodass sie sich gleichmäßig hoch und runter bewegen. Sie werden ebenfalls angetrieben mittels eines 12-Volt-Modelcraft-Motors mit einer Übersetzung von 1:50.

Blick auf die Lenkung – hier wird ein starkes Servo benötigt


Die spezielle Konstruktion erlaubt einen großen Lenkeinschlag


Aufbau des Mastes. Hier zu sehen die Führung durch Kugellager


Gut zu erkennen der Mechanismus zur Lagerung und Bewegung des Mastes


Konstruktion des Spreaders


Aufbau der Endteile des Spreaders mit dem Verriegelungsmechanismus


Konstruktion der Twistlocks


Drehmechanik des Spreaders


Ausstattung des Modells

• ein Akku 12 Volt 3.700 mAh

• zwei robbe Rookie-Regler

• fünf Regler Thor 4 von CTI

• ein Regler Thor 15 von CTI

• ein Servo Titan SHV von Multiplex Gewicht 18 Kilogramm Bauzeit 14 Monate

Der Spreader

Der sogenannte Spreader, der die Container aufnimmt, besteht aus zwei 350 mm langen rechteckigen Aluminiumrohren mit den Maßen 40×25×2 mm. Diese Rohre bilden die außenliegenden Teile, darin sitzen zwei 300 mm lange Rohre mit den Maßen 35×20×1,5 mm. Im äußeren Rohr sitzt ein Faulhaber-Motor 1524 mit einer Übersetzung von 1:152 und einer M5-Gewindestange mit einer Länge von 260 mm. Diese Einrichtung sorgt dafür, dass der Spreader sich sowohl auf 20- als auch auf 40-Fuß-Container einstellen lässt.

In das äußere Rohr wurde ein Längsloch eingebracht, das dazu dient hier einen Anschlag anzubringen, sodass ein Endschalter dazu dient den Spreader auf die Maße von 20- oder 40-Fuß-Containern einzustellen.

Die Befestigung der Container am Spreader funktioniert – wie im Original – mit sogenannten Twistlocks. in den seitlichen Teilen des Spreaders sitzt jeweils ein Servo (Typ RCD-20 von RC Plus). Aus diesen wurden die Elektronik entfernt, sodass sie lediglich noch als Motor mit Getriebe dienen. Der Grund hierfür sind die benötigten langen Zuleitungen, die die Ansteuerung instabil machen würden.

An den Servos wurden jeweils zwei Schubstangen befestigt, die zu zwei runden Scheiben führen, bei welchen an der Unterseite die Twistlocks sitzen. Zudem wurden zwei Endschalter eingebaut, die dafür sorgen, dass der Motor im richtigen Moment stoppt. Über die Endschalter werden auch zwei LEDs angesteuert. Diese zeigen, ob die Twistlocks offen (grün) oder geschlossen (rot) sind. Wenn keines der LEDs leuchtet weiß man, dass die Twistlocks weder sauber verschlossen, noch geöffnet sind.

Das Drehen des Spreaders wird mit einem Faulhaber 1016 mit einer Untersetzung von 1:256 realisiert. Diese treibt ein Schneckenrad an, welches es erlaubt den Spreader fast komplett zu drehen.

Die Karosserie

Die Karosserie besteht aus 2 mm dickem ABS. Das Heckteil besteht aus Polyuretan, in das das Logo des Herstellers gefräst wurde.

Die Fahrerkabine

Die Kabine besteht aus 3 mm dickem Plexiglas. An den Biegekanten wurden kleine V-Einschnitte eingebracht und diese dann unter Zuhilfenahme eines Föns erwärmt und gebogen.

Die Kabine kann verschoben werden. Die Messing-U-Profile. in denen die Kabine läuft, dienen dabei als Kontaktschienen für Schleifkontakte mit denen die Kabine mit Strom versorgt wird.