Lesezeit ca. 5 Min.
arrow_back

Spiel mit mir!


Logo von Geliebte Katze
Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 08.11.2022
Artikelbild für den Artikel "Spiel mit mir!" aus der Ausgabe 12/2022 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 12/2022

Katzen toben für ihr Leben gern. Doch Spielen bedeutet nicht nur Spaß, es dient auch dem Schärfen der Instinkte, dem Training in Geschicklichkeit und der inneren Ausgeglichenheit. Haben Katzen nicht genügend Anreize, kann sich schnell Frust einstellen. Katzenkinder schulen ihre Sinne und Fähigkeiten bei Balgereien mit Geschwistern oder Freunden. Dabei lernen sie die Selbstkontrolle, Strategien zum Austragen von Konflikten und das Ausloten von Grenzen. Gerade Wohnungskatzen haben nicht viele Möglichkeiten, ihre Energie loszuwerden, da sie weder auf Revierpatrouille noch auf Beutejagd gehen. Doch mit einer katzengerechten Einrichtung und regelmäßigen Spieleinheiten kommen auch die größten Energiebündel auf ihre Kosten.

Spielregeln

Wie Kinder brauchen auch Katzen feste Regeln und Grenzen. Es bringt nichts, eine Katze bei Fehlverhalten zu bestrafen. Räumen Sie daher alles fort, was für die Mieze absolut ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,49€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Geliebte Katze. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 12/2022 von Liebe Leserin, lieber Leser!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Liebe Leserin, lieber Leser!
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von Ich will gesund mitfeiern. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ich will gesund mitfeiern
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von NEUES AUS DER KATZENWELT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEUES AUS DER KATZENWELT
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
NEUES AUS DER KATZENWELT
Vorheriger Artikel
NEUES AUS DER KATZENWELT
Das richtige Spielzeug für jeden Spieltyp
Nächster Artikel
Das richtige Spielzeug für jeden Spieltyp
Mehr Lesetipps

... tabu ist (z. B. Wollfäden, siehe oben!), und loben Sie sie, wenn sie z. B. verbotenes Kratzen am Sofa unterlässt. Spielregeln gelten auch für den Menschen: Niemals Hände oder Füße zum Spielen anbieten. Ist die Katze kräftig und ausgewachsen, kann sie Sie böse verletzen. Hat die Katze genug vom Spielen, sollte das Spielzeug aufgeräumt werden. So bleibt es etwas Besonderes und die Katze hat wieder Spaß daran, wenn Sie es hervorholen.

Damit das Spielen für alle Spaß bleibt, sollten einige Dinge beachtet werden:

• Spielzeug muss nicht trendy sein. Wichtig ist, dass es nicht billig verarbeitet ist, damit sich keine Kleinteile lösen.

• Sorgen Sie für eine entspannte Spielatmosphäre. Spürt Ihre Katze, dass Sie gestresst sind oder keine Lust mehr haben, wird sie nicht länger spielen wollen.

• Katzen lieben feste Rituale. Legen Sie daher die Spieleinheiten so, dass sie täglich eingehalten werden können.

• Ist die eine Katze dominanter, wird die zweite zu kurz kommen. Spielen Sie den Hitzkopf zuerst müde oder bieten Sie ihm ein Tüftelspiel an, damit Sie sich auch mit der Sanften beschäftigen können. So bleibt diese motiviert.

Wilde Minuten

Katzen entscheiden selbst, wann sie Lust haben zu spielen und wann nicht. Zeigt die Mieze der Stoffmaus die kalte Schulter, sollte man nicht enttäuscht sein. Hat sie aber das Jagdfieber gepackt, spielen Sie voller Aufmerksamkeit mit ihr. Katzen spüren, wenn der Spielpartner nur halbherzig mitspielt, und ziehen sich sofort zurück. Legen Sie daher Spieleinheiten zu bestimmten Tageszeiten fest, die für beide zum gewohnten Ritual werden. Lassen Sie jede Einheit nach fünf Minuten langsam ausklingen und geben der Katze am Ende die Beute. So hat sie einen Erfolg, den sie auskosten kann.

Catnip & Co.

Catnip und Baldrian regen die Sinne der Samtpfoten an – Katzenminze (Catnip) wirkt berauschend, Baldrian versetzt die Katze in Ekstase. Gefährlich sind beide Pflanzen nicht, allerdings sollte die Katze Catnip-Spielzeug nur zur Belohnung bekommen. Ansonsten sollte es gut verschlossen aufbewahrt werden, z. B. in einer Kaffeedose.

Kuschelzeiten

Es muss nicht immer wilde Mäusejagd sein. Gerade die ruhigeren Gemüter können damit wenig anfangen. Manche Katzen verbringen lieber Schmuseeinheiten mit ihren Zweibeinern. Kraulen, Bürsten und sanftes Massieren stehen bei ihnen ganz hoch im Kurs. Dies beruhigt und fördert nebenbei die soziale Beziehung.

Alleine spielen …

Falls Sie eine Einzelkatze halten, müssen Sie dafür sorgen, dass sie die Möglichkeit hat, auch dann zu spielen, wenn Sie gerade nicht zu Hause sind. Dafür bieten sich Spielzeuge wie der Cat-Track an, eine Art runder Kunststoffring mit Schlitzen, in dem ein Ball mit der Pfote im Kreis bewegt werden kann. Auch ein an einer Spiralfeder auf einem stabilen Brett befestigtes Spielzeug, das sich bewegt, wenn die Katze dagegenpfotelt, ist gut geeignet, um die Katze zum Spielen zu animieren. Gerne genutzt wird auch ein Überraschungskarton. Einfach Schlitze und Löcher hineinschneiden, den Karton mit raschelnden Papierknäueln und einigen Leckerlis füllen und der Katze zeigen, bevor Sie das Haus verlassen. Sie ist einige Zeit beschäftigt, die Leckerlis aus dem knisternden Papier herauszuangeln. Aber Vorsicht : Bei Katzen, die eher am oberen Ende der zulässigen Gewichtsspanne angesiedelt sind oder die bereits übergewichtig sind, unbedingt die Kalorienmenge von der Futterration abziehen, die mit den Leckerlis aufgenommen wird.

… oder zu zweit?

Haben Sie zwei Katzen oder gar einen Multi-Katzenhaushalt, wird die gefürchtete Langeweile nicht so schnell aufkommen. Soziale Interaktionen wie gegenseitige Fellpflege, aber auch Jagdspiele wie Fangenspielen verkürzen die Zeit des Wartens auf den Menschen. Ist das Revier der Wohnungskatzen groß genug und gut strukturiert, sodass jede Katze die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen, wenn sie ihre Ruhe haben möchte, und sind alle zusammenlebenden Katzen gut sozialisiert, können Sie beruhigt zur Arbeit gehen.

Eingetütet

Kaum sind die Einkäufe ausgepackt, hat die Katze auch schon die Papiertüte in Beschlag genommen. Keine Frage – alles, was raschelt, wird von Samtpfoten jeder Größe heiß geliebt. Achtung: Schneiden Sie die Henkel ab, bevor die Katze ran darf, denn sie könnte sich sonst verheddern. Plastiktüten sind generell tabu.

Spieleinrichtung

Katzen sind stets im Training – auch, wenn Sie mal nicht zu Hause sind. Es wird geklettert, gekratzt und gejagt – ohne Rücksicht auf Ihre Sachen. Damit sie nicht notgedrungen Ihr Inventar „bespielen“, gibt es katzengerechte Kletter- und Kratzbäume, Trapeze und Catwalk-Bretter für die Wände. So können die Minitiger sich austoben, ohne an die falschen Möbel zu geraten.

Outdoor-Spaß

Auch Freigänger freuen sich, wenn ihre Menschen sich Zeit für eine Spielerunde nehmen. Spielzeuge für Freigänger sollten vor allem robust, wasserdicht und wetterbeständig sein. Materialien wie Metall, Papier oder Holz sind weniger geeignet, wenn das Spielzeug rund um die Uhr im Freien herumliegt. Setzen Sie lieber auf Kunststoff, wobei auch hier gilt: Sicherheit geht immer vor! Farbenfrohe Spielzeuge sind praktisch, weil leichter zu finden, wenn Miez sie doch mal verschleppt. Auch Spielangeln mit langer Schnur, die im weiten Bogen geschwungen werden und so fliegende Vögel imitieren, eignen sich hervorragend für Spiele im Freien.

Eigenheiten

Manche Katzen entwickeln gewisse Vorlieben und Eigenheiten beim Spielen. So lauern die einen minutenlang in einem Versteck, um den nächsten Ahnungslosen mit einem gewagten Sprung zu erschrecken, während die anderen es lieben, mit der Pfote im Wasser zu planschen. Bieten Sie ihr doch eine seichte Wasserschüssel an!

Und wenn sie nicht spielen will?

• Tritt das Verhalten der Spielverweigerung plötzlich auf, sollten Sie medizinische Ursachen ausschließen: Lassen Sie Ihre Katze vom Tierarzt untersuchen, vielleicht hat sie Schmerzen und will daher nicht mehr spielen.

• Ein voller Bauch studiert nicht gern und will auch nicht spielen: Unmittelbar nach einer Mahlzeit möchte die Katze meist ruhen und dösen oder sich putzen, aber nicht durch die Wohnung toben.

• Reizüberflutung: Liegen immer viele Spielsachen herum, werden sie für die Katze uninteressant. Räumen Sie Spielsachen nach dem gemeinsamen Spiel immer weg und benutzen nur ein, maximal zwei Spielsachen, wenn Sie mit der Katze spielen. Bieten Sie ihr auch nur ein bis zwei Sachen an, die die Katze in Ihrer Abwesenheit dann nutzen kann.

• Stimmungsübertragung: Haben Sie gerade wirklich Lust, mit der Katze zu spielen, oder tun Sie es aus reinem Pflichtgefühl? Sie spürt Ihre Stimmungen und macht nur freudig mit, wenn sie empfindet, dass Sie Spaß am Spiel mit ihr haben.

• Interessant machen: Wenn Sie sich mit einem neuen Spielzeug intensiv beschäftigen und es anschließend vor den Augen der Katze verstecken, es zum Beispiel unter ein Tuch legen, animiert dies das Erkundungsverhalten der Katze. Sie wird nachschauen müssen, was ihr Mensch da für ein interessantes Ding hatte.

• Spielzeug muss nicht teuer sein: Auch ein Flaschenkorken zum Pfotenballspiel kann wirklich toll sein – wenn er nicht ständig zur Verfügung steht, sondern als „neues Highlight“ aus dem Spielzeugschrank angeboten wird.