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Spielend leicht


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tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 40/2022 vom 14.03.2022

SCHLÄGERTEST

12 RACKETS IM TEST

Artikelbild für den Artikel "Spielend leicht" aus der Ausgabe 40/2022 von tennisMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 40/2022

BUNTE AUSWAHL: Acht Racketmarken mit insgesamt zwölf Schlägern waren im letzten Teil unserer Test-Trilogie dabei.

Alexander Schepp

• Cheftester tennis MAGAZIN, Cheftrainer SC Poppenbüttel

• Referent im Lehrteam des Hamburger Tennis Verbandes (HTV)

• Leiter „Play Double Tennis Academy“

Andrea Bombek

• B-Trainerin, Regionalligaspielerin

• Ehemals Nummer 452 der Welt

• Frühere Meisterin in Hamburg und Schleswig-Holstein, Vizemeisterin bei den Damen

Nico Graf

• Trainer beim Lawn-Tennis-Club Elmshorn

• Spielt in der Schleswig-Holstein-Liga Herren 30

• Aktiver Turnierspieler (LK 8)

Danny Kusel

• Trainer im Marienthaler Tennis und-Hockey Club. Spielte lange bei den Herren in der Hamburger Oberliga

• Ehemaliger Regionalliga-und DTB-Ranglisten-Spieler

Sven Moritz

• Cheftrainer im TC Langenhorn

• Aktiv in der Hamburg-Liga Herren 40

• Diplom-Politologe und Sportwissenschaftler

Babolat

Evo Drive Lite

Gewicht: 255 g

Schwunggewicht: 282,5 g

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 23 -26 mm

Schlagfläche: 670 qcm

Bespannung: 16/17 ...

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Balance: 32 cm, ausgewogen

Die Evo-Drive-Serie von Babolat ist wie gemacht für den unkomplizierten Einstieg. Das Racket ist äußerst leicht, auch das Besaitungsmuster ist sehr offen. Dadurch greifen sich die Saiten förmlich den Ball. Anfänger können zügig Fortschritte im Umgang mit Spin-und Sliceschlägen machen. Besonders das geringe Schwunggewicht erleichtert die Manövrierbarkeit, sodass der Schläger sich auch sehr gut für Kinder eignet, die ihrem Juniormodell entwachsen sind.

139,55 € www.babolat.com

Diadem

Nova FS 105 UL

Gewicht: 275 g

Schwunggewicht: -

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 24 mm

Schlagfläche: 677 qcm

Bespannung: 16/19

Balance: 34,5 cm, sehr kopflastig

Der Nova 105 UL traf verspätet in der Redaktion ein und verpasste somit die Bewertung mit dem Wingfield Schlagscore. Dennoch können die Tester auch dem dritten Nova-

Modell ein gelungenes Zeugnis als Allrounder ausstellen. Mit einem gut abgestimmten Mix aus Power und Kontrolle überzeugten bereits die Vorgänger. Selbiges lässt sich auch über den 105 UL berichten. Dass eine Modellreihe Spielgefühl über so viele Ausführungen beibehält, ist keine Selbstverständlichkeit.

159,95 € www.diademsports.eu

Dunlop

LX 800

Gewicht: 255 g

Schwunggewicht: 318 g

Länge: 69,8 cm

Rahmenhöhe: 27 mm

Schlagfläche: 710 qcm Bespannung: 16/18

Balance: 35,5 cm, sehr kopflastig

Der Dunlop LX 800 vollführt einen überraschenden Spagat. Von einem der leichtesten Rackets hin zum Schläger mit dem höchsten Schwunggewicht aller Modelle im Test. Viel Aufwand in der Schlagbewegung ist nicht nötig, um den Ball Richtung Gegner zu bringen. Das hohe Schwunggewicht hat auch seinen Preis: Mit der Zeit kann das Spielen mit diesem extrem steifen Rahmen anstrengend werden. Wer zum Dunlop LX 800 greift, sollte ein wenig mehr Kraft mitbringen.

189,95 € www.dunlopsports.com

Dunlop

SX 600

Gewicht: 270 g

Schwunggewicht: 311,5 g

Länge: 69,2 cm

Rahmenhöhe: 23 -26 mm

Schlagfläche: 677 qcm

Bespannung: 16/18

Balance: 33,5 cm, kopflastig

Gelungener Hattrick! Die SX-Serie von Dunlop holt einen weiteren Sieg in der diesjährigen Testsaison. Besonders beeindruckend:

In jeder der drei Kategorien erreichte ein Schläger aus der SX-Reihe den höchsten Wingfield Score. Vor allem Spin und Power dieser Serie suchen ihres Gleichen. So auch beim SX 600, dessen hohes Schwunggewicht eine gewisse Kraft und Technik fordert. Weniger geeignet für blutige Anfänger, aber perfekt für fortgeschrittene Freizeitspieler.

199,95 € www.dunlopsports.com

Head

Boom Team

Gewicht: 275 g

Schwunggewicht: 307 g

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 25 mm

Schlagfläche: 660 qcm

Bespannung: 16/19

Balance: 33 cm, kopflastig

Auch der Head Boom Team (ab Mai im Handel) ist ein Wiederholungstäter als Testsieger in unserer Trilogie. Wie schon der Boom MP überzeugte auch der Boom Team komplett.

Das Racket erreichte beim Wingfield Score den höchsten Geschwindigkeitswert. Das liegt vor allem am Vertrauen, den der Boom Team vermittelt. Der Schläger liegt gut in der Hand, die Bälle brechen nicht aus. Als Spieler kennt man keine Zurückhaltung mehr, der Arm wird frei für einen krachenden Winner.

220 € www.head.com

Head

Speed Team L

Gewicht: 265 g

Schwunggewicht: 300 g

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 25 mm

Schlagfläche: 645 qcm

Bespannung: 16/19

Balance: 34 cm, sehr kopflastig

Der Head Speed Team L ist ein solides Freizeitmodell im optischen Gewand von Djokovics Erfolgsmodell. Allerdings zeigt sich hier, dass sich verschiedene Versionen einer Schlägerreihe doch gehörig unterscheiden können. So erinnert nur wenig an das Spielgefühl der vermeintlichen Vorlage Speed MP. Nichtsdestotrotz eignet sich der Speed Team L sehr gut für sportliche Anfänger und Gelegenheitsspieler, da er angenehm einfach zu manövrieren ist und recht viel verzeiht.

220 € www.head.com

Pacific

BXT X Fast ULT

Gewicht: 260 g

Schwunggewicht: 288 g

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 23,5 mm

Schlagfläche: 645 qcm

Bespannung: 16/19

Balance: 33,5 cm, kopflastig

Mit dem Pacific X Fast ULT lässt sich prima eine saubere Technik mit einer längeren Schwungbewegung trainieren. Der Grund: Der Schläger macht nicht alles von alleine, sondern ermuntert mit seinem sehr niedrigen Schwunggewicht zu mutigen Schlägen. Die Zielgruppe ist sportlich orientiert, z.B. jugendliche Nachwuchstalente, deren technische Entwicklung noch im Prozess ist. Komfortsuchende Spieler werden Touch und eine intensivere Power-Unterstützung vermissen.

210 € www.pacific.com

Die Spielereinschätzung

Turnierspieler: Schnelle Zuschlagbewegung, dynamischer Schwung. Trifft den Ball in fast jeder Lage optimal. Bestimmt das Tempo selbst, braucht ausgezeichnetes Feedback und Kontrolle.

Club-/Medenspieler: Nicht ganz so treffsicher. Spielt häufig bis viel, benötigt etwas mehr Komfort und Power als Turnierspieler. Spielt erfolgreich Medenspiele und Clubmeisterschaften. Mittlere bis schnelle Zuschlagbewegung.

Freizeitspieler: Trifft den Ball ungenau, optimales Timing fehlt. Mit dem etwas kurzen oder sehr langsamen Schwung erzeugt er nicht den gewünschten Druck.

Die Testbenotung

Im Praxistest werden fünf Bereiche getestet: Kontrolle bezeichnet, wie präzise sich das Racket spielt. Dabei ist vor allem die Längenkontrolle maßgeblich.

Power drückt aus, wie gut sich der Schläger beschleunigen lässt. Spielgefühl meint, wie das allgemeine Handling des Schlägers ausfällt sowie das Feedback in puncto Touch und Komfort. Die vierte Komponente ist die Optik. Mit in der Testbenotung dabei ist der Wingfield Schlagscore, bei dem Geschwindigkeit und Präzision eines Rackets digital erfasst werden. Die einzelnen Bereiche werden unterschiedlich gewichtet. Für die Kategorie Freizeitspieler gilt: Die Power ist der wichtigste Bereich und wird mit 25 Prozent beim Gesamtresultat berücksichtigt. Danach folgen Kontrolle und Spielgefühl (jeweils 20 Prozent). Der Wingfield Score wird in jedem Test mit 25 Prozent gewichtet. Die Optik fließt immer zu zehn Prozent mit ein.

Der Testablauf

Die Racketfirmen schicken ihre Schläger bespannt mit Logo in die Redaktion. Dort werden sie fotografiert und zu Cheftester Alexander Schepp in den SC Poppenbüttel in Hamburg gesendet. Die Schläger wurden neu und einheitlich vom ATP-Besaiter Joachim Krüger bespannt. Im aktuellen Test haben wir die „MSV Focus Hex Ultra“ von MSV Tennis aufgezogen. Fünf Tester stehen im Testteam und analysieren jedes Schlägermodell bis ins kleinste Detail. Die Schlagscore-Bewertung mit der Wingfield-Box wurde von unserem Testteam im TV Blau-Weiß Ratzeburg (Schleswig-Holstein) durchgeführt.

Nach den Testwochen füllt jeder Tester einen Testbogen aus. Dort werden Kontrolle, Power und Spielgefühl für Grundlinie, Netzspiel und Aufschlag benotet sowie das Schlägerdesign. Zudem fließen Bemerkungen wie Größe des Sweetspots oder besonders auffällige Spieleigenschaften in die Bewertung mit ein.

Tecnifibre

T-Fight 270

Gewicht: 270 g

Schwunggewicht: 297,5 g

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 25 mm

Schlagfläche: 645 qcm

Bespannung: 16/19

Balance: 33,5 cm, kopflastig

Der Tecnifibre T-Fight 270 gehört zur Gruppe der sportlichen Freizeitmodelle mit einem kleineren Schlägerkopf. Eine gewisse Technik sowie Mut zu durchgezogenen Schlägen sollte bereits vorhanden sein, um die offensiven Vorzüge dieses Rackets zu genießen. Das Spielgefühl ist quirlig und aggressiv. Mit dem T-Fight 270 zieht es einen förmlich in den Platz, der Weg zum Netz wird immer öfter angetreten. Empfehlung für Jugendliche sowie Erwachsene, die regelmäßig spielen.

179,99 € www.tecnifibre.com

Tecnifibre

TF-X1 275

Gewicht: 275 g

Schwunggewicht: 305,5 g

Länge: 68,5 cm

Rahmenhöhe: 25,5 mm

Schlagfläche: 680 qcm

Bespannung: 16/19

Balance: 33 cm, kopflastig

Der TF-X1 275 ist ein weiteres Racket, dessen Modelllinie in jedem unserer diesjährigen Tests vertreten war. Diesmal reicht es zum Testsieg! Der Grund: Der Komfort in Verbindung mit einer mächtigen Power ist wie gemacht für ambitionierte Freizeitspieler. Unsauber getroffene Bälle gehen nicht gleich auf den Arm, das Spielgefühl ist angenehm unkompliziert. Auch wenn der Schlägerkopf recht groß ist, wirkt das Modell sportlich und ist auch für Medenspieler eine gute Wahl.

239,99 € www.tecnifibre.com

Völkl

V Cell 1

Gewicht: 255 g

Schwunggewicht: 308,5 g

Länge: 70,5 cm

Rahmenhöhe: 27 -29 mm

Schlagfläche: 740 qcm

Bespannung: 16/17

Balance: 35,5 cm, sehr kopflastig

Der Völkl V Cell 1 ist ein toller Schläger für ältere Freizeitspieler. Die Unterstützung durch das Racket ist enorm. Das extrem offene Besaitungsmuster dehnt den Sweetspot aus und verzeiht Unsauberkeiten im Treffpunkt.

Selbst mit einem sehr kurzen Schwung findet der Ball noch den Weg ins Feld. Der Clou ist, dass auch schnellere Schläge sich immer noch vernünftig kontrollieren lassen. Bei Rackets, die eindeutig auf kürzere Zuschlagbewegungen ausgelegt sind, eine Seltenheit.

340 € www.volkltennis.com

Völkl

V Cell 3

Gewicht: 270 g Schwunggewicht: 305,5 g Länge: 70,5 cm Rahmenhöhe: 26 -28 mm Schlagfläche: 710 qcm Bespannung: 16/19

Balance: 34 cm, sehr kopflastig

Mit dem V Cell 3 setzt auch das zweite Völkl-Modell auf die Altersklasse 60+. Spannend ist vor allem sein Schwunggewicht. Trotz stattlicher zwei Zentimeter Überlänge und einem recht hohen Balancepunkt bleibt dieses nämlich überraschend moderat. Der Schläger ist dadurch leichter zu manövrieren und toleriert zudem wuchtige und längere Schwungbewegungen. Im Sweetspot verlaufen die Saiten ziemlich eng. Auf diese Weise erzielt der V Cell 3 eine erstaunliche Kontrolle.

280 € www.volkltennis.com

Wilson

Clash 100L

Gewicht: 280 g Schwunggewicht: 301 g Länge: 68,6 cm Rahmenhöhe: 24,5 mm Schlagfläche: 645 qcm Bespannung: 16/19

Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

Der Wilson Clash 100L verpasst den Sprung auf das Testsiegertreppchen nur knapp.

Sein leicht grifflastiger Balancepunkt ist für Rackets der Freizeitkategorie außergewöhnlich. Das Handling erscheint nahezu mühelos. Allerdings müssen die Spieler auch etwas mehr in den eigenen Schwung investieren.

Belohnt wird man dann mit dem typischen Clash-Gefühl, wo so manch abgeschriebener Ball noch ins Feld tropft. Der Clash 100L passt auch zu engagierten Medenspielern.

260 € www.wilson.com

DIE FAVORITEN DER TESTER

ALEXANDER SCHEPP (44):

1 Head Boom Team

2 Wilson Clash 100L

3 Dunlop SX 600

»Sowohl sportliche Anfänger als auch erfahrene Medenspieler werden von dem tollen Spielgefühl des Head Boom Team profitieren.

ANDREA BOMBEK (50):

1 Dunlop SX 600

2 Head Boom Team

3 Tecnifibre T-Fight 270

»Die SX-Reihe von Dunlop entwickelt sich zu einer Spinmaschine. Mit dem SX 600 kann man den Beginn der Sandplatzsaison kaum erwarten.

NICO GRAF (38):

1 Tecnifibre TF-X1 275

2 Head Boom Team

3 Dunlop SX 600

»Druckvolle Schläge und butterweiches Feedback. Der Tecnifibre TF-X1 275 bringt eine bemerkenswerte Kombi auf den Platz.

DANNY KUSEL (44):

1 Dunlop SX 600

2 Head Boom Team

3 Tecnifibre TF-X1 275

»Der Dunlop SX 600 entwickelt eine unglaubliche Power. Bei all der Wucht vermittelt er auch noch ein kontrolliertes Treffgefühl.

SVEN MORITZ (43):

1 Head Boom Team

2 Tecnifibre TF-X1 275

3 Wilson Clash 100L

»Der Head Boom Team spielt sich herrlich unkompliziert, sodass bei Freizeitspielern die Fortschritte in den Schlägen schnell sichtbar werden.