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SPINNFISCHEN: Nordischer Sbirolino


Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 72/2018 vom 13.07.2018

Rasante Fluchten, harte Drills und nicht zu wissen, welcher Fisch als nächstes einsteigt, macht das Sbirolinoangeln in Norwegen vom Ufer aus so aufregend. Mit unseren Tipps geht’s in den Fjorden ab.


Artikelbild für den Artikel "SPINNFISCHEN: Nordischer Sbirolino" aus der Ausgabe 72/2018 von Kutter & Küste. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Kutter & Küste, Ausgabe 72/2018

Ufernahe Fische wie Pollack sind perfekt mit Sbiro und Streamer zu überlisten.


Marc zieht unterschiedlich schwere Sbiros auf kurze Monoschnüre, jeweils vorn und hinten gestoppt durch Gummiperlen. So kann er die Sbiros blitzschnell austauschen.


Lassen sich hervorragend mit Sbiro fangen: Makrelen!


Bunt fängt! Eine kleine Auswahl unterschiedlicher Streamer mit stabilen Salzwasserhaken reicht aus.


Leichte Spinnrute, ...

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... um 2,70 Meter lang, 30er Stationärrolle mit fein justierbarer Bremse, Geflochtene mit zehn Kilo Tragkraft: das perfekte Gerät zum Sbiroangeln in Norwegen.


Mit weiten Würfen und fächerförmigem Abfischen der Angelstelle kann man die Fische schnell ausfindig machen und der erste Biss lässt meist nicht lange auf sich warten. Damit der Spaßfaktor höher ausfällt, benutze ich einen schwimmenden Sbiro. Hiermit kann man je nach Einholgeschwindigkeit die Verfolgungsjagden auf den Streamer und auch letztendlich den Anbiss live mit verfolgen. Eine gute Methode ist es, sobald man hinterm Sbirolino Wasserbewegungen erkennt, die auf jagende Fische hindeuten, nicht weiter einzukurbeln, sondern kurz abzustoppen. Dadurch sinkt der Streamer kurz ab, kurbelt man anschließend an, steigt der Streamer wieder auf. Hierdurch spricht man den Jagdinstinkt des Fisches an. Die Rollenbremse sollte gut eingestellt sein. Mit einem Biss sogar nah am Ufer muss immer gerechnet werden.

Hot Spots finden

Vielversprechende Stellen befinden sich an Einbuchtungen, kleinen Häfen, Landzungen oder auch an felsigen Regionen entlang der Küste. Wobei ich eine Stelle auswähle, die weiter in das Meer ragt, zum Beispiel auf einem Felsen. Von dort kann man alle Bereiche abfischen und hat genügend Platz, um gut auswerfen zu können. Eine weitere Möglichkeit, einen guten Angelplatz zu finden, ist es, wenn man sich genau die Struktur des Uferbereiches anschaut, denn diese kann Aufschluss über den weiteren Verlauf unter Wasser geben. Befindet sich dort zum Beispiel eine steil abfallende Kante oder ein flachläufiges Gebiet, verläuft die Struktur in den meisten Fällen unter Wasser weiter fort. Die besten Angelzeiten sind die frühen Morgen- oder die Abendstunden. Dann ist das Wasser oft schön ruhig. Wer zu diesen Zeiten das Wasser über mehrere Tage beobachtet, der kann die Fische jagen sehen und weiß dann auch, wann die beste Zeit ist.

Die Köderauswahl

Im Fachhandel steht eine breite Masse an Streamern zur Auswahl. Welcher hiervon jetzt der richtige ist, kann man im Vorfeld gar nicht pauschalisieren. Aus meinen Erfahrungen her empfehle ich verschiedene Größen und Farbvarianten immer dabei zu haben. Mein persönlicher Favorit ist ein orangefarbener Streamer von rund acht Zentimeter Länge. Dieser kommt bei den Fischen meistens gut an. Andere Farben funktionieren natürlich auch, aber erfolgreich angeln bedeutet gleichzeitig auch immer wieder ausprobieren und offen für Neues zu sein.

Die Montage

Die gezeigte Sbirolinomontage besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist das Vorfach selbst. Es besteht aus dem Streamer und einer monofilen Schnur mit einer Tragkraft von rund acht Kilo. Die Vorfachlänge sollte bis zu 1,50 Meter betragen. Der zweite Teil besteht aus einem rund 30 Zentimeter langen Stück monofiler Schnur mit derselben Tragkraft wie das erste Teil. Zuerst wird ein Einfachwirbel angeknotet, anschließend werden ein Gummistopper dann der Sbirolino und nochmals ein Gummistopper aufgefädelt. Die Gummistopper dienen zum Schutz der Knoten. Zu guter Letzt erhält das Ganze noch einen Einfachwirbel. Hiervon kann man sich dann verschiedene Sbirolinos in unterschiedlichen Gewichten vorfertigen. Ein Sbirolinogewicht von 30 Gramm hat sich gut bewährt, da hiermit auch größere Distanzen gut überbrückt werden können.

Felsvorsprünge am Wasser sind erstklassige Angelplätze. Wichtig: Vor dem Angeln bereits eine sichere Anlandestelle finden!


Besonders in den oft ruhigen Morgen- und Abendstunden liegt meist die beste Fangzeit.


Marc Geelhaar mit einem Sbiro-Räuber aus Norwegen.


Vorteil der Montage

Der Vorteil der beschriebenen Montage liegt darin, dass man sehr flexibel ist, da man ganz einfach das Sbirolinogewicht austauschen kann. Zudem hat man zusätzlich noch die Möglichkeit, komplett auf Blinker oder Wobbler umzusteigen. So kann man auf alle Gegebenheiten reagieren und muss nicht immer wieder alles umbauen. Das erspart einem viel kostbare Angelzeit und ist absolut stressfrei.

Das Nötigste muss mit

Als Angelrute kommt eine Spinnrute zum Einsatz, die auf die eingesetzten Sbirolinogewichte abgestimmt sein sollte. Viel mitgenommen werden muss nicht. Ein kleiner Rucksack mit ein paar vorgefertigten Montagen, Streamern, Sbirolinos in unterschiedlichen Gewichten und Ersatzwirbel ist vollkommen ausreichend. Außerdem benötigt man natürlich noch die Grundausstattung mit Messer, Betäubungsholz, Schere und Lappen. Da nicht so viel Ausrüstung benötigt wird, kann man auch schon mal ein paar Meter an der Küste zurücklegen, ohne viel Gepäck mit sich herumzuschleppen.