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SPITZE NACH BAYRISCHEM REINHEITSGEBOREINHEITSGEBOT


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 13/2019 vom 28.03.2019

Als Benziner hat derneue BMW 3er schon gegen die Mercedes C-Klasse gewonnen. Jetzt muss er als mehrheitstauglicher Diesel gegen eine bunte Gruppe von Mittelklasse-Limos ran


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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 13/2019

Der 3er ist schärfer geschnitten, aber im Herzen der Alte geblieben. Haben Kia, Benz und Mazda eine Chance?


BMW 320d ab 40 450 Euro

DER 3ER IST DAS HERZ VON BMW. 15 Millionen Mal gebaut nach dem Reinheitsgebot. Nein, nicht dem von 1516, mit Hopfen, Malz, Hefe und Wasser und so. Sondern mit längs eingebautem Motor, Hinterradantrieb, direkter LenkunHinterradantrieb, Lenkung und strammem Fahrwerk. Von, sagen wir mal, 1966. Da ...

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DER 3ER IST DAS HERZ VON BMW. 15 Millionen Mal gebaut nach dem Reinheitsgebot. Nein, nicht dem von 1516, mit Hopfen, Malz, Hefe und Wasser und so. Sondern mit längs eingebautem Motor, Hinterradantrieb, direkter LenkunHinterradantrieb, Lenkung und strammem Fahrwerk. Von, sagen wir mal, 1966. Da startete der 02er.

Jetzt kommt der 3er in siebter Auflage, gewann als 330i gleich den ersten Vergleich gegen den Mercedes C 300 (Heft 9/2019). Hier stellt er sich als Diesel der nächsten Aufgabe. Eine C-Klasse ist wieder dabei, der C 220 d. Dazu, damit es nicht langweilig wird, zwei spannende Asiaten, der Kia Stinger und der Mazda 6. Einen A4 hätten wir natürlich gern dabeigehabt, aber in Ingolstadt gibt es momentan jede Menge Probleme …und so fehlt der Audi hier. Schade.

DAS SIND SIE: VIER RICHTIG FEINE BUSINESSKLASSEN Schon auf den ersten Blick ist der Neue als 3er zu erkennen, mit klassischen Proportionen, flacher Niere, Hofmeister-Knick und allen anderen Zutaten. Das wirkt geschärft und geschliffen, sieht verdammt gut aus. Er ist etwas größer geworden, der Radstand wuchs um vier Zentimeter. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es vorn und hinten einen Hauch und für lange Beine im Fond spürbar mehr Platz.

Im neuen, sehr hochwertig verarbeiteten Cockpit fallen besonders das 12,3-Zoll-Instrumenten-Display und der 10,25 Zoll große Berührungsbildschirm fürs Navi auf (im Paket für 2800 Euro). Die Sitzposition passt hervorragend, die Seitenwangen lassen sich verstellen – am besten mal zur Probe Platz nehmen.

Im Benz sieht es mit den volldigitalen Instrumenten (12,3 Zoll, 893 Euro) und dem 10,25-Zoll-Navi (im Paket 904 Euro) immer irgendwie nach TVStudio statt nach Benz aus. Aber es ist edel und gemütlich hier. Was weniger das Raumangebot im Fond betrifft: In der C-Klasse ist es hinten eng, es gibt viel weniger Kniefreiheit als etwa im BMW, auch überm Scheitel wird die Luft dünn. Dazu kommt die Rückbank mit kurzer Auflage.

Im Kia geht es im Fond luftiger zu, nur BMW bietet mehr Platz. Auch vorn ist der Stinger großzügig geschnitten. Dort sitzt man tief im Auto, auf sportlich straffen Sitzen. Das Cockpit ist klasse gemacht, die großen, klaren Instrumente lassen sich gut ablesen, das 8-Zoll-Touchscreen-Navi (Serie) und auch alles andere ist völlig problemlos zu bedienen.

1 Die seltsam sichelförmigen Instrumente sind typisch für die neuen BMW. Sie sind schlecht ablesbar, wie wäre es mit Rundinstrumenten?
2 Der 10,25 Zoll große Touchscreen (im Paket 2800 Euro) hat eine exzellente Grafik. Navi und Multimedia mit sagenhaft vielen Funktionen.
3 Taste für die Sprachsteuerung. BMW nennt das unglaublich schlaue System Personal Assistant. Das hört auf „Hey BMW“, aber auch auf andere Namen, also etwa Max oder Moritz. Oder auch Mercedes. Haben wir probiert.
4 Neuer Schalthebel für die wie immer nahezu perfekte AchtstufenSportautomatik.
5 Tasten zur Abstimmung zwischen Adaptiv und Sport. Adaptives MFahrwerk insgesamt aber trotzdem zu straff.

Mazda fährt beim Design gerade eine feine Linie. Das Sports-Line-Plus-Paket für 3450 Euro möbelt den 6er mit Nappaleder und Holz zusätzlich auf. Allerdings lässt sich das Multimedia mit dem 8-Zoll-Touchscreen oder dem Controller etwas mühselig bedienen. Beim Platzangebot landet der 6er im Mittelfeld, mit geräumigem Fond. Vorn könnten die glatten Sitze ruhig etwas mehr Seitenhalt bieten.

SO FAHREN SIE: SPORTLICH DER 3ER, KOMFORTABEL DER BENZ
Angetrieben wird der Mazda von einem 2,2-Liter mit 184 PS. Ein kräftiger Kumpeltyp, der erstaunlich locker dreht, aber ab 3500 Touren einen mürrischen Ton anschlägt. Die schläfrige Automatik kommt beim Temperament des Motors kaum hinterher und verfügt auch nur über sechs Stufen. Abgestimmt ist der 6er, als Einziger hier mit Vorderradantrieb, mit anständigem Grundkomfort, reagiert aber steif auf Querfugen. Die Lenkung spricht leicht verzögert an, wirkt insgesamt teigig. So fährt sich der Mazda im Vergleich etwas gemütlicher.

Daneben tritt der Kia geradezu sportlich-dynamisch auf, liegt stramm, etwas unruhig und nimmt im Eifer Frostaufbrüche und Ähnliches poltrig. Sein 2,2-Liter mit 200 PS hat jede

Beim druckvollen BMW-Zweiliter mit 190 PS hingegen ist richtig Dampf auf dem Kessel, der tritt vom Fleck weg hellwach an und marschiert stramm. Wie immer harmoniert er nahezu perfekt mit der Achtstufen-Sportautomatik (2350 Euro). Und verbraucht mit 5,2 Litern auch noch am wenigsten.

Im Test war der BMW mit variabler Sportlenkung und adaptivem M-Fahrwerk (600 Euro) dabei, stand auf 19-Zöllern (730 Euro). Klingt toll, und er fährt auch betont zackig, sehr agil. Kann Spaß machen, etwa auf kurviger, glatter Straße. Doch die Konstellation ist einfach zu straff. Er federt (zu) steif an, neigt zum Stuckern, besonders bei schnell aufeinanderfolgenden Querfugen. Das bringt Unruhe ins Auto und nervt. Dazu spricht die Lenkung sehr direkt an, wirkt leicht nervös. So fährt sich der 3er eckig und kantig, es ist schwer, eine saubere Linie zu finden.

Wir sind jetzt mal gespannt auf das Serienfahrwerk.

Der Benz ist anders ausgelegt, liegt satt und federt mit der Luftfederung (Air Body Control, 1666 Euro) komfortabel, ohne eine Sänfte zu sein. Die Lenkung arbeitet präzise und gefühlvoll, der C 220 d fährt sich ausgeruht und handlich. Sein 2,0-Liter mit 194 PS erinnert akustisch beim Start immer noch entfernt an ein Taxi, beruhigt sich aber schnell und läuft geschmeidig. Er dreht nicht so entschlossen wie der BMW, tritt aber schon bei wenig Touren stämmig an, die Automatik sortiert aufmerksam und sanft ihre neun Stufen.

DAS KOSTEN SIE: MAZDA UND KIA MIT KLAREM PREISVORTEIL
Erwartungsgemäß müssen für die beiden Asiaten erheblich kleinere Summen überwiesen werden als für BMW und Benz. Kia fordert für den Stinger 2.2 CRDi exakt 48190 Euro, Mazda für den 6 Skyactiv-D 184 sogar nur 44440 Euro. Der C 220 d kostet 54 892 Euro, der BMW 320d 53 940 Euro – alle inklusive der testrelevanten Extras.

Interessant: In der Eigenschaftswertung liegt der Benz noch fast gleichauf mit dem BMW, doch der 3er entscheidet klar die Kostenfrage für sich. Er muss zum Beispiel nur alle zwei Jahre zur Inspektion, bietet drei Jahre Gewährleistung statt zwei Jahren Garantie bei Mercedes.

FAZIT
DIRK BRANKE MIRKO MENKE

Der zackigere und geräumigere BMW liegt am Ende vor dem gelassenen Benz. Der Kia machte bisher als 366PSBolide Furore, schlägt sich auch als Diesel tapfer. Und der Mazda gefällt mit seiner feinen Linie.

**Eco-Index-Bewertungskriterien
ABGASREINIGUNG
Note 1:
Euro 6d, E-Autos
Note 2: Euro 6d-Temp
Note 3: SCR + LNT1, motornaher SCR, BPF2
Note 4: SCR, Gasantrieb
Note 5: alle anderen
TESTVERBRAUCH/CO2
Note 1:
bis 100 g/km CO2
Note 2: bis 130 g/km
Note 3: bis 150 g/km
Note 4: bis 170 g/km
Note 5: alle anderen
VERKEHRSBELASTUNG
(Länge x Breite x Gewicht)
Note 1: bis 6
Note 2: bis 12
Note 3: bis 15
Note 4: bis 18
Note 5: alle anderen
KLIMATECHNIK
Note 1:
CO2 (Serie)
Note 2: CO2 (Aufpreis)
Note 3: R1234yf mit Sicherheitstechnik/E-Auto
Note 4: R1234yf in Saugbenziner oder Turbodiesel
Note 5: alle anderen
1 LNT: NOx-Speicherkat
2 BPF: Benzinpartikelfilter


FOTO: C. BÖRRIES

FOTOS: C. BÖRRIES (6)

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