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SPO-DEE-O-DEE


The Unleashed - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 15.10.2019

Bekannt sind sie, die vier Musiker. Jeder einzelne könnte ein Buch füllen mit seiner Geschichte (was Randy Richter ja schon gemacht hat). Und doch, es gibt immer noch Neues zu entdecken – Herzlich willkommen zu der SPO-DEE-O-DEE Story!


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Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 23/2019

Wo soll man anfangen, bei Eurem ersten Release, bei Eurer Japan Tour? Nein, wir starten am besten direkt am Anfang. Erzähl doch mal von der Entstehung der Band. (Und bitte auch direkt die Musiker vorstellen)
Also Andy Warner: Leadgesang und Leadgitarre. Randy Richter: 2. Leadgitarre und bei einigen Songs auch Leadgesang. Ralf Sommer: Kontrabass. Tillmann Richter: Drums und Backing Vocals (und bei einigen Songs auch Leadgesang). Am Anfang war die Band ein Trio aus Braunschweig und eher im Neo Rockabilly Stil angesiedelt. So ein bisschen Keytoneslike. Als ich dazukam, haben wir das Ganze auf 50s umgekrempelt. R‘n‘B, Rockabilly usw. und bekamen in kürzester Zeit auch einen Plattenvertrag mit dem Schwedischen Tail Label. Andy wechselte zu der Zeit dann vom Kontrabass an die Leadgitarre. In der Besetzung haben wir dann auf Festivals in ganz Europa gespielt und uns einen Namen als „Authentic“-Band aufgebaut. Ende der 90er zog unser damaliger Drummer (Mike Brushman) in die USA. Daraufhin gab es viele Lineup-Wechsel, da es nicht einfach war, einen festen Schlagzeuger zu finden. Irgendwann wurden wir dann zum Quartett mit Ike Stoye an der Rhythmus Gitarre und Gregor Gast (vormals Jesse Al Tuscan) an den Drums. Das war dann die Band bis 2013. Danach wechselte das Line up zu Randy Richter und Tillmann Richter (Die beiden sind nicht verwandt miteinander) und so ist es bis heute geblieben.

Müssen alle Bandmitglieder von der Musik leben? Ist das nicht sehr schwer in der heutigen Zeit, wo Rockabilly, Blues, Rock‘n‘Roll etc. eher ein Nischenprodukt ist?

Nur Randy und ich. Till und Andy haben ganz normale Jobs, sind aber recht flexibel, was Auftritte angeht. Ich denke, ausser in den 50s waren die von Dir erwähnten Stile immer auch Nischenmusik, vor allem, da wir ja mehr eine Szeneband und nicht eine Oldieband für alle Anlässe sind. Also war es immer schon so schwer oder so leicht wie heute. Vielleicht ist es heute sogar, aufgrund der vielen Leute, die „Rock‘n‘Roll“-Veranstaltungen machen, als Band etwas leichter.

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Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 23/2019

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Ihr seid auch oft „nur“ als Musiker gebucht, und durftet so großartige Namen wie Wanda Jackson und Hayden Thompson musikalisch unterstützen. Wie fühlt man sich neben einer lebenden Legende?
Das ist immer aufregend. Oft hat man nur eine Stunde Zeit, direkt vor der Show mit dem jeweiligen Künstler die Songs zusammen noch mal durchzuspielen.Da heißt es dann hoffen, dass alles klappt. Aber gerade im Fall von Hayden Thompson, den wir ja schon öfters begleiten durften, ist es immer wieder klasse. Er war auf der ersten SUN Scheibe, die ich jemals hatte und er hat auch heute noch Power in der Stimme. Das ist schon eine Ehre und hat ein bisschen was von „Der Kreis schließt sich“.

Aber auch ihr war viel unterwegs, kommen wir zu Euren Touren. Ihr wart schon öfter in den USA, in Japan und selbst Russland durftet ihr besuchen. Wie ist es, in anderen Ländern zu spielen und wie sehr unterscheiden sich die Gigs?
Sehr. Zuallererst sind wir natürlich sehr dankbar dafür, dass wir mit der Musik, die wir lieben und spielen, an all diese Orte kommen. Es gibt Dinge, die überall gleich sind, z.B. dass die Leute nach der Show immer mit der Band feiern wollen und andere, die völlig verschieden sind. In Japan z.B. war alles mega gut organisiert, so wie sie halt auch arbeiten. In Rußland war es echt wild und die Veranstalter waren extrem gastfreundlich. In den USA haben wir fast immer privat übernachtet und es gab immer die besten After Show Partys. Das Tolle ist, dass egal, wo man spielt, die Veranstalter ja genau die Musik lieben, die wir machen, meistens aus der gleichen Szene stammen. Also von Fans für Fans. Da stimmt der Vibe, bis auf ganz wenige Ausnahmen, eigentlich immer.

Mehr als 1000 Shows, ist diese Zahl korrekt? Wie schafft man dabei noch, seine Familie zu sehen?
Man muss nur lange genug Musik machen. Wir hatten ja schon viele Jahre, auf die wir die Shows verteilen konnten. Aber im Ernst, wir haben früher viel mehr am Stück getourt, 2-3 Wochen. Heute sind es meistens nur noch Wochenenden.

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Eure Tonträger sind ja auch bei Rhythm Bomb zu finden, ein Label, das den Ruf hat, nur erstklassige Musiker zu nehmen. Was ist das für ein Gefühl?
Ein gutes. Ich kenne Ralph Braband bereits seit meiner Teenager-Zeit persönlich. Als er eines Tages bei mir auftauchte und mir erzählte, dass er ein Label gründen möchte, war es fast selbstverständlich, ab da mit ihm zusammenzuarbeiten. Wir waren ja vorher schon auf TAIL, PART, ON THE HILL, FAVOURITE usw. gewesen,da gab es auch nie Probleme.,aber Ralph ist schon der zuverlässigste und entspannteste Mensch, den ich bis jetzt im Plattenbusiness getroffen habe. Seit dem Wechsel sind daher auch alle Alben auf Rythm Bomb erschienen.

Euer letzter Tonträger ist der Rock‘n‘Roll Frog, auf Sleazy. Wie ist das entstanden und wie seid ihr an das geniale Cover gekommen?
Die Idee kam von Andy. Da er und ich ja die 80s Szene miterlebt haben, war es wohl mal an der Zeit, Rochee and the Sarnos zu covern. Sie haben ja neben Nonsens Songs ala Gay Cowboy auch immer wieder geile eigene Songs wie R‘nR Frog gemacht. SLEAZY RECORDS, bei denen wir unsere Vinyl Releases veröffentlichen, waren jedenfalls total begeistert und natürlich schrie das Thema geradezu nach einem Cover von Maestro Marcel Bontempi .Er hatte ja auch schon das Cover der „Drinkin‘ Wine“-Single gemacht und wird (soweit alles klar geht) auch das Cover der nächsten 45“ auf Sleazy machen. Dann haben wir da sozusagen eine Sammlel-uriologie am Start.

Spo-dee-o-dee ist in der Szene ein Begriff, was werden wir in Zukunft von Euch erwarten dürfen?
Neben dem eben erwähnten nächsten Vinyl-Release gibt im nächsten Jahr ein neues Video (hoffentlich wieder mit Bopflix), Solo-Auftritte und Auftritte als Backing für Marcel Bontempi und Ira Lee auf dem nächsten VIVA LAS VEGAS Weekender, dem BETHUNE RETRO u.v.m. Außerdem haben wir in diesem Jahr auf dem SCREAMIN FESTIVAL ein ganzes Late 50s Set mit Lorenz Knauft von den Boogie Banausen am Saxophone gespielt, da wird in 2020 bestimmt auch noch einiges in der Art passieren.

Also… NO STOPPIN‘ THIS BOPPIN‘!
Allen alten und neuen Fans vielen Dank für den Support über all die Zeit!


Bilder: Spo-Dee-O-Dee

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