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SPORT: „Es riecht nach einem Titel für Vettel“


TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 15/2018 vom 13.07.2018

Vor demGroßen Preis von Deutschland redet der SPORT RTL-Kommentator Christian Danner in TV DIGITAL Klartext


Artikelbild für den Artikel "SPORT: „Es riecht nach einem Titel für Vettel“" aus der Ausgabe 15/2018 von TV Digital XXL-Ausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 15/2018

Die Formel-1-Strecke in Hockenheim

Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel will endlich seinen ersten Titel mit Ferrari holen. Da kommt das Heimrennen gerade recht: In Hockenheim kann der 31-Jährige vor seinen deutschen Fans im Duell mit Mercedes-Pilot Lewis Hamilton die Nase seines Boliden vorn haben und kräftig punkten. Vor dem Start des Rennens (live bei RTL, siehe Sendehinweis) sind allerdings viele Fragen offen – vor allem zur Zukunft der Formel 1 in Hockenheim und damit in ...

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Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel will endlich seinen ersten Titel mit Ferrari holen. Da kommt das Heimrennen gerade recht: In Hockenheim kann der 31-Jährige vor seinen deutschen Fans im Duell mit Mercedes-Pilot Lewis Hamilton die Nase seines Boliden vorn haben und kräftig punkten. Vor dem Start des Rennens (live bei RTL, siehe Sendehinweis) sind allerdings viele Fragen offen – vor allem zur Zukunft der Formel 1 in Hockenheim und damit in Deutschland.
Die Saisonzwischenbilanz nach zehn der insgesamt 21 Rennen fällt positiv aus. Ganz wichtig dafür ist natürlich, dass es 2018 ein wirklich packendes Duell sowohl um den Fahrer-als auch um den Konstrukteurs-Titel gibt. Aber mehr noch: „Das Duell zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel war zu erwarten“, sagt RTL-Formel-1-Kommentator Christian Danner im exklusiven Interview mit TV DIGITAL. „Aber dass die beiden Red Bull mithalten können, ist schon eine Überraschung. Das Schöne, was wir in diesem Jahr erleben, ist einerseits die Polarisierung von Hamilton und Vettel und Mercedes und Ferrari. Aber die beiden können sich nicht ungestört im Erfolg sonnen, denn sowohl Max Verstappen als auch Daniel Ricciardo mischen ordentlich mit.“ Der Grund für das kleine Comeback von Red Bull: „Ich glaube, sie haben das Auto unheimlich verbessert. Die Aerodynamik funktioniert sehr gut“, so Christian Danner, der von 1985 bis 1989 für Zakspeed, Arrows und Rial selbst in der Formel 1 fuhr und seit 1998 für RTL die Rennen begleitet. „Im Laufe des Reglement-Zyklus, den wir aktuell durchlaufen, werden die Unterschiede zwischen den Boliden immer kleiner. Der Mercedes-Motor war unglaublich überlegen in den letzten zwei Jahren. Doch in der Zwischenzeit haben Ferrari, Red Bull, aber auch Renault aufgeholt.“

Die Folge für die Fans der Formel 1: „Wir haben jetzt echtes Racing! Deshalb schaut man Motorsport an. Da fährt der eine gegen den anderen, dann kommt ein Dritter, es wird überholt – und gelegentlich kracht’s eben mal.“

Der Münchener hat überdies auch Gefallen an einigen der Regeländerungen für die Saison 2018 gefunden (siehe oben rechts). „Stark, was der Reifenlieferant Pirelli mit den Reifen gemacht hat. Man hat durch die unterschiedlichen Farben der neun Mischungen – auch wenn das vielleicht für einige Zuschauer noch etwas verwirrend ist – zumindest allen Teams die theoretische Möglichkeit gegeben, mit Alternativstrategien zu fahren, und das ist sehr gut so. Kompliment!“

Christian Danner


Hockenheim muss bleiben – und da sind alle gefordert!
CHRISTIAN DANNER, RTL


Andere Änderungen sind in ihrer Auswirkung für Christian Danner weniger auffällig. „Wie immer ist es so, dass bei den technischen Feinheiten nachjustiert wird, und wenn nicht, dann suchen sich die Teams Graubereiche, wo sie einen Vorteil herausziehen können. Wenn man den entdeckt, wird aus Grau Schwarz, und weg ist der Vorteil. Deswegen waren die ganzen Kleinigkeiten sicher sehr sinnvoll und gut, nach außen hin merkt man davon aber fast nichts.“

Ganz anders verhält sich das bei der neuen Motorenregel. Vom Verbrennungsmotor, dem Energierückgewinnungssystem am Abgastrakt (MGU-H) und dem Turbolader dürfen pro Auto und Saison nur noch drei Exemplare eingesetzt werden, von der Steuereinheit, der Batterie sowie dem kinetischen Energierückgewinnungssystem (MGU-K) sogar nur noch zwei. „Das ist schon eine große Herausforderung gewesen! Aber ich halte das insgesamt für gut. Wenn man bedenkt, dass man heute mit einem Formel-1-Motor 7000 Kilometer fahren kann, finde ich das einen großen Fortschritt im Vergleich zu den ‚Firecrackern‘ von früher, die nach 150 Kilometern den Geist aufgaben. Eine gesunde Entwicklung.“

Reifen
Die Formel 1 wurde durch die neue Regel bunter: Es gibt jetzt neun Reifenmischungen


Motor



Von bestimmten Komponenten der Antriebseinheit dürfen nur drei, von anderen nur zwei pro Auto und Saison benutzt werden

Halo
Der Überrollbügel („halo“, engl., Heiligenschein) verbessert die Sicherheit für die Fahrer, ist optisch allerdings sehr gewöhnungsbedürftig


Mit den neuen Überrollbügeln allerdings mag Danner sich nicht anfreunden: „Den Halo kann ich nicht leiden. Ich halte ihn für eine Fehlentwicklung, mich stört unglaublich, dass ich nicht mehr sehen kann, wer im Auto sitzt“, so der 60-Jährige.

Für das Rennen um den Titel 2018 hat Christian Danner jedoch eine klare Vision. „Intuitiv würde ich sagen, Ferrari ist dran. Denn die haben ein Auto, das ein bisschen verträglicher ist, wie ich es nennen würde. Es ist einfacher einzustellen, man kommt bei ihm eher auf einen guten Kompromiss als bei Mercedes. Das riecht nach einem Titel für Vettel – aber Intuition kann durch Technik schnell ad absurdum geführt werden.“ Knapp könnte es ohnehin werden.

„So ein Auto bleibt ja nie gleich, da kommt immer wieder ein Teilchen dran: ein Blech oder irgendwas am Motor, an der Software. Mercedes und Ferrari sind in der Lage, dasselbe Entwicklungstempo zu gehen. Wie ich es im Moment beurteile, kommen sie in denselben Schritten vorwärts. Unterschiede gibt es allenfalls beim Timing: der eine ist an diesem Wochenende mit einer Verbesserung dran, der andere am nächsten. Das ist das Einzige, was man feststellen kann. Aber sie holen sich immer wieder sehr schnell ein“, meint Christian Danner. Und über die bei-den Fahrer: „Beide – Hamilton und Vettel – bringen unglaublich Leistung. Aber beide machen auch Fehler, und beide haben auch Pech! Vettel wurde in China von Verstappen über den Haufen gefahren, da konnte er gar nichts dafür. Aber kleine Fehler gibt es auch: Hamilton in Kanada, das war nicht optimal gefahren, da war ein Durchhänger zu spüren. Und für Vettel gilt beim Startunfall in Frankreich dasselbe. Auch die Besten haben nicht ganz so gute Tage. Inwieweit die beiden sie minimieren können, wird den entscheidenden Unterschied ausmachen.“
Bleibt die große Frage , ob Vettel 2019 als möglicher Titelverteidiger wieder bei einem Großen Preis von Deutschland antritt. Hockenheim ist für die nächste Saison definitiv raus, und für 2020 will keiner die Hand ins Feuer legen. Die Formel 1 bald ohne deutsches Rennen? „Hockenheim ist eine hochmoderne Rennstrecke, die nach dem Umbau internationalen Standard erreicht hat. Es hat dabei aber durch das Motodrom den Stadioncharakter und die Atmosphäre behalten“, lobt der RTL-Kommentator die Strecke (siehe oben links). Christian Danner fordert daher: „Hockenheim muss bleiben, ich appelliere an die Vernunft aller! In Frankreich gab es zehn Jahre lang keinen Grand Prix – da war ein Enthusiasmus und eine Freude im Juni, das war herrlich zu sehen. Deutschland sollte es nicht so weit kommen lassen. Und da sind alle gefordert, auch die politischen Institutionen.“

SO 22.7.
Großer Preis von Deutschland
RTL 15.10 UHR
LIVE Das Rennen in Hockenheim mit Sebastian Vettel
► On Demand


FOTOS: EIBNER/IMAGO (2), BLOSSEY/ALAMY, MASON/CANONIERO/THOMPSON/FIFE/GETTY IMAGES (4), HOERMANN/ DPA PICTURE-ALLIANCE, LACI PERENYI; INFOGRAFIK: HOCKENHEIMRING