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SPOTLIGHT – ZU GAST BEI … Händlerporträt: Aura HiFi, Essen: HINEINGEWACHSEN


FIDELITY - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 14.02.2020
Artikelbild für den Artikel "SPOTLIGHT – ZU GAST BEI … Händlerporträt: Aura HiFi, Essen: HINEINGEWACHSEN" aus der Ausgabe 2/2020 von FIDELITY. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: FIDELITY, Ausgabe 2/2020

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag durchgehend von 10 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr Aura HiFi | Rüttenscheider Straße 176 | 45131 Essen | Telefon +49 201 24670930 | www.aura-hifi.de

Essen, Rüttenscheider Straße. Eine dieser seltenen Umgebungen, die sogar bei tristem Wetter mit leichtem Nieselregen noch beschaulich wirken. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die verkehrsberuhigte, aber dennoch geschäftige Straße in der Umgebung von Aura HiFi reichlich mit Bäumen begrünt wurde. Das rötliche Backsteinhaus, vor dem ich sofort einen Parkplatz finde, bringt zusätzliche Farbe in die Kulisse. Als ...

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... ich am frühen Montagvormittag in der Ruhrmetropole eintreffe, wird die Einkaufsstraße noch vom Vorspiel der dämmernden Woche beherrscht: Lieferwagen demonstrieren das Parken in zweiter Reihe, elektrische Postautos gleiten lautlos dahin, die E-Scooter stehen noch in Reih und Glied. Und einige Passanten, die flinken Fußes von A nach B eilen, werfen mir mürrische Blicke zu, als ich in aller Gemütsruhe das Kamerastativ auf dem Gehweg platziere. Jene eigentümliche Atmosphäre halt, die man nur an vernieselten Montagvormittagen erleben kann.

Die Stimmung wandelt sich, als ich das Geschäft betrete. Das Team von Aura HiFi ist bereits kurz nach Beginn der Öffnungszeit mit mehreren Kunden beschäftig. Einer holt seinen zur Reparatur abgegebenen LP12 ab und begutachtet zufrieden das aufbereitete Laufwerk. Ein anderer interessiert sich für einen neuen Dreher und lässt sich in der oberen Etage zeigen, was man in dieser Saison so hört.

Obwohl der Essener Laden zu den ersten Adressen der deutschen HiFi-Landschaft zählt, bin ich zum ersten Mal hier – und finde sofort Gefallen an der einladenden Atmosphäre. Zu zwei Seiten von Fenstern umgeben, präsentiert sich der langgestreckte Eingangsbereich als helle, freundliche Ausstellungsfläche. Und wenn ich Ausstellung sage, dann meine ich damit keine Hörräume, sondern das, was man von einem Ladengeschäft erwartet: eine Aneinanderreihung vergoldeter Regale und Ständer, auf denen vornehmlich günstigere Produkte zu finden sind. Kopfhörer, Koffer- und Tischradios, Plattenspieler, Einblock-Anlagen, kleinere Röhrenamps sowie Massen an Zubehör wie Strippen und Gerätebasen sind da zu entdecken. Recht dominant, weil gleich mehrfach vertreten, erscheinen mir auch hier Devialets unterschiedliche „Phantom“-Modelle. „Die sind momentan unglaublich beliebt“, wie mir Mitinhaber Uwe Bonsiepen später erklärt. Trotz des reichen und vielfältigen Angebots wirkt der Verkaufsraum aufgeräumt und lädt zum Stöbern ein.

Er ist aber nur eine von drei unterschiedlich ausgestatteten Geschäftsebenen. Eine Etage höher liegt die „bodenständige“ HiFi-Abteilung. Hat man die kurze Treppe erklommen, landet man in einem offenen Bereich, aus dem man in mehrere Hörräume gelangt. Einer davon wird praktisch vollständig von Tannoy eingenommen, standesgemäß bespielt von Elektronik der Marken Ayon, Rega, Marantz und Leben. Das zweite Separee beherbergt die gehobene Vinyl-Abteilung, unter anderem mit Drehern von Transrotor und Avid. Im dritten und zugleich größten Raum erspähe ich vorführbereite Anlagen mit Dynaudio- und PMC-Lautsprechern sowie ein System aus Linn-Komponenten. Insgesamt verfügen die Essener auf knapp 600 Quadratmetern über acht Vorführräume, in denen teils mehrere Anlagen startklar sind. Interessierte Kunden können sich hier also eine ganze Weile austoben.

Aura HiFi zählt zu den bekanntesten und umtriebigsten Händlern der Republik. Kaum zu glauben, dass der riesige Laden aus einem Selbstbauer-Shop entstanden ist.


Um zum exklusivsten Teil der Ausstellung zu gelangen, muss ich eine Wanderung von etwa einer Minute in Kauf nehmen. Uwe Bonsiepen geleitet mich aus dem Eckhaus heraus in den benachbarten Innenhof und hinein in eine weitere Geschäftsfläche. „Die zeigen wir nur nach vorheriger Terminvereinbarung“, erläutert er mir, während er die Tür aufsperrt. Im Inneren erspähe ich zuerst Avantgardes Uno und Duo, die man hier „griffbereit“ abgestellt hat, sowie diverse Lautsprecher von Focal und KEFs Blade. Die Sitzgruppe in dem großen Raum wurde so platziert, dass man von dort aus zwei exklusive Ketten von Accuphase und ein buntes System um Octaves V80 SE hören kann. Der große Raum führt in einen kurzen Gang, in dem gebrauchte Lautsprecher aufbewahrt werden, und hinauf zur größten Anlage des Hauses. Die präsentiert momentan eine beeindruckende Werkschau von T+As riesiger HV-Baureihe an Focals Utopia.

Das Geschäft an der Rüttenscheider Straße ist bereits der dritte Aura-Laden. Jörg Seiffert hatte seine Firma 1984 gegründet, damals noch als Anlaufpunkt für Boxen-Selbstbauer. Nur ein Jahr später gesellte sich der heutige Miteigentümer Uwe Bonsiepen hinzu. Dummerweise wurde die Friederikenstraße, dort war Aura zunächst ansässig, bald für Tiefbauarbeiten gesperrt, was dem Geschäft alles andere als zuträglich war, und so folgte 1988 das vorläufige Aus. Doch ganz ohne ihren Laden wollten die beiden HiFi-Enthusiasten nicht leben: 1994 hauchten sie ihrem Projekt neues Leben ein. Diesmal auf der Rüttenscheider Straße. Seiffert betont, dass es sich auch beim zweiten Anlauf zunächst eher um einen HiFi-Treffpunkt handelte, in dem Interessierte sich auf einen Kaffee treffen und über aktuelle Neuheiten plaudern konnten. Im Werdegang des ehemaligen Bastler- und Enthusiasten- Treffs mag auch die Ursache liegen, warum sich das Aura-Team immer wieder an eigenen Produkten versuchte. Unter anderem mit dem ausgeklügelten und hervorragend funktionierenden Bass-Buster, einem platzsparenden, anpassbaren Konstrukt aus transparenten Rohren, das in den Zimmerecken Bassmoden und -resonanzen schluckt.

Über die Jahre wuchs und gedieh das Geschäft und erweiterte sich zuerst um die Ladenfläche im erwähnten Hinterhof, ehe 2016 ein neuerlicher Umzug in die heutigen, kaum 40 Meter vom alten Laden entfernten Geschäftsflächen erfolgte. Wollte man Aura eine Spezialisierung aufdrücken, so müsste man zuerst „Analoges“ aufzählen – ganze Räume widmen sich Röhrenverstärkern und Plattenspielern. Doch einseitig darauf festlegen sollte man Aura HiFi nicht. Wie eingangs erwähnt, bedienen die Essener auch zeitgemäße Netzwerktechnik und führen last but not least ein riesiges Sortiment, das sich an eine jüngere Zielgruppe richtet.