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SPRACHFEATURE: 100 Fehler


Deutsch perfekt - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 19.12.2018

– die Sie 2019 nicht mehr machen werden: Im neuen Jahr wird vielleicht nicht alles besser. Aber eines bestimmt: Ihr Deutsch! Von Daniela Niebisch


MITTEL



Der Possessivartikel für weibliche Personen istihr /ihre .Das ist Frau Maurers Katze.
Das ist seineihre Katze.


Artikelbild für den Artikel "SPRACHFEATURE: 100 Fehler" aus der Ausgabe 1/2019 von Deutsch perfekt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Fotos: Kazantseva ;borzaya/iStock.com

Grammatik

1. Das Wortmehr ist der Komparativ vonviel .Essen Sie mehr Gemüse als Fleisch. Andere Komparative bildet man mit-er .
Köln ist mehr klein kleiner als Berlin. Und ich finde die Stadt mehr interessant interessanter.

2. Bei Aufforderungen und Bitten an eine Person, zu der ...

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2. Bei Aufforderungen und Bitten an eine Person, zu der man Du sagt, fallendu und die Endung-st weg.
Machst du Mach bitte das Fenster zu!

3. Das Dativobjekt funktioniert wunderbar ohnezu .
Mara hat zu ihrer ihrer Tochter neue Schuhe gekauft.

4. Dativ oder Akkusativ? Nach den meisten Verben steht das Objekt im Akkusativ. Lernen Sie deshalb nicht jedes Verb mit seinem Kasus, sondern nur die Verben mit Dativ. Das ist dann eine Liste, die nicht besonders lang ist. Hier funf Beispiele:antworten, danken, gefallen, helfen, zuhören .
Hilf mich mir bitte!

5. Manche Verben haben zwei Objekte. Auch hier gibt es eigentlich nicht so viel zu memorieren, wie viele Deutschlernende glauben. Es ist Logik, dass Verben wiebringen, geben, schenken normalerweise zwei Objekte haben: die Sache, die man bringt, gibt, schenkt …, und die Person, der man die Sache bringt, gibt, schenkt … Man muss nur wissen, dass die Sache im Akkusativ steht und die Person im Dativ.Martina schreibt ihrem Freund (Person im Dativ)einen Brief (Sache im Akkusativ).
In anderen Sprachen brauchen diese Verben ubrigens auch zwei Objekte, auch wenn man das nicht durch einen Kasus zeigt. Vergleichen Sie:Martina writes a letter to her friend.

6. Warum wunschen Sie Ihren Kollegen nach der ArbeitSchönen Feierabend und nichtSchöner Feierabend ? Denken Sie sich hier einen kompletten Satz. Dann wird es klar:(Ich wünsche dir/Ihnen einen) Schönen Feierabend. Genauso:(Ich wünsche dir/Ihnen einen) Schönen Urlaub. / (Ich sende dir/Ihnen meinen) Herzlichen Glückwunsch.

7. Aus diesem Grund muss Ihre Antwort auf so einen freundlichen Wunsch im Dativ stehen:(Ich wünsche dir/Ihnen ein) Schönes Wochenende.
Du/Sie Dir/Ihnen auch.

8. Fur das Futur braucht manwerden und den Infinitiv, fur das Passivwerden und das Partizip Perfekt. Sehen Sie den Unterschied? Futur:Die Post wird das Päckchen morgen liefern.
(= Die Post wird etwas tun.)
Passiv:Das Päckchen wird morgen geliefert.
(= Etwas passiert mit dem Packchen.)

9. Temporale Angaben mitletzt-, dies- undnächst- stehen im Akkusativ.
Letzten Monat habe ich sehr viel gearbeitet, diesen Monat arbeite ich noch mehr, aber nächsten Sonntag fahre ich in Urlaub.

10. Die deutsche Sprache unterscheidet mithilfe von Prapositionen zwischen Position (Wo?) und Richtung (Wohin?). Die meisten Prapositionen haben einen festen (nicht veranderbaren) Kasus. Diese muss man lernen, zum Beispiel mit einem Merksatz:Wir fahren von AusBeiMit nach VonSeitZu. (Prapositionen mit Dativ)
Maja lebt bei ihren Eltern und fährt jeden Sommer zu ihren Großeltern.

11. Aber diese neun Prapositionen konnen sowohl eine Position als auch eine Richtung zeigen:an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen . Um den Unterschied zwischen einer Position und einer Richtung klarzumachen, konnen diese Prapositionen den Kasus wechseln: Position mit Dativ, Richtung mit Akkusativ.
Familie Müller geht in den Wald (Wohin? Richtung! Die Familie ist noch nicht dort.).
Im Wald (Wo? Jetzt ist sie dort.)sammelt die Familie Pilze.

12. Sie wissen wahrscheinlich, dass man bei den Wechselprapositionenin undan Kurzformen bilden kann:
in +dem =im ,in +das =ins ;an +dem =am ,an +das =ans Aber wussten Sie auch, dass das in der Alltagssprache auch fur die anderen Wechselprapositionen moglich ist?Der Hausmeister stellt die Mülltonnen vors (= vor das)Haus. Hinterm (= Hinter dem)Haus ist ein Garten.
Bitte benutzen Sie diese Formen nur in informellen Situationen. Nicht, wenn Sie eine gute Prasentation in einem Meeting machen wollen oder wenn Sie E-Mails an Geschaftspartner schreiben. Ubrigens: Kurzformen benutzt man, weil sie einfach zu sprechen sind.Zwischenm oderNebenm gibt es deshalb nicht.

13. Nein, es ist keine Frage des Designs, ob mana, o, u oderä, ö, ü schreibt! Im Prateritum haben die Verbenmüssen, können, dürfen keinen Umlaut (ä, ö, ü ).Ich könnte konnte gestern nicht kommen, weil ich arbeiten müsste musste.

14. Im Konjunktiv II, also um Vorschlage zu machen oder uber Ideen, Wunsche und Uberlegungen zu sprechen, steht beimüssen, können, dürfen ein Umlaut (ä, ö, ü ).Wir konnten könnten heute Abend Pizza essen, wir mussten müssten aber zuerst einkaufen.

15. Vielleicht kennen Sie Listen daruber, bei welchen Verben der Infinitiv mitzu steht. Vergessen Sie die Listen und das Lernen. Auser bei Modalverben, beim Futur und ein paar wenigen anderen Verben (werden, bleiben, lassen … ) steht vor dem Infinitivzu .
Hast du Lust, in den Zoo gehen zu gehen? Willst du dorthin gehen?


Futur: Die Postwird das Päckchen morgenliefern .
(= Die Post wird etwas tun.)


16. Die Vergangenheitsform vonmöchte istwollte .Früher möchte wollte Oda studieren, jetzt nicht mehr.

17. Bitte keinen Artikel vor Berufen!
Als Kind wollte ich ein Pilot werden, aber heute bin ich ein Lehrer.

18. Ein Genitiv mit-s und Position vor dem Nomen ist nur bei Namen moglich (Annas Freund ). Sonst kommt der Genitiv nach dem Nomen, zu dem er gehort, oder wird durchvon + Dativ ersetzt.
Meine Schwesters Mann Der Mann (von) meiner Schwester heißt Christopher.

19. Um seine Absicht oder ein Ziel zu erklaren, braucht man – ja, was? – einen Infinitivsatz mitum … zu . Eine Konstruktion mitfür geht nicht.
Benjamin macht Urlaub in Spanien für Spanisch lernen, um Spanisch zu lernen.

20. Wenn etwas notig ist, wenn man also etwas braucht, um etwas tun zu konnen, ist auchzum moglich.
Für Zum Kuchenbacken / Um Kuchen zu backen, braucht man Mehl.

21. In indirekten Ja-/Nein-Fragen istob ein Muss. Und: Indirekte Fragen sind Nebensatze.
Falsch:Wisst ihr, gibt es hier eine Post in der Nähe?
Richtig:Wisst ihr, ob es hier eine Post in der Nähe gibt?

22.Wann ist ein Fragewort. Die temporale und die konditionale Konjunktion heistwenn .
Wir grillen, wann wenn das Wetter gut ist.
Wann grillen wir? – Wenn das Wetter gut ist. / Am Samstag. / …

23. Fur Ereignisse in der Vergangenheit, die nur einmal passiert sind, wirdals benutzt:
Erst wenn als Frau Kowalski 60 Jahre war, hat sie schwimmen gelernt. (Frau Kowalski war nur einmal in ihrem Leben 60 Jahre alt, und sie hat nur einmal schwimmen gelernt!)

24. Der Possessivartikel fur weibliche Personen istihr/ihre .
Das ist Frau Maurers Katze. Das ist seine ihre Katze.

25. Fur Verbote muss mannicht dürfen benutzen.
Hier musst darfst du nicht rauchen!

26. In einer Aufforderung kannsollen richtig sein, aber fur Empfehlungen benutzen Sie besser den Konjunktiv II. Dennsollen ist ziemlich intensiv. Uberlegen Sie deshalb: Wollen Sie andere klar zu etwas auffordern? Oder wollen Sie doch lieber nur etwas empfehlen?
Du sollst solltest wirklich Sport machen, wenn du gesund bleiben willst.

27. Noch intensiver istmüssen . Sie benutzen es, wenn etwas absolut notwendig oder obligatorisch ist.
Du sollst musst dich bewegen. Sonst wirst du nicht gesund.

28. Bei Ja-/Nein-Fragen tauschen das Subjekt und das Verb normalerweise den Platz.
Du möchtest Möchtest du einen Kaffee?

29. In Aussagen steht das Verb auf Position 2. Ausnahme: nachaber, denn, sondern, oder, und .
Heute ich mache mache ich eine Party, denn habe ich ich habe Geburtstag.

30. Das Subjekt hat die Position 1, wenn kein anderes Satzglied (temporale/lokale Angabe …) auf dieser Position steht.
Backe ich Ich backe einen Kuchen für meinen Geburtstag.

31. Das Dativobjekt steht vor dem Akkusativobjekt, auser beide Objekte sind Pronomen. Dann tauschen sie den Platz.
Der Chef hat einen besseren Job meinem Kollegen meinem Kollegen einen besseren Job angeboten.
Der Chef hat keinen neuen Job mir mir keinen neuen Job angeboten.
Der neue Job? Der Chef hat mir ihn ihn mir nicht angeboten.

32. Wenn Sie eine Meinung oder eine Vermutung an eine Aussage (einen Satz) anschliesen mochten, kommt zuerst das Verb, dann das Subjekt.
Das Kleid steht dir sehr gut, ich finde finde ich.
Die Mieten werden weiter steigen, ich glaube glaube ich.

Wörter

33. Gutes Essen und Trinkengefällt nicht, esschmeckt .
Die Wurst gefällt schmeckt mir.

34.Mögen (englisch:to like ) durfen Sie benutzen, wenn Sie eine Person sympathisch finden (Ich mag Jim. ) oder wenn Sie etwas lieben (Ich mag Käse. = Ich esse gern Käse. ). Aber wenn Sie etwas schon finden, istgefallen viel besser:
Dein Sofa ist toll! Ich mag es. Es gefällt mir.

35. Als Alternative zugefallen istschön/gut/toll finden moglich.
Das Sofa gefällt mir. = Ich finde das Sofa schön/gut/toll …

36. Mitfinden kann man also seine Meinung sagen. Aber es ist kein Synonym zuglauben (= Vermutung).Ich finde, alle Kinder sollten schwimmen lernen. (Das ist meine Meinung.)
Ich finde glaube, in Deutschland können alle Kinder schwimmen.
(Ich vermute es nur, weis es aber nicht sicher.)

37. Wenn jemand eine Sache richtig sieht, hat er recht.
Man muss mehr fürs Klima tun. – Du bist richtig hast recht.

38.Bevorzugen (englisch:to prefer ) finden Sie zwar im Worterbuch, es wird aber in der Alltagssprache nicht oft benutzt.
Möchtest du auch einen Wein? – Nein danke, ich bevorzuge möchte/ trinke/nehme lieber ein Bier.
Achtung, so ist es auch falsch:
Nein, ich bevorzuge, ein Bier zu trinken.

39.Können bedeutet einerseitsdie Möglichkeit haben (In der Bibliothek kann man Bücher ausleihen. ).
Andererseits bedeutet es aber auchein Talent haben oderetwas gut gelernt haben .
Maria weiß kann gut Deutsch.

40. Wenn Ihnen eine Information bekannt ist, benutzen Siewissen .
Ich kenne weiß schon, wie man einen Schweinebraten macht.

41. Wie antworten Sie auf die FrageWie geht es dir? .
Ich bin gut. Mir geht es gut. / Es geht mir gut.

42. Sagen Sie inStunden , wie lange etwas gedauert hat.
Ich habe zwei Uhr Stunden gewartet.

43. Fur einen Zeitpunkt in der Zukunft wirdin benutzt.
Jetzt ist es 11 Uhr. Unser Zug kommt nach in 30 Minuten.

44. Wenn Sie sagen wollen, dass Sie eine Information bekommen haben, benutzen Sie am besten das Verberfahren .
Ich habe endlich gewusst erfahren, dass ich die Prüfung bestanden habe.

45. Achten Sie auf den Unterschied vonheiraten + Akkusativ undverheiratet sein (mit) + Dativ. Sie heiraten eine Person an einem bestimmten Tag und mit einer bestimmten Zeremonie. Danach sind Sie verheiratet – so lange, bis Sie sich trennen.
Vor drei Jahren habe ich mit meiner Frau geheiratet meine Frau geheiratet. Jetzt sind wir schon drei Jahre verheiratet.

46. Und noch einmal falschesnach : Bitte bei direktionalen Angaben nur mit Kontinent (nach Lateinamerika ), Land(nach Tschechien ) und Stadten (nach Gelsenkirchen ) undnach Hause .
Sonst ist meistenszu richtig.
Ich muss nach (dem) zum Bahnhof fahren.

47. Als temporale Praposition kannfür nur fur eine Periode in der Zukunft benutzt werden, nicht fur die Vergangenheit.
Milan hat für drei Jahre studiert. Jetzt geht er (für) ein Jahr nach Österreich.

48. Benutzen Sieerst und Zeitangabe, wenn Sie sagen wollen, dass etwas ziemlich fruh passiert (ist) oder dass etwas spater als erwartet passiert (ist).
Es ist nur erst halb neun Uhr abends, trotzdem bin ich schon total müde.
Warum kommst du nur erst jetzt? Der Unterricht hat schon vor einer Stunde begonnen.

49. Machen Sie Urlaub in den Bergen oder auf dem Berg? In der Theorie ist beides moglich, aber Sie sollten diese Bedeutungsunterschiede kennen:
Bergarbeiter arbeiten im Berg. (Sie sind im Inneren des Berges.)
Wanderer stehen auf dem Berg. (Sie sind oben angekommen.)Tanja macht gern Urlaub in den Bergen. (Hier meinendie Berge das ganze Gebirge, nicht einen einzelnen Berg.
Deshalb ist hier auch der Plural notig.)
Achtung: Um die Richtung zu zeigen, werdenan undin mit dem Akkusativ benutzt (siehe Tipp 11):
Ich fahre in den Berg / auf den Berg / in die Berge

50. Besonders die Lernenden aus den Landern des Orients sprechen die Autorin dieses Textes oft mit „Frau Daniela“ an. Die Anrede mitFrau oderHerr und Vorname ist nicht ublich. Wenn Sie jemanden mit Sie ansprechen, benutzen Sie den Familiennamen. Wenn Sie mit jemandem per Du sind, ist der Vorname genug.

Herr Christoph Herr Hansen, darf ich Sie um Ihre Hilfe bitten? Christoph, kannst du mir bitte helfen?
Ubrigens: In Deutschkursen, an der Universitat oder auch in manchen Firmen kann es die Mischung aus Vorname undSie geben. Aber auch hier bitte ohneHerr oderFrau !
Herr Christoph, können Sie mir bitte helfen?

51. Sprechen Sie als Mann von „meine Freundin“ am besten nur, wenn diese Ihre Partnerin ist. Das Gleiche gilt naturlich auch fur Frauen und „ihren Freund“.
Elsa ist meine eine Freundin (von mir). Linus ist mein ein Freund (von mir).

52. Viele Menschen haben nicht das Geld fur ein ganzes Haus. Sie leben in einer Wohnung. Unterscheiden Sie genau!
Ist das dein Haus deine Wohnung? Schön, dein Haus deine Wohnung gefällt mir.

53. Ein Mann ist ein Mann, aber Manner, Frauen und Kinder generell sindMenschen .
DieMänner Menschen sollten weniger Müll produzieren.

54. Eine Gruppe von Menschen sindLeute . Immer im Plural, bitte!
Auf Ninas Party waren sehr nette Menschen/Personen Leute.

55. Bei dem trennbaren Verbanrufen darf das Prafix nicht fehlen.
Ich rufe dich morgen an.

56. Fast jeder wohnt in einem Gebaude, das ist klar. Aber wenn Sie jemanden besuchen, wird das WortHaus nicht benutzt.
Ich komme zu deinem Haus dir.
Ich bin in Hassans Haus bei Hassan.

57. Menschen mit zu viel Gewicht sinddick .
Opa ist sehr groß dick.

58. Wenn Sie jemanden treffen, so ist es normalerweise ein zufalliges Treffen oder Sie haben eine Verabredung. Wenn Sie aber mit einer Person zum ersten Mal in Ihrem Leben in Kontakt kommen, benutzen Sie das Wortkennenlernen .
Ich habe meinen besten Freund im Studium getroffen kennengelernt.

59. Wenn Sie etwas absolut nicht wissen, haben Siekeine Ahnung .
Weißt du, wo meine Brille ist? – Nein, ich habe keine Idee Ahnung.

60. Um Adjektive und Verben starker zu machen, benutzt mansehr .
Die Kinder freuen sich viel sehr, denn es ist heute viel sehr warm.

61.Viel benutzt man fur nicht Zahlbares,viele fur Zahlbares.
Ich trinke viel Wasser.
Ich habe viele Freunde.

62. Wenn Sie mal einen Tag nicht arbeiten mussen, haben Sie frei.
Heute bin habe ich frei.

63. VonUrlaub spricht man eher, wenn man langere Zeit nicht arbeitet. Nicht, wenn man nur eine kleine Pause macht oder einen Tag freihat.
Ich nehme Urlaub nehme frei, weil ich zum Arzt muss.

64. Vielleicht studieren Sie an einer Universitat. Wenn Sie aber an anderen Institutionen einen Kurs machen oder etwas uben, dannlernen Sie.
Natalja studiert lernt an einer Sprachschule Deutsch.
Jeden Abend studiert lernt sie die neuen Vokabeln.

65. Sie freuen sichüber etwas, was schon passiert ist, aberauf etwas, was in der Zukunft liegt.
Ich freue mich auf über Ihre Einladung, und ich freue mich schon über auf das Treffen morgen.



Viel benutzt man für nicht Zählbares,viele für Zählbares. Ich trinkeviel Wasser.


66. Wenn Sie der Lehrer / die Lehrerin fur jemanden sind, dann unterrichten Sie (wenn Sie Lehrer/Lehrerin von Beruf sind). In anderen Fallen passt das trennbare Verbbeibringen besser.
Hannes bringt seinen Kindern das Schwimmen bei.

67. Eine Klasse ist eine Gruppe (von Kindern und Jugendlichen), die gemeinsam von einem Lehrer unterrichtet wird.
Um zu sagen, dass man einen Kurs oder ein Training oder eben die Schule besucht, istUnterricht oderKurs richtig.
Ich muss gehen. Meine Gitarren-Klasse Mein Gitarrenunterricht / Meine Deutsch-Klasse Mein Deutschkurs beginnt gleich.

68. Die am meisten benutzten Worter furaus diesem Grund sinddeshalb, deswegen unddarum , nicht aberso oderalso . Achten Sie auch auf das Verb auf Position 2!
Die Blumen brauchen Wasser.
So, ich muss Deshalb muss ich sie gießen.

69. Ein (langeres) Gesprach am Telefon ist ein Telefonat. Das Verb isttelefonieren mit (Julia telefoniert jeden Abend mit ihren Eltern. ). Fur den Versuch, jemandem mit dem Telefon zu erreichen, benutzt man das trennbare Verbanrufen .
Ich habe mit Karl telefoniert angerufen, aber er war nicht da.

70. Unterscheiden SieBis gleich . (= Wir sehen uns in wenigen Minuten.),Bis später. (= Wir sehen uns noch an diesem Tag.) undBis bald. (= Wir sehen uns in der naheren Zukunft, wann genau, ist nicht sicher.)
Ruf mich gern wieder an, wenn du Hilfe brauchst. – Okay, bis später bald.

71. Wenn eine Frage negativ gestellt wird, also mitnicht oderkein/keine , dann ist die positive AntwortDoch .
Willst du nicht ins Kino mitkommen? – Ja Doch, gern. Ich habe Zeit.

72.Gehen bedeutet im Deutschen fast immerzu Fuß gehen . Wenn Sie ein Fahrzeug benutzen, istfahren korrekt.
Am Wochenende gehe fahre ich in die Schweiz. (Unwahrscheinlich, dass Sie zu Fus gehen, wenn Sie nicht direkt an der Grenze zur Schweiz leben.)
Ausnahme:Gehen kann dann richtig sein, wenn Sie sagen wollen, dass Sie an diesen Ort umziehen oder eine sehr lange Zeit bleiben werden.
Viele Menschen sind vor dem Zweiten Weltkrieg in die USA gegangen.

73. Die Bedeutung vonspazieren gehen ist, dass man ohne ein bestimmtes Ziel geht. Wichtig: DerSpaziergang findet fast immer in der Natur statt, zum Beispiel in einem Park, im Wald oder am Strand. Wenn Sie ohne die Absicht, sich ein bisschen zu bewegen, und ohne Ziel gehen,laufen Sieherum . Und wenn Sie im Stadtzentrum unterwegs sind und ein bisschen in die Geschafte schauen oder eine Pause in einem Cafe machen, dann machen Sie einen(Stadt-)Bummel .
Was hast du am Wochenende gemacht?
– Ach, nichts Besonderes. Ich bin ein bisschen spazieren gegangen.
(Ein deutschsprachiger Zuhorer denkt nun meistens an einen Spaziergang in der Natur und fragt nicht weiter.)
– Ach, nichts Besonderes. Ich bin ein bisschen in Kiel spazieren gegangen herumgelaufen. / habe einen Bummel in Kiel gemacht.

74. Achten Sie auf die richtige Perspektive beimitbringen undmitnehmen . Wenn Sie etwasmitnehmen , haben Sie es fur sich selbst eingepackt oder gekauft. Wenn Sie etwasmitbringen , ist es ein Geschenk fur den anderen oder weil jemand Sie darum gebeten hat.
Auf eine einsame Insel bringe nehme ich mein Smartphone, meine Brille und ein Feuerzeug mit.
Bringst du bitte Milch mit? Danke!

Phonetik und Orthografie

75. Die Betonung vonarbeiten ist auf der ersten Silbe.
„Arbeiten“ „Arbeiten“ Sie auch hier?

76. Die Betonung vonTermin ist auf der zweiten Silbe.
Sie müssen beim Arzt einen „Termin“ „Termin“ vereinbaren.

77. Auch der Name der deutschen Hauptstadt wird auf der zweiten Silbe betont.
„Berlin“ „Berlin“ gefällt mir.

78. Worter aus dem Lateinischen, die Sie auch in vielen anderen europaischen Sprachen finden, werden auf der letzten Silbe betont, zum BeispielHotel, Balkon, Student oderNatur . Bitte keine Betonung wie im Englischen!
Das Adlon ist ein sehr bekanntes „Hotel“ „Hotel“ in Berlin.

79. Worter und Silben darf man nicht verbinden, das heist: Machen Sie eine minimale Sprechpause, wenn ein Wort oder eine Silbe mit einem Vokal beginnt.
Schönes „Woche|nende“ „Wochen|ende“.

80. Man sprichtz wiets . Wenn Sies sagen, kann es Missverstandnisse geben.
Was kostet die Katze: „Kasse“ „Katze“?

81. Die Buchstabenqu werden nichtku (spanisch) oderkw (englisch) gesprochen, sondernkv [kv].V ist dabei wie ein deutschesw (Wasser, Wald … ).
Der Käse ist von sehr guter Qualität: „Kualität“ „Kvalität“.

82. Zwei Buchstaben, aber nur ein Laut:ng [ŋ]. Sprechen Sie wie im Englischen:to sing, long …
Wir singen lange: „sin-gen“ „singen“ „lan-ge“ „lange“.



Sprechen Sieeu wieoi oderoj . Das kostet zehn E-uro„Oiro“.


83. Sprechen Sieeu wieoi oderoj .
Das kostet zehn Euro: „E-uro“ „Oiro“.

84. Viele Worter enden auf-er , aber man spricht einen Laut, der zwischena unde liegt. Auf jeden Fall hort man keinr .
Schreiben:Vater, Mutter, Bruder, Schwester und ich Sprechen: „Vata“, „Mutta“, „Bruda“, „Schwesta“ und ich

85. Am Wort- und Silbenanfang schreibt mansp undst , aber man spricht „schp“ und „scht .
Schreiben:Auf der Straße spielen Kinder.
Sprechen:Auf der „Schtraße“ „schpielen“ Kinder .

86. Internationale Worter, die meistens aus dem Lateinischen kommen, schreibt man mitv wie zum BeispielVisum . Aber es gibt auch genuin deutsche Worter, die man mitv schreibt. Diese Worter spricht man aber mitf . Die korrekte Schreibung der wichtigsten Worter sollten Sie kennen:der Vater, viel, vielleicht, vier, der Vogel, voll, von, vor, die Vorsicht, der Vorname und alle Verben mit den Prafixenvor- undver- (vorschlagen, sich vorstellen, vergessen, versuchen … ).

87.h wird gesprochen: am Wortanfang (Haus ), in Komposita (Unterhemd ), nach Prafixen (verheirate t) und in den Suffixen-haft und-heit (Schönheit ). Der Buchstabeh hat aber auch eine orthografische Funktion und zeigt, dass der Vokal vor demh lang gesprochen werden muss. Nach demh stehen die Konsonantenl, m, n, r oder das Wort ist zu Ende. Hier darf manh nicht sprechen!
Um wie viel Uhr fährt die S-Bahn ab?

88.h kann auch zwischen zwei Vokalen stehen.h steht dann am Anfang der Silbe. Man darf es sprechen, aber meistens spricht man es nicht. Es ist nur ein orthografisches Signal.
In der Nähe (sprich:„Nä-e“ )sehen (sprich:„se-en“ )wir Kühe (sprich:„Kü-e“ ).

89. Am Wortende horen Siep, t, k und sind vielleicht uberrascht, dass viele dieser Worter mitb, d, g geschrieben werden. Wie konnen Sie wissen, ob Sie ein Wort mitb, d oderg und nicht mitp, t, k schreiben mussen? Machen Sie das Wort langer (z. B. Plural; Komparativ …), dann konnen Sie es schnell herausfinden. Denn dann stehen die Konsonanten am Silbenanfang und werden weich gesprochen.
Nur ein Kind (sprich:„Kint“ )?Nein, Lisa wünscht sich vier Kinder.

90. Wenn man nicht von einer konkreten Person spricht, wirdman benutzt.
Mann Man soll gesund essen.

91. Nach temporalen, lokalen, kausalen und modalen Angaben am Satzanfang steht kein Komma!
Am Samstag, Samstag gehe ich ins Schwimmbad.

92. Diese kurzen, aber typischen Worter sehen ahnlich aus. Aber sie unterscheiden sich in Aussprache und Bedeutung. Achten Sie deshalb besonders gut auf die richtige Orthografie.
den – denn, wen – wenn, der Weg – weg, ihn – in

93. Ein langesi [iː] schreibt manie – auser am Wortanfang (Igel ) und in Fremdwortern (Maschine, Kilo, Krise ). Die Pronomenwir, dir, ihn, ihr, ihm, ihnen sollten Sie extra lernen.
Friedrich liest am liebsten Thriller.

94. Achten Sie darauf, dass Sie Worter mitei undie richtig schreiben. Sonst bedeuten die Worter vielleicht etwas ganz anderes.
Mit Beinen Bienen und ihrem Honig kann man Geld verdienen.
Die Kinder singen Leider Lieder.

95.Das ist nicht nur ein Artikel, sondern auch ein Relativpronomen. Es bezieht sich auf ein Wort im Neutrum. Nebensatze mitdass haben eine andere Bedeutung. Unterscheiden Sie:
Schön, dass du ein passendes Hochzeitskleid gefunden hast. Das Kleid, das du gekauft hast, gefällt mir sehr.

96. Oft gibt es Probleme mitss undß : Nach einem langen Vokal oderau, ei, eu/äu schreibt man nichtss oders , sondernß .
Weisst Weißt du, wo die Schillerstrase Schillerstraße ist?
Achtung: In der Schweiz gibt es den Buchstaben nicht, man schreibt statt deutschemß immerss .

97. Vor Nebensatzen muss ein Komma stehen. Merken Sie sich die haufigen Nebensatze mitdass, obwohl, weil, wenn .
Ich weiß, dass ich nichts weiß.

98. Nach der Anrede in einem Brief oder einer E-Mail steht ein Komma, danach muss man klein weiterschreiben.
Sehr geehrte Frau Meier, ich interessiere mich für Ihr Stellenangebot.
Achtung: In der Schweiz steht kein Komma, und man schreibt das erste Wort im Brief gros.

99. Die Grusformel am Ende eines Briefes oder einer E-Mail ist immer ohne Komma. Das machen leider auch viele Deutsche falsch.
Mit freundlichen Grüßen, Grüßen

100. Nach einer Ordinalzahl kommt ein Punkt. In einem Datum werden Tag, Monat und Jahr mit Punkt getrennt und – anders als im amerikanischen Englisch – kommt der Tag immer vor dem Monat. Nicht notig ist es, vor einstellige Tages- und Monatszahlen eine Null zu stellen.
06 Januar 2019 6. Januar 2019
06/01/2019 6.1.2019
01/06/2019 6.1.2019


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