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Sprechen Sie schon fließend Grünisch?


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Lea - epaper ⋅ Ausgabe 37/2022 vom 07.09.2022

KOLUMNE

Sabine und ihre WeltSABINE JENSEN (53) wohnt im Speckgürtel von Hamburg. Hauptberuflich ist sie Mutter. Aber nebenbei arbeitet sie noch. Da gibt es viel zu erzählen – vom ganz normalen Wahnsinn Eine helle Freude, wenn alles so prächtig gedeiht Mein Mann Jens (50) liebt unser Sofa mindestens genauso wie Hund Benno (7) Ab jetzt NEUE KOLUMNE exklusiv in Lea Jonas (14) steht auf Burger und Daddeln Immer nur Fernsehen? Nicht mein Ding. Ich lese Meine Große, die Jette (18), ist schon ausgezogen – eigentlich Fotos: Andreas Dalferth, iStockphoto (5)/Eva-Katalin Kondoros (4)/sturti, Shutterstock (2), (2)/Ron Dale/zabanski Eigentlich wollte ich ja nicht darüber reden. Denn unsere Nachbarn sind wirklich nette Leute. Wir helfen uns gern mal bei Kleinigkeiten aus. Silke ist die perfekte Hausfrau und liebt es, zu putzen. Das ist für sie wie Meditation, sagt sie immer. Seitdem weiß ...

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... ich noch mehr, dass Meditieren nicht so mein Ding ist. Nun sind wir im Sommer allerdings in die Ferien gefahren. Mal alle zusammen. Also nicht mit den Nachbarn, sondern nur wir fünf, die Schwiegermutter war auch dabei. Mit ihren 82 eine kleine Herausforderung für uns alle. Den Kindern war Gertrud zu langsam. Gertrud waren unsere Ausflüge zu anstrengend. Aber unterm Strich hatten wir die schönsten Ferien ever. Dass solche Mehrgenerationen-Urlaube an Beliebtheit gewinnen, bestätigt mir auch Aye Helsig, der Zentraleuropa-Chef von FeWo-direkt. Er sieht darin den neuen Urlaubstrend für Familien. Große Ferienunterkünfte mit mehr als vier Schlafzimmern waren in diesem Sommer gefragt wie nie. Also wir schon mal als Trendsetter dabei. Aber dann kamen wir wieder zu Hause an. Und Silke hat sich um unseren Garten gekümmert. Bei der Hitzewelle war das ja wirklich eine Aufgabe. Meine Rosen in den Töpfen. 20 Stück. Alles meine Kinder. Um ehrlich zu sein. Ich schenke denen viel Liebe, Wasser, Dünger und was noch so alles dazugehört. Und ich rede mit ihnen. Klar! Wenn die anfangen, etwas zu mickern, mache ich ihnen Mut. Und wenn sie duften, was das Zeug hält, und in zartestem Rosa ihre ganze Pracht entfalten, sage ich ihnen, wie stolz ich auf sie bin. Das wirkt. Alle Freunde fragen mich immer wieder, wie ich so ein Blüh-Wunder hinbekomme. Mit Reden, wie gesagt. Das tut meiner Psyche gut, denn die Blumen hören mir wenigstens zu. Prinz Charles tut das übrigens auch, also nicht zuhören, sondern reden. Und bei uns in Deutschland spricht gut jede vierte Frau mit ihren Grünpflanzen. Auch das Grünzeug selbst profitiert davon. Pflanzenkundler sagen, dass die Schallwellen beim Sprechen das Wachstum fördern. Und unser dabei ausgestoßenes CO2 soll bei der Fotosynthese helfen. Gerade zur Tür rein, ein Blick auf die Terrasse und mir wird schlagartig klar: Silke ist zwar ein Putz-Guru, aber mit Blumen hat sie es nicht so. Die meisten sehen okay aus. Aber offensichtlich 5 Tote (Rosen) in knapp zwei Wochen. Das ist ein harter Schnitt – deutlich über Tatort-Niveau. Ich mache mich an die Wiederbelebung. Vorsichtig versuche ich, ob die Zweige sich noch biegen lassen. Kratze ein wenig von der äußeren Rinde ab. Einige schimmern mir noch hoffnungsvoll grün entgegen. Ein gutes Zeichen. Aber pssst … Silke meditiert gerade in unserem Wohnzimmer. Sprich: Sie putzt – als Wiedergutmachung. Und ich? Muss mich gleich mit ihrem Geldbaum unterhalten. Der verliert nämlich gerade besorgniserregend viele Blätter. Die kanadische Forstwissenschaftlerin Suzanne Simard hat es nachgewiesen: Auch Bäume kommunizieren rege untereinander. Quelle: Universität British Columbia

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Eigentlich wollte ich ja nicht darüber reden. Denn unsere Nachbarn sind wirklich nette Leute. Wir helfen uns gern mal bei Kleinigkeiten aus. Silke ist die perfekte Hausfrau und liebt es, zu putzen. Das ist für sie wie Meditation, sagt sie immer. Seitdem weiß ich noch mehr, dass Meditieren nicht so mein Ding ist. Nun sind wir im Sommer allerdings in die Ferien gefahren. Mal alle zusammen. Also nicht mit den Nachbarn, sondern nur wir fünf, die Schwiegermutter war auch dabei. Mit ihren 82 eine kleine Herausforderung für uns alle. Den Kindern war Gertrud zu langsam. Gertrud waren unsere Ausflüge zu anstrengend. Aber unterm Strich hatten wir die schönsten Ferien ever.

Dass solche Mehrgenerationen-Urlaube an Beliebtheit gewinnen, bestätigt mir auch Aye Helsig, der Zentraleuropa-Chef von FeWo-direkt. Er sieht darin den neuen Urlaubstrend für Familien. Große Ferienunterkünfte mit mehr als vier Schlafzimmern waren in diesem Sommer gefragt wie nie. Also wir schon mal als Trendsetter dabei. Aber dann kamen wir wieder zu Hause an. Und Silke hat sich um unseren Garten gekümmert. Bei der Hitzewelle war das ja wirklich eine Aufgabe. Meine Rosen in den Töpfen. 20 Stück. Alles meine Kinder. Um ehrlich zu sein. Ich schenke denen viel Liebe, Wasser, Dünger und was noch so alles dazugehört. Und ich rede mit ihnen. Klar! Wenn die anfangen, etwas zu mickern, mache ich ihnen Mut. Und wenn sie duften, was das Zeug hält, und in zartestem Rosa ihre ganze Pracht entfalten, sage ich ihnen, wie stolz ich auf sie bin. Das wirkt. Alle Freunde fragen mich immer wieder, wie ich so ein Blüh-Wunder hinbekomme. Mit Reden, wie gesagt.

Das tut meiner Psyche gut, denn die Blumen hören mir wenigstens zu. Prinz Charles tut das übrigens auch, also nicht zuhören, sondern reden. Und bei uns in Deutschland spricht gut jede vierte Frau mit ihren Grünpflanzen. Auch das Grünzeug selbst profitiert davon. Pflanzenkundler sagen, dass die Schallwellen beim Sprechen das Wachstum fördern. Und unser dabei ausgestoßenes CO2 soll bei der Fotosynthese helfen.

Gerade zur Tür rein, ein Blick auf die Terrasse und mir wird schlagartig klar: Silke ist zwar ein Putz-Guru, aber mit Blumen hat sie es nicht so. Die meisten sehen okay aus. Aber offensichtlich 5 Tote (Rosen) in knapp zwei Wochen. Das ist ein harter Schnitt – deutlich über Tatort-Niveau. Ich mache mich an die Wiederbelebung. Vorsichtig versuche ich, ob die Zweige sich noch biegen lassen. Kratze ein wenig von der äußeren Rinde ab. Einige schimmern mir noch hoffnungsvoll grün entgegen. Ein gutes Zeichen. Aber pssst … Silke meditiert gerade in unserem Wohnzimmer. Sprich: Sie putzt – als Wiedergutmachung. Und ich? Muss mich gleich mit ihrem Geldbaum unterhalten. Der verliert nämlich gerade besorgniserregend viele Blätter.

Gibt es wirklich: Wood Wide Web

Die kanadische Forstwissenschaftlerin Suzanne Simard hat es nachgewiesen: Auch Bäume kommunizieren rege untereinander.

Quelle: Universität British Columbia