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Stacheldraht auf Wachstumskurs


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 20.04.2019

Der Begriff „Stacheldraht“ hat sich als Name für Leucophyta (syn. Calocephalus) brownii eingebürgert. Beim Anblick des bizarren, silbergrauen Knäuels wirkt die Bezeichnung in der Tat nicht abwegig. Weitere Namen wie Silberdraht, Gitterkraut, Silberkörbchen, Geisterkraut, Texas- oder Bonanzagras zeigen, dass diese Pflanze für den Herbst die Phantasie sprießen lässt.


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Bildquelle: GB Gärtnerbörse, Ausgabe 5/2019

Gut nachgefragt: Calocephalus ist heute ein wichtiger Bestandteil des Herbstsortiments


Calocephalus zählt ab Anfang September, neben Callunen und Chry -santhemen, zu den Megasellern im Herbstsortiment, mit noch zunehmendem Potenzial bis in die ...

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... Advents- und Weihnachtszeit hinein. In Anbetracht dessen ist es nur logisch, das Phänomen „Stacheldraht“ einmal ins Visier zu nehmen.

Vom anderen Ende der Erde

Das AsterngewächsLeucophyta brownii , im Folgenden mit dem marktrelevanten Namen Calocephalus bezeichnet, ist in Westaustralien beheimatet und wächst dort auf kargen, von der Sonne erwärmten Böden.

Die Pflanze wird bis zu einen Meter groß. Ihre Triebe und die schuppen -artigen Blätter sind fein behaart und verleihen der Pflanze ein apartes, silbriges Aussehen.

Sind Triebe unter Langtagbedingungen hohen Lichtsummen ausgesetzt, erscheinen die hellgelben Blütenköpfchen. Diese haben allerdings keinerlei Zierwert. Im Gegenteil, in der Kultur sind sie, sollten sie sich tatsächlich entwickeln, wegen ihrer schnellen Verbräunung unerwünscht. Vom Naturell her handelt es sich um eine langsam wachsende, trockenstresstolerante Pflanze. Ihr silberlaubiges Triebgeflecht hält extrem lange die Farbe, selbst im abgeschnittenen Zustand. Bei uns zeigen sich die Pflanzen zwar frostverträglich, sie sind jedoch nicht voll winterhart.

Sukzessive nach oben

In den USA, im Vereinigten Königreich und im südlichen Europa ist Calocephalus als Handelsartikel völlig unbedeutend. Anders ist dies in Deutschland und Österreich, in der Schweiz, den Niederlanden und in skandinavischen Ländern. Hierzulande begann ein nennenswerter Anbau des Silberknäuels in den 1990er-Jahren. Die Kultur wurde bereits 1980 von Hans Ganslmeier in seinem Buch „Beetund Balkonpflanzen“ beschrieben. Damals wurde noch die Kultur im 9er- oder 10er-Topf empfohlen.

Zu den Pionieren, die sich der Kultur von Calocephalus besonders annahmen, zählten im Süden Deutschlands Gartenbau Botzenhard (heute Gartenbau Strobel) in Laupheim sowie Gartenbau Köder in Jagstzell. Durch Auslese verbesserte sich die Verkaufsqualität. Aus den anfänglichen Wackelpflanzen wurden allmählich schöne runde Kugeln, die 11er- und 12er-Töpfe gut ausfüllten. Sukzessive nach oben ging es ab der Jahrtausendwende, unterstützt durch die Arbeitsteilung zwischen Jungpflanzen- und Fertigwareproduzenten. Damit fand die Kultur Eingang in den Großflächenanbau im Freiland.

Ab etwa 2010 begann mit „CaMü – Just Married“ von Johannes Köder, „Mueca 2 in 1“ von Georg Ripkens (Straelen) oder „Calopoly“ von Johannes Hermühlen (Werlte) die Produk -tion von Kombinationen. Unter diesen geschützten Bezeichnungen fungiert Calocephalus als Kombipartner – in den ersten beiden Fällen mitMuehlenbeckia , im letzteren nebenMuehlenbeckia auch noch mitCuphea ,Polygonum ,Sedum und anderen.

Die Nachfrage nach Calocephalus, ob als Einzelpflanze im 11er- und 12er-Topf oder als Mix, nahm ab 2010 richtig Fahrt auf. Nicht nur als struktur -gebende Begleitpflanze in herbstlich bepflanzten Gefäßen tauchten die „Calos“ im großen Stil auf, auch in der floristischen Verarbeitung wuchs ihre Bedeutung. Immer deutlicher und auf breiter Ebene wurde das enorme Potenzial des silbernen Knäuels mit dem skurrilen Triebgeflecht erkannt.

Calocephalus und Muehlenbeckia bilden das klassische Duo für den Herbst


Fotos: Norbert Elgner

Inzwischen werden jährlich allein in Deutschland Millionen Pflanzen von Ende August bis in das neue Jahr hinein vermarktet. Offensichtlich ist der Marktsättigungsgrad noch nicht erreicht, so jedenfalls die Einschätzung vieler Experten. Vorteilhaft für die Vermarktung ist auch die Transportunempfindlichkeit der Verkaufsware.

Kultur auf Freilandflächen

Heute erfolgt der Anbau von Calo -cephalus im großen Stil vor allem in Produktionsgärtnereien am Niederrhein. Hauptprodukt ist die Ware im 10,5er- bis 12er-Topf. Getopft werden krautige, bewurzelte Stecklinge, entnommen von Mutterpflanzen, die meist in Südbetrieben kultiviert werden. Teilweise werden die Stecklinge auch direkt dort bewurzelt.

Ausgeliefert werden Jungpflanzen zum Beispiel in 180er-Trays, doppelt gesteckt, ungestutzt oder bereits einmal gestutzt. Diese kommen sofort in den Endtopf und werden in der Regel direkt auf technisch entsprechend ausgestatteten Freilandflächen ausgestellt und fertig kultiviert. Je nach Region und gewünschter Größe beginnt die Fertigkultur mit dem Topfen in Woche 16 bis Woche 24. Ungestutzte Jungpflanzen werden nach ein bis zwei Wochen das erste Mal und gegebenenfalls ein bis zwei Wochen später noch ein zweites Mal gestutzt. Hemmstoffeinsätze sind nicht zwingend erforderlich.

Wichtig während der Kultur ist ein vollsonniger Standort, ebenso kontrollierte Wassergaben, denn die Pflanzen sind staunässeempfindlich. Ferner ist auf eine sehr gute Nährstoffversorgung zu achten. Nachlässigkeiten in diesen Punkten führen schnell zu mangelnden Verkaufsqualitäten.

Der Vermarktungszeitraum erstreckt sich von Woche 35 bis zum Jahresende und darüber hinaus. Im Gegensatz zu Blühpflanzen bleibt die Verkaufsware nahezu unverändert. Sie behält ihr silbriges Aussehen monatelang, sodass sich recht ausgedehnte Vermarktungszeiträume ergeben. Selbst eine Kühlung der Verkaufsware ist unter Umständen möglich.

Probleme drohen während der Kultur durch Echten Mehltau,Septoria undBotrytis , aber auch durch Wurzelpilze infolge stauender Nässe. An tierischen Schaderregern können Spinnmilben, Raupen und Trauermücken auftreten. Im Großen und Ganzen gilt die Kultur aber heutzutage als nicht allzu problematisch.

Herkünfte und Selektionen

Die Jungpflanzenbetriebe führen eine ganze Reihe an eigenen Selektionen, auch mit Sortenbezeichnungen. Die bisherigen Selektionen unterscheiden sich in Wuchsstärke, Pflanzenaufbau, Kompaktheit und Ausfärbung. Die Unterschiede halten sich in Grenzen.

2019 stellte Syngenta Flowers auf der IPM in Essen die neue Sorte ‘Whimsy Silver Improved’ vor, eine Verbesserung von ‘Whimsy Silver’. Die Neuheit neigt nicht zum Induzieren, setzt folglich keine Blüten an und eignet sich für die Produktion großer Pflanzen.

Florensis führt die Sorte ‘Challenge Improved’ als kompakt wachsenden Typ. Ihre ‘Silver Electra’ gilt dagegen als etwas wüchsiger, wobei ein zweimaliges Stutzen empfohlen wird.

Im Rahmen eines Sommertests 2018 an der LVG Heidelberg erzielten die Sorten ‘Silver Dollar’ (Elsner pac) und ‘Carlo’ (Selecta one) mit jeweils 9,0 Punkten Bestbewertungen, vor allem hinsichtlich ihrer Homogenität. Erwähnt sei noch die geschützte Sorte ‘Bed Head’ von Benary, laut Züchter die erste Sämlingssorte. Sie spielt allerdings in unseren Breiten keine Rolle, da sie sowohl anbautechnisch als auch wegen der relativ hohen Saatgutkosten nicht mit den vegetativ vermehrten Sorten konkurrieren kann.

Absatzchancen durch Vielfalt

Zu den mit Abstand interessantesten Aspekten gehört die Vielfalt der Produktformen, mit denen der silberlaubige Zierstrauch am Markt vertreten ist. Dazu folgende Gliederung:

Kleinpflanzen in Töpfen bis 7 cm

Generell scheint der Bedarf an Kleinpflanzen zu wachsen. Das gilt im Übrigen auch für Callunen oderCylamen . Ihre Hauptverwendung liegt in der floristischen Gestaltung von Pflanz -gefäßen für den Indoor- und Outdoorbereich. Außerdem wächst mit der Zunahme von Urnengräbern auch der Bedarf an kleinerer Pflanzware.

Standard im 10,5er- bis 12er-Topf

Hierbei handelt es sich um die klassische Pflanzware für den Herbst, die in großen Mengen als silberlaubiger Strukturgeber Verwendung findet. Ob gruppenweise in Rabatten ausgepflanzt oder als Beipflanze zwischen Herbst- und Heideblühern in Kästen, Trögen, Schalen oder Kübeln eingesetzt, immer fällt das silbrige Trieb -geflecht ins Auge. Es strukturiert das Ensemble und setzt Blühpflanzen erst richtig in Szene. Bemerkenswert ist vor allem seine Langzeitwirkung, denn bis weit in den Winter hinein lassen sich kaum Veränderungen an der silbernen Ausfärbung feststellen.

Im Facheinzelhandel liegt der Stückpreis für einen 11er-Topf üblicherweise bei 1,50 Euro, für einen 12er-Topf bei 2,49 bis 2,60 Euro. Selbst bei dieser Standard-Produktform scheinen Angebot und Nachfrage noch parallel zu steigen. So war offenbar die Nachfrage nach später Verkaufsware im November und Dezember 2018 nicht voll zu decken.

Verkaufsware im XXL-Format

Vor allem auf Fachhandelsebene ist ein Angebot an schwerer Ware ein probates Mittel, um sich vom Massenmarkt und der damit verbundenen Preisproblematik abzugrenzen. Fachgartencenter und Einzelhandelsgärtnereien sind daher auch an schönen Exemplaren im 19er-Topf und sogar im 23er-Kübel interessiert. Je weiter es in den Süden Deutschlands geht, umso ausgeprägter ist der Bedarf an dekorativen Solitärs im XXL-Format.

Im Duett auf der Erfolgsspur

Kombi-Produkte sind nicht nur bei den Beet- und Balkonpflanzen weiter auf Erfolgskurs, sondern auch im Herbst, mit Twins, Trios, Quattros und vielem mehr. Bei Calocephalus sind es vor allem die Zweier-Kombinationen mit Muehlenbeckien, die vor rund zehn Jahren das Mixfieber eröffneten.

Überregional von Bedeutung im Handel sind beispielsweise Duos von Johannes Köder unter der Marken -bezeichnung „CaMü – Just Married“, ferner ähnliche von Georg Ripkens unter der Markenbezeichung „Mueca 2 in 1“ und „Calo Fantasy 2 in 1“ sowie die von Johannes Hermühlen un-ter der Markenbezeichnung „Calopoly“. Ware im 11er-Topf erzielt im Facheinzelhandel einen Stückpreis um 2,50 Euro, im 13er-Topf um 3,00 Euro.

KURZ GEFASST

Leucophyta brownii , in Fachkreisen besser bekannt als Calocephalus brownii, hat sich etwa seit der Jahrtausendwende zu einem unverzicht -baren Bestandteil des Herbstsortiments entwickelt. Millionenfach werden Pflanzen hauptsächlich im 10,5er- bis 12er-Topf als Strukturgeber in herbstlichen Bepflanzungen verwendet. Mit ihrem silbrigen, bizarren Triebgeflecht geben sie den Arrangements eine besondere Anmutung.
Hauptanbaugebiet ist der Niederrhein, wo die Fertigkultur in großem Stil auf technisch gut ausgestatteten Freilandflächen stattfindet. Noch halten sich Angebot und Nachfrage in etwa die Waage. Konsumenten schätzen die gute Haltbarkeit der Pflanze, die dank ihres skurrilen Aussehens hauptsächlich unter der Bezeichnung „Stacheldraht“ bekannt ist. Sie ist frostverträglich, jedoch nicht voll winterhart.
Gärtnerischer Erfindergeist entwickelte eine ganze Reihe von Mix-Produkten mit weiteren Strukturpflanzen, Blatt- und Beerenschmuckpflanzen sowie Herbstblühern. Es sind Convenience-Produkte, die dem Konsumenten im Handumdrehen ein Herbstidyll rund um das Haus zaubern. Da sich Calocephalus heute relativ einfach in guten Verkaufsqualitäten kultivieren lässt und auch der Transport keine besonderen Schwierigkeiten bereitet, kommt es darauf an, etwa geplante Mengenausweitungen mit Maß und Ziel um -zusetzen. Die Möglichkeiten der Produktdiversifikation, die Calocephalus bietet, müssen weiter genutzt werden, um einem drohenden Überangebot mit Preisverfall zu begegnen.
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Trios und Quattros

Wenn es mit Duos klappt, warum nicht auch mit Trios oder gar Quattros? Diese ließen nicht lange auf sich warten und ergänzten die Palette der Mix-Produkte für den Herbst um eine weitere Kategorie, in der ebenfalls Calocephalus den Ton angibt.

Bekannt sind beispielsweise die „Triolinos“ von Johannes Hermühlen in mehreren Varianten, etwa bestehend aus Calocephalus mitPolygonum undCuphea , mitAster novi-belgii undSedum oder mitAjuga undCuphea , um nur einige zu nennen. Das TrioMio-Lieferprogramm von Kientzler weist 2019 drei Herbst-Kombis mit Calocephalus im Herbstzauber-Konzepttopf aus. Im Winterzauber-Programm, ebenfalls im Konzepttopf, sind vier Quattro-Varianten mit Calocephalus-Beteiligung enthalten.

Das Erfolgsrezept bei allen Kombis besteht in der Erzeugung eines möglichst hohen Anteils an harmonisch aufgebauter, schön strukturierter Verkaufsware, die als Convenience-Produkt dem Konsumenten im Handumdrehen ein schönes Herbstambiente in Gefäße und Rabatten zaubert.

Wenn die Proportionen stimmen, stimmt auch die Nachfrage. Dies regt ambitionierte Produzenten zum Experimentieren an, um immer wieder mit neuen formschönen Kombi-Töpfen aufzuwarten. Im Facheinzelhandel liegen die Stückpreise für Trios im 13er-Topf zwischen 3,99 und 4,49 Euro. Für Quattros liegen sie noch gut einen Euro darüber. Die Kombis lassen sich darüber hinaus in passenden Gefäßen mit Schleife und Sticker floristisch aufwerten und bei einem Verkaufspreis knapp unter der Zehn-Euro-Schwelle ansiedeln.

Gefärbt, geglittert, gewachst

Calocephalus eignet sich auch zum Färben. So sind im Handel gelegentlich Partien in knalligen Neonfarben anzutreffen, von Blau über Grün und Gelb bis Orange. Über Geschmack lässt sich streiten. Bei farblich guter Ausführung gibt es dafür aber eine Nachfrage, wenn auch in beschränktem Umfang und bei weitem geringer als bei Callunen. Gefärbte Ware wird hauptsächlich über Systemketten abgesetzt oder sie geht nach Osteuropa.

Einer der Produzenten, die sich auf das Färben spezialisiert haben, ist Johannes Heekeren in Straelen. Während der Fachhandel Calocephalus in Neonfarben nur selten im Sortiment hat, rücken dort weiß gefärbte Pflanzen eher in den Fokus. Mit ihrem edlen Touch kommen sie besonders in der Advents- und Weihnachtszeit auch bei den Fachhandelskunden gut an – allem Anschein nach mit steigender Tendenz.

Einen Blickfang der besonderen Art stellen neuerdings XXL-Pflanzen dar, die komplett mit weißem Lackspray oder weißem Wachs überzogen sind und als Solisten einen Hauch von Winterstimmung erzeugen.

Auf eine andere Idee, um das silberne Knäuel optisch weiter aufzuwerten, kam Wolfgang Ripkens in Straelen. Im Rahmen seiner Pflanzenmarke „Winterland“ besprüht er Pflanzen im 12er-Topf mit Glitterspray in verschiedenen Farben. Wer etwa geglitterte Poin -settien mag, lässt sich vielleicht auch von Calocephalus in diesem Look begeistern. Preislich liegt die glitzernde, funkelnde Ware im Einzelhandel bei etwa 2,60 bis 2,90 Euro pro Stück.

Verwendung in der Floristik

Auch in der Floristik hat Calocephalus als kontrastreiches Gestaltungselement in herbstlich bepflanzten Gefäßen und Kästen inzwischen seinen festen Platz. Obwohl er preislich wesentlich höher angesiedelt ist, ersetzt er in vielen Fällen das etwas alther -gebracht wirkende Silberblatt.

Die Verwendung von Pflanzen für floristisch bepflanzte Werkstücke ist das eine. Noch interessanter aber ist die Verwendung von abgeschnittenen Trieben als Füllelement und Moos -ersatz bei der Gestaltung von Kränzen und Gestecken. Das abgeschnittene Triebgeflecht zeigt sich farbstabil und bleibt selbst bei Zimmertemperaturen über viele Wochen unverändert.

Norbert Elgner, Marketingberater, Heppenheim

Calocephalus bunt gefärbt und …


… mit Glitterspray aufgewertet