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STADT-SPAZIERGANG: Ross Antony: Wie Leipzig mein Leben verändert hat


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 13/2019 vom 21.03.2019

Im Osten Deutschlands fühlt sichder Entertainer seit einigen Jahren zu Hause. Bei einem Bummel durch Leipzig verrät er, dass er hier schöne, aber auch traurige Momente erlebte


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Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 13/2019

Seit 2015 ist Ross Antony oft in der Messestadt. Gerade erst drehte er im Eventpalast „Meine Schlagerwelt“ (MDR, 30.3., 20.15 Uhr)


Nach der Ankunft am Hauptbahnhof wird der Sänger von Fans umlagert. Egal wie eng sein Terminplan ist – für ein Foto nimmt er sich gerne Zeit


Ein Lieblingsort in Leipzig ist für Ross der Zoo. Im „Gondwanaland“ werden Erinnerungen an das „Dschungelcamp“ wach


„Wir haben eine ähnliche Frisur“, stellt der ...

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... Musiker fest, als er auf dem Weg einer Rotbrust-Krontaube begegnet


„Ich bin in die Stadt verliebt. Wenn ich umziehen müsste, dann hierher.“
Ross Antony


Das Wetter hat es mit Ross Antony, 44, nicht gerade gut gemeint. Als wir ihn in Leipzig treffen, weht ein kalter Wind, es nieselt. Kein Grund für den Sänger, schlecht gelaunt zu sein. „Meine Eltern haben immer gesagt: Genieße dein Leben. Und das mache ich auch – leidenschaftlich gerne“, sagt er. Ganz besonders, wenn er in Leipzig ist – eine seiner Lieblingsstädte!

Nach der mehrtägigen Aufzeichnung der Show „Meine Schlagerwelt“ hat sich Ross Antony heute für uns Zeit genommen, gibt uns einen Einblick in sein Leben abseits der Bühne. Warum fühlt sich der Brite ausgerechnet hier so wohl? „Die Menschen hier sind supernett, in den ‚Höfen‘ kann man sehr gut einkaufen und es gibt den schönsten Zoo Deutschlands. Was will man mehr?“, schwärmt der Entertainer, der in Siegburg bei Bonn lebt. Er genießt hier die Zeit. „Ich gehe einkaufen oder liege auch mal länger im Bett. Das ist fantastisch.“

Die Sachsenmetropole hat das Leben des Moderators und Musikers verändert. Vor vier Jahren stand er hier zum ersten Mal für seine Show als Gastgeber vor der Kamera. Es war für ihn ein Sprung ins kalte Wasser – und er glückte. Die Sendung im MDR erzielt regelmäßig Topquoten. „Ich bin kein ausgebildeter Moderator, aber das nehmen mir die Fans nicht krumm. Ich darf mich auch mal verplappern. Mein Vorteil ist: Ich bin auf der Bühne immer gut drauf, muss das nicht spielen“, sagt Ross Antony. Die Fans lieben ihn, auch weil er sich immer Zeit für sie nimmt, gerne mal ein Schwätzchen auf der Straße hält. „Die Ostdeutschen sind ein besonderes Volk. Sie sind immer nett, scheinen ihr Leben richtig zu genießen. Wegen meiner anderen Show, Schlager einer Stadt‘ habe ich so viele schöne Städte im Osten kennengelernt. Weimar, Görlitz, Merseburg. Da gibt es – außer Leipzig – einige tolle Orte.“ Der Engländer ist dankbar, dass er als Sänger so viel unterwegs sein darf.


„Ich habe lange gekämpft, um da zu sein, wo ich bin. Ich musste immer wieder beweisen, dass ich gut bin.“


Die Liebe zur deutschsprachigen Musik ist ein Erbstück seines Vaters Denis Catterall, † 77. „Mein Papa hat deutschen Schlager geliebt, hat damit sogar ein bisschen Deutsch gelernt“, erzählt Ross. Als sein Vater im Februar 2017 an den Folgen von Parkinson und Krebs starb, nahm Ross Antony für ihn wenig später ein Album auf – voll mit Liedern, die sein Papa so gern hörte. Es ist eine Art Vermächtnis: „Meine Mutter hat im Büro meines Vaters ein Buch gefunden, ein Tagebuch. Es war für meinen Papa wie eine Bibel. Er hat alles Wichtige reingeschrieben und auch auf zwei Seiten bekannte Interpreten aufgelistet, die ihm am Herzen lagen.“ In diesen Tagen erschien mit „Schlager lügen nicht“ eine weitere CD, inspiriert von seinem Dad. Die Musik, aber auch Leipzig stecken für Ross voller Erinnerungen an ihn. „Immer wenn ich hier im Februar die drei Sendungen, Meine Schlagerwelt‘ aufzeichne, denke ich an den Todestag meines Vaters. Er ist so stolz auf mich gewesen.“

Seit dem Verlust ist der „Goldene Henne“- Gewinner noch enger an seine Mutter Vivien, 75, herangerückt. Regelmäßig besucht er sie in ihrer Heimat England oder holt sie nach Deutschland. Auch um sie aufzuheitern. „Es ist ein Auf und Ab mit der Trauer. Manchmal würde man ihr nichts anmerken, aber oft ist sie auch sehr bedrückt“, erzählt Ross. „Sie hat einen tollen Freundeskreis und einen neuen Gefährten gefunden. Sie unternehmen viel miteinander. Das Schlimme: Er hat auch gerade eine Krebsdiagnose bekommen. Das ist natürlich für meine Mama schwer.“ Ross wird nachdenklich, als wir über diesen Teil seines Lebens sprechen. Der Gute-Laune- Mensch hat auch eine sensible Seite. Wir schlendern weiter über den Marktplatz, immer wieder halten wir an, bewundern die Schönheiten der Stadt.

Seit dem Tod seines Vaters Denis Catterall († 77) vor zwei Jahren ist Ross mehr denn je für seine Mutter Vivien da


Mit Ehemann Paul Reeves hat der Engländer einen starken Partner an seiner Seite, mit dem er auch den Humor teilt


„Mein Vater hat in einem Buch alles notiert, was ihm wichtig war. Es ist für uns wie eine Bibel.“
Ross Antony


Die knallbunten Anzüge und seine gute Laune sind Markenzeichen von Ross Antony


Zu einem Tee mit Milch kann der Engländer nicht Nein sagen. Bei der „Teatime“ informiert er sich mit der SUPERillu darüber, was im Osten los ist


Dann erreichen wir einen Lieblingsort von Ross, den Zoo Leipzig. „Wenn ich Zeit habe, dann gehe ich Tiere anschauen. Es gibt so viel zu entdecken und der Zoo ist so großzügig gebaut.“ Als wir die Erlebniswelt „Gondwanaland“ betreten, fühlt sich der Sänger an die Teilnahme im „Dschungelcamp 2008“ erinnert. Damals holte sich der Ex-„Brosis“-Star die Krone. „Es war natürlich hart, aber fest steht: Ich konnte mich dort ganz privat geben, zeigen wie ich bin.“ Mit Erfolg: „Es war ein Sprungbrett für meine Karriere, auch wenn ich es nicht wieder machen würde.“ Das muss er auch nicht. Denn er hat alles, was er sich erträumte: Eine Familie und unendlich viel Spaß an seinem Job. Zudem lieben ihn die Menschen. „Das ist für mich Ansporn, weiterhin mein Bestes zu geben.“

Auf dem Album „Schlager lügen nicht“ sind Hits von „Ich bin was ich bin“ bis zu „Fiesta Mexicana“ zu hören (Telamo)


FOTOS: Felix Abraham für SUPERillu (5)

FOTOS: Felix Abraham für SUPERillu (1), dpa Picture-Alliance, babiradpicture, MDR