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Stadtbaum-Strategien der Stadt Basel


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 33/2019 vom 17.08.2019

Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich Stadtbäume beleuchtete die von der Gartenakademie Baden-Württemberg organisierte 4. Fachtagung „Bäume in der Stadt“. Rund 140 Interessierte folgten am 4. Juli der Einladung nach Heilbronn .


Ü ber die aktuelle Situation und Strategien für eine gesunde Weiterentwicklung des Stadtgrüns berichtete beispielhaft Yvonne Aellen. Sie ist die Leiterin Grünflächenunterhalt der Schweizer Stadt Basel.

In Basel gibt es derzeit rund 12.000 Straßenbäume und 15.000 Bäume in Grünanlagen. Rund 500 verschiedene Arten und Sorten sind im Stadtgebiet zu finden, das lässt ...

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Bildquelle: TASPO, Ausgabe 33/2019

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... zunächst die Vermutung zu, dass eine große Vielfalt herrscht. Hier schränkte Yvonne Aellen jedoch ein: „Die fünf am häufigsten in Basel gepflanzten Arten machen 36 Prozent der Gesamtbäume aus. Dazu gehören die Krim-Linde mit 12,7 Prozent, die Gewöhnliche Rosskastanie mit 7,8 Prozent, die Platane mit 7,6 Prozent, der Spitz-Ahorn mit 5,1 Prozent und die Hainbuche mit 2,7 Prozent.“

Großflächige Baumquartiere sind vorteilhafter als die Pflanzung von Einzelbäumen. Attraktive Unterpflanzungen schützen vor Vandalismus und Tierkot.


Ein Zukunftskonzept für die Stadtbäume

Wie kann unter diesen Rahmenbedingungen ein Konzept für die Stadtbäume der Zukunft in Basel aussehen? Dazu Yvonne Aellen: „Bei Neupflanzungen – das sind rund 300 bis 500 Stück pro Jahr – achten wir auf sehr hohe Ausführungsqualität.

Das fängt bereits bei der Auswahl des Pflanzmaterials an und setzt sich beim eigentlichen Pflanzen fort.“ So wurde vor einiger Zeit das Basler Baumpflanzsystem entwickelt.

Von unten nach oben umfasst diese Bauweise eine verzahnte Sohle, offenporige Seitenwände, das Baumgrubensubstrat, das Oberbausubstrat entsprechend der Begrünungsart, der Stammschutz mit einem weißen Anstrich sowie eine pyramidale Dreibockverankerung mit kurzen Pfählen.

Beim Baumsubstrat habe sich inzwischen eine Mischung auf Granitbasis als beste Variante her ausgestellt. Diese basiert auf Granitschotter und gebrochenen Granitkiessanden. Sie eigne sich zum Verdichten unter einem Gehsteigbelag, der Einbau erfolgt in schichtweiser Verdichtung mit Vibroplatte. Wertvoll sei, dass sich diese Mischung auch für kalkfliehende Baumarten eigne. Ein wichtiges Ziel bei Neupflanzungen von Bäumen in Basel liege darin, möglichst zusammenhängende und damit großflächige Baumrabatten zu schaffen und diese vor Überfahren und Vandalismus zu schützen.

Wo machbar, werde eine unterirdische Bewässerung installiert. Eine Möglichkeit für zusätzlichen Schutz und Pflege sei die Vergabe von Baumpatenschaften. Dabei unterstütze die Stadt die Bürger mit der kostenfreien Lieferung von Humus sowie der Installation eines Holz-Schutzzaunes. Die Zielsetzungen für die zukünftige Baumartenwahl sind Yvonne Aellen besonders wichtig: „Wir müssen es schaffen, eine größere Arten- und Sortenvielfalt bei unseren Stadtbäumen zu erreichen. Nur so können wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen, denn wir wissen heute noch nicht, welche Spezifikationen die Bäume von morgen haben müssen und welche neuen Schädlinge oder Krankheiten ihnen zusetzen werden.“ Weiterhin möchte Basel auf robuste und klimaverträgliche Arten setzen, die freilich häufig aus südlichen Regionen stammen. Trotzdem bleibt es erklärtes Ziel der Stadt, einen großen Anteil einheimischer Bäume zu haben. Zudem soll verstärkt darauf geachtet werden, Bäume mit einer an den Standort angepassten Wuchsform zu pflanzen. Zurückhaltung soll weiterhin geübt werden bei stark allergenen Bäumen. ■

Der Autor

Karsten Köber , ist Inhaber eines Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Karlsruhe mit dem Fokus auf Garten- und Landschaftsbau, Gartenbau und Bauwesen.


Foto: Stadtgärtnerei Basel