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Stalker 2


PC Games Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 21.07.2021

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Bildquelle: PC Games Magazin, Ausgabe 8/2021

Genre: Ego-Shooter Entwickler: GSC Game World Hersteller: Microsoft Termin: 28. April 2022

In der Gaming-Szene ist Stalker 2 schon fast eine urbane Legende. Ursprünglich 2010 angekündigt, kurz darauf gecancelt und dann doch wiederbelebt, glaubten viele Spieler wohl nicht wirklich daran, dass der postapokalyptische First-Person-Shooter überhaupt noch erscheinen würde. Aber das tut er! Im Rahmen des Xbox Showcase auf der diesjährigen E3 haben die Macher von GSC Game World endlich einen offiziellen Releasetermin bekannt gegeben. Ein bisschen Gameplay gab’s auch noch obendrauf. Wir fassen alles Wichtige zusammen.

Wenig überraschend wird Stalker 2 wieder in einer fiktiven Alternativversion der Sperrzone rund um das Kernkraftwerk Tschernobyl spielen. Die wurde vom Militär hermetisch abgeriegelt, nachdem der Reaktor 2006 ein zweites Mal explodierte und das gesamte Gebiet für Generationen kontaminierte. Im Vergleich zur ursprünglichen Stalker-Trilogie sind nun allerdings ein paar Jahre ...

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... vergangen. Wie viele genau, das wollten die Macher nicht verraten, sie sprechen aber von einer „modernen Welt“. Gut möglich also, dass der zweite Teil nun rund um 2020 herum angesiedelt ist. Durch diesen zeitlichen Abstand steht auch die Geschichte von Stalker 2 vollkommen für sich. Ihr braucht also keine Vorkenntnisse über die Vorgänger, um das Spiel zu genießen. Serien-Veteranen werden sich aber natürlich deutlich schneller zurechtfinden und auch einige Dinge wiedererkennen.

Willkommen in der Sperrzone!

In Sachen Gegnertypen gab es etwa bereits ein paar „bekannte Cheekie Breekie, Genossen. Es gibt einen Grund zu feiern: S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chernobyl hat endlich ein Release-Datum bekommen – und es sieht klasse aus! Von: David Benke

Gesichter“ zu sehen: Der neueste Gameplay-Trailer zeigte unter anderem einen Flesh, eine Art entstelltes Schwein, aber auch ein unsichtbares humanoides Monster mit Tentakel-Maul – einen sogenannten Bloodsucker. Neu sind dagegen deren Verhaltensmuster: Jeder Mutant kommt künftig mit mehreren Untervarianten daher, was die Viecher nochmal deutlich unberechenbarer machen soll. Zudem sind sie nun auch im Rudel unterwegs und machen Jagd auf euch. Das sorgt für eine noch packendere Spielerfahrung.

Zu der gehören natürlich auch tödliche Anomalien, die euch blindlings in der Luft zerfetzen. Damit das möglichst nicht passiert, geben euch die Entwickler ein paar neue Gerätschaften an die Hand. Der jüngste Trailer stellte mit dem Detektor Gilk etwa eine Art alternative Version eines Geigerzählers vor, mit dem ihr die Naturgewalten aufspüren könnt. Zu dem gesellen sich dann noch eine Reihe bekannter Helferlein, deren Funktionsweisen teils etwas überarbeitet wurden. Außerdem dürft ihr natürlich immer noch mit Schrauben um euch schmeißen und so euren Weg absichern.

Die heilige Dreifaltigkeit der Gefahren wird zu guter Letzt noch durch menschliche Gegner abgerundet. Um Tschernobyl herum erwarten euch diverse feindliche Fraktionen, die euch ans Leder wollen. Kurzum: Die Zone ist ein ziemlich lebensfeindlicher Ort, aber auch ein unglaublich spannender. Das Stalker-Universum steckt voller Geheimnisse, Relikte und Artefakte – beispielsweise dem rätselhaften Jelly, mit dem ihr eure Ausdauer wiederherstellen könnt.

Im Vergleich zu den vorherigen Spielen wurde die Welt von Stalker 2 auch nochmal deutlich vergrößert: Die riesige Open World kann nahtlos und ohne Ladezeiten erkundet werden und bietet eine breite Auswahl an verschiedenen Umgebungen. Euch erwarten reale „Wahrzeichen“ wie das Überhorizontradar in Duga. Aber in Cordon oder Pripyat schlummern Hunderte anderer, teils bekannter, teils neuer Locations, etwa der Sumpf aus S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky. Insgesamt wird die Map von Stalker 2 eine Fläche von 64 km² umfassen, die dank „A-life 2.0“ eine noch realistischere Lebenssimulation bieten soll. Auch Tag-Nacht-Wechsel und dynamisches Wetter sind mit dabei.

Riesige Welt, saftige Systemanforderungen

Alles in allem versprechen die Macher so genug Content, um euch mindestens 100 Stunden bei der Stange zu halten. Das schlägt sich auch in den Systemanforderungen nieder: Stalker 2 wird beachtliche 150 Gigabyte Speicherplatz brauchen! Und auch eure Grafikkarte wird einiges zu arbeiten haben. Optisch sieht der Ego-Shooter nämlich schon richtig schick aus. Die Unreal Engine zaubert dank Raytracing und 4K-Support ansehnliche Spiegelungen, Beleuchtungen und Partikeleffekte auf den Schirm. Die auf Fotografien und Scans beruhende Spielwelt sieht beinahe lebensecht aus. Die Charaktere glänzen mit Motion-Capture-Aufnahmen für Körper und Gesichter.

Apropos Charaktere: Ihr übernehmt in Stalker 2 die Rolle Skifs, eines einsamen Herumtreibers, der ins Herz der Sperrzone vordringt, um eine mysteriöse Energiequelle zu untersuchen. Die Geschichte wird dabei vollkommen non-linear erzählt. Ihr könnt also euren ganz eigenen Weg gehen und euer Schicksal selbst bestimmen. Die Entscheidungen des Spielers werden dabei sowohl kurz- als auch langfristige Konsequenzen für die gesamte Spielwelt mit sich bringen. Entsprechend wird es mehrere weit verzweigte Erzählstränge und auch mehrere Enden geben.

Eine ähnliche Varianz erwartet euch auch bei den Waffen: Stalker 2 bietet über 30 verschiedene Knarren, die ihr mit diversen Modifikationen versehen könnt. Das geht quasi im Vorbeigehen: Ihr schnappt euch einfach ein Visier und schraubt es direkt auf euer Gewehr. Kein Umweg übers Inventar! So lassen sich über 100 einzigartige, tödliche Kombinationen zusammenbasteln, von denen es einige schon im Trailer zu sehen gab. Der stellte etwa das elektromagnetische Gauß-Gewehr vor. Die Ballereien selbst wirken auch nicht verkehrt. Kämpfe sind wuchtig und blutig inszeniert, sehen für uns hier und da aber noch etwas zu einfach aus. Taktische Manöver wie Deckung nehmen oder Um-die-Ecke-Lehnen werden in der Demo gar nicht genutzt. Wir hoffen mal, dass die nicht dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. Auch die groß angekündigte, fortgeschrittene KI ist bisher nicht zu sehen. Der Skif in der Demo wird trotz wilder Schusswechsel nicht einmal getroffen. Das kann aber natürlich auch Teil der Präsentation sein. Hier bleiben wir also gespannt dran.

Nicht vergessen: Kein Nur Russisch

Gleiches gilt für die Survival-Elemente. Hier hieß es bisher lediglich, Spielmechaniken wie Hunger, Übermüdung oder Verstrahlung sollten möglichst immersiv ins Spiel eingebaut werden und für einen fordernden Überlebenskampf sorgen. Manchmal ist es also vielleicht besser, sich am Lagerfeuer auszuruhen und dem Geplänkel anderer Stalker zuzuhören. Oder besser gesagt: es mitzulesen. Im Spiel gibt es zwar deutsche Untertitel, die Vertonung ist aber nur auf Englisch, Russisch und Ukrainisch verfügbar. Das ist zwar etwas schade, wirkt im Trailer aber bereits sehr atmosphärisch.

DAVID MEINT

„Edeloptik und tolle Atmosphäre: vielversprechend!“

Ein endzeitlicher Augenschmaus! Auch auf die Gefahr hin, dass ich oberflächlich daherkomme: Wow, schaut Stalker 2 gut aus! Selten hat man die nukleare Postapokalypse so schön in Szene gesetzt gesehen wie im neuen Survival-Shooter von GSC Game World. Die Lichtstimmungen, die Reflektionen, die Explosions- und Partikeleffekte – herrlich! Jedoch: Gutes Aussehen alleine reicht nun mal eben nicht. Es kommt auch auf die inneren Werte an. Und vom Gameplay-Gerüst des Spiels hat man bisher noch nicht allzu viel gesehen, von den offensichtlich gescripteten Render-Sequenzen mal abgesehen. Ich bleibe daher mal noch etwas vorsichtig, bevor ich endgültig in Euphorie verfalle. Stalker 2 könnte auch zu schön, um wahr zu sein, sein …

Stichwort Trailer: Ein nettes kleines Gimmick hat der am Ende auch noch parat: den Signalton eures PDAs. Ihr könnt also davon ausgehen, dass ihr wieder einen kleinen elektronischen Assistenten dabeihabt, der eine Missionsübersicht, eine Karte und vieles mehr bereithält! Sehen durften wir das Ding leider noch nicht. Auch das Inventar bleibt noch unter Verschluss, ebenso wie die Info, ob es erstmals in der Seriengeschichte auch ein Crafting-Feature geben wird. Dafür gibt es immerhin einen Release-Termin: Stalker 2 wird am 28. April 2022 für den PC sowie Xbox Series S und X erscheinen. Außerdem ist der Ego- Shooter direkt ab Tag eins im Xbox Game Pass enthalten. Auch schön: Für die Zukunft haben die Macher bereits offiziellen Mod-Support, ein kostenloses Multiplayer-Add-on und mindestens zwei Story-Erweiterungen geplant. Die werden wohl auch als Teil des Season Pass verfügbar sein, den ihr bereits jetzt für einen saftigen Aufpreis vorbestellen könnt. Komplett frei von Mikrotransaktionen und anderen Makeln wird der Titel also leider nicht sein.