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Starke Bilder, die unter die Haut gehen


B.Z. am Sonntag - epaper ⋅ Ausgabe 434/2021 vom 22.08.2021

Acht-Stunden-Stück „Die letzten Tage der Menschheit“

Artikelbild für den Artikel "Starke Bilder, die unter die Haut gehen" aus der Ausgabe 434/2021 von B.Z. am Sonntag. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: B.Z. am Sonntag, Ausgabe 434/2021

Das Ensemble fährt auf dem mehrstöckigen Gefährt in die Halle

Siemensstadt – „Was ist Krieg?“, brüllt die junge Schauspielerin um 1 Uhr nachts in die große Industriehalle. Es wäre der perfekte Schlusspunkt nach sieben Stunden Brachialtheater gewesen. Doch dann überzieht Regisseur Paulus Manker doch noch um eine halbe Stunde, um selbst einen, ...

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Manker hat aus Karl Kraus’ wegen seiner Fülle unspielbaren Theaterstück „Die letzten Tage der Menschheit“ immerhin 120 (!) Szenen inszeniert. Dafür hat er in der historischen Siemens-Belgienhalle eine morbide Szenerie aus Tausenden Flohmarktfunden eingerichtet. Sein stärkstes Requisit ist ein dreistöckiges Eisenbahnhänger-Unge- tüm, das an Mad-Max- Filme erinnert und auf Schienen durch die Halle gefahren wird. Nebelumwabert und zu Kinokompositionen wie den Fanfaren aus Kubricks „Odyssee im Weltall“ fährt das metallene Ungetüm herein. Darauf steht das 18-köpfige Ensemble, bereit einen siebeneinhalb Stunden langen Theater-Marathon auf eindrucksvollste Weise zu meistern.

Der Abend beginnt mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand, der Auftakt zum 1. Weltkrieg. Danach erleben die rund 150 Zuschauer, wie eine Nation in den Kriegs-Irrsinn verfällt. Regisseur Manker steuert eine historische Lokomotive raus aus der Halle zur Besichtigung des Schützengrabens. Die einzige weibliche Kriegsberichterstatterin der damaligen Zeit, Alice Schalek (herausragend: Iris Schmid), schwärmt vom Trommelfeuer der Gewehre. Kritik am Krieg wird als Schwachsinn abgetan, wer sie allzu laut äußert, landet im Irrenhaus, einer der stärksten Momente des Abends mit Benedikt Häfner.

Das Publikum wandert mit von einer Szene zur nächsten und erlebt eine Flut an Bildern und Ereignissen, historisch zwar und doch so brandaktuell. Ein Abend, der unter die Haut geht!

Wieder Fr–So 18 Uhr, Gartenfelder Straße 28, Karten 115 Euro inkl. Speisen u. Getränke, produktion@letztetage.com